Sabine Thiesler - Im Versteck

  • Buchdetails

    Titel: Im Versteck


    Band 12 der

    Verlag: Heyne

    Bindung: E-Book

    Seitenzahl: 592

    ISBN: 9783641258740

    Termin: Neuerscheinung September 2021

  • Bewertung

    5 von 5 Sternen bei 5 Bewertungen

    100% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Im Versteck"

    Der gut situierte Fotograf Paul Böger kauft sich in den toskanischen Bergen ein Haus. Es liegt am Ende eines kaum befahrbaren Weges und ist völlig verwahrlost. Paul kĂŒndigt seinen Job und zieht sofort in die eigentlich unbewohnbare HĂŒtte ein. Von nun an vermeidet er jeden menschlichen Kontakt und versteckt sich in der Einsamkeit. Denn er ist auf der Flucht. Auf der Flucht vor sich selbst und seinem unbezwingbaren Trieb, Schlimmes zu tun. Und dann verschwindet ein kleines MĂ€dchen.
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    mixtapemaedchen
    Fesselnder Pageturner! Unglaublich toll!
  • Kurzmeinung

    Jasminh86
    Wow, was ein großartiger Psychothriller!

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  • 🌟Wow, was ein großartiger Psychothriller!🌟


    Der gut situierte Fotograf Paul Böger kauft sich in den toskanischen Bergen ein Haus. Es liegt am Ende eines kaum befahrbaren Weges und ist völlig verwahrlost. Paul kĂŒndigt seinen Job und zieht sofort in die eigentlich unbewohnbare HĂŒtte ein. Von nun an vermeidet er jeden menschlichen Kontakt und versteckt sich in der Einsamkeit. Denn er ist auf der Flucht. Auf der Flucht vor sich selbst und seinem unbezwingbaren Trieb, Schlimmes zu tun. Und dann verschwindet ein kleines MĂ€dchen.


    "Im Versteck" ist mein erstes Buch von Sabine Thiesler. Ein Psychothriller, der am 13. September 2021 im Heyne-Verlag erschienen ist. Und ich muss sagen, dass mich diese knapp 600 Seiten von der ersten Seite an komplett in den Bann gezogen habe. Ich konnte diesen grandiosen Thriller wirklich nicht aus der Hand legen, denn dies ist eine Geschichte, die mich unheimlich gepackt hat. In Lesepausen habe ich ĂŒber den Inhalt weiter nachgedacht und auch nach dem Beenden des Buches hallt das Geschehen bei mir immer noch nach. Paul Böger, ein freier Fotograf aus Hamburg, der auf den ersten Blick ein sympathischer und smarter Typ ist. Doch die Autorin hat hier sehr deutlich gezeigt, dass er mit seinem freundlichen Auftreten nur eins verbergen muss: seine Neigung zu kleinen MĂ€dchen, die er entfĂŒhrt, brutal vergewaltigt und anschließend feige ermordet. FĂŒr ihn ist es ein Zwang, den er immer wieder zu unterdrĂŒcken versucht. Eine Sucht, die er einsieht, doch sich professionell helfen zu lassen kommt fĂŒr Paul nicht infrage. Deshalb will er sich selbst therapieren, indem er sich eine verfallene Bruchbude in der Toskana, oberhalb von Ambra, kauft. Isoliert im Wald, weit und breit keine Nachbarn, vor allem keine MĂ€dchen. Das ist sein Plan und somit will er sich und kleine MĂ€dchen schĂŒtzen. Er bricht alle Zelte in Hamburg ab, seinem besten Freund und Mitbewohner Donnie fĂ€llt dies besonders schwer. Da der unheimlich sympathische KĂŒnstler Donnie nichts von Pauls' abartigen Neigungen und Taten ahnt, wundert er sich mit der Zeit immer mehr ĂŒber das launenhafte Verhalten seines Freundes. WĂ€hrend Paul in der Toskana die Bewohner geschickt tĂ€uscht, findet Donnie zufĂ€llig eindeutige Hinweise, dass mit ihm was nicht stimmt. Sein Verhalten und sein Handeln haben fĂŒr ein spannendes Ende gesorgt, sodass er fĂŒr mich ein großer Held in dieser Geschichte ist.


    Ich habe selten Mitleid mit einem TĂ€ter, aber hier hat Sabine Thiesler es definitiv geschafft, dass meine GefĂŒhle Achterbahn gefahren sind. Einerseits wird jede Tat von Paul abartig und abscheulich geschildert. Wie er seinen widerlichen Trieb zuerst versucht zu unterdrĂŒcken, es jedoch nicht schafft. Seine Gedanken dazu lassen in sein Innerstes blicken. Andererseits wird sehr klar und erschreckend verdeutlicht, wieso er so geworden ist, wie er ist. Aus einem Opfer wird TĂ€ter, der Verlauf hat mich angeekelt und geschockt. Durch RĂŒckblicke aus seiner Vergangenheit lernte ich Paul als kleines Kind kennen. Wie sein Leben dank seiner abscheulichen Mutter verlaufen ist, hat mir richtig GĂ€nsehaut beschert. Ihm ist als Erwachsener definitiv klar, dass er abscheuliche Taten verĂŒbt und dass seine kranke Seele nicht normal ist. Er hasst sich selbst dafĂŒr, dass konnte ich zwischendurch immer wieder gut herauslesen. Es ist wie in der RealitĂ€t: bei pĂ€dophilen Menschen fĂ€ngt es zunĂ€chst im Kopf an. DafĂŒr verurteile ich niemanden, wirklich nicht. Denn fĂŒr solche Gedanken kann man zunĂ€chst nichts, wie im Fall Paul. Hier konnte ich jedoch verstehen, wie sie entstanden sind. Aber was ich verurteile ist ganz klar, wenn nichts gegen diese Gedanken unternommen wird. Denn ohne professionelle Hilfe kann es leider sehr schnell eskalieren, indem die Gedanken nicht mehr zu unterdrĂŒcken sind. So werden, wie bei Paul, abartige Triebe freien Lauf gelassen. Dann ist es zu spĂ€t, auch sich selbst zu verstecken und sich selbst zu therapieren bringt nichts mehr.


    Da in der Toskana plötzlich ein MĂ€dchen verschwindet und als Leiche auftaucht, ist dort jeder in Aufruhr. Paul scheint dies nicht zu interessieren. Als die ahnungslose Kriminalpolizei in Hamburg versucht, Pauls' schreckliche Taten aufzuklĂ€ren, gerĂ€t er zunĂ€chst nur als harmloser Zeuge in den Fokus der Ermittlungen und sie befragen ihn in seinem neuen Zuhause. So kommuniziert die Kripo mit dem Commissario Neri, der in dem friedlichen Dorf fĂŒr Recht und Ordnung sorgt. Beide Seiten versuchen, die Morde aufzulösen und eventuelle Parallelen zu finden. WĂ€hrend die deutschen Ermittler professionell an die Sache rangehen und analysieren, kommen Neri und sein leicht vergesslicher Kollege nicht weiter. Neri ist zwar ein sympathischer Dorfpolizist, bei diesem kniffligen Fall kommt er jedoch schnell ins Schwitzen. Dass er komplizierte FĂ€lle nicht gewohnt ist, merkt man schnell und deutlich.


    Was mich am meisten erschĂŒttert hat, waren die Scherben, die Paul hinterlassen hat. Er hat nicht nur kleine MĂ€dchen umgebracht, sondern direkt ganze Familien ausgelöscht. Diese nehmen ebenfalls Platz in der Handlung ein. Was diese schrecklichen Taten mit den Eltern der toten MĂ€dchen gemacht hat, hat mich emotional richtig mitgenommen. Das Leid der Eltern wurde authentisch beschrieben und war deutlich zu spĂŒren, was mich sprachlos hinterlassen hat. Ich als Mutter konnte dies absolut nachvollziehen, denn ich weiß nicht, wie ich reagieren wĂŒrde, wenn eines meiner MĂ€dchen sowas passieren wĂŒrde. Dieser emotionale Teil ist nichts fĂŒr Zartbesaitete.


    Dieser dramatische und spannende Thriller ist gut durchdacht und flĂŒssig, emotional und authentisch geschrieben. Die Protagonisten werden gut in den Fokus gesetzt, die komplette Handlung wird detailliert erklĂ€rt und logisch beendet. Diese verstörende Geschichte besitzt eine unglaublich intensive AtmosphĂ€re, die ich die ganze Zeit gespĂŒrt habe. Die Autorin hat mich ganz tief in die seelischen AbgrĂŒnde von Paul blicken lassen, diese kranke Seele möchte man definitiv nicht begegnen. Nicht die Ermittlungen der Polizei, sondern die persönlichen Schicksale der Opfer und TĂ€ter stehen im Vordergrund. Das Ganze wird von Sabine Thiesler flĂŒssig, spannend, fesselnd, packend, dramatisch und lebendig dargestellt, da stellen sich einem die Nackenhaare auf. Nichtsdestotrotz kommt der italienische Flair nicht kurz, was mir gut gefallen hat. Dieser nachdenkliche Thriller zeigt, dass das Böse zwar ganz nah bei einem sein kann, sich jedoch perfekt zu tarnen weiß. Schreckliche MĂ€dchenmorde und eine dĂŒstere Kindheit ergeben einen atemberaubenden Thriller!

    🌟🌟🌟🌟🌟

  • Der Hamburger Fotograf Paul Böger lebt mit seinem Freund Donnie in einem tollen Loft in einer Wohngemeinschaft. Umso unverstĂ€ndlicher ist es, dass Paul plötzlich seinen Job kĂŒndigt, ein altes, total baufĂ€lliges Haus in der Toskana kauft und beschließt, dort zu leben. Was alle nicht wissen, Paul ist auf der Flucht. Auf der Flucht vor sich und kleinen MĂ€dchen. Er glaubt, in der Toskana kann nichts passieren, da ist er weit weg von KindergĂ€rten, Schulen und allem, was ihn in Versuchung fĂŒhren könnte. Das hofft er, doch plötzlich verschwindet hier auch ein kleines MĂ€dchen...

    Sabine Thiesler hat mit "Im Versteck" einen außergewöhnlich spannenden Thriller geschrieben. Ich habe den Thriller innerhalb kĂŒrzester Zeit regelrecht verschlungen.. Zu Anfang machte Paul noch einen sympathischen Eindruck, allerdings wird schnell klar, dass alles nur Fassade ist und er ein brutaler Kindermörder ist. Doch gehen wirklich alle Morde auf ihn zurĂŒck? Wie kommen die deutschen und italischen Ermittlern Paul auf die Schliche und was hat Donnie damit zu tun?

    In RĂŒckblenden geht es ĂŒber 30 Jahre zurĂŒck in Pauls Kindheit nach Flensburg, und jetzt wird dem Leser klar, was seine Mutter ihm durch ihr krankes Verhalten angetan hat. Die Autorin schildert schonungslos und erschĂŒtternd realistisch, was den vermissten MĂ€dchen passiert, und anschließend erleben wir den Schmerz und das schreckliche Leid der Familien.

    FĂŒr zartbesaitete Menschen ist das Buch schwere Kost. Allen anderen sei gesagt: Der Thriller ist verdammt grausam, aber auch fesselnd. Es gibt auch ein Wiederlesen mit Neri, dem Carabiniere, den wir schon aus anderen Sabine Thiesler Thrillern kennen. FĂŒr mich zĂ€hlt dieses Buch bislang zu den Lesehighlights in diesem Jahr: Spannend bis zur letzten Seite, aber ebenso erschĂŒtternd und emotional.

  • Der Hamburger Fotograf Paul Böger lebt mit seinem Freund Donnie in einem tollen Loft in einer Wohngemeinschaft. Umso unverstĂ€ndlicher ist es, dass Paul plötzlich seinen Job kĂŒndigt, ein altes, total baufĂ€lliges Haus in der Toskana kauft und beschließt, dort zu leben. Was alle nicht wissen, Paul ist auf der Flucht. Auf der Flucht vor sich und kleinen MĂ€dchen. Er glaubt, in der Toskana kann nichts passieren, da ist er weit weg von KindergĂ€rten, Schulen und allem, was ihn in Versuchung fĂŒhren könnte. Das hofft er, doch plötzlich verschwindet hier auch ein kleines MĂ€dchen...

    Sabine Thiesler hat mit "Im Versteck" einen außergewöhnlich spannenden Thriller geschrieben. Ich habe den Thriller innerhalb kĂŒrzester Zeit regelrecht verschlungen.. Zu Anfang machte Paul noch einen sympathischen Eindruck, allerdings wird schnell klar, dass alles nur Fassade ist und er ein brutaler Kindermörder ist. Doch gehen wirklich alle Morde auf ihn zurĂŒck? Wie kommen die deutschen und italischen Ermittlern Paul auf die Schliche und was hat Donnie damit zu tun?

    In RĂŒckblenden geht es ĂŒber 30 Jahre zurĂŒck in Pauls Kindheit nach Flensburg, und jetzt wird dem Leser klar, was seine Mutter ihm durch ihr krankes Verhalten angetan hat. Die Autorin schildert schonungslos und erschĂŒtternd realistisch, was den vermissten MĂ€dchen passiert, und anschließend erleben wir den Schmerz und das schreckliche Leid der Familien.

    FĂŒr zartbesaitete Menschen ist das Buch schwere Kost. Allen anderen sei gesagt: Der Thriller ist verdammt grausam, aber auch fesselnd. Es gibt auch ein Wiederlesen mit Neri, dem Carabiniere, den wir schon aus anderen Sabine Thiesler Thrillern kennen. FĂŒr mich zĂ€hlt dieses Buch bislang zu den Lesehighlights in diesem Jahr: Spannend bis zur letzten Seite, aber ebenso erschĂŒtternd und emotional.

    Lesehighlight, da bin ich voll und ganz deiner Meinung!👍👍👍

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