Gunnar Schwarz - Das Flüstern der Puppen

  • Kurzmeinung

    Jasminh86
    Ein rasanter und wendungsreicher Thriller, den ich eher als Krimi bezeichnen würde!

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  • Das Geheimnis des Puppenmörders!


    "Das Flüstern der Puppen" von Gunnar Schwarz ist ein Thriller, der am 14. September 2021 im FeuerWerke-Verlag erschienen ist. Dies ist der erste Fall für die Ermittler Henning Gerlach und Lena Freyenberg, die es mit einem perfiden Serienmörder zu tun haben. Eine rasante Geschichte, die direkt mit einem entsetzlichen Mord beginnt und so die Grundlage für einen grausamen Rachefeldzug legt. Das Cover spricht mich ehrlich gesagt nicht wirklich an, aber da ich den ersten Thriller des Autors "Siehst du, wie sie sterben?" kenne und er mich unheimlich begeistert hat, ging an diesem Buch also kein Weg dran vorbei.


    Zum Inhalt: Wie entkommst du dem Mörder, wenn du niemandem mehr trauen kannst?

    Lena Freyenberg und Henning Gerlach bekommen es in ihrem ersten gemeinsamen Fall mit einem albtraumhaften Spiel um Leben und Tod zu tun. Ein Serienkiller ermordet seine Opfer auf eine seltsam vertraute Art und Weise und lässt an jedem Tatort eine verunstaltete Puppe zurück. Nach und nach entschlüsseln die Ermittler das Muster hinter den Morden, die Verbindung zwischen den Opfern und die Bedeutung der Puppen. Doch vom Täter fehlt weiterhin jede Spur. Als Lena und Henning schließlich erkennen, dass sie sogar ihren engsten Verbündeten nicht mehr vertrauen können, hat der Killer sein Ziel beinahe erreicht. Und plötzlich holt die Vergangenheit nicht nur die Toten, sondern auch die Ermittler erbarmungslos ein...


    Dieses Buch des Autors ist sehr angenehm zu lesen, denn der flüssige Schreibstil hat für einen schnellen Lesefluss gesorgt. Außerdem war ich schnell mitten im Geschehen. Es geht in diesem Thriller, den ich eher in die Kategorie Krimi einordnen würde, direkt zur Sache. Ich wurde schnell mit dem ersten Mordfall und dem Ermittlerduo vertraut gemacht, die ich mit der Zeit immer besser kennenlernen konnte. Private Details wurden nach und nach eingestreut, sodass die Suche nach dem Puppenmörder nicht konstant im Vordergrund stand. Lena Freyenbergs' Freund Nils behindert die viel beschäftigte Ermittlerin permanent, sein Auftreten und seine Art haben mich im Laufe der Handlung nur noch genervt. Auf ihn hätte ich getrost verzichten können, denn sein Erscheinen hat dem Spannungsbogen nicht wirklich gutgetan. Henning Gerlach und Freyenberg haben beide eine traumatische Erfahrung durch den Job durchgemacht, weshalb sie ständig mit ihren Gedanken in der Vergangenheit waren. Die Beziehung zwischen den beiden wurde immer enger und es wurde immer mehr Vertrauen aufgebaut, welches sich nicht nur auf den Fall bezogen hat. Ich habe schnell gemerkt, dass zwischen den beiden mehr werden könnte, denn mit der Zeit werden sie sich immer sympathischer. Ob es zwischen den Ermittlern gefunkt hat? Nur eine Fortsetzung würde mir diese Frage beantworten können.


    Da der Puppenmörder sich zwischen den Morden nicht viel Zeit lässt, drängt die Zeit und die Ermittler mutmaßen aufgrund der Folterungen und Art der Verletzungen der Opfer verschiedene Hintergründe, bis Freyenberg den richtigen Riecher hat. Denn es beginnt nicht nur ein Wettlauf gegen die Zeit, auch der Chef drängt beide zum schnellen Ermittlungserfolg, da der Druck von oben immer größer wird. Als es dann auch noch einen Verdacht gibt, einen Maulwurf unter den Kollegen zu haben, ermitteln Gerlach und Freyenberg auf eigene Faust. Dabei kommen sie dem Täter gefährlich nah. Obwohl mir schnell klar war, dass dieser Rachefeldzug eindeutig mit einem tragischen Ereignis aus der Vergangenheit zusammenhängt, bin ich auf das Ende nicht vorbereitet gewesen. Diese überraschende Wendung über das Motiv des Täters ist dem Autor gut gelungen und ich habe richtig mitgefiebert. Es wird nicht nur aus der Sicht der Ermittler geschildert, auch der Täter meldet sich zwischendurch immer wieder kurz zu Wort. So wusste ich über sein grausames Vorgehen immer vor den Ermittlern Bescheid, was ich unheimlich spannend fand. Insgesamt hat mir dieser Thriller unheimlich gut gefallen, da er mir spannende Lesestunden beschert hat. Auch bildlich war ich ganz gut dabei, ohne dass der Autor mit Details übertrieben hat. Ich vergebe deshalb gute vier Sterne!

  • Eine junge Frau wird lebendig in einem Ofen verbrannt, am Tatort finden die Ermittler eine merkwürdige Puppe. Kurz danach gibt es einen weiteren Mord, ebenfalls mit einer Puppe am Tatort. Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen den Opfern? Was könnte das Motiv sein? Und was bedeuten die Puppen?


    Lena Freyenberg ist neu in der Stadt und wird Henning Gerlach als Partnerin zugeordnet. Vor kurzem hat sie ihren Partner unter schrecklichen Umständen verloren und ein Trauma davon getragen. Sie hat zudem mit privaten Problemen zu kämpfen, und muss sich auch am neuen Wohnort klimatisieren, und die Eigenarten der neuen Kolleg:innen kennenlernen. Mir gefällt, dass auch Privates thematisiert wird, allerdings bin ich den beiden Protagonisten unterschiedlich nahe gekommen. Während ich Henning schnell mochte, habe ich mit Lena noch Probleme. Dennoch könnte ich mir gut vorstellen, weitere Fälle mit den beiden zu lesen, und Lena auf diese Weise näher zu kommen.


    Der Roman lässt sich zügig lesen, die Aufteilung in die einzelnen Ermittlungstage finde ich gut. Der Fall ist interessant, und die Suche nach dem/der Täter:in spannend, zumal diese:r sich immer mal wieder zu Wort meldet. Nach und nach kristallisiert sich ein mögliches Motiv heraus, aber auch mehrere Verdächtige. Als Leser:in kann man gut miträtseln. Die Auflösung ist nachvollziehbar.


    Ich bin ja im Krimi-Thriller-Bereich mittlerweile eher skeptisch, zu viel Einheitsbrei, „Das Flüstern der Puppen“ wirkte auf mich aber recht originell. Sogar das „Am-Ende-in Gefahrkommen“ passt hier gut in die Story. Einzig, dass ich manchmal ein leichtes Gefühl von Unlogik hatte, gerade auch bei o. g. hat mich etwas gestört.


    Insgesamt hat mich der Roman gut unterhalten und mir spannende Lesestunden bereitet. Ein paar kleine Kritikpunkte gibt es, mal sehen, wie mir der nächste Fall mit Lena und Henning gefallen wird, so es ihn geben wird. Ich vergebe 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Genrefans.

  • Den Start in ihr neues Berufsleben hatte Lena Freyenberg sich auch anders vorgestellt. In ihrem ersten gemeinsamen Fall mit ihrem neuen Kollegen Henning Gerlach bekommen sie es gleich mit einem sehr bestialischen und skrupellosen Serienkiller zu tun, der an jedem seiner Tatorte eine entstellte Puppe zurück lässt. Henning und Lena begeben sich auf Spurensuche und merken schnell, dass sie nicht jedem trauen können.


    Das Buch hat mich durch seinen flüssigen und sehr plastischen Schreibstil begeistert. Welcher bisweilen viele Szenen und Situationen auf eine sehr brutale Weise beschreibt. Definitiv nichts für schwache Nerven! Vielleicht sind es aber auch die sehr kreativen Mordmethoden die das Kopfkino sofort in Gang setzt.


    Die Erzählperspektive ist wechselnd. Die Ich-Perspektive des Mörders lässt den Leser auf beklemmende Art und Weise hinter die Fassade des Mörders blicken.


    Erst in der zweiten Hälfte des Buches kann man erahnen wer hinter den Morden steckt. Was allerdings die Hintergründe sind bleibt weiterhin spannend und bis kurz vor Schluss offen.


    Einzig und allein die vielen privaten Probleme von Lena und Henning und ihre allzu oft erwähnte, sich entwickelnde zwischenmenschliche Beziehung hat mich etwas gestört. Dies wurde allerdings durch den rasanten und sehr spannenden Schluss wieder wettgemacht.


    Nichtsdestotrotz bin ich gespannt wie es mit Lena und Henning weitergeht. Mit oder ohne Beziehungskiste.

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