Kazuo Ishiguro - Der begrabene Riese (ab 05.09.2021)

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  • Ich habe durch die Äußerung von Gawain das Gefühl, das er die Drachin gar nicht töten will, weil er auch eine Menge zu verbergen hat. Sonst wäre er nicht so aufgebracht gegenüber Beatrice gewesen. Was mir noch aufgefallen ist, daß Beatrice und Axl ständig mit "Herr" und "Herrin" angesprochen werden. Ich glaube, der Tunnel war eine Falle. Vielleicht hatte Gawain nicht den Mumm, sie zu töten oder er kam an Edwin nicht ran. Edwin könnte deshalb abgehauen sein, weil er gemerkt hat, daß Gawain ihn töten wollte. Das Untier. Im Tunnel ist es dunkel. :lol: Und Axl hatte die Kerze. Ich halte Gawain für einen Feind.

  • Da möchte ich gerne taliesin fragen - was für ein Wort steht denn im englischen für Untier?

    Im englischen heißt es schlicht >beast<. Die Übersetzung Untier passt also. Aber es

    gibt doch auch in der Bibel eine Stelle in der der Teufel >Beast< genannt wird, oder?

    It`s the number of the Beast and the number is 666. Kennst du das serjena ?

    Das heißt: Edwin ist quasi der Pfadfinder für Wistan auf der Suche nach dem Drachen.


    Und muss Gawain seinem Konkurrenten da nicht zuvorkommen? Wenn er sich schon den "Spürhund" Edwin nicht sichern konnte? Und sich also schleunigst auf den Weg machen?

    Das leuchtet durchaus ein. Die Frage ist wohin er sich nun wendet? Läuft er zur Wehrburg

    oder versucht er nun schnell Querig zu finden? Edwin eilt zur Burg um Wistan zu suchen,

    der ja völlig allein gelassen wurde und sich gegen eine Übermacht von Soldaten wehren

    muss.

    Dann kann er den Kopf doch nicht abgeschlagen haben?

    Genau. Im englischen steht das wie folgt:

    The old knight`s face, caught in the moonlight, looked aghast as he swung his sword,

    but too late, and the creature was past him.....


    Vorher nennt Gawain das Untier auch >The dog<. Das finde ich seltsam...........

    "The dog stares our way and nothing now between us."

    Ich habe durch die Äußerung von Gawain das Gefühl, das er die Drachin gar nicht töten will, weil er auch eine Menge zu verbergen hat.

    Dann hätte er die Seiten gewechselt, denn er hat ja von Artus den Auftrag Querig

    zu töten. Will er den Drachen nun schützen, oder benutzen wie Lord Brennus? Dann

    stände er auf der Seite von Brennus und natürlich wäre Wistan dann der Feind.

    Wir sind der Stoff aus dem die Träume sind und unser kleines Leben umfasst ein Schlaf.

    William Shakespeare


    :study: Ulf Schiewe - Thors Hammer

    :study: Robert MacFarlane - Mountains Of The Mind (MLR)

  • Das Kapitel sieben rekapitulierend scheint es mir der Autor hat sich hier gewissen Elementen aus Horrorfilmen bedient und einen bunten Mix zusammen gestellt um dem Leser individuelle Interpretationen der Geschehnisse zu geben.


    Das naive Ehepaar, und der Junge welcher scheinbar - ein Mitläufer ist.

    Die Falltüre welche hinter den fliehenden mit einem Donnerknall zuklappt. Der unheimliche Tunnel mit undefinierbaren Geräuschen und Gerüchen. Das Mausoleum mit den Kinderschädeln.

    Dann treffen sie auf den Ritter Taiwan welcher wie ein Geist aus dem Nichts auftaucht, seine Anwesenheit mit einer etwas eigenartigen Erklärung rechtfertigt.


    Nun denn das Gawain Wistan verraten hat, scheint auf den ersten Blick etwas bösartig zu sein, ist jedoch logisch, denn er hat schliesslich den Auftrag des edlen Artus die Drachendame zu töten. Somit kann er natürlich nicht dulden dass jemand anders die zu erwartende Ehre in Anspruch nimmt.


    Wie weit Edwin überhaupt weiss wer er wirklich ist, was seine Aufgabe sein wird -wenn er überhaupt eine Aufgabe hat - scheint sehr unklar zu sein.

    Zwar lässt sein Weggehen vermuten dass er wieder zum Kloster zurück will um Wistan zu unterstützen - aber ist wirklich nur eine Vermutung. Ebenso gut könnte er vorwärts stürmen einem uns noch nicht klarem Ziel entgegen. Denn irgend etwas zieht ihn an, etwas was sich ganz klar manifestiert hat wie er den Tunnel betrat.

    Das Dilemma der Menschheit ist, dass die Idioten so selbstsicher und die Intelligenten so voller Selbstzweifel sind.

    Oscar Wilde


  • Im englischen heißt es schlicht >beast<. Die Übersetzung Untier passt also. Aber es

    gibt doch auch in der Bibel eine Stelle in der der Teufel >Beast< genannt wird, oder?

    It`s the number of the Beast and the number is 666. Kennst du das serjena ?


    Zitat

    Lutherbibel Psalm 74

    13 Du hast das Meer aufgewühlt durch deine Kraft, zerschmettert die Köpfe der Drachen (im hebräischen Tannin) über den Wassern. 14 Du hast die Köpfe des Leviatan (echsenartiges Untier) zerschlagen und ihn zum Fraß gegeben dem wilden Getier.


    aber Gawain haut einfach ab.

    Er lässt sie praktisch im Stich.


    Das sehe ich nicht so. Gawain hat mit seiner Rettungsaktion ein ritterliches Tugendideal bedient und die Schwachen beschützt.

    Man mag fast beiden Bemerkungen recht geben - einerseits entpuppt sich Gawain als eine etwas "windiger Ritter" - dem man nicht über den Weg trauen kann, anderseits gibt er sich als fürsorglicher Retter in der Not.

    Wie schon einige Male bemerkt er verbirgt etwas, und mit seinem Gebaren überdeckt er es und lenkt ab. Er ist nicht fassbar - und bleibt Rätselhaft.


    (Fortsetzung folgt heute nachmittag, ist so wunderschönes Wetter das drängt sich eine Spaziergang am Strand direkt auf)

    Das Dilemma der Menschheit ist, dass die Idioten so selbstsicher und die Intelligenten so voller Selbstzweifel sind.

    Oscar Wilde


  • (Fortsetzung folgt heute nachmittag, ist so wunderschönes Wetter das drängt sich eine Spaziergang am Strand direkt auf)

    Du Glückliche! Hier ist es fies, regnerisch und kühl. Viel Spass am Strand............

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    William Shakespeare


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  • Dann hätte er die Seiten gewechselt, denn er hat ja von Artus den Auftrag Querig

    zu töten. Will er den Drachen nun schützen, oder benutzen wie Lord Brennus? Dann

    stände er auf der Seite von Brennus und natürlich wäre Wistan dann der Feind.

    Ich glaube kaum dass Gawain die Seiten wechselt, allerdings ist Wistan sowieso sein Widersacher - denn wie schon erwähnt - er möchte die zu erwartende Ehre die Drachendame getötet zu haben für sich in Anspruch nehmen.

    Ausserdem in dieser Hinsicht glaube ich Gawain dass er Artus treu ergeben ist und bleiben wird.

    Kapitel Fünf

    Zitat

    Ganz recht, ich bin Gawain, Neffe des großen Artus, der einst mit Weisheit und Güte über dieses Land herrschte.

    Zitat

    Herr Gawain blickte den Soldaten verdutzt an, als hätte er für einen Moment dessen Existenz vergessen. Dann aber sagte er in ruhigerem Ton: »Nein, Herr, ich werde dir nicht helfen. Ich bin kein Freund deines Herrn, denn ich fürchte seine dunklen Beweggründe. Ich fürchte auch das Leid, das du den anderen hier zufügen willst – Menschen, die mit den Ränken zwischen uns nichts zu schaffen haben.«

    So wie ich eure Beiträge verstehe schreibt ihr das Mausoleum - gewissen Schlachten des Artus zu - jedoch es könnte durchaus in Verbindung mit den Römern stehen

    Zitat

    Als Herr Gawain die Kerze wieder angezündet hatte, erkannte Axl, dass sie sich in einer Art Mausoleum befanden: Die Wände trugen Spuren einstiger Bemalung und römischer Buchstaben; zwei mächtige Säulen vor ihnen bildeten das Tor zu einer zweiten Kammer vergleichbaren Ausmaßes, und direkt auf die Schwelle fiel ein nahezu greller Strahl Mondlicht. Woher es kam, war nicht klar: Vielleicht war irgendwo hinter dem hohen Bogen, der auf den beiden Säulen ruhte, eine Öffnung, durch die, wie es der Zufall wollte, genau in diesem Moment der Mond hereindrang. Sein Licht ließ auch viel von dem Moos- und Flechtenbewuchs an den Säulen und einen Teil des nächsten Raums erkennen, dessen Boden auf den ersten Blick schuttübersät zu sein schien, aber es war, wie Axl bald erkannte, eine dicke Schicht Knochen. Erst jetzt fiel ihm auf, dass sie auch auf Knochen standen, auf zerfallenen Skeletten; und dass dieser befremdliche Fußboden sich über die gesamte Fläche beider Kammern erstreckte.

    Ich möchte nämlich in diesem Zusammenhang nochmals auf gewisse Äusserungen in Kapitel fünf zurück kommen

    Zitat

    Welche außerordentliche Gabe hat deinen großen König befähigt, die Wunden des Krieges in diesem Land so gut zu heilen, dass ein Reisender heute kaum noch eine Narbe, ja kaum einen Schatten davon wahrnimmt?«

    »Deine Frage ehrt dich, Herr. Meine Antwort ist, dass mein Onkel ein Herrscher war, der sich nie für größer als Gott hielt und immer um Rat zu ihm betete. So kam es, dass die Eroberten, nicht weniger als seine Kampfgefährten, seine Gerechtigkeit erkannten und ihn sich als König wünschten.«

    »Aber ist es nicht seltsam, wenn einer einen anderen, der noch gestern seine Kinder gemetzelt hat, seinen Bruder nennt? Und doch scheint Artus genau dies fertiggebracht zu haben.«

    »Da legst du den Finger in die Wunde, Herr Wistan. Kinder metzeln, sagst du. Artus hat uns allezeit eingeschärft, die unschuldig in die Mühlen des Krieges Geratenen zu schonen. Mehr noch, Herr, er befahl uns, alle Frauen, Kinder und Alte zu retten und ihnen Schutz und Zuflucht zu gewähren, wann immer wir konnten, seien sie Britannier oder Sachsen. Aus solchen Taten entstanden Bande des Vertrauens, noch während die Schlachten tobten.«

    Gut ich gehe mit euch einig - Ritter Gawain ist hier wie er vom Autor dargestellt wird eine undurchsichtige Person - wie weit man ihm trauen kann - weiss niemand.

    Wäre es wohl taliesin möglich mehr über den Ritter Gawain zu berichten wie er in der Artus Saga geschildert wird. Vielleicht bekommen die Leser ein anderes Bild von ihm, denn im Moment scheint er sehr ins negative zu gleiten.

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    Oscar Wilde


  • So wie ich eure Beiträge verstehe schreibt ihr das Mausoleum - gewissen Schlachten des Artus zu - jedoch es könnte durchaus in Verbindung mit den Römern stehen

    Ich kann nur für mich sprechen: ich schreibe das Schlachten nicht nur einer Seite zu, sondern allen Seiten.

    :study: Adam Silvera, Am Ende sterben wir sowieso.

    :study: Hanno Rautenberg, Ich, der Künstler.

    :musik: Gerard Donovan, In die Arme der Flut. Sprecher: Thomas Birnstiel.

  • Wäre es wohl taliesin möglich mehr über den Ritter Gawain zu berichten wie er in der Artus Saga geschildert wird.

    Gawain hatte den Beinamen >Der Gütige< und war in der Runde ein hochgeachteter

    Ritter, der zu den ersten der Tafelrunde gehörte und Artus besonderes Vertrauen genoss.

    Er ist auch der einzige der Ritter von dem auch andere Geschichten, außerhalb der Tafel-

    runde existieren. Tolkien hat eine davon veröffentlicht.

    Also ist das was er über sich und Artus sagt durchaus richtig. Deine Zitate weisen ja auch

    darauf hin. Zur Zeit erscheint er uns recht zwielichtig, aber das liegt ja am Lauf der erzählten

    Geschichte. Bis zum Auftauchen Wistans haben wir ihn ja auch als gütigen älteren Ritter

    kennengelernt. Das alles erscheint mir im Moment sehr rätselhaft und ich bin gespannt wie

    der Autor dieses Dilemma auflöst.

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    William Shakespeare


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  • Ich kann nur für mich sprechen: ich schreibe das Schlachten nicht nur einer Seite zu, sondern allen Seiten.

    Diese Schlachten wurden auf beiden Seiten brutal und rücksichtslos geführt. Das liegt auch

    in der Natur der Sache. Da wurde auch vor der unbeteiligten Bevölkerung nicht Halt gemacht.

    Realistisch gesehen konnte das auch kein König verhindern.

    Wir erinnern uns an Wistans Schilderungen der grauenvollen Taten in der Burg.

    Natürlich hat Artus das nach der Legende verurteilt, aber verhindern konnte er es

    sicher nicht. Artus entspricht der Idealvorstellung eines Königs und Gawain bedient diese

    Vorstellung von Artus als einen König den jedes Volk auf der Welt sich wünscht, der aber

    außerhalb der greifbaren Realität liegt.

    Man nannte ihn übrigens auch >The Once And Future King<

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  • In dem Epos "Parzival" von Wolfram von Eschenbach ist Gawan neben Parzival eine Hauptfigur, die man auch als Gegenfigur zu Parzival sehen kann. Während Parzival sich im sog. zwîvel befindet, d. h. sich aus bestimmten Gründen von Gott losgesagt hat, wendet sich das Epos Gawan zu. Gawan ist als Gegenbild zu Parzival, der sich erst zum Artusritter entwickeln muss, gezeichnet: Gawan ist der perfekte Ritter.


    Gawan wird hier geschildert als ungewöhnlich großer und schon älterer Mann, der die ritterlichen Tugenden in sich vereinigt. Er ist zudem medizinisch gebildet. Er kennt sich auch in minne-Angelegenheiten recht gut aus. Schließlich besiegt er den Zauberer Klingsor in seinem Schloss (das als Gegenbild zur Gralsburg Munsalvaesche gezeichnet ist).

    Übrigens taucht im Gawan-Teil des Epos auch ein Fährmann auf, der die Artuswelt mit der Zauberwelt verbindet.

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  • Während Parzival sich im sog. zwîvel befindet, d. h. sich aus bestimmten Gründen von Gott losgesagt hat,

    Das ist interessant, auch weil Parzival der Ritter ist, der den Heiligen Gral findet.

    Den Eschenbach setze ich mal auf die WuLi.

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  • Ich habe durch die Äußerung von Gawain das Gefühl, das er die Drachin gar nicht töten will, weil er auch eine Menge zu verbergen hat.

    Dann hätte er die Seiten gewechselt, denn er hat ja von Artus den Auftrag Querig

    zu töten. Will er den Drachen nun schützen, oder benutzen wie Lord Brennus? Dann

    stände er auf der Seite von Brennus und natürlich wäre Wistan dann der Feind.

    Ich konzentriere mich gar nicht darauf, wer auf welcher Seite ist. Davon abgesehen erfahre ich von Lord Brennus nur Dinge von Hören und Sagen und spielt für mich als Leser keine Rolle.


    Was passiert ist, wer was im Krieg gemacht hat, bleibt bis jetzt verborgen durch den Nebel. Und Gawain, egal ob er der Gute ist, hat irgendwas getan. So wie Wistan auch. Und das interessiert mich. Wenn die Drachin tot ist, woran erinnern sich die Menschen? Bricht dann ein Krieg aus? Sollte nicht lieber alles so bleiben, wie es jetzt ist? Was ist richtig, was ist falsch. So sind auch die Figuren. Zum Anfang hatte ich Mitleid mit Axl und Beatrice. Durch die Geschichte sind sie in den Hintergrund gerückt. Gawain ist mir ein Rätsel. Wistan ist verschwunden. Edwin ist für mich auch ein Rätsel. Was spielt er überhaupt für eine Rolle? Manches kapier ich nicht. Wie zum Beispiel das Untier. War es jetzt inszeniert? Ist alles ein wenig benebelt. :lol:

  • Das ist interessant, auch weil Parzival der Ritter ist, der den Heiligen Gral findet.

    Ja - die Vermischung religiöser und höfischer Themen ist interessant, und die Gawan-Kapitel sind nicht ohne Komik, weil das lockere Liebesleben persifliert wird.

    Mir selber gefällt besonders das Versagen Parzivals gegenüber dem leidenden Anfortas auf der Gralsburg: Parzival zeigt keine Empathie und wird deswegen verflucht - was wiederum zu seinem zwîvel führt. Empathielosigkeit als "Sünde" - das finde ich sehr modern.


    Übrigens wird Gawan - fällt mir jetzt erst ein - mit einem alten und schweren Schild ausgestattet; das würde zu unserem Roman passen.

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  • Wie zum Beispiel das Untier. War es jetzt inszeniert? Ist alles ein wenig benebelt.

    Ja, da tappen wir im Nebel, den Ishiguro ausstößt und nicht die Drachin!


    Das Untier ist kein Untier: es legt freiwillig seinen Kopf vor unseren Reisenden nieder und sucht das Weite. Es wirft sich nicht gegen das Gatter, es droht nicht, es faucht mal nicht - wirklich eher ein zahmer "Hund", wie Gawain es nennt.

    Jedenfalls ist dieses Wesen nicht für die Skelette verantwortlich. Das Untier ist ein Alibi der Menschen.

    :study: Adam Silvera, Am Ende sterben wir sowieso.

    :study: Hanno Rautenberg, Ich, der Künstler.

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  • Guten Morgen


    Darf ich nachfragen Naraya und Lavendel wie weit ihr seid. Leider hat sich Farast immer noch nicht gemeldet was mich etwas bekümmert.

    Ich habe Kapitel acht nun einmal gelesen- wieder sehr interessant und…

    Werde allerdings sehr gerne warten bis alle angekommen sind.

    Das Dilemma der Menschheit ist, dass die Idioten so selbstsicher und die Intelligenten so voller Selbstzweifel sind.

    Oscar Wilde


  • Ich habe Kapitel acht nun einmal gelesen- wieder sehr interessant und…

    Ich wäre soweit............... :wink:

    Wir sind der Stoff aus dem die Träume sind und unser kleines Leben umfasst ein Schlaf.

    William Shakespeare


    :study: Ulf Schiewe - Thors Hammer

    :study: Robert MacFarlane - Mountains Of The Mind (MLR)

  • Guten Morgen


    Darf ich nachfragen Naraya und Lavendel wie weit ihr seid. Leider hat sich Farast immer noch nicht gemeldet was mich etwas bekümmert.

    Ich habe Kapitel acht nun einmal gelesen- wieder sehr interessant und…

    Werde allerdings sehr gerne warten bis alle angekommen sind.

    Ich bin leider die ganze Woche nicht zum Lesen gekommen und kann mit Kapitel 8 erst morgen Abend starten.

    Lesen ist ein großes Wunder. Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach


    :study: Das lese ich gerade: *klick*

  • Ich habe Kapitel acht nun einmal gelesen- wieder sehr interessant und…

    Ich wäre soweit............... :wink:

    Ich habe Kapitel 8 auch gelesen.


    Kapitel 8

    Es ist ja eine Menge passiert. Zeitlich kann ich es nicht einordnen. Bitte bringt Licht ins Dunkle. :roll: :-? :-k ?(


    Die gefesselte Frau. Ich könnte mir vorstellen, daß es vielleicht Edwins Mutter ist, eine Halluzination, eine Erinnerung oder was Übersinnliches, das Edwin aufhalten soll, um seine Mission zu erfüllen. Keine Ahnung. Warum reagiert der Mönch nicht? Doch ein Hirngespinst von Edwin? Durch die MLR muss ich jetzt nachdenken. So ein Mist....... :totlach:

  • Die gefesselte Frau. Ich könnte mir vorstellen, daß es vielleicht Edwins Mutter ist, eine Halluzination, eine Erinnerung oder was Übersinnliches,

    Ich denke Edwin ist wohl zu dem Ort unterwegs an dem der verletzte Wistan ist

    und das ist direkt im Anschluss seines Besuches der Wehrburg. Er sucht ja Wistan

    weil er ein schlechte Gewissen hat.

    Die Szene mit der Frau habe ich anfangs als frühe Erinnerung eingestuft. Aber diese frühe

    Erinnerung wirkt ein wenig aus der Realität gefallen. Ist diese frühe Erinnerung eine Vision,

    ein Traumbild? Da bin ich mir nicht so sicher. Anfangs klingt es eher real:

    Zitat

    And he thought of the sunny evening towards the end of summer, when he

    had talked with the girl.

    Der Mönch ist also sozusagen aus dem Spiel.

    Allerdings glaube ich, dass das Bild der Frau ihm eher helfen soll sich auf die Suche nach seiner Mutter zu begeben, die ja, wie wir wissen, in Gefahr schwebt.

    Zitat

    Why did you come to me? Why don`t you go help your mother instead?


    Mal hören was die anderen so davon halten. Zum Rest des Kapitels, also der Geschichte

    um Wistan und die Vorbereitung zum Kampf dann später, wenn alle soweit sind.

    Wir sind der Stoff aus dem die Träume sind und unser kleines Leben umfasst ein Schlaf.

    William Shakespeare


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