Gregory A. Douglas - The Nest

  • Kurzmeinung

    Dave2311
    Es war brutal, fürchterlich, wunderschön, idyllisch, erschreckend und ergreifend

Anzeige


  • Gregory A. Douglas - The Nest





    Inhalt:

    It was just an ordinary garbage dump on peaceful Cape Cod. No one ever imagined that conditions were perfect for breeding, that it was a warm womb, fetid, moist, and with food so plentiful that everything creeping, crawling, and slithering could gorge to satiation. Then a change in poison control was made, resulting in an unforeseen mutation. Now the giant mutant cockroaches are ready to leave their nest—in search of human flesh!

    (Q Amazon)


    Meinung:

    Gregory A. Douglas - The Nest


    Die Kleinstatd Cape Cod befindet sich auf der kleinen Insel Yarkie kurz vor der Küste. Es ist ein idyllisches Paradies. Die Einwohner lieben ihre Stadt, wenn das Leben auch nicht sonderlich einfach ist.

    Es regt sich aber etwas auf der Müllkippe, außerhalb der Stadt. Etwas brodelt unter den Bergen aus Müll und die Raten versuchen krampfhaft den neuen Anführern der Nahrungskette zu entkommen. Doch sie haben keine Chance. Ihre Überreste werden ins Nest gebracht. Nun da diese nahe Nahrungsquelle, durch das rasante Wachstum der Kolonie, erschöpft ist, muss eine neue gefunden werden. Neben den Lebewesen im Wald, stoßen Yarkies Predatoren schnell auf eine noch ertragreichere, zweibeinige Beute.

    Nach wissen die Bewohner Yarkies nichts von ihrem Unglück. Zwar wird schnell klar, dass Menschen verschwinden, doch einen Reim kann sich niemand darauf machen. Nach und nach aber geht ihnen ein Licht auf. Doch scheint es schon zu spät zu sein, denn die Angreifer sind nicht so dumm wie vermutet wurde.


    The Nest hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Die Geschichte schwankt immer wieder zwischen dem herannahenden Horror (vorerst nur für den Leser sichtbar) und der unglaublichen Schönheit der Insel. Diese Gegensätze ziehen den Leser immer tiefer in die Geschichte hinein. Obwohl wirklich viele Personen in den Kampf gegen die Heerscharen der Insekten involviert sind und sie mir nicht wirklich sehr nahe gekommen sind. Habe ich dennoch mit ihnen mitgefiebert und auch mit ihnen getrauert und mitgefühlt.

    Der Horror überrennt geradezu die kleine Gemeinde mit einer Brutalität, die kaum zu überbieten ist. Der Autor lässt keine Möglichkeit aus den Leser mit ausgeschmückten Einzelheiten zu schockieren. Es ist nicht nur die Art und Weise, wie die Insekten zu Werke gehen, sondern auch die Masse der Ereignisse. Sie sind scheinbar unersättlich. Spätestens mit dem Ereignis der schiffbrüchigen Sonntagsklasse erreicht, so würde ich es meinen, die Brutalität ihren absoluten Höhepunkt. Hier hält sich der Autor zwar mit ausschmückenden Einzelheiten zurück, doch das Ereignis und das, durch die vorhergehende Vorfälle ausgelöste, Kopfkino sind definitiv USK18. Es wird wirklich kein schöner Anblick.

    Nach diesem Vorfall sinkt die Spannung aber nicht ab. Douglas schafft es, nach diesem fast schon traumatischen Ereignis, die Spannung bis zum Ende zu halten.

    Man könnte jetzt meinen, dass das Buch nur durch die Brutalität brilliert und überzeugt, doch es ist noch etwas mehr an der Geschichte dran. Neben dem ganzen Gemetzel gibt es, wie bereits angesprochen, noch die Schönheit der Natur, auf die immer wieder verwiesen wird. Hinzu kommt der Patriotismus der Bevölkerung und der Wille ihre Insel gegen jede Art von Angriff zu verteidigen. Spätestens als sie die Gefahr begreifen und nur einen kleinen Lichtblick am Ende des Tunnels sehen, hätten sie vielleicht besser daran getan die Insel der Armee zu überlassen, doch sie kämpften weiter. Und das durchaus überzeugend. Ich hatte zwischendurch, als der Heimatstolz immer mehr in den Focus rückte, etwas Bedenken, ob das gut geht. Doch Douglas hat hier einen guten Weg gefunden das Thema zwar anzusprechen, aber nicht zu sehr in den Mittelpunkt zu rücken, als das es nervig werden würde. Wesentlich mehr hat der die eigentliche Idylle der Insel und die darin lauernde, tödliche, gefräßige Gefahr betont. Was ich neben dem eigentlichen Horror beeindruckend fand. Denn so kommt auch der Leser auf der Insel an. Erfreut sich an ihr und fühlt mit.


    Fazit:

    The Nest war für mich ein wirklicher Glücksgriff. Ich hatte keinen so überzeugenden Insektenhorror erwartet. Es war brutal, fürchterlich, wunderschön, idyllisch, erschreckend und ergreifend. Ich wurde wunderbar unterhalten. Und kann diese Geschichte jedem Horrorfan nur ans Herz legen, allerdings sollte man mit sehr detaillierten Szenen, sowohl in die idyllische als auch die erschreckende Richtung, umgehen können.



    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Lebenskunst besteht zu neunzig Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.
    Samuel Goldwyn


  • Klasse. Die ''Paperbacks from Hell'' will ich mir sowieso alle in die Sammlung stellen. Bislang besitze ich nur ''A Nest of Nightmares'' von Lisa Tuttle und ''Let's go play at the Adam's'' von Mendal W. Johnson. Von ''The Nest'' kenne ich jedenfalls den Film und so wie du das Buch beschreibst klingt das ja nach Horror-Pulp vom Allerfeinsten... aber anscheinend nicht ohne Mehrwert.


    Mein Interesse ist geweckt und in absehbarer Zeit werde ich mir das Ding bestimmt auch noch holen. Für die besonders ekligen Nächte. ;-)

Anzeige