Tina Night - Whatever happens

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  • Rezension: „Whatever happens“ von Tina Night


    Autor/in: Tina Night

    Titel: Whatever happens: When memories become dangerous

    Genre: New Adult

    Erschienen: August 2017

    ISBN: 9781549527265


    Transparenz

    Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise von der Autorin zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


    Klappentext

    Was, wenn der Mann, den du glaubst, zu lieben, gar nicht der Mann ist, für den du ihn die ganze Zeit gehalten hast? Was, wenn dein Leben eine große Lüge ist?

    Als Liz nach einem schweren Autounfall im Krankenhaus aufwacht, fehlen ihr jegliche Erinnerungen. Der Mann an ihrem Bett ist ihr völlig fremd, wie auch alles andere. Es beginnt ein Kampf zwischen Verzweiflung, Wut und Hoffnung.

    Was, wenn ihr altes Leben für immer verschwunden ist? Und ist es überhaupt möglich, sich gleich zweimal in den gleichen Mann zu verlieben? Was würdest du tun, wenn plötzlich wiederkehrende Erinnerungen alles infrage stellen? Kann Liebe wirklich jede Hürde überwinden, selbst die schlimmste Lüge? Was, wenn Erinnerungen die größte Gefahr bedeuten?


    Buchtitel und Coverdesign

    Das Cover ist durchgängig in einer Mischung aus verschiedenen weißen und lilafarbenen Tönen gehalten. Ein dunkles Lila umrahmt die Front und steht mit dem Titel der Geschichte eindeutig im Vordergrund. Im Hintergrund kann man die Silhouette einer Großstadt erkennen. Die Gestaltung lässt auf keinerlei Inhalte der Geschichte schließen, auch wenn mir die Farbkombination definitiv gut gefällt.

    „Whatever happens: When memories become dangerous“ scheint vielleicht als Geschichte von einem Erinnerungsverlust zu handeln. Bei dem Titel vermutete ich eine Menge Geheimnisse, was zugleich ungemein spannend und aufregend gewirkt und mich neugierig gemacht hat.


    Charaktere

    Liz hat nach einem schweren Unfall ihr Gedächtnis verloren und keinerlei Erinnerungen mehr an ihr Leben. Dadurch ist sie stark beunruhigt, fühlt sich unglaublich einsam, ist ziemlich unsicher und hoffnungslos. Sie weiß nicht, wem sie vertrauen kann und wem nicht und als nach einiger Zeit auch noch wirre Albträume anfangen ihren Schlaf zu stören stürzt ihr Inneres in ein großes Chaos.

    Daniel lernen wir als Liz‘ liebenden Ehemann an ihrem Krankenhausbett kennen. Schon nach kurzer Zeit darf er sie wieder mit nach Hause nehmen um sich sehr zuvorkommend um sie zu kümmern. Schnell wird allerdings deutlich, dass er etwas zu verbergen hat und so unterstützend er sich auch verhalten mag schürt er ein beängstigendes Gefühl im Leser.


    Schreibstil und Handlung

    Der Schreibstil von Tina Night war in dieser Geschichte eine bunte Mischung aus locker-leicht und düster-unheimlich, aber eben dieser Aspekt hat die Story unglaublich spannend gemacht und mich so gefesselt, dass ich das Buch innerhalb von knapp zwei Stunden vollständig ausgelesen hatte. Der Perspektivenwechseln in der ersten Person und auch die recht kurz gehaltenen Kapitel haben für einen guten Lesefluss gesorgt und auch die Spannung die meiste Zeit gut aufrechterhalten können. Ebenfalls gewann man durch die Wahl dieser Erzählperspektive einen sehr guten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelten der Protagonisten, was mir grundsätzlich immer sehr gut gefällt.

    Was die Handlung angeht, habe ich mich oftmals gefragt, warum das Buch nur so unglaublich wenige Seiten hat und war, was das angeht, wirklich enttäuscht. Generell wirkten dadurch viele Handlungsstränge leider viel zu gehetzt und gleichzeitig auch unrealistisch. Es hat nicht gepasst, wie schnell sich die Beziehung zwischen Liz und Daniel entwickelt hat, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass sie sich an absolut nichts aus ihrem Leben erinnern kann. Die Geschichte insgesamt bestand aus logischen Verknüpfungen einzelner Handlungssträngen und doch kam mir die Endauflösung etwas zu schnell und unpassend vor. Es geschah alles auf einmal so abrupt – zuerst eine riesige Menge an Spannung und dann auf einmal nichts mehr. Letztendlich begann nach diesem Höhepunkt noch einmal eine komplett neue Handlung in andere Umgebung und mit ganz anderen Charakteren die gleichzeitig eine komplett andere Atmosphäre hervorgerufen hat und mir ab da ehrlich gesagt so gar nicht mehr gefallen hat. Auch das Liz‘ Charakter auf einmal um 180° gedreht worden ist, erschien mir unpassend, denn nur weil man sein Gedächtnis verloren hat, denke ich nicht, dass man sein komplettes Wesen verloren haben kann. Die Charaktere Liz und Daniel fand ich eigentlich beide recht sympathisch, bis im Verlauf der Geschichte immer mehr Lügen und Geheimnisse auftauchten und sie damit ihr positives Image beide bei mir verloren haben. Trotzdem bot die Geschichte eine bunte Mischung aus Spannung, Romantik, Action, Erotik etc., die mir immer sehr gut gefällt und mich auf jeden Fall auch immer gut unterhalten kann.


    Fazit

    Man merkt sehr deutlich, dass dieses Buch eine der früheren Geschichten der Autorin ist und noch lange nicht alles gut durchdacht oder stilistisch sicher gewesen ist. Trotzdem eine äußerst spannende und packende Geschichte, auch wenn sie leider etwas unausgereift gewesen ist.


    Bewertung: 2,5 Y/YY von 5 Sternen

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