N. K. Jemisin - Steinerner Himmel/The Stone Sky

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  • Essun ist mit den früheren Bewohnern von Castrima auf dem Weg nach Rennanis, wo sie hoffen, neue Heimat zu finden. Nach den zerstörerischen Ereignissen im Vorgängerband ist sie erschöpft und muss mit ihren orogenischen Kräften haushalten, damit sie ihr im entscheidenden Moment noch zur Verfügung stehen können, wenn es darum geht, endlich den Mond auf seine Umlaufbahn zurückzuholen und die „seasons“, die wiederkehrenden Naturkatastrophen, die den Planeten seit Jahrhunderten plagen, zu beenden.


    Sie hofft, endlich ihre Tochter Nassun wiederzufinden, die ihrerseits mit dem Guardian Schaffa unterwegs ist und ebenfalls hofft, mit ihren erstarkenden Fähigkeiten die Welt wieder ins Lot zu bringen.


    Nach dem streckenweise etwas auf der Stelle tretenden Mittelteil hat mich der Abschlussband der Broken-Earth-Trilogie wieder mehr gefesselt, auch wenn es erneut eine gewisse Anlaufphase brauchte, bis ich richtig in der Geschichte drin war. Doch dann eröffnen sich neue Schauplätze, die Jemisin wunderbar plastisch zu schildern versteht, und die ersten Teile des großen Puzzles landen an den richtigen Stellen, wenn die Bedeutung von so manchem, das bisher nur angedeutet wurde oder scheinbar losgelöst vom Rest der Handlung zu sein schien, durch Rückblenden plötzlich klar wird.


    Die letzten 100 Seiten fand ich allerdings auch wieder etwas in die Länge gezogen (und ich bin mir nicht sicher, ob ich alles richtig verstanden habe). Über den Schluss musste ich erst mal ein wenig nachdenken, doch inzwischen gefällt er mir ganz gut.


    Mit diesen kleinen Abstrichen ein passender Abschluss für die Trilogie, die mit einem neuartigen Magiesystem und tollen, wenn auch oft etwas sperrigen Charakteren punktet und auch stilistisch neue Wege geht, was gewöhnungsbedürftig sein kann, aber am Ende Sinn ergibt.

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