Christy Henry - Gregorius

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  • Inhalt:

    Gregorius, ein Untertan eines Herzogs, ist unterwegs um einen Auftrag zu erfüllen, von dem er selbst nicht genau weiß, was es damit auf sich hat. Das Buch fängt mit dem Rückweg zum Herzog des Protagonisten an. Es geht spannend los und wird schnell geheimnisvoll. Viele Abenteuer und Geheimnisse gilt es zu bestehen und zu erforschen. Insbesondere Vampire spielen eine wichtige Rolle. Irgendwann am Ziel, ist der Empfang ganz anders als gedacht und das Abenteuer geht actionreich weiter.


    Meinung:

    Das Buch fängt spannend an, hat dann aber schnell eine Phase, die mich kribbelig machte. Gregorius wird nach einer schweren Verletzung geholfen - und auch wieder nicht. Er landet bei einer Gemeinschaft, von der er nichts weiß, ist mehr Gefangener als Gast. Zwar ahnt man als Leser schnell wer diese Leute sind, doch leider nicht viel mehr.

    Irgendwann kann Gregorius weiterreisen. Dies ohne dass er Hinweise bekommt was die vielen Andeutungen die er mitbekam, sollen. Einem Geschenk der Anführerin das ihm hilft und gleichzeitig Gefahren birgt, enthält auch nur einen kryptischen Hinweis, was er damit machen soll.

    Die Abenteuer die er unterwegs erlebt sind spannend und zum Teil sehr grausam. Er bekommt immer wieder Hilfe, ohne die er verloren wäre. Ist selbst dabei (meistens) mit einem klugen Köpfchen gesegnet.

    Der Schluss kommt unerwartet, ist abgeschlossen, hat aber Potenzial für Folgebände.


    Fazit:

    Der Schreibstil gefällt mir. Das Buch ist leicht zu lesen und spannend.

    Es gibt viele Geheimnisse deren Lösung oft nur angerissen wurde. Hier hätte ich mir gewünscht, dass deren Aufdeckung detaillierter geschildert wird. Die Charaktere sind oft spät oder gar nicht zu durchschauen.

    Insgesamt eine schöne Fantasygeschichte, durchaus anders wie gewohnt, aber ein bissel fehlt noch zu 5 Sternen.


    Es ist ein ewiger Zwiespalt: arbeitet man am Abbau des SuB oder am Abbau der WL?




  • Mario

    Hat den Titel des Themas von „Chrysti Henry - Gregorius“ zu „Christy Henry - Gregorius“ geändert.
  • Gregorius ist als Gesandter unterwegs um für seinen Herzog ein Schmuckstück zu holen. Er ist auf dem Rückweg allen möglichen Gefahren ausgesetzt. Die grausame Natur und geheimnisvolle Wesen. Er bekommt Hilfe von ungewöhnlicher Seite. Am Ziel ist aber trotzdem alles anders wie erwartet und die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende.

    Die Beschreibungen von den natürlichen Gegebenheiten wie Schneestürme oder Straßenverhältnisse sind überproportional detailliert geschildert. Diesen Stil hält die Autorin konsequent durch. Aber das meiner Meinung nach Wichtige wird mir als Leserin vorenthalten. Wer sind die Wesen und alle dazu gehörigen Einzelheiten habe ich erst gegen Ende des Buchs erfahren. Das ist etwas unglücklich weil dadurch weite Strecken des Romans langatmig sind. Auch kommen immer wieder Zweifel an der Figur des Grigorius auf.

    Erst in der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte Fahrt auf und gewinnt an Spannung.

    Ich bewerte das Buch mit drei Sternen weil noch Luft nach oben ist. Aber da die Autorin erst am Anfang ihrer Karriere als Schriftstellerin ist, kann ich mir vorstellen das sie das meistern wird.

  • Die Farben der Arkhs



    Klappentext:

    Der Wind peitschte unerbittlich über die trostlose Land­schaft. Er heulte über die knie­hohe Schnee­decke, wirbelte Eis­kris­talle scharf wie Nadel­spitzen auf und neigte riesige Bäume, bis sie krachend nieder­fielen. Im Auf­trag des Herzogs begibt sich Gregorius auf eine Reise, die sein Leben für immer ver­ändern wird. Er ent­deckt eine Welt, die grau­samer und magi­scher nicht sein könnte. Inmitten eines ver­bor­genen Krieges weiß er bald nicht mehr, auf welcher Seite er steht.



    Rezension:

    Im Auftrag seines Herzogs soll der niedere Adelige Gregorius ein wert­volles Schmuck­stück bei einem weit ent­fern­ten Händler abholen und seinem Herren über­bringen. Auf dem Rück­weg wird er jedoch über­fallen und gerät in einen Schnee­sturm. Eine rätsel­hafte Frau findet ihn und pflegt ihn gesund. Doch diese Frau namens Leana und ihr ganzes Dorf scheinen ein Geheim­nis zu ver­ber­gen. Gregorius’ Erleb­nisse auf der Weiter­reise geben ihm jedoch immer mehr Rätsel auf. In was ist er da hinein­geraten? Mit welchen Wesen hat er es zu tun?


    Christy Henry entführt seine/ihre* Leser mit seinem/ihrem Fantasy-Aben­teuer „Gregorius“ in eine mittel­alterlich erschei­nende Welt. (* Christy ist im Eng­lischen ein Frauen-, im Irischen und Schot­tischen jedoch ein Männer­name. Da kein Über­setzer genannt wird, dürfte es sich aller­dings wahr­schein­lich um ein Pseudo­nym han­deln.) Dabei bekommt es der Prota­gonist, ein niederer Adeliger, dem der Herzog das Land ent­zogen und dessen Familie ver­trieben hat, mit Wesen zu tun, die zwar zunächst wie normale Menschen wirken, dies aber nicht sind. Womit er es zu tun und welche Bewandt­nis es mit dem von ihm trans­portier­ten Edel­stein hat, will ihm
    aller­dings nie­mand ver­raten. So gerät er von einer lebens­bedroh­lichen Situ­ation in die nächste. Es dauert lange, bis Prota­gonist und Leser erfahren, worum es bei allem eigent­lich geht.


    Genau hier liegt auch ein Problem des Buches. Auch wenn dem Prota­gonis­ten vieles ver­schwie­gen wird, stellt er anderer­seits bei sich bie­tenden Gelegen­heiten auch kaum Fragen. Er hinter­fragt seine Situation kaum mal, sondern gibt sich ihr meist einfach hin. Er handelt nur in der Hoff­nung, dass der Herzog ihm – wie ver­sprochen – als Dank für seine Dienste sein Land zurück­gibt. Nach dem Ver­bleib seiner Familie fragt er dagegen nie. Die scheint für ihn keine Rolle zu spielen. Außer dieser Frage lässt das Buch auch diverse andere voll­kommen unbe­ant­wortet. Obwohl Gregorius’ Aben­teuer am Ende des Buches beendet ist, ver­bleibt so beim Leser ein unab­geschlos­sener Ein­druck. Zu vieles bleibt offen. Auch sonst gibt es leider Unge­reimt­heiten. So kommt der Prota­gonist unter­wegs in eine Stadt, in der der Herzog ein Volks­fest veran­staltet. Nur aus Begleit­umstän­den lässt sich ableiten, dass das ein anderer Herzog als Gregorius’ Herr ist, da beide Herzöge namen­los bleiben.


    Die Handlung folgt stets dem Protagonisten, sodass der Leser immer auf dessen Kennt­nis­stand ist.



    Fazit:

    Ein an sich interessantes Abenteuer, dass allerdings wegen aus­ge­las­sener Infor­mationen zumin­dest teil­weise unbe­friedi­gend bleibt.

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