Sophia Brandus - Kein gerader Weg

  • Kurzmeinung

    Chattys Buecherblog
    Ein toller historischer Roman, gespickt mit vielen Details.

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  • Kein gerader Weg von Sophia Brandus ist im März 2021 im tredition Verlag erschienen.


    Über die Autorin (lt. Verlag):
    Was meine eigene Person betrifft: Geboren wurde ich in Freiburg im Breisgau. Soweit ich mich zurückerinnern kann, sind Pferde ein wichtiger Bestandteil meines Lebens und ich sitze stets gern im Sattel. Für einige Zeit beschäftigte ich mich aktiv mit den alten Fechtkünsten, insbesondere dem Langen Schwert und dem Rapier. Alldieweil ich sehr viel Zeit mit Johannes verbringe, versuche ich in bescheidenem Maße, das Spiel auf der wunderbaren Viola da Gamba zu lernen und höre gern die Musik seiner Zeit – und selbstverständlich liebe auch ich Bücher, besonders die alten.


    Über das Buch (lt. Verlag):
    Mein Name ist Johannes Schott. Von klein auf träumte ich davon, ein Buchdrucker zu werden, aber dann bricht während einer kalten Nacht im Jahre 1632 meine Welt zusammen. Ich muss mich des Vorwurfs erwehren, das schändlichste aller Verbrechen begangen zu haben: die Ermordung des leiblichen Vaters. Als ein Fremder unter Verdacht gerät, scheint meiner Zukunft als ehrbarer Bürger Freyburgs nichts mehr im Wege zu stehen, doch es kommt anders. Meine aufreibende Suche nach einem neuen Leben in den Wirren des großen teutschen Krieges beginnt.


    Allgemeines:


    • Band 1 (Reihenname noch unbekannt)
    • Erschienen am 19.03.2021 als TB mit 464 Seiten für 16,95 €

    Die ersten drei Sätze:


    Stille lag im Hause meines Vaters und der Dunst von kaltem Rauch hing in der Luft. Meine Finger, steif vor Kälte, umklammerten noch immer das Messer während ich in meinem Versteck ausharrte und horchte. Es war finster gewesen, seit mir der Talgstummel aus der Hand gefallen war; nun drang das erste Licht des Morgens durch das schmale Fenster über dem Tisch.


    Die Suche nach Wahrheit folgt nicht immer einem geraden Weg



    Mein Leseeindruck / Fazit:


    Mit dem historischen Roman "kein gerader Weg (Euch zum Urteil)" entführt die Autorin Sophia Brandus ihre Leser nach Freiburg (damals noch Freyburg) in das Jahr 1632. Durch den sehr angenehmen Schreibstil, erhält man nicht nur Details über das Leben des Johannes Schotts, sondern auch viele Informationen über das Leben in Freiburg zu damaliger Zeit. Eine Zeit, in der "der Schwed" vor den Toren stand und für Unruhe sorgte. Die Wehren machten sich bereit, ihre Stadt zu verteidigen und das Misstrauen gegenüber "Wellschen" war enorm. Und bei all dieser Unruhe liegt der Fokus der Geschichte auf Johannes. Der Leser darf seine Wandlung vom jungen Druckerlehrling zum Kämpfer erleben, jedoch bleibt er durch die vielen eingeworfen Details leider auch etwas unnahbar. Einen Bezug zur Person konnte ich leider nicht aufbauen. Es war alles toll beschrieben, so dass ich die einzelnen Szenen vor Augen hatte, dennoch blieben mir die Protagonisten fremd.
    Man spürt in jedem Kapitel, dass sich die Autorin sehr viel Mühe mit Recherche und der Romangestaltung gegeben hat. Es entwickelte sich dadurch ein gewisser Sog, noch mehr Details zu erfahren.
    Abschließend kann ich sagen, dass mir dieser erste Band sehr gut gefallen hat. Ein paar kleine Schwächen, über die ich aber gesamtheitlich hinwegsehen kann. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.




    Meine Bewertung: ⭐⭐⭐⭐

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