Anne Labus - Die kleine Taschennäherei zum Glück

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  • Ein neues Glück auf der grünen Insel


    Die kleine Taschennäherei zum Glück, Roman von Anne Labus, 242 Seiten, erschienen im Aufbau-Verlag.


    Nach einem schweren Schicksalsschlag reist Lena nach Irland, gewinnt dort neue Freunde, eine neue Berufung und eine neue Liebe.
    Nach 25 Jahren glücklicher Ehe, stirbt Lenas geliebter Ehemann Martin ganz plötzlich. Ihr einziger Sohn Tobias ist schon lange selbstständig und lebt sein eigenes Leben. So folgt Lena einer Einladung von Martins jüngerer Schwester Chris, nach Irland. In der neuen Umgebung fühlt sie sich sofort willkommen und lernt neue Freunde kennen, darunter auch den Landarzt Ray, der eine unglückliche Liebe hinter sich hat. Zwischen den beiden bahnt sich schnell eine Romanze an. Lena spielt mit dem Gedanken, in Busby noch einmal ganz neu anzufangen. Reicht das alles für ein neues Leben in einem fremden Land?


    Das Buch teilt sich in 36 Kapitel in überschaubarer Leselänge. Anne Labus schreibt flüssig und äußerst bildmalerisch. Die Landschaft und auch die Iren sind hervorragend beschrieben. Die Charaktere sind sympathisch und herzlich, ich fand ich die detaillierte Charakterisierung der handelnden Personen tatsächlich so vor, wie ich auf diversen Besuchen dort die Iren kennen- und schätzen gelernt habe. Die Faszination dieser einzigartigen Natur ist in jedem Satz greifbar. Als besonderes kulinarisches Highlight gibt es im Anhang noch das Rezept für Claires berühmtes Irish Stew, das im Buch immer wieder zur Sprache kommt.


    Schon auf den ersten Seiten hat sich Lesefluss eingestellt, die Zeilen haben mich erreicht und so konnte ich den Reader erst aus der Hand legen als auch der letzte Satz gelesen war, ich habe es rundherum genossen und fühlte mich bestens unterhalten. Spätestens als bei Ostertanz alle „Molly Malone“ sangen habe ich mich wie in Irland gefühlt. Immer wieder wechselten sich lustige Szenen, wofür besonders Scotty der Hund oder die Zwillingsnichten der Protagonisten verantwortlich waren, mit traurigen Szenen ab. Die Liebesszenen sind geschmackvoll und herzerwärmend geschildert ohne jemals peinlich zu sein, das habe ich ganz besonders geschätzt. Immer wenn ich dachte, jetzt ist alles gut, läuft prima haben sich wieder andere Schwierigkeiten aufgetan und so blieb es spannend bis zum Ende.
    Leider habe ich nicht mehr erfahren, was mit Dans Bruder weiter geschieht, es war doch immer wieder ein wichtiges Thema im Buch, es hat sich m. M. nach auch eine Lösung hierfür angebahnt. Auch hatte ich das Gefühl, dass einige Zusammenhänge noch ausführlicher geschildert sein könnten. Das Ende kam etwas abrupt. Könnte das vielleicht Stoff für einen weiteren Band ergeben? Da wäre ich gerne dabei. Dafür von mir 4 Sterne und eine Empfehlung an die Leserinnen, die Irland und gefühlvolle Liebesromane mögen.

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    Und wenn mir alle Königskronen für meine Bücher und meine Freude am Lesen angeboten wären: Ich würde sie ausschlagen.
    François Fénelon

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