Jillian Tamaki / Mariko Tamaki - Ein Sommer am See / This One Summer

  • Kurzmeinung

    Dave2311
    Eine ruhige, etwas deprimierende Geschichte über den Wandel der Zeit, die Veränderung und das Erwachsenwerden

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  • Jillian / Mariko Tamaki - This one summer

    Inhalt:

    Every summer, Rose goes with her mom and dad to a lake house in Awago Beach. It's their getaway, their refuge. Rosie's friend Windy is always there, too, like the little sister she never had. But this summer is different. Rose's mom and dad won't stop fighting, and when Rose and Windy seek a distraction from the drama, they find themselves with a whole new set of problems. One of the local teens - just a couple of years older than Rose and Windy - is caught up in something bad... Something life threatening.


    It's a summer of secrets, and sorrow, and growing up, and it's a good thing Rose and Windy have each other.

    (Q Amazon)


    Meinung:

    Jillian / Mariko Tamaki - This one summer


    Rose fährt mit ihren Eltern, wie jedes Jahr im Sommer, in ihr Ferienhäuschen in Awago Beach. Rose trifft dort ihre Freundin Wendy. Die beiden Mädchen hoffen auf einen tollen Sommer. Es hängt aber eine düstere Wolken über den unbeschwerten Wochen des Sommers. Roses Eltern scheinen im Clinch zu liegen, nebenbei verändert sich auch Rose und sogar in dem kleinen Örtchen ist ganz schön was los.


    Das kleine Büchlein hat über 300 Seiten. Was für einen Grafiknovelle recht ordentlich ist. Da sollte man doch auch erwarten, dass da etwas mehr interessante Handlung zu finden sei. Also nicht dass man das hier jetzt falsch versteht, Handlung hat die Geschichte schon, nur ist sie nicht wirklich interessant.

    Zu Beginn ist alles recht lustig und sieht nach einem glücklichen Sommer aus. Wendy und Rose albern rum, wie es eben Mädchen in diesem Alter (ich vermute irgendwas zwischen 10-14 Jahren, das Alter wird nicht benannt) tun. Sie sprechen über Jungs, sind gespannt auf ihre Oberweitenentwicklung und auch das Thema Sex kommt ganz am Rande auf. So weit ist das ja ganz unterhaltsam, wenn auch nicht ausreichend für 300 Seiten. Später im Verlauf der Geschichte kommt die Geschichte mit der Dorfjugend dazu, der schwangeren Jenny und dem vermeintlichen Vater 'The Dud'. Zu allem Überfluss scheint Rose sich irgendwie in The Dud verguckt zu haben (dieses brave-Mädchen-böser-Junge-Klischee), denn sie mischt sich in die Geschichte um die Schwangerschaft ein. Was ich persönlich ziemlich überflüssig hielt. Neben diesem ganzen Hin und Her gibt es dann noch die Tragödie in der Familie.

    Wirklich überzeugen konnten mich die Erzählstränge in dieser Verpackung gar nicht.


    Was ich aber ganz gut fand, waren die kleinen Erinnerungsschnippsel von Rose, durch welche man klar die Entwicklung der Familie zu diesem Sommer sehen konnte. Rose verlor in den letzten Sommern immer mehr ihre unschuldige Kindheit. Sie selbst und ihr Umfeld haben sich verändert und mit dieser Veränderung kam das Erwachsenwerden und damit der Verlust der Geborgenheit und Leichtigkeit. Das ist durchaus ein Thema, welches mehr im Vordergrund der Geschichte hätte stehen sollen, dann wäre die Melancholie, welche die Geschichte auch ausstrahlt, immerhin interessant und fesselnd genutzt worden. So war es mehr oder minder einfach langweilig.


    Die Erklärung für die angespannte Situation zwischen Roses Eltern hat für mich auch nicht in die Geschichte gepasst. Natürlich wurde damit alles erklärt und es ist wirklich einen Tragödie und alles was damit zusammenhängt auch durchaus einleuchtend, doch empfand ich diese Auflösung zum Ende hin mehr als eine Art Effekthascherei.

    Was mir auch negativ aufgestoßen ist, ist die Erzählweise. Ab und an überschneiden sich Erinnerungen und aktuelle Bilder und es wird ab und an recht ruppig in der Zeit gesprungen. Da brauch man dann schon mal kurz, um die Sachen zu ordnen. Das trägt nicht zur Übersichtlichkeit bei.


    Mal abgesehen von dem ganzen Gemecker haben mir aber auch ein paar Dinge ganz gut gefallen.

    Wie bereits angesprochen, fand ich das Thema des Erwachsenwerdens und der Veränderungen sehr gelungen. Auch hat mir der recht simple Zeichenstil sehr gut gefallen.


    Ich denke, dass sich Mädchen und junge Frauen eher zu dieser Geschichte hingezogen fühlen, sich sicherlich auch mit dieser identifizieren und das ganze Drumherum besser mitfühlen können. Was aber vielleicht die Geschichte nicht unbedingt besser machen muss. Das liegt aber wohl im Auge des Betrachters.


    Fazit:

    Die Geschichte hat durchaus etwas. Es ist eine ruhige, etwas deprimierende Geschichte über den Wandel der Zeit, die Veränderung und das Erwachsenwerden. Doch leider wird drum herum zu viel anderes betrachtet. Mir hat aber der Rest der Geschichte einfach nicht gefallen. Ich konnte mich nicht für die Geschichte begeistern es war einfach zu banal. Rose war nett, aber eben auch nur das. Schade.

    Die Vermischung der Leichtigkeit des Sommers und der Schwere des Erwachsenwerdens hätte für mich durchaus funktionieren können, leider aber nicht so.



    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:


    Lebenskunst besteht zu neunzig Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.
    Samuel Goldwyn


  • Mario

    Hat den Titel des Themas von „Jillian Tamaki / Mariko Tamaki - This one summer“ zu „Jillian Tamaki / Mariko Tamaki - Ein Sommer am See / This One Summer“ geändert.

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