Andy Weir - Der Astronaut / Project Hail Mary

  • Buchdetails

    Titel: Der Astronaut


    Verlag: Heyne

    Bindung: Broschiert

    Seitenzahl: 560

    ISBN: 9783453321342

    Termin: Neuerscheinung Mai 2021

  • Bewertung

    4.5 von 5 Sternen bei 11 Bewertungen

    90,9% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Der Astronaut"

    Als Ryland Grace erwacht, muss er feststellen, dass er ganz allein ist. Er ist anscheinend der einzige Überlebende einer Raumfahrtmission, Millionen Kilometer von zu Hause entfernt, auf einem Flug ins Tau-Ceti-Sternsystem. Aber was erwartet ihn dort? Und warum sind alle anderen Besatzungsmitglieder tot? Nach und nach dämmert es Grace, dass von seinem Überleben nicht nur die Mission, sondern die Zukunft der gesamten Erdbevölkerung abhängt.
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  • Nein, es handelt sich nicht um eine Fortsetzung des Marsianers! Der Astronaut ist eine ganz neue, selbstständige Geschichte. Aber die Fans des Marsianers werden sie lieben! Und um die Filmrechte wird vermutlich schon gepokert…


    Diesmal bleibt der Held der Geschichte nicht allein auf einem Planeten unseres Sonnensystems zurück; die Dimensionen sind hier ganz andere.

    Der Astronaut, den WEIR uns diesmal als Identifikationsfigur anbietet, befindet sich räumlich, zeitlich und technologisch ziemlich weit entfernt. Doch das betrifft nur seine Mission, nicht den sozialen und kulturellen Hintergrund hier auf der Erde. Der Roman wird so geschrieben, als ob er in wenigen Jahren in unserer bekannten Welt stattfinden könnte: Die Muster kulturellen des privaten Zusammenlebens, der wissenschaftlichen Kooperation und der politischen Systeme erscheinen vom Prinzip her vertraut.

    Das hat den Vorteil, dass die Leser/innen sich ganz auf die Ereignisse im Weltall konzentrieren können.


    Wir entschlüsseln die Ausgangssituation des Protagonisten schrittweise, sozusagen in Echtzeit zusammen mit dem Ich-Erzähler. Das liegt daran, dass der Wissenschaftler und Lehrer sich selbst erst nach und nach sein Gedächtnis zurückerkämpft und sich dann zu sich und der Welt orientieren kann.

    So lernen wir auch die Hintergründe dieser besonderen Mission und die sehr ungewöhnliche Rolle des Astronauten in dieser für das Weiterbestehen der Menschheit entscheidenden Reise kennen.

    Gut gemacht!


    Neben der Rettung der Welt (ein eher vertrautes Thema) steht aber noch die Begegnung mit einem Alien auf dem Stundenplan; diese interplenare Interaktion bildet den Kern dieses Science-Fiktion-Abenteuers.

    Hier verbietet sich – natürlich – jede Spur von Spoilen. Nur so viel: Es ist ein Lese- (bzw. Hör-) Vergnügen!


    Der einzige für mich vorstellbare Kritikpunkt an diesem meisterlichen Unterhaltungsangebot wäre eine Abneigung gegen zu viel Wissenschaft. Wer nur auf das Fortschreiten des Plots (der mit spannenden Wendungen nicht geizt) wartet und sich auf die soziale und emotionale Beziehungsgestaltung zwischen den Welten fixiert, den wird die ein oder andere Detailbeschreibung von physikalischen bzw. biologischen Problemen und deren (immer wieder erstaunlich kreativen) Lösungen möglicherweise überfordern (oder langweilen).

    Doch das ist ein eher abwegiger Gedanke! Es ist eher zu vermuten, dass die WEIR-Fans genau auf diese Mischung der Zutaten scharf sind.


    Bei diesem Buch kann man getrost dem Gefühl folgen, dass von dem Vorgänger-Werk ausging: Man vertraut einfach auf den guten Namen und genießt einige Stunden beste Unterhaltung für Hirn und Herz.

    Und vielleicht ist am Ende dann doch alles anders als erwartet…

  • Hier noch eine kleine Inhaltsangabe sowie das Original :wink:

    Zitat von Amazon

    Als Ryland Grace erwacht, muss er feststellen, dass er ganz allein ist. Er ist anscheinend der einzige Überlebende einer Raumfahrtmission, Millionen Kilometer von zu Hause entfernt, auf einem Flug ins Tau-Ceti-Sternsystem. Aber was erwartet ihn dort? Und warum sind alle anderen Besatzungsmitglieder tot? Nach und nach dämmert es Grace, dass von seinem Überleben nicht nur die Mission, sondern die Zukunft der gesamten Erdbevölkerung abhängt.

  • Squirrel

    Hat den Titel des Themas von „Andy Weir - Der Astronaut“ zu „Andy Weir - Der Astronaut / Project Hail Mary“ geändert.
  • meine Meinung dazu:


    Über den Inhalt, kann und will ich nichts verraten, weil der Aufbau des Buches es einfach nicht zulässt und man sich sonst den ganzen Spaß verdirbt.


    Vorweg, man sollte nicht den Fehler machen und vor dem lesen immer noch den "Der Marsianer" im Kopf haben um vielleicht zu vergleichen, denn es doch ganz anders. Natürlich gibt es beim groben ersten betrachten ein paar Übereinstimmungen, aber dieses hier, ist viel, viel wissenschaftlicher.

    Es geht hier sehr viel um verschieden Bereiche der Physik, Chemie, Biogenetik,

    Evolutionsbiologie, Astrobiologie und noch um viele andere Teilbereiche der Wissenschaft und deren Theorien, die bei Experimenten oder Dingen die gebaut werden etc. zu Sprache kommen, aber alles wird sehr ausführlich erklärt,...also bestimmt nichts für jeden Leser und hier im BT bestimmt nur für sehr wenige.

    Es gibt auch neue Theorien über die Kausalität der Evolution und der Entstehung des Lebens,.....war übrigens sehr interessant für mich. :D


    Aber trotz der wirklich sehr guten Erklärungen des ganzen technischen und wissenschaftlichen und dem was ich natürlich schon wusste, musste ich doch das ein oder andere Mal googeln, weil mir die Erklärung im Buch nicht ausgereicht hat. Und ich bin ja leider ein Leser, der in einem Buch immer alles zu 100 % verstehen will. Das googeln und auch das ich so einige Abschnitte 2 mal lesen musste, hat doch schon ganz schön den Lesefluss gestört.


    Trotzdem was ich bis jetzt alles geschrieben habe, ist das Buch durchweg spannend und kommt ohne große Action aus, wie man es sonst von vielen SciFi Büchern kennt.

    Die Spannung wird im gesamten Buch konstant auf einem hohen Niveau gehalten.


    Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, einmal im Raumschiff und zum anderen aus der Vergangenheit auf der Erde, alles aus der Sicht des Protagonisten.

    Durch seinen besonderen Schreibstil und seine sehr guten Beschreibungen der Umgebung und aller anderen Dinge, hat mein Kopfkino durchweg wunderbar funktioniert. :drunken:

    Obwohl es ja ein SciFi Buch ist und die Möglichkeiten hierfür ja etwas begrenzter sind, wie in anderen Genres, wird aber auch hier mit Gefühlen nicht gespart. :cry: Es gibt auch ab und an eine kleine Portion Humor. :lol:


    Es ist sehr intelligent geschrieben und alle Ungereimtheiten und Fragen werden komplett aufgeklärt, so das man am Ende nicht unzufrieden zurückblickt, weil irgendetwas noch offen und ungeklärt ist.... Nein, er hat ganz besonders darauf Wert gelegt, das am Ende keine Fragen mehr offen bleiben,........Respekt. :thumleft: (denn es ist gerade bei diesem Buch nicht so einfach)


    Trotz des wirklich sehr gute Schreibstils, sah es durch die vielen technischen und wissenschaftlichen Erklärungen, lange nur nach max. 4 Sternen aus, aber die letzten ca. 100 Seiten haben denn doch noch den Ausschlag für einen halben Stern mehr gegeben. :D


    Für 5 Sterne hat es nicht gereicht dafür war es einfach zu wissenschaftlich und wären die letzten ca. 100 Seiten nicht gewesen, hätte es auch nur für 4 Sterne gereicht, aber nun sind es doch noch richtig tolle 4, 5 Sterne geworden. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:


    Ein spannendes Weltraumabenteuer, mit einem Ende mit dem ich nicht gerechnet habe und mit dem ich mehr als zufrieden bin. :thumleft:

  • Andy Weirs Der Astronaut ist ganz schwer zu rezensieren. Alles, was man über den Inhalt preisgibt, ist zu viel. Der Idealfall wäre, man läse nur das Buch. Einfach so. Ohne Rezension. Ohne Klappentext. Aber gut, ein bisschen Rezension muss halt sein…


    Der Protagonist wacht irgendwo auf und weiß erst einmal nichts. Er weiß nicht, wo er ist und er weiß nicht wer er ist. Über Rückblenden, die in den Erzähltext (beides aus der Ich-Perspektive) eingestreut sind, erfährt er und der Leser nach und nach, in welcher Situation er sich befindet (und wer er ist). Dies geschieht häppchenweise, raffiniert und spannend. Und so viel sei verraten: Dabei gibt es einige Überraschungen!


    Früh erfahren wir also, dass Ryland Grace (so heißt er nämlich) der einzige Überlebende einer Raumfahrtmission ist. Er ist Millionen von Kilometern von der Erde entfernt und auf dem Weg ins Tau Ceti Sternensystem. Das Warum sei hier nicht verraten. Stückchenweise wird es dem Leser offenbart. Und zwar weitgehend überzeugend. Andy Weir versteht es, spannend und mit der richtigen Dosis Humor zu erzählen. Und das Ende ist absolut zufriedenstellend, obwohl Weir auch hier überrascht. Großartig!


    Einen kleinen Wermutstropfen gibt es jedoch: Der Verlag arbeitet schlampig. Ich bin, wie schon an anderer Stelle erwähnt, etwas empfindlich, was Rechtschreib- oder Tippfehler anbelangt. Heyne scheint das nicht zu sein. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass es nicht schnell genug gehen konnte, das Buch rauszuhauen um Umsatz zu generieren. Dabei habe ich mir mal den “Spaß” gemacht und die Fehler im E-Book zu markieren – und dabei sind mir sicherlich nicht alle aufgefallen. Aber 13 Markierungen sind es geworden.


    Über den ersten Fehler kann man vielleicht noch streiten. In Kapitel 1 heißt es:

    Zitat

    Mit gerunzelter Stirn betrachtete ich den Display.

    Der nächste ist aber eindeutig. Kapitel 4:

    Zitat

    Nach den spitz zulaufenden kegelförmigen Wänden des Cockpits zu urteilen, befindet ich mich hier ganz vorne im Schiff.

    Später im gleichen Kapitel:

    Zitat

    […] und befinde mich einem anderen Sonnensystem.

    Soll ich weiter machen? Ok. Kapitel 5:

    Zitat

    Ich ging den nächsten Baumarkt […]

    Kapitel 12:

    Zitat

    Solche Vorlieben sind sehr persönlich und unterscheiden stark sehr von Person zu Person.

    Kapitel 14:

    Zitat

    […] dass kommerziellen Schiffe eindrangen.

    Kapitel 17:

    Zitat

    Es schon toll, […]

    Und so geht halt weiter. Wie gesagt, es ist nur ein kleiner Wermutstropfen, macht aber für mich deutlich, wie die großen Verlage heutzutage arbeiten. Natürlich ändert das nichts daran, dass Der Astronaut mehr als lesenswert ist. Absolute Empfehlung!

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