Éric Plamondon - Aller aux fraises

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  • Original : Französisch/Quebec, 2021


    Drei Erzählungen


    Im Einzelnen :

    - Aller aux fraises : Die letzten Monate vor Schulabschluss des siebzehnjährigen Ich-Erzählers. Da geht es hoch her : Feste werden gefeiert, wie sie fallen, Unsinn gebaut, etwas zu viel getrunken… Und hinter dem beinahe Abgleiten ins Chaos steht doch ein Vater, der zwischen Sorge und Kummer zu ihm hält. Die Tage sind gezählt. Der Abschied ist nahe, wenn er weg zu seiner Mutter ziehen wird, wo die weitere Ausbildung folgt…


    - Cendres : Der Vater erzählt dem Ich-Erzähler etwas aus der Ortsgeschichte, von einigen Kumpanen, die sich regelmäßig zum Trinken und Billiardspielen trafen. Unvergleichlicher Humor ! Als einer der Dreie stirbt wollen die zwei Verbleibenden desen Urne in seine Heimatstadt bringen, nach dem allgemeinen Besäufnis, das der Beerdigung folgte. Doch der Schnee setzt ein…


    - Thetford Mines : Nun lebt der Ich-Erzähler also bei seiner Mutter (seine Eltern leben ja getrennt), circa eineinhalb Autostunden südlich seiner Vatersstadt. Er macht die Bekanntschaft des neuen Freundes seiner Mutter, pendelt zwischen den beiden Orten, besucht seine Freundin, erlebt die « road ».


    BEMERKUNGEN :

    Man kann diese Erzählungen unabhängig voneinander lesen, und tatsächlich ist die zweite auch hier in Frankreich letztes (?) Jahr als Beilage bzw als Geschenk der Unabhängigen Buchhändler verteilt worden. Doch sie bilden zusammen Facetten aus dem Leben eines Heranwachsenden zwischen Ende der Jugend und Anfang des Erwachsenenalters. Und auch jenes Quebecs, in dem er groß wurde. Sprachlich ist das sehr spürbar : die Einschübe von einigen Sprengseln aus dem kanadischen Quebec-Französisch ! Sicher fließt hier sehr viel Autobiographisches mit hinein!


    Einige Charakteristika des Umfeldes sind da : die Beschreibungen von Zementfabriken und Asbestwirtschaft, Minen. Dann die unglaubliche Kälte des Winters, die bei Schneefall immer länger werdenden Strecken…


    Muss man trinkfest sein, um insbesondere die ersten beiden Geschichten zu hören ? Oder erkennt man etwas von einigen « Typen » wieder, der eigenen Jugend, oder aus einem Dorfleben ?


    Ich mochte diese Geschichten, in denen es am Ende zu einer Kehre und etwas Unerwartetem kommt. Da Plamondon langsam auf Deutsch übersetzt wird mag auch dieses Büchlein dieses Jahres bald dran sein ? Es hat eine andere Atmosphäre als die bereits besprochenen Bücher : https://www.buechertreff.de/se…6713/?highlight=plamondon .


    AUTOR:

    Eric Plamondon ist ein 1969 im Quebec geborener Schriftsteller. 1992 beendete er, nach angefangenen Studien des Ingenieurswesens und der Wirtschaft, in Laval das Journalistik-Studium. Anschließen war er an der Uni in Montréal und 1995 an jener von Toronto, wo er eine Masterarbeit ablegte zum Verhältnis von Wissenschaft und Literatur in Moby Dick. 1996 folgte er seiner Freundin (und bis heute noch Partnerin) nach Bordeaux/Frankreich. Er erhielt schon verschiedene Preise für seine Bücher!



    Éditeur : Quidam Editeur (4 février 2021)

    Langue : Français

    Broché : 88 pages

    ISBN-10 : 2374911756

    ISBN-13 : 978-2374911755

    Poids de l'article : 130 g

    Dimensions : 13.9 x 0.7 x 21 cm

  • Mario

    Hat den Titel des Themas von „Eric Plamondon – Aller aux fraises“ zu „Éric Plamondon - Aller aux fraises“ geändert.

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