H. Dieter Neumann - Haie unter dem Eis

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  • Kurzbeschreibung


    Eiswinter im deutsch-dänischen Grenzland. Eine Beamtin der Flensburger Stadtverwaltung kehrt vom Tauchgang unter die zugefrorene Ostsee nicht zurück. Erst als Tauwetter einsetzt, wird ihre Leiche auf dem Meeresgrund gefunden. Die forensischen Untersuchungen zeigen, dass die erfahrene Sporttaucherin unter Wasser ermordet wurde. Die junge Reporterin Kira Lund soll über den rätselhaften Fall berichten. Schnell stößt sie dabei auf undurchsichtige Machenschaften rund um einen millionenschweren Immobiliendeal, gerät deshalb plötzlich selbst ins Visier skrupelloser Gegner und wird zum Ziel eines heimtückischen Mordanschlags.




    Autor


    H. Dieter Neumann war zunächst Offizier in der Luftwaffe der Bundeswehr. Nach seinem Ausscheiden als Oberstleutnant d. R. arbeitete der Diplom-Finanzökonom als Vertriebsleiter und Geschäftsführer in der Versicherungswirtschaft, bevor er sich - nach vielen Schreibseminaren und begleitet von einem Studium der Neueren Deutschen Literatur - ganz aufs Schreiben verlegte.

    Der Autor ist Mitglied im SYNDIKAT e.V. und im Montségur Autorenforum. Als passionierter Segler verbringt er gern seine Freizeit auf dem Wasser. Er ist verheiratet, hat zwei erwachsene Töchter und lebt bei Flensburg auf dem Land.




    Meine Meinung


    Schauplatz ist die Flensburger Förde im eiskalten Winter


    Die Videojournalistin Kira Lund bekommt den Auftrag zur Reportage über eine verschwundene Taucherin. Als sie den Namen hört, ist sie entsetzt – es ist ihre langjährige, beste Freundin Carola Hansen. Sie war mit ihrem Ehemann Jesper Eiswassertauchen und ist nicht mehr aufgetaucht. Ehemann Jesper gerät als erstes in den Fokus der Ermittler, wird auch verhaftet, aber Kira will nicht so recht an seine Schuld glauben. Allerdings gesteht sie sich ein, daß es ein Geheimnis gab, das nur sie kennt, womöglich kam es ans Tageslicht und das würde Jesper nicht gefallen haben.


    Das klingt so klar und eindeutig, allerdings gibt es ungefähr nach der Hälfte des Krimis eine dramatische Wendung und alles wird über den Haufen geworfen. Es muß in eine völlig andere Richtung ermittelt werden bis der Fall am Ende schlüssig gelöst wird. Mehr Details zum Fall verkneife ich mir, das muß jeder selbst lesen.



    Ich habe schon einige Bücher des Autors gelesen und kenne daher auch Helene Christ und Frau Sörensen. Es hat mir gefreut und mir ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert, als sie wieder mit von der Partie waren - überhaupt Ditch und Frau Sörensen haben die Story für mich eindeutig aufgelockert. Kira war mir sympathisch, sie wurde sehr authentisch und menschlich beschrieben was ihr Privatleben betraf. Auch die Sorge um Preben Lund – Kiras Vater - konnte man sehr gut nachvollziehen. Die Zusammenarbeit zwischen Kira und Helene war nach Anfangsschwierigkeiten verständnisvoll und effektiv. Kira war äußerst engagiert, aber auch draufgängerisch und zum Glück hatte sie Ditch an ihrer Seite. Das Metier Wasser – egal ob über oder unter – ist jetzt nicht so meins, aber ich konnte mir aufgrund der bildhaften Beschreibungen des Autors alles sehr genau vorstellen. Die Königsdisziplin Eistauchen fand ich äußerst interessant und die Situation unter Wasser hatte für mich etwas Bedrückendes, Beklemmendes und auch Beängstigendes. Und wie immer ließ uns der Autor an seinem Hobby dem Segeln teilhaben. Das Cover paßt für mich sehr gut zur Story und der Schreibstil läßt sich wie immer flüssig und spannend lesen.



    Für mich war es ein solider Regionalkrimi mit einer interessanten, neuen Protagonistin und zusammen mit Helene bieten sie mit Sicherheit genügend Potential für weitere Fälle. Ich bin bei Band 2 (ET 22. Mai 2022) bestimmt dabei.

  • Spannende Hintergründe

    Das düstere Cover in Zusammenspiel mit dem Titel macht mich neugierig auf den Inhalt. Zudem ist es der Beginn einer neuen Reihe das ist immer mit sehr großem Interesse bei mir verbunden.

    Inhalt: Kira Lund ist Journalistin bei einem regionalem Fernsehsender. Durch ihre Partnerschaft mit einem Klimaforscher verbringt sie viel Zeit allein. Sie widmet sich kritischem Journalismus und erfreut sich an den gemeinsamen Zeiten mit ihrem Hund Ditch. Nachdem ihre Freundin bei einem Tauchgang in der Ostsee verschwunden bleibt, beginnt Kira mit eigenen Ermittlungen, die mehr als gefährlich für sie selbst und ihr Umfeld sein wird.

    Überlegungen aufgrund meines Leseeindruckes:

    Der Roman beginnt sehr spannend mit dem Tauchgang. Die Beschreibung desselben ist so lebendig, dass mir förmlich der Atem stockt.

    Die erste Hälfte des Romans ist gespickt von emotionalen Reaktionen auf das Geschehen. Leider nimmt das Erzähltempo in der letzten Buchhälfte extrem ab. Es kommt zu gedanklichen Wiederholungen. Schon über mehrere Kapitel wird Entwicklung der Ermittlungen, durch Kiras Überlegungen und Austausch mit Kommissarin Christ vorhersehbar. Daher ist das Finale leider nicht mehr überraschend.

    Kira Lund als Hauptprotagonistin mit ihrem treuen Hund Ditch ist ein große Sympathieträgerin. In den kommenden Fortsetzungen würde die Erzählung von kontinuierlichen Cliffhangern und Spannungsbögen sehr profitieren.

    Fazit:

    Eine entspannende Lektüre mit mehrfach guten Suspense-Inhalten.

    Gute 3,5 Sternebewertung!

    Ich wünsche dem Autor Dieter Neumann weitere gute Ideen und viel Erfolg mit der Kira Lund Reihe.

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