Tabea Petersen – Mord in Port St. Pedroc

  • Kurzmeinung

    wampy
    angenehmer und humorvoller Schreibstil, aber viele Überzeichnungen nerven auf Dauer

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  • Nervige Überzeichnungen


    Buchmeinung zu Tabea Petersen – Mord in Port St. Pedroc


    „Mord in Port St. Pedroc“ ist ein Kriminalroman von Tabea Petersen, der 2021 im dp Verlag erschienen ist.


    Zum Autor:
    Tabea Petersen wurde 1979 in Halle an der Saale geboren. Nach dem Abitur siedelte sie nach Dänemark über. Dort absolvierte sie eine Ausbildung zur Diplom Kultur- und Sprachmittlerin. Sie lebt mit ihrer Familie in Graasten nahe der dänisch-deutschen Grenze. Sowohl ihrer alten als auch ihrer neuen Heimat ist sie innig verbunden. Seit 2010 veröffentlicht sie Romane und Kurzgeschichten.


    Klappentext:
    Die alljährliche Qualitätsprüfung bringt für die junge Sekretärin Charlotte Cunningham und ihre Kollegen bei Webster & Co. Gas Valves die nervenaufreibendsten Stunden des ganzen Jahres, schließlich hängen vom Urteil der Prüfer letzten Endes ihre Arbeitsplätze ab. Umso größer ist der Schock, als ausgerechnet die Leiterin der Prüfungskommission die Leiche eines Mitarbeiters entdeckt – der noch dazu keines natürlichen Todes gestorben ist. Die strenge Dame ist „not amused“, die örtliche Polizei tappt im Dunkeln und die rüstige Mrs Maggie Webster, Mutter des Seniorchefs ist überzeugt, dass sie und Charlotte diesen Fall gemeinsam aufklären müssen, um den Ruf der Firma zu retten. Was bleibt Charlotte da anderes übrig, als sich in die Ermittlungsarbeit zu stürzen und dabei mehr als nur ein dunkles Geheimnis ans Licht zu bringen …


    Meine Meinung:
    Die Geschichte wird aus der Sicht der Hauptfigur Charlie beschrieben. Charlie arbeitet als Sekretärin in einem Maschinenbaubetrieb, der kriselt, und versorgt noch ihren jungen Bruder, der erste Liebeserfahrungen erlebt. Die Autorin schreibt humorvoll und beschreibt die Landschaft Cornwalls sehr anschaulich. Auch die Hauptfigur wirkt sympathisch. Es gibt eine Reihe humorvoll beschriebener Szenen, aber leider fand ich es bald als übertrieben. Gerade Charlie kann jedem helfen, der sie um Hilfe bittet, und doch bekommt sie nicht mit, welche Probleme ihre Kollegen haben. Bezeichnend ist, das sie mit jemandem flirtet, dessen Verlobung wenige Minuten später bekannt gegeben gibt. Fast alle Figuren sind ohne Grautöne gezeichnet und die übertriebenen Darstellungen beeinträchtigten mein Lesevergnügen. Dazu kam kaum Spannung auf, weil der Todesfall zur Nebensache wurde und die Fortschritte in den Ermittlungen durchweg zufallsgetrieben waren. Dazu wurden auch noch viele Klischees bedient.


    Fazit:
    Flache Figuren und häufig überzogene Darstellungen überschatten die durchaus vorhandenen guten Ansätzen. Dies führte dazu, dass ich sogar die sympathische Hauptfigur nur noch als nervend empfand. Deshalb kann ich das Buch nur mit zwei von fünf Sternen (50 von 100 Punkten) bewerten und keine Leseempfehlung aussprechen.

    :study: Remy Eyssen - Verhängnisvolles Lavandou

    :study: Hanna Caspian - Sternenwende

    :study: Günther Pfeifer - Endstation Waldviertel

    :musik: Richard Osman - Der Donnerstagsmordclub

  • Ich finde das Cover sehr ansprechend. Aber wenn ich nun deine Rezension lese, dann kommen mir Zweifel, ob ich dieses Buch uuuuuuunbedingt haben möchte.

    Vielen Dank für deine ehrliche Meinung.

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