Michael Tsokos - Kaltes Land

  • Buchdetails

    Titel: Kaltes Land


    Kurzgeschichte der

    Verlag: Knaur TB

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 112

    ISBN: 9783426527658

    Termin: Neuerscheinung Mai 2021

  • Bewertung

    3.1 von 5 Sternen bei 4 Bewertungen

  • Inhaltsangabe zu "Kaltes Land"

    Auftritt Sabine Yao: ein authentischer und knallharter Kurz-Thriller von Rechtsmediziner und Bestseller-Autor Michael Tsokos Berlin, Treptowers, BKA-Einheit „Extremdelikte“: Ein Anruf reißt Rechtsmedizinerin Sabine Yao jäh aus ihrem Arbeitsalltag im Sektionssaal. Ihre seit Tagen verschollene Tante wurde im Umland von Kiel tot aufgefunden. Die Kollegen in der Kieler Rechtsmedizin, darunter auch Yaos ehemaliger Lebenspartner, gehen von einem unnatürlichen Tod aus. Yaos Chef, Professor Paul Herzfeld, führt einige Telefonate mit der Kieler Staatsanwaltschaft, um ihr sehr unbürokratisch Akteneinsicht in den Todesfall zu gewähren. Noch am selben Abend reist die Berliner Rechtsmedizinerin zu ihrer Familie nach Kiel. Ausgerechnet ihre introvertierte, allein lebende Tante Johanna soll ermordet worden sein? Und während Yao erkennt, wie wenig sie doch von ihrer Tante wusste, schließt sich um sie ein Kreis gnadenloser Gewalt ...
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  • Autor: Michael Tsokos

    Titel: Kaltes Land - Ein Fall für Sabine Yao

    Reihe: Sabine Yao - 1 (Short Reads)

    Seiten: 110

    Verlag: Knaur

    ISBN: 978-3-426-52765-8


    Autor:

    Michael Tsokos wurde 1967 in Kiel geboren und ist ein deutscher Rechtsmediziner und Professor an der Charite in Berlin. Er leitet seit 2007 das dortige Institut für Rechtsmedzin, gleichzeitig das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin in Berrlin-Moabit. Zudem ist er Leiter der Gewaltschutzambulanz der Charite.


    1998-99 nahm er an der Exhuminierung und Identifizierung von Leichen aus Massengräbern des Bosnienkrieges und im Kosovo teil, 2004-05 war er im Auftrag des Bundeskriminalamtes zur Identifizierung der Tsunami-Opfer in Thailand täig. Er ist Autor mehrerer Fachzeitschriften, populärer Sachbücher und Mitautor mehrerer Thriller. Seit 2014 ist er Botschafter des Deutschen Kindervereins. Tsokos lebt mit seiner Familie in Berlin.


    Inhalt:

    Ein Anruf reißt Rechtsmedizinerin Sabine Yao jäh aus ihrem Berliner Arbeitsalltag im Sektionssaal. Eine Wasserleiche wurde im Umland von Kiel geborgen. Es handelt sich um ihre verschollene Tante. Alles deutet auf Mord hin. Yao fängt an, auf eigene Faust zu ermitteln. Und während sie erkennt, wie wenig sie von ihrer Tante wusste, schließt sich um sie ein Kreis gnadenloser Gewalt... (Klappentext)


    Einordnung:

    Die Geschichte ist Teil der Short Reads Thriller verschiedener Autoren von Droemer Knaur und kann unabhängig von anderen Geschichten des Autoren gelesen werden, sowie auch von den Büchern der Reihe.


    Rezension:

    Für spannungs- und wendungsreiche Thriller, die sich im Blick auf Protagonisten und Handlung überkreuzen und dennoch unabhängig von einander gelesen werden können, zudem immer wieder in Verknüpfung zu Werken anderer Autoren, gibt es zurzeit eine adresse und die liegt im Droemer Knaur Verlag mit dessen Autoren von Sebastian Fitzek bis Michael Tsokos.


    Man kennt sich untereinander, tauscht sich aus und schafft zumeist sehr lesenswerte Trilogien. Für die Leserschaft ergeben sich damit folgende Fragen. Ist dies etwas für mich? Womit beginnen? Zumindest den Erzähl- und Schreibstil von Michael Tsokos kann man nun antesten. Mit "Kaltes Land" hat der Autor eine lesenswerte Kurzgeschichte geschaffen.


    Beginnen umfangreichere Thriller aus seiner Feder zunächst eher gemächlich, steigt man hier direkt in eine Handlung ein, die schon nach wenigen Zeilen Fahrt aufnimmt. Aus wechselnden Perspektiven wird schnell eine Handlung aufgebaut, die in sich schlüssig ist und natürlich die Rechtsmedizin, Fachgebiet des Autoren, als Hintergrund hat. Allzu blutig wird es dabei nicht, dennoch lassen genug Details Schauer aufkommen, wenn auch der Fokus auf die ermittelnde Hauptprotagonistin außerhalb ihres Spezialgebiets gelegt wird.


    Das funktioniert wunderbar. Stakkatohaft reihen sich die Kapitel aneinander und erzählen nicht ganz so wendungsreich, wie gewohnt, die Geschichte. Schnell überliest man da Details, manches wünscht man sich im Nachhinein ausführlicher dargestellt. Einen Langroman mit der Handlung ist gut vorstellbar. Manche Wechsel wirken zu abrupt. Das fällt dies bei dieser Kurzgeschichte nicht ganz so stark ins Gewicht, gibt aber ein Gefühl für Tsokos' Art, seine Erzählungen wirken zu lassen.


    Wer dann noch mehr lesen möchte, kann Rechtsmedizinerin Sabine Yao als eine der zahlreichen Figuren in den anderen Thrillern verfolgen.

  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Michael Tsokos - Kaltes Land: Ein Fall für Sabine Yao“ zu „Michael Tsokos - Kaltes Land“ geändert.
  • Ich war ein bisschen skeptisch, ob Tsokos Kurzgeschichten kann, aber nun werde ich wohl doch zugreifen. Vielen Dank für die ausführliche Rezi :thumleft:

    Gelesen in 2021: 27 - Gehört in 2021: 18 - SUB: 528


    "Wenn der Schnee fällt und die weißen Winde wehen, stirbt der einsame Wolf, doch das Rudel überlebt." Ned Stark

  • Mit " kaltes Land" hält man einen Kurzkrimi aus der Feder von Michael Tsokos in Händen. Gewohnt spannend schildert der Autor hier einen recht ungewöhnlichen Todesfall, handelt es sich doch um eine direkte Verwandte von Sabine Yao. Die Protagonistin ist beeindruckend beschrieben aber dennoch emotional und zuweilen auch recht aufgewühlt. Auch spannend ist es natürlich zu lesen , wie es tatsächlich bei einer Obduktion zugeht, spricht der Autor hier doch aus jahrzehntelanger Erfahrung. Der Mordfall an sich ist recht einfach aufgebaut, ohne große Wendungen oder Schnörkel, wobei ich jetzt gestehen muss , dass mir das zur Abwechslung mal richtig gut gefallen hat. Man muss nicht herumrätseln , sondern kann sich ganz auf die Ermittlungen konzentrieren und sogar noch mit der Protagonistin gemeinsam auf einen speziellen Nebencharakter sauer sein. Ich fand die Mischung aus Privatleben und Ermittlungen gut gelungen und der Sprachstil ist sehr einprägsam, genau und trotzdem spannend, wortgewandt.


    Das Ende fand ich allerdings sehr übel !! Ein Cliffhanger der fiesesten Sorte. Schade , hier hätte für geneigte Leser ein Hinweis auf eine Fortsetzung oder ein Cross - Over hingehört.

    Aber gut, auch solch ein Ende ist mal etwas ganz Ungewöhnliches, da ich denke, dass dies definitiv absichtlich so geschrieben wurde lasse ich es einfach mal als eine Art Marketing - Gag durchgehen. Oder noch besser .....Es ist der Auftakt eines Spin-offs der Herzfeld-Reihe mit Sabine Yao als Hauptprotagonistin. :).


    Fazit: Ein Minus für den Preis, ein Minus für das Ende, trotzdem eine spitzenmäßige Geschichte.

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