Sylvia Madsack - Enriettas Vermächtnis

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  • Das Cover ist schon rätselhaft, eine Frau sitzt und man sieht nur ihre Hände und Füße. Der Titel spricht von einem Vermächtnis. Was gibt es zu vermachen: Geld und andere Vermögenswerte oder irgendwelche Geheimnisse.

    Zwei Menschen die der Erblasserin wichtig waren treffen sich beim Anwalt in Zürich. Beide mussten weit anreisen und wussten zwar von dem Tod der Schriftstellerin aber nicht das sie Erben sind oder das um ein richtiges Vermögen handelt. Überraschend taucht der Sohn der Erblasserin auf und fordert sein Erbe.

    Da kommen die Fragen, wer wusste von dem Sohn, warum hat ihn Enrietta nicht erwähnt, in welchen Zusammenhang stehen die drei Personen?

    Es gibt keine schrecklichen Geheimnisse aber die Familienkonstellation ist unerfreulich um es nett auszudrücken.

    Es gibt wenig Nebenfiguren und mit den vier Protagonisten ist es schwer warm zu werden. Trotz dieser Distanz gefiel mir die Geschichte. Ich wollte wissen wie es ausgeht. Nicht wegen dem Geld wer wieviel bekommt, sondern warum sich Mutter und Sohn entfremdet haben, wie werden aus drei Fremden eine Erbengemeinschaft.

    Die Geschichte bleibt an der Oberfläche, fordert zum Nachdenken über das Ungesagte. Zwischen den Zeilen steht eine Menge. Die Emotionen werden nicht erzählt man kann sie spüren.

    Es ist kein Buch mit einem großen Spannungsbogen, es passiert nicht viel. Es ist eine langsame Entwicklung an der am Ende neue Träume stehen.

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