Sophie Hilger - Das Erwachen

  • Kurzmeinung

    ViktoriaScarlett
    Der erste Band von „Monochrom“ hat mir gut gefallen, obwohl ich einige Orientierungszeit benötigte.

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  • Zu Beginn brauchte ich eine ganze Weile, bis ich in die Geschichte hineinkam und begann in der zweiten Hälfte die Idee zu mögen. Meine genaue Meinung teile ich dir unten im Text mit.


    Meine Meinung zum Cover:

    Die Kombination der Motive auf dem Cover wirkt ungewöhnlich und genau das macht es einzigartig. Als ich es zum ersten Mal sah, hat es mich auf Anhieb angesprochen und neugierig gemacht.


    Meine Meinung zum Inhalt:

    Ich kenne bereits andere Bücher der Autorin, die mir richtig gut gefallen haben und war deshalb sehr gespannt auf Monochrom. In den ersten Seiten hatte ich allerdings zu kämpfen. Es gelang mir erst nicht herauszufinden aus wessen Sicht ich las. Zudem befand ich mich mitten in einer Szene, die mir keine Orientierungszeit gab. Nach einigen Seiten wusste ich dann endlich woran ich war und konnte mich auf das Geschehen einlassen.


    Aufgefallen ist mir sofort, dass sich Ewa und ihre Freunde benehmen, als wäre sie 20 und nicht schon weit über 30 Jahre alt. Gerade Tess sollte mit ihrem Beruf doch ein wenig Reife haben? Abgesehen davon, dass mich die übertriebene Art aller manchmal tierisch nervte, konnte ich den Protagonisten Persönlichkeiten zu teilen. Es fehlt noch etwas mehr Tiefe, doch jene wird bestimmt in den Fortsetzungen kommen. Ewa selbst ist etwas schwer einzuschätzen. Sie hat in ihrer Kindheit schon viel mitgemacht und ist vielleicht deshalb ständig ihrem eigenen Gefühlschaos ausgesetzt. Tess bedient wahnsinnig viele Klischees und auch Mickey ist wirklich eine wahre Drama-Queen. David konnte ich anfangs verstehen, doch dann drehte er sich komplett. Ich frage mich ernsthaft, wie Ewa und er 2 Jahre ein Paar sein konnten. Haben sie jemals harmoniert?


    Der erste Band führte mich erstmal in das Leben und Denken von Ewa ein. Ich lernte ihre Freunde und ihren Partner kennen. Ewas Wünsche und Träume spielen eine zentrale Rolle. Als dieser Liam auftaucht, kommt etwas Schwung ins Geschehen, auch wenn ich noch nicht verstehen konnte, wohin das Geschehen gehen wird. Die Träume von Ewa fand ich sehr gefühlsintensiv. Ab der Szene im Pub wurde die Geschichte immer emotionaler, was das Geschehen endlich Fahrt aufnehmen ließ. Es gab ein paar wenige Antworten und Richtungsweiser.


    Im vorletzten Kapitel kam es zu einer heftigen und sehr unerwarteten Wendung. Ich hatte mit vielem gerechnet, doch absolut nicht damit. Durch den schlimmen Cliffhanger muss ich unbedingt wissen, wie es weitergeht und hoffe, dass die Autorin bald den nächsten Band veröffentlicht.


    Das Buch ist in 12 kurzweilige und schnell zu lesende Kapitel unterteilt. Ab Seite 140 finden sich Einblicke in die anderen Bücher der Autorin, sowie eine Leseprobe.


    Mein Fazit:

    Der erste Band von „Monochrom“ hat mir gut gefallen, obwohl ich einige Orientierungszeit benötigte. Die Protagonisten verhalten sich für ihr Alter recht jugendlich, was ich mich irritierte. Doch mit der Zeit kam ich mit dem Ganzen gut klar. Das Setting, die Grundidee und Ewas schrecklichen Träume sind starke Elemente, mit denen sich eine aufregende Geschichte machen lässt. Das Potenzial muss allerdings erst ausgeschöpft werden. Im vorletzten Kapitel kam es zu einer schlimmen Wendung, die meine Neugier auf den nächsten Band anfachte. Wie geht es weiter und was wird Ewa noch erleben?


    Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!


    Das Buch stammt aus meinem eigenen Besitz (selbst gekauft) und wurde von mir nach dem Lesen freiwillig rezensiert.

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