Kai Meyer, Lisanne Surborg - Imperator

  • Kurzmeinung

    Bartie
    Thriller, Geschichte und Phantastik treffen hier einander. Interessant!
  • Kurzmeinung

    volatile
    Story & Sprecher top, musische Untermalung oft zu laut/nicht passend

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  • Über die Autoren (Amazon)

    Kai Meyer ist einer der wichtigsten deutschen Phantastik-Autoren. Er hat rund sechzig Romane veröffentlicht, Übersetzungen erscheinen in dreißig Sprachen. Seine Geschichten wurden als Film, Hörspiel und Graphic Novel adaptiert und mit Preisen im In- und Ausland ausgezeichnet.


    Produktinformation (Amazon)

    Herausgeber : Knaur TB; 1. Edition (3. Mai 2021)

    Sprache : Deutsch

    Broschiert : 400 Seiten

    ISBN-10 : 3426527170

    ISBN-13 : 978-3426527177


    Ein Fantasy-Thriller

    Rom in den Sechzigern – Filmstars, Verbrecher, Starlets und Geisterbschwörer, alter Adel und korrupte Politiker geben sich die Ehre.

    Anna ist auf den Suche nach dem Mörder ihrer Mutter. Ihr Vater ist dafür verurteilt worden, doch Anna hat leise Zweifel dass er es war. Dann gibt es noch den Privatdetektiv Gennaro Palladino, der den Tod eines Malers aufklären soll. Auf der Suche nach der Wahrheit trifft Anna auf Spartaco und er geht mit ihr durch verlassene Villen, durch Filmstudios und verruchte Jazzclubs und immer wieder zur Via Veneto. Während es sich die High Society gutgehen lässt, und Regierungsgegner eine Revolution planen haben finstere Mächte etwas ganz Anderes vor. Sie wollen das antike Rom Auferstehen lassen, egal wie.


    Meine Meinung

    Wie immer ließ sich das Buch sehr gut lesen. Gut es dauerte etwas, bis ich wirklich in der Geschichte drinnen war, denn dass Palladino den Mord an dem Maler aufklären sollte…. Doch darüber schreibe ich nicht mehr, das soll der Leser selbst lesen. Und Anna zieht bei ihrem Onkel ein, der sich als, ja als was herausstellt? Wird hier nicht verraten, auch das soll der Leser selbst herausfinden. Anna freundet sich mit Spartaco an, der zu den Paparazzi gehört. Doch ist er nur ein Paparazzo? Dann gibt es noch diese Imperatoren, wie sie genannt werden. Männer und Frauen die sich für römische Kaiser und deren Frauen halten. Man merkt, es handelt sich hier um einen fantasievollen Thriller, denn auf der einen Seite geht es und den Mord an Annas Mutter, den diese aufklären will und auf der anderen Seite geht es um die ‚Imperatoren‘ die das alte römische Reich wiederbeleben wollen. Auf der einen Seite thrillermäßig, auf der anderen fantastisch aber auch thrillermäßig. Ob Anna am Ende den Mörder ihrer Mutter gefunden hat? Wer weiß! Insgesamt hat mir dieses Buch gut gefallen, mich teilweise richtig gefesselt und auch gut unterhalten. Doch ganz konnte es mich nicht überzeugen und so empfehle ich es zwar gerne weiter, werde auch den zweiten Teil lesen wollen, vergebe aber nur vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.

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    Liebe Grüße
    Lerchie



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    nur wer aufgibt, hat schon verloren

  • Inhalt:
    Die Studentin Anna schließt sich einer Gruppe Paparazzi an, um inkognito den Mörder ihrer Mutter zu jagen. Zugleich soll der Privatdetektiv Gennaro Palladino den Tod eines wahnsinnigen Malers aufklären.
    Die Suche nach der Wahrheit führt Anna zusammen mit dem jungen Fotografen Spartaco durch Paläste und verlassene Villen, durch Filmstudios und verruchte Jazzclubs – und immer wieder auf die legendäre Via Veneto, den Brennpunkt des Dolce Vita. Während die High Society im Champagner badet und Regierungsgegner die Revolution planen, ziehen finstere Mächte die Fäden. Sie wollen die Auferstehung des antiken Rom – koste es, was es wolle.

    Rezension:
    Vor einem Jahr ist die Mutter von Anna Savarese getötet worden.
    Der Mörder? Angeblich Annas Vater, der sich an nichts erinnert.
    Anna weiß nicht, was sie glauben soll und reist nach Rom, um dort nach Hinweisen zu suchen.
    Der Privatdetektiv Gennaro Palladino ist ebenfalls auf der Suche nach einem Mörder, denn er soll den Tod des Malers Fausto aufklären.
    Auf ihren Suchen nach der Wahrheit entdecken die beiden eine uralte Verschwörung, denn finstere Mächte ziehen in Rom die Fäden.


    "Imperator" ist der Auftakt einer Trilogie von Kai Meyer und seiner Co-Autorin Lisanne Surborg.
    Wir dürfen aus den personalen Erzählperspektiven der fast zwanzig Jahre alten Anna Savarese und des Privatdetektivs Gennaro Palladino lesen.
    Hin und wieder durften wir auch in die Sichten des Fotografen Spartaco und der Contessa Silvia Amarante eintauchen.

    Kai Meyer hat die Geschichte ursprünglich als Hörspiel geschrieben. Da ich keine Hörspiele höre, bin ich sehr froh, dass Lisanne Surborg aus dem Hörspiel einen echten Roman gemacht hat, denn alle Dialoge und die meisten Erzählertexte wurden übernommen und sie hat die Lücken mit Leben gefüllt.


    Die Geschichte spielt in Rom zur Zeit der Swinging Sixties, was mir sehr gefallen hat, da ich die Zeit sehr spannend finde!
    Anna, die mit ihren Eltern in London gewohnt hat, kommt in Rom bei ihrem Onkel Bruno unter, der als Paparazzo sein Geld verdient. Dadurch konnten wir einen Blick auf die glamouröse Seite Roms werfen, denn in den sechziger Jahren kamen viele amerikanische Schauspieler nach Rom, die in Hollywood keine Rollen mehr fanden, sodass zu dieser Zeit in Italien viele Filme gedreht wurden. Man merkt deutlich, dass Kai Meyer für dieses Thema brennt, denn der Roman ist gut recherchiert und man hat viele interessante Details erfahren!
    Aber wer Kai Meyer kennt, der ahnt, dass es auch eine übernatürliche Komponente gibt und die hat mich echt überrascht! Insgesamt mochte ich den Mix des glamourösen Roms und dessen düsterer Seite echt gern, denn auch die Atmosphäre hat mir sehr gut gefallen!

    Ich habe mich zu Beginn mit der Geschichte echt schwer getan, weil ich doch lange gebraucht habe, um hineinzufinden. Anfangs sprang mir die Perspektive auch zu oft hin und her.
    Wir lernen Anna kennen, die nach Rom kommt, um dort nach Hinweisen zu suchen, denn ihre Mutter Valeria wurde ermordet und ihr Vater Tigano dafür verhaftet. Aber da er sich an nichts erinnern kann, hat Anna Zweifel an seiner Schuld. Gerade als ich anfing, mit Anna warm zu werden, sprang man zu Gennaro Palladino, einem ehemaligen Polizisten, der nun sein Geld als Privatdetektiv verdient, der auch vor dreckigen Jobs nicht zurückschreckt. Er soll den Mord an einem eigenbrötlerischen Maler aufklären und gerät schnell zwischen zwei Fronten.

    Nach gut hundert Seiten konnte mich die Geschichte aber endlich fesseln und es wurde echt spannend! Mit vielen Wendungen habe ich echt nicht gerechnet und mir hat die übernatürliche Komponente und auch die Suche nach Hinweisen sehr gut gefallen!
    Doch das Ende lässt mich ein wenig unzufrieden zurück, da im ersten Band sehr viele Fragen aufgeworfen wurden, von denen die wenigsten eine Antwort bekommen haben. Ich hätte es schöner gefunden, wenn man zumindest eine Antwort auf ein oder zwei wichtige Fragen bekommen hätte, denn auch dann wäre ich immer noch sehr neugierig auf den zweiten Band gewesen.
    So bin ich doch etwas enttäuscht, freue mich aber trotzdem sehr auf den zweiten Band, denn das Ende des Auftakts verspricht, dass der zweite Band spannend weitergeht!


    Fazit :
    "Imperator" von Kai Meyer und Lisanne Surborg ist ein mitreißender Auftakt!
    Zwar konnten mich der Anfang und das Ende nicht wirklich überzeugen, doch der Mittelteil war echt spannend!
    Es hat leider lange gedauert, bis mich die Geschichte fesseln konnte, aber dann hat es mir auch echt gut gefallen. Nur hätte ich mir dann zum Ende hin gewünscht, dass wir auf die eine oder andere Frage schon im ersten Band eine Antwort bekommen hätten.
    So vergebe ich schwache vier Kleeblätter, aber freue mich doch sehr auf die Fortsetzung!

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  • Anna sucht den Mörder ihrer Mutter, dass es der Vater sein soll, kann und will sie nicht glauben. Sie fährt von London nach Rom wo ihre Mutter gestorben ist. In den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts eine Stadt voller Stars und Sternchen. Als Papparazi getarnt begibt sie sich mit Hilfe von Spartaco in das unheimliche Nachtleben. Gleichzeitig sucht der Privatdetektiv Palladino im Auftrag einer italienischen Adeligen den Mörder ihres Freundes.

    Die zwei Handlungsstränge laufen nebeneinander her, ab und zu treffen sie sich. In kurzen Kapiteln werden die Ermittlungen beschrieben, abwechselnd denken wir an einen alten und dann wieder an einen aktuellen Mord.

    Steckt die Mafia dahinter oder die Imperatoren, wiedergeborene römische Kaiser, es können auch die Faschisten sein. Aber da ist noch mehr, nichts Greifbares, nichts Menschliches es war mal kindliche Phantasie und was ist es jetzt?

    Ich bin eigentlich ein Fan von Kai Meyer seine Bücher waren für mich immer eine gelungene Mischung aus Fantasy, Märchen und Gegenwart.

    Aber hier passten für mich die Fantasy Elemente nicht richtig zu der Kriminalgeschichte. Es wirkte übergestülpt, als ob wenn Kai Meyer drauf steht auch Kai Meyer drin sein muss. Weniger wäre mehr gewesen.

    Die nebeneinander wirkenden Krimis waren gut vor allem weil sich am Ende ein Zusammenhang abzeichnete.

    Wie es denn letztendlich ausgeht muss man abwarten, es folgt Band 2.

    Auch ob es eine Beziehung zwischen Anna und Spartako gibt, ist verschoben.

  • Ich bin eigentlich kein Kai Meyer Fan (auch kein Fan dieses Genres), aber hier war es definitiv das Cover, das mich angesprochen hatte. Und deshalb war das Buch auch … schwups...auf meinem Reader.

  • Das Buch zum Hörspiel


    Imperator basiert auf der gleichnamigen Hörspielserie, die man sich auf Audible anhören kann, die ich jedoch nicht gehört habe. Es ist schon ungewöhnlich, dass aus deinem Hörspiel ein gedrucktes Buch gemacht wird, aber vielleicht gelingt es ja dadurch, andere Zielgruppen zu erreichen. Mir hat es zumindest Spaß gemacht, in das Rom der 60er Jahre einzutauchen, die genauen Beschreibungen der Umgebung auf mich wirken zu lassen und die Geschichte über die Studentin Anna genossen, die in eine Geschichte hineinschlittert, welche die Machtverhältnisse in Italien historisch auf den Kopf zu stellen drohen.


    Eine Geschichte mit phantastischen Elementen, historischen Einflüssen und reichlich Thrillerelementen, in der man als Leser sehr schnell in die reichlichen Verwicklungen der römischen High Society hineingezogen wird. Die Charaktere sind glaubhaft, Anne und ihr Paparazzi-Freund Spartaco, sowie der Privatdetektiv Gennaro Palladino schaut man gerne bei ihren Erlebnissen über die Schulter und verliert sich leicht in der spannenden und phantastischen Handlung, auf die man sich einlassen muss. Zum Glück wird alles ausführlich erklärt, glaubhaft gemacht und zu einem guten Ende gebracht.


    Wie schon oben erwähnt, hat mir die Geschichte rund um die wiedergeborenen Imperatoren und ihre finsteren Pläne gut gefallen, allerdings scheint man dem Buch noch sehr die Hörspielvorlage anzufühlen, sehr kurze Szenen, viele wechselnden Sichtweisen, allzu genaue Beschreibungen und eine Handlung, die sich etwas zieht. Vielleicht wäre die Geschichte mit einigen Straffungen noch besser geworden?


    Ich kann es jedem empfehlen, der sich gerne in Verschwörungsgeschichten stürzt, einen kleinen historischen Einblick ins Italien der 60er Jahre bekommen will und der keine Möglichkeit hat, das Originalhörspiel hören zu können. Ein Buch für Kai Meyer Fans, die das bekommen, für was der Autor steht.

  • Fantastische Reise nach Rom der 60er Jahren


    Der Schauplatz des Romans ist Rom in den 60er Jahren:
    “eine Stadt, in der monumentale Geschichte und heruntergekommene Gegenwart in einer der unzähligen Bars zusammen Kaffee tranken – und niemand wunderte sich darüber.“ (19)


    Im Cafe de Paris trifft man abends die High Society, tagsüber besuchen das Cafe die Touristen, die nach prominenten Gesichtern Ausschau halten. Auch der Privatdetektiv Gennaro Palladino verweilt hier täglich. Er tut es aber aus beruflichen Gründen, denn hier bekommt er Informationen, an die sonst keiner kommt. Von der einflussreichen Contessa Amarante bekommt er einen besonderen Auftrag. Er soll im Mordfall von Fausto ermitteln, einen bekannten Maler und guten Freund der Contessa.


    Nach dem Mörder ihrer Mutter sucht Anna Savarese, die aus London nach Rom gekommen ist. Anna wohnt bei ihrem Onkel Bruno, der sein Lebensunterhalt mit den Fotos von Prominenten verdient. Mit ihm und seinem Paparazzi-Team durchquert Anna das nächtliche Rom, besucht die exklusiven Clubs und Bars in der Jagd nach prominenten Gesichtern. Bei Paparazzos lernt sie Spartaco kennen, der sie bei ihrer Recherche kräftig unterstützt. Als Sohn eines Adeligen verschafft er Anna Zutritt zu der geheimen Welt des römischen Adels. Beide entdecken Verschwörungen und Geheimnisse, die bisher im Dunklem verborgen lagen.


    Auch Palladinos Ermittlungen nehmen einen unerwarteten Verlauf. Der Ermittler, der selbst ein doppeltes Spiel spielt, gerät unter Einfluss der finsteren Mächte und muss drastische Entscheidungen treffen.


    Der Roman „Imperator“, der erste Teil einer Trilogie, basiert an dem Hörspiel, das bereits 2020 erschienen ist. Er ist eine gelungene Mischung aus Thriller, historischen Fakten und Phantastik. Die ganze Geschichte ist sehr spannend und gleichzeitig lehrreich. Denn viele Details aus der römischen Vergangenheit, die Legenden über die römischen Kaiser, sowie Fakten aus der Nachkriegszeit und die politischen Ereignisse der sechziger Jahre, die in diesem Roman wichtige Rolle spielen, sind historisch belegt.


    Sehr interessant und bildhaft erscheint die Stadt Rom auf den Seiten des Buches. Im Nachwort erzählt Kai Meyer über seine Faszination für den italienischen Film und seine Recherchen vor Ort. Beim Lesen des Buches hatte ich oft das Gefühl selbst durch diese fantastische Stadt zu wandern, so realistisch und detailreich sind die Bilder, die das Autoren-Duo in diesem Buch vermittelt.


    Der Thriller punktet durch seine temporeiche Handlung, Verschwörungstheorien, Konflikte und Intrigen zwischen den einzelnen Protagonisten und auf der politischen Ebene, starke Charaktere und Exkursionen in die römische Vergangenheit.


    Faszinierend war für mich vor allem Annas Geschichte, die in Rom die Wahrheit über den gewaltsamen Tod ihrer Mutter herausfinden will. Palladinos Geschichte mit vielen phantastischen Elementen verwirrt zuerst, aber im Verlauf der Handlung bereichert sie unheimlich das Ganze und sorgt für gute Unterhaltung.


    Ich habe diese Lektüre sehr genossen und bin gespannt auf ihre Fortsetzung.


    Der Thriller bekommt meine wärmste Empfehlung!

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