James Ellroy - Browns Grabgesang / Brown’s Requiem

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  • Autor: James Ellroy
    Titel: Browns Grabgesang, aus dem Amerikanischen von Martin Dieckmann
    Originaltitel: Brown’s Requiem, erschien erstmals 1981
    Seiten: 288 Seiten, unterteilt in 15 Kapitel
    Verlag: Ullstein Taschenbuch
    ISBN: 9783548229874


    Der Autor: (von der Ullstein-Verlags-Homepage)
    James Ellroy, Jahrgang 1948, begann seine Schriftstellerkarriere 1979 mit Browns Grabgesang. Mit Die Schwarze Dahlie gelang ihm der internationale Durchbruch. Unter anderem wurde Ellroy fünfmal mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet, zahlreiche Bücher wurden verfilmt, darunter L.A. Confidential.


    Inhalt:
    Fritz Brown, ehemaliger Polizist, ist eigentlich RepoMan und bringt Autos von säumigen Schuldnern zum befreundeten Autohändler zurück. Eines Tages erhält Brown dann doch einen echten Detektivjob: sein eigenwilliger Auftraggeber, der aus Prinzip auf Golfplätzen übernachtet, heuert Brown an, um seine Schwester zu überwachen. Diese ist scheinbar einem Gangster hörig und vernachlässigt den Kontakt zur Familie. Der Auftrag führt Brown nicht nur über diverse Golfplätze der Stadt und ins Milieu der ausgebeuteten Caddies, sondern auch zu unaufgelösten Verbrechen, korrupten Mitmenschen, Drogenhandel, usw Ruckzuck entwickelt sich der Fall zu einem Rachefeldzug, actionreich und brutal, wie man es auch von Ellroys späteren Werken kennt.


    Meinung:
    Browns Grabgesang ist James Ellroys Erstlingswerk und zeigt hier schon die typischen Merkmale von seinen weiteren Krimis: ein ehemaliger Cop, Alkoholiker, Liebhaber klassischer Musik, schlägt sich mit brutalen Aktionen durchs Leben bis er eine einmalige Gelegenheit erhält. Er stösst auf viel Geld– und auf eine tolle Frau, aber kann er beides retten? Ein hard-boiled Roman, der viele Elemente des klassischen Krimis enthält.
    Auch wenn mir bislang nicht alles von James Ellroy gefiel – dieser Debutroman bietet super Unterhaltung und ist zugleich gängiger als spätere Werke (ich lese gerade «Ein amerikanischer Albtraum» und da ist sein temporeicher Schreibstil mit vielen abgehakten Sätzen ziemlich anstrengend). Mir gefiel die Beschreibung von Los Angeles Ende der 1970er Jahre, die Welt der Caddies auf den Golfplätzen, die rasante Entwicklung des Plots, da muss nicht viel erklärt werden, ständig stolpert man über Leichen, keine Zeit für Langweile. Ein empfehlenswerter Einstieg in Ellroys Werk, insbesondere wenn man Lust auf actionreiche Unterhaltung hat und keinen Wert auf political correctness legt...

    1. (Ø)

      Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag


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