Andreas Eschbach - Eines Menschen Flügel

  • Kurzmeinung

    Traute
    Viel zu viele Charaktere! Vergangenheit und Gegenwart gehen wild durcheinander.
  • Kurzmeinung

    Studentine
    Faszinierende, vielfältige und phantasievoll ausgearbeitete Welt, stellenweise verliert sich der Autor aber darin.

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  • Märchenhafte Science Fiction


    Eschbach ist speziell ! Mann weiß es und sicherlich gefällt einem nicht alles was er macht. Doch er traut sich immer etwas neues zu und alleine für seine komplexen Geschichten und Fantasien, hat er meinen größten Respekt.

    Auf einem fernen Planeten, der durch eine sehr dicke Wolkenhülle umgeben ist, leben Nachfahren von Menschen, denen durch Genmanipulation Flügel gewachsen sind und in sogenannten Riesenbäumen in Nestern wohnen. Es gibt über 30 verschiedene Stämme, die untereinander nicht heiraten dürfen. Dazu gibt es den Magor, ein Wesen das den Boden beherrscht und sowie sich jemand auf dem Gras niederlässt, wird er vom Magor einfach ausgesaugt. Es gibt Ausnahmen an denen der Magor nicht ist, aber es gibt einen Grund warum die Menschen in der Luft und auf Bäumen leben. Es gibt Bücher von den "Ahnen" und Technik im weitesten Sinne ist nicht erwünscht, doch es gibt einen Menschen , der den Wunsch hat, einmal die Sterne zu sehen und das Verhängnis nimmt seinen Lauf....

    Ich hatte keine Ahnung was mich erwarten würde und habe zunächst gestutzt als ich gesehen habe, wie viele Kapitel es gibt. Auch dachte ich zunächst, habe ich jetzt ein Jugendbuch vorliegen und war schon etwas frustiert, da mir die Aquamarin Reihe ebenfalls überhaupt nicht gefallen hatte. 42 Stunden Jugendbuch mit Menschen die Flügel haben und alle so nett sind, das wäre für mich das blanke Entsetzen gewesen, doch irgendwann ist man einfach drin in diesem Universum und nichts scheint irgendwie merkwürdig. Es ist ausschweifend, es ist faszinierend, es ist eine heile Welt und selbst die Bösen versuchen mit kleinen Attentaten zum Ziel zu kommen, die aber niemand umbringen sollten.

    Was mit Owen beginnt und seinem Versuch den Himmel zu erreichen und zu durchstoßen, entwickelt sich zu einer sehr komplexen Welt, in der viele Bewohner eine Geschichte haben, und diese auch erzählt wird. Einfach mal geradlinig eintauchen geht nicht, da braucht man viel Lust sich auf diese große Welt und Ihre Bewohner einzulassen. Wer das schafft, bekommt keinen Thriller aber eine wunderbar erzählte Geschichte, die Anfangs als Märchen und zum Ende hin als blanker Alptraum weiter führt und nichts mehr mit einem Jugendroman zu tun hat.

    Es ist schwer das zu beschreiben. Wer permanente Action sucht, ist hier klar falsch. Wer eine Mischung aus Märchen/ Fantasy / Sciene Fiction sucht, bei der man viele Personen und ihre Geschichten kennenlernen muss , mag der kann hier zuschlagen. Für mich nach 42 Stunden, der in die Welt eingetaucht ist, ein Schmerz wieder aufzutauchen ! 5 Sterne von mir, weil das wirklich nachhallt ! :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:


  • Tefelz, man liest von dem Buch ja immer wieder hier im BT. Schön, dass du eine Rezi dazu geschrieben hast. Es klingt interessant, aber dennoch denke ich, es ist zur Zeit kein Buch für mich. Bin nicht in Stimmung für eine solche Geschichte. Das habe ich durch deine Rezi erkannt und finde sie dadurch sehr hilfreich.


    Es ist ein ewiger Zwiespalt: arbeitet man am Abbau des SuB oder am Abbau der WL?




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