Sven Stricker - Sörensen hat Angst

Cover zum Buch Sörensen hat Angst

Titel: Sörensen hat Angst

4,5 von 5 Sternen bei 14 Bewertungen

90% Zufriedenheit

Band 1 der

Verlag: Rowohlt Taschenbuch

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 432

ISBN: 9783499271182

Termin: Dezember 2015

Aktion

  • Kurzmeinung

    ViktoriaScarlett
    Der erste Band war durch den authentischen Ermittler und das klare Setting richtig gut.
  • Cover zum Buch Sörensen geht aufs Haus: Sörensen erm... Cover zum Buch Sörensen macht Urlaub: Sörensen ermit... Cover zum Buch Sörensen sieht Land: Sörensen ermittelt
  • Klappentext:
    Mit einer Angststörung im Gepäck lässt sich Kriminalhauptkommissar Sörensen von Hamburg nach Katenbüll in Nordfriesland versetzen. Er hofft, dass der kleine Ort ihm ein ruhiges, beschauliches (Arbeits-)Leben bescheren wird. Doch Katenbüll ist grau und trostlos, es regnet ununterbrochen, die Einheimischen haben nicht gerade auf Sörensen gewartet. Und es kommt noch schlimmer. Gleich nach Sörensens Ankunft sitzt Bürgermeister Hinrichs im eigenen Pferdestall, so tot wie die ganze Umgebung. Schon die ersten Blicke hinter die Kleinstadtkulisse zeigen dem Kommissar: Hier kann man es wirklich mit der Angst zu tun bekommen. - von der Rowohlt-Verlagsseite kopiert

    Zum Autor:
    Sven Stricker wurde 1970 geboren und wuchs in Mülheim an der Ruhr auf. Er studierte Komparatistik, Anglistik und Neuere Geschichte. Seit 2001 arbeitet er als freier Wortregisseur, Bearbeiter und Autor und gewann in dieser Funktion mehrmals den Deutschen Hörbuchpreis, unter anderem 2009 für seine Hörspielbearbeitung und Regie des Romans «Herr Lehmann» von Sven Regener. Er lebt in Potsdam und hat eine Tochter. Mit «Sörensen hat Angst» war Sven Stricker für den Glauser-Preis 2017 nominiert. - von der Rowohlt-Verlagsseite kopiert

    Meine Gedanken:
    Im Januar habe ich den gleichnamigen Film in der ARD gesehen und begab mich auf die Suche nach der literarischen Vorlage. Dass ich sofort in meiner Bücherei fündig wurde, hätte ich nicht erwartet.
    Nach so kurzer Zeit wusste ich noch, was hinter den Verbrechen steckt und wer der Täter war, aber das tat dem Lesespaß in diesem Fall keinen Abbruch.

    Sörensen ist anders. Nicht nur durch seine Angststörung. Als Figur bietet er eine Vielzahl an Facetten. Einerseits traut er sich nichts zu, hadert mit dem, was er plant und durchführt, hält sich für inkompetent und schwach. Auf der anderen Seite tritt er selbstbewusst auf: Als Chef seiner Dienststelle und vor allem als Ermittler bei Zeugenbefragungen und in Verhören. Seine Furchtlosigkeit gegenüber Autoritäten und deren Einfluss, seine Menschlichkeit und seine Integrität machen ihn zu einem der sympathischsten literarischen Kommissare der deutschen Regionen.

    Der Fall ist insgesamt spannend aufgebaut, wenn sich auch etliche Passagen in die Länge ziehen und durch Raffung gewonnen hätten. Die immer neue Aktualität des Themas scheint nur von der Wirklichkeit übertroffen zu werden.

    Ich empfehle beides, Buch und Film, all denen, die sich von Dauerregen und Tristesse einen guten Krimi nicht verderben lassen.

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    Ohne Bücher auf der Welt wäre ich längst verzweifelt. (Arthur Schopenhauer)

  • SÖRENSEN HAT ANGST

    Sven Strickers Krimi erzählt von Panik, nordfriesischer Provinz und dem Mut, Ängste zu überwinden.

    Regen und Wind über Katenbüll, dem fiktiven Ort in Schleswig-Holstein, das ist kein Wetter, sondern ein Dauerzustand. In diesem Städtchen will Kriminalhauptkommissar Sörensen aus Hamburg einen Neuanfang starten. Statt beschaulicher Ruhe erwarten ihn ein jedoch toter Bürgermeister im Pferdestall und Einwohner, die ihre Distanz konsequent verteidigen.

    Aus dieser Ausgangslage macht Sven Stricker jedoch keinen traditionellen Küstenkrimi. Zwar ist polizeiliche Ermittlungsarbeit der eigentliche Handlungsträger, zwischen Kriminalfall und mentaler Krise ergeben sich jedoch immer wieder Spannungen. Denn Sörensen muss Fragen stellen, Spuren ordnen und mit Menschen umgehen. Obwohl sich ihm dabei innerlich die Nackenhaare aufstellen. Was dabei besonders angenehm auffällt: Trotz alledem findet man keinen Psychokrimi, in die Krise das eigentliche Thema ist.

    Der Ton des Romans bleibt dabei typisch norddeutsch trocken und gleichzeitig typisch norddeutsch komisch. Friesisch knappe Gespräche lassen den Roman authentisch wirken.

    Fazit: Ein wirklich unglaublich gut zu lesender Auftakt der „Sörensen“-Reihe, empfehlenswert für praktisch jeden, der sich für Krimis interessiert. Verfilmt worden ist dieses Werk mit dem genialen Bjarne Mädel in der Hauptrolle! :D

  • Die beiden anschließenden Krimis "Sörensen fängt Feuer" und "Sörensen am Ende der Welt" halten auf jeden Fall noch das Niveau und haben auch interessante Themen, danach habe ich bisher nur noch "Sörensen sieht Land" gelesen, den ich meiner Erinnerung nach schwächer fand, da die Befindlichkeiten Sörensens halt immer wieder durchgenudelt werden (das leidige Reihen-Problem, auch wenn einem der Protagonist ans Herz wächst), aber trotzdem noch sehr lesenswert. Die beiden letzten liegen hier auch noch, aber ich bin noch nicht dazu gekommen.

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