Marianne Hofmann - Es glühen die Menschen, die Pferde, das Heu

  • Die Autorin (Q: Suhrkamp und Wikipedia): Marianne Hofmann wurde am 8. September 1938 in Rohr in geboren, wo sie auch aufwuchs. Nach verschiedenen Ausbildungen und einem Studium der Religions- und Sozialpädagogik in München folgten Tätigkeiten im Schul- und Sozialbereich. In den achtziger Jahren verbrachte sie einige Jahre in Berlin und Liverpool und begann dort zu schreiben. Seit 1985 lebte sie wieder in München. Marianne Hofmann war Verfasserin von erzählender Prosa und Gedichten, die ab 1992 in diversen Zeitschriften und Zeitungen erschienen. Sie war Mitglied der GEDOK München. 1997 erhielt sie den Puchheimer Leserpreis. Sie starb a, 20. April 2012 in München.


    Klappentext (Q: Suhrkamp): „Selbst der Rezensent fängt Feuer“, schreibt Gustav Seibt in der Berliner Zeitung über Marianne Hofmanns Roman über eine Kindheit auf dem Lande. Ihr Erinnerungsbuch hält heute engültig verschwundene Lebensumstände fest, ein vom Hopfenbau lebendes Dorf in Niederbayern in den vierziger und fünfziger Jahren. Marianne Hofmann beschreibt diese Welt aus der Sicht der Tochter eines Bauern, der auch eine Gastwirtschaft betreibt. Sie schuftet im Stall, am Biertresen, in der Küche. Schwer ist es, sich den Erniedrigungen zu entziehen. Die sinnliche Entdeckung des Universums hilft, die Farben und Düfte der Jahreszeiten, deren Schönheit für viele Entbehrungen entschädigt. Und vielleicht auch der erste Versuch, dem Elternhaus durch ein Leben in der Stadt zu entkommen, wo die junge Frau im Flughafen eine Stelle als Küchenhilfe annimmt.
    Marianne Hofmanns „Debüt ist makellos, verfasst in einer Prosa, in der plötzlich Möglichkeiten des Heimat- und Kindheitsromans aufscheinen, an die man schon lange nicht mehr glaubte“. (Walter Hinck, FAZ)


    Die Originalausgabe des Romans erschien 1997 beim Insel Verlag in Frankfurt am Main und Leipzig. Die erste Auflage als Suhrkamp-Taschenbuch 2914 bei Suhrkamp in Frankfurt am Main erfolgte 1998 (159 Seiten). 2011 gab es eine Neuauflage bei Kuckuck & Straps im Lichtung-Verlag, Viechtach (157 Seiten).


    Sehr nüchtern erzählte, desillusionierende Erinnerungen an eine ländliche Jugend unter Hopfenbauern als Tochter eines Wirtes in Niederbayern nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein karger, liebloser, arbeitsreicher Alltag. Ganz ohne Verklärung, Pathos oder Gejammer, dargeboten in schöner Sprache und eindringlichen Bildern. Episodenhaft aufgereihte Eindrücke, so dass die Protagonistin (leider) etwas auf Abstand gehalten wird. Am Ende wagt die junge Frau einen "Ausbruchsversuch" und nimmt einen Knochenjob in einer Großküche am Münchner Flughafen an. Was da ist, gefällt mir wirklich: die Haltung, die Sprache. Nur irgendwas fehlt, um stärker im Gedächtnis zu bleiben ... Dennoch eine lohnende Lektüre! :thumleft:

    White "Die Erkundung von Selborne" (143/397)

    Kempowski "Heile Welt" (349/479)

    Jourdy "Juliette" (95/237)


    :king: Jahresbeste: Gray (2024), Brookner (2023), Mizielińscy (2022), Lorenzen (2021), Jansson (2020), Lieberman (2019), Ferris (2018), Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015)

    :study: Gelesen: 84 (2024), 138 (2023), 157 (2022), 185 (2021), 161 (2020), 127 (2019), 145 (2018), 119 (2017), 180 (2016), 156 (2015)70/365)
    O:-) Letzter Kauf: Crews "A Feast of Snakes" (16.05.)

  • Die broschierte Neuauflage des Romans aus dem Jahr 2011 bei Kuckuck & Straps im Lichtung-Verlag, Viechtach (157 Seiten).

    White "Die Erkundung von Selborne" (143/397)

    Kempowski "Heile Welt" (349/479)

    Jourdy "Juliette" (95/237)


    :king: Jahresbeste: Gray (2024), Brookner (2023), Mizielińscy (2022), Lorenzen (2021), Jansson (2020), Lieberman (2019), Ferris (2018), Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015)

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