Tim Willocks - Die Gefangenen von Green River / Green River Rising

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  • Willocks nannte einmal Camus, Sartre, Chandler, Spillane, Faulkner, Pynchon, Cormac McCarthy, Crumley und Ellroy als prägende Leseerfahrungen. Sein Lieblingsroman ist/war einmal McCarthys „Blood Meridian“ (dt. Die Abendröte im Westen). Kein Wunder, dass Willocks bei mir auf fruchtbaren Boden fällt! 8)


    Klappentext (Q: Heyne): Unerträgliche Zustände herrschen im texanischen Gefängnis Green River, das mit 2800 Häftlingen bis zum Bersten überbelegt ist. Die Situation ist bereits bedrohlich angespannt, als der psychopathische Gefängnisdirektor die Repressalien-Schraube noch weiter anzieht. Er verbietet den Kontakt unter den Gefängnisblöcken und lässt dann auch noch die Klimaanlagen abschalten. Da kommt es zur Revolte und zu einer Eruption von Gewalt. Ins Zentrum des Geschehens gerät der unschuldig verurteilte Arzt Ray Klein, der sich eigentlich aus allem heraushalten will, da er nur noch vierundzwanzig Stunden Haft zu verbüßen hat. Als er jedoch erfährt, dass die Gefängnispsychologin Juliette Devlin, in die er sich verliebt hat, im Krankenrevier festsitzt und von gewalttätigen Häftlingen bedroht wird, wird er zum Helden wider Willen. Gemeinsam mit einigen Gleichgesinnten unternimmt er den verzweifelten Versuch, den Teufelskreis von Provokation und Gewalt zu durchbrechen und ein größeres Blutbad zu verhindern.
    Tim Willocks schildert die Atmosphäre von Gewalt und Perversion mit schonungsloser Offenheit. Rasantes Tempo, meisterhafte Spannungsführung und genaue Charakterzeichnungen machen dieses Buch zu einem packenden Psychothriller.
    „Elementar, unvergesslich. Man kann nicht aufhören.“ (Daily Mail)
    „Der beste Thriller seit 'Das Schweigen der Lämmer'.“ (Daily Telegraph)


    Ausgaben in Großbritannien, den USA, Deutschland, Frankreich und Italien:

    • Der Roman erschien im englischen Original 1994 als „Green River Rising“ im Verlag Jonathan Cape in London (349 Seiten) sowie bei W. Morrow in New York (359 Seiten).
    • Die deutsche Übersetzung besorgte Hanna Neves. Sie erschien als „Die Gefangenen von Green River“ 1996 als Nr. 01/10539 in der „Allgemeinen Reihe“ des Wilhelm Heyne Verlags, München (414 Seiten).
    • Die französische Übersetzung besorgte Pierre Grandjouan. Sie erschien 1997 unter dem Titel „L'odeur de la haine“ in der Pocket-Reihe bei Plon in Paris. Im Jahr 2010 wurde diese Übersetzung unter dem Titel „Green River“ bei Sonatine in Paris neu herausgebracht.
    • Die italienische Übersetzung besorgte Katia Bagnoli. Sie erschien 2010 als „Il fine ultimo della creazione“ bei Cairo in Milano (461 Seiten).

    Der Roman besteht aus zwei Teilen, die „Die Revolte“ und „Der Fluß“ heißen, die von einem Prolog namens „Das Tal“ und einem Epilog ummantelt werden.


    Was für ein ausgezeichneter Thriller über einen Gefängnisaufstand mit einem denkbar hohen Grad an Sex, Gewalt und Ekligkeiten. Ich liebe das! :wink: Eine unerträgliches Klima aus Angst, Paranoia und Perversionen herrscht in Green River. In diesem Gefängnis scheint wirklich jeder Gesellschaftsvertag zwischen den Parteien aufgekündigt worden zu sein, weswegen bald ein Krieg aller gegen alle losbricht.

    Politisch unkorrekt, außerordentlich spannend erzählt, voller vielschichtig gezeichneter Charaktere und bereichert durch interessante Gedanken über Überwachung und Strafe. Eine Revolte gewissermaßen als Chance um zu beweisen, dass man die Strafe nicht verdient. Und die Menschen erweisen sich natürlich als unwürdig jeder Besserung ... :roll: Kreist thematisch um ein römisches Zitat, das sich bei Friedrich Nietzsche findet: „virescit vulnere virtus“, was ungefähr bedeutet, dass Kraft nur aus Verwundung erwächst. Und folgt außerdem der Haltung, dass nur, wer auch die Schwächsten rettet, es wert ist, selber gerettet zu werden.

    Grandiose, aber sehr derbe Unterhaltungsliteratur, die sich in apokalyptischen Schauerszenarien einer Hölle auf Erden ergeht, missüngstige Leser würden sagen: suhlt. :-, Für mich einer der besten und unglaublichsten Thriller, den ich kenne! :love:

    Die deutsche Übersetzung kam mir – vor allem zu Beginn – ungelenk und unnötig blumig vor. Das wurde aber im Verlauf besser!

    Tom Drury "Pazifik" (135/225)

    Geoffrey McSkimming "Cairo Jim im Tal der Könige (156/188)


    Jahresbeste: Drury (2021), Jansson (2020), Lieberman (2019), Ferris (2018), Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015), Agee (2014), Kesey (2013), Nisbet & Ford (2012) :king:

    Gelesen: 52 (2021), 161 (2020), 127 (2019), 145 (2018), 119 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
    Letzter Buchkauf: Rick Bass "Winter in Montana" (23.3.)

  • Der Roman erschien im englischen Original 1994 als „Green River Rising“ im Verlag Jonathan Cape in London (349 Seiten) sowie bei W. Morrow in New York (359 Seiten). Angehängt ist eine Vintage-Neuauflage von 2014.

    Tom Drury "Pazifik" (135/225)

    Geoffrey McSkimming "Cairo Jim im Tal der Könige (156/188)


    Jahresbeste: Drury (2021), Jansson (2020), Lieberman (2019), Ferris (2018), Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015), Agee (2014), Kesey (2013), Nisbet & Ford (2012) :king:

    Gelesen: 52 (2021), 161 (2020), 127 (2019), 145 (2018), 119 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
    Letzter Buchkauf: Rick Bass "Winter in Montana" (23.3.)

  • Die französische Übersetzung besorgte Pierre Grandjouan. Sie erschien 1995 unter dem Titel „L'odeur de la haine“ in der Pocket-Reihe bei Plon in Paris.

    1. (Ø)

      Verlag: FRANCE LOISIRS / PLON


    Tom Drury "Pazifik" (135/225)

    Geoffrey McSkimming "Cairo Jim im Tal der Könige (156/188)


    Jahresbeste: Drury (2021), Jansson (2020), Lieberman (2019), Ferris (2018), Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015), Agee (2014), Kesey (2013), Nisbet & Ford (2012) :king:

    Gelesen: 52 (2021), 161 (2020), 127 (2019), 145 (2018), 119 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
    Letzter Buchkauf: Rick Bass "Winter in Montana" (23.3.)

  • Im Jahr 2010 wurde die Grandjouan-Übersetzung unter dem geänderten Titel „Green River“ bei Sonatine in Paris neu herausgebracht.

    Tom Drury "Pazifik" (135/225)

    Geoffrey McSkimming "Cairo Jim im Tal der Könige (156/188)


    Jahresbeste: Drury (2021), Jansson (2020), Lieberman (2019), Ferris (2018), Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015), Agee (2014), Kesey (2013), Nisbet & Ford (2012) :king:

    Gelesen: 52 (2021), 161 (2020), 127 (2019), 145 (2018), 119 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
    Letzter Buchkauf: Rick Bass "Winter in Montana" (23.3.)

  • Die italienische Übersetzung besorgte Katia Bagnoli. Sie erschien 2010 als „Il fine ultimo della creazione“ bei Cairo in Milano (461 Seiten).

    Tom Drury "Pazifik" (135/225)

    Geoffrey McSkimming "Cairo Jim im Tal der Könige (156/188)


    Jahresbeste: Drury (2021), Jansson (2020), Lieberman (2019), Ferris (2018), Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015), Agee (2014), Kesey (2013), Nisbet & Ford (2012) :king:

    Gelesen: 52 (2021), 161 (2020), 127 (2019), 145 (2018), 119 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
    Letzter Buchkauf: Rick Bass "Winter in Montana" (23.3.)

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