William Golding - Ein ägyptisches Tagebuch / An Egyptian Journal

Anzeige

  • Klappentext (Q: List): Sechzig Jahre lang hat William Golding eine Reise im Kopf unternommen: Seine Sehnsucht war auf Bücher über Ägypten und das Britische Museum beschränkt. Das Ägyptenbild des jungen Golding war romantisch und heidnisch-fromm zugleich. 1976 wandelte sich dieses Bild: Golding besucht zum erstenmal das Land seiner Träume, er nimmt die Strapazen einer Individualreise auf sich und ist jetzt um eine Erfahrung reicher.

    1984, nach dem Nobelpreisrummel, begibt sich Golding nochmals an den Nil, er ist Gast eines englischen Verlegers. Als passionierter Segler und ehemaliger Marineoffizier ist der Dichter von der Idee einer Flussfahrt auf einer gecharterten Motorjacht entzückt. Er hat „ein Stück Journalismus“ im Sinn; die Menschen und die Schiffe interessieren ihn mehr als die Tempel und Pyramiden; mit „streng Wissenschaftlichem“ will Golding seine Leser verschonen.
    Die Voraussetzungen scheinen ideal zu sein; doch wieder einmal stimmen Erwartung und Wirklichkeit nicht überein. Eine mit recht unliebsamen Überraschungen gespickte Fahrt – eine „liederlich-chaotische Angelehenheit“ – ist Gegenstand dieses Logbuchs. Nichts verläuft planmäßig. Goldings unverblümter Bericht über die Ereignisse an Bord und auf den Exkursionen an Land erweisen sich nicht zuletzt auch als ein Selbstporträt des Dichters. Der Romantiker und der Skeptiker sind bei Golding im Zwiespalt – zum Vorteil seines Buches und zum Vergnügen des Lesers.


    Die englische Originalausgabe „An Egyptian Journal“ erschien 1985 im Verlag Faber & Faber, London. Spätere Neuauflagen folgten.

    Die deutsche Übersetzung besorgte Renate Orth-Guttmann. Sie erschien als „Ein ägyptisches Tagebuch“ 1987 in der Reihe „Reisen um glücklich zu sein“ im Paul List Verlag, München (281 Seiten). Keine späteren Neuauflagen zu finden.

    Die französische Übersetzung erschien 1987 als „Journal égyptien“ in der „Hors Série“ bei Gallimard in Paris (288 Seiten).


    Eine literarische Auftragsarbeit über eine Schiffsreise auf dem Nil. Golding selbst thematisiert, dass währenddessen kaum etwas passiert. Das Scheitern einer Reportage. Das gecharterte Boot ist ständig kurz vor dem Schiffbruch, und auch die bunt gewürfelte Besatzung nicht immer vertrauenswürdig. Auch eine Art, sich literarisch dem monotonen Alltag am Flussufer und dem ägyptischen Alltag zu nähern. Obwohl man von ägyptischem Alltag kaum etwas mitbekommt. :roll:

    Da meine Erwartung eher ein Mosaik vielfältiger Eindrücke aus Farben, Menschen, Geschichte und Gebräuchen, fand ich die erstaunliche Statik der Handlung und das monotone Grau eher langweilig. Ich war enttäuscht, was natürlich vor allem etwas über meine Erwartung, aber auch ein wenig über das Buch aussagt. :|

    Roberta Ann McAvoy "Raphael" (83/252)

    Tove Jansson "Eine drollige Gesellschaft" (54/194)


    Jahresbeste: Drury (2021), Jansson (2020), Lieberman (2019), Ferris (2018), Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015), Agee (2014), Kesey (2013), Nisbet & Ford (2012) :king:

    Gelesen: 61 (2021), 161 (2020), 127 (2019), 145 (2018), 119 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
    Letzter Buchkauf: Grady Hendrix "Paperbacks from Hell" (24.4.)

  • Die englische Originalausgabe „An Egyptian Journal“ erschien 1985 im Verlag Faber & Faber, London. Angehängt ist eine englische Taschenbuch-Ausgabe vom September 1986.

    Roberta Ann McAvoy "Raphael" (83/252)

    Tove Jansson "Eine drollige Gesellschaft" (54/194)


    Jahresbeste: Drury (2021), Jansson (2020), Lieberman (2019), Ferris (2018), Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015), Agee (2014), Kesey (2013), Nisbet & Ford (2012) :king:

    Gelesen: 61 (2021), 161 (2020), 127 (2019), 145 (2018), 119 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
    Letzter Buchkauf: Grady Hendrix "Paperbacks from Hell" (24.4.)

  • Die französische Übersetzung erschien 1987 als „Journal égyptien“ in der „Hors Série“ bei Gallimard in Paris (288 Seiten).

    Roberta Ann McAvoy "Raphael" (83/252)

    Tove Jansson "Eine drollige Gesellschaft" (54/194)


    Jahresbeste: Drury (2021), Jansson (2020), Lieberman (2019), Ferris (2018), Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015), Agee (2014), Kesey (2013), Nisbet & Ford (2012) :king:

    Gelesen: 61 (2021), 161 (2020), 127 (2019), 145 (2018), 119 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
    Letzter Buchkauf: Grady Hendrix "Paperbacks from Hell" (24.4.)

  • 2013 gab es bei Faber & Faber auch eine englische Kindle-Ausgabe.

    Roberta Ann McAvoy "Raphael" (83/252)

    Tove Jansson "Eine drollige Gesellschaft" (54/194)


    Jahresbeste: Drury (2021), Jansson (2020), Lieberman (2019), Ferris (2018), Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015), Agee (2014), Kesey (2013), Nisbet & Ford (2012) :king:

    Gelesen: 61 (2021), 161 (2020), 127 (2019), 145 (2018), 119 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
    Letzter Buchkauf: Grady Hendrix "Paperbacks from Hell" (24.4.)

Anzeige