Guillermo Cabrera Infante - Rauchzeichen / Holy Smoke

  • Buchdetails

    Titel: Rauchzeichen


    Verlag: Suhrkamp Verlag

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 414

    ISBN: 9783518382509

    Termin: Mai 1990

  • Bewertung

    2.5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

  • Inhaltsangabe zu "Rauchzeichen"

    »Rauchzeichen heißt die Zigarettengeschichte des kubanisch-englischen Schriftstellers Cabrera Infante, ein Sach-Roman, der aus tausend Filmzitaten, Literaturstellen und Raucherfahrungen des Autors den Mythos der Zigarre erzeugt: aber einen fröhlichen Mythos voller Sarkasmus und Witz, vor allem gespickt mit Sprach- und Wortspielen, die eines James Joyce würdig sind.« »die tageszeitung« Cabrera Infante, dessen Rauchzeichen man »langsam genießen muß wie eine gute Zigarre« (»The Sunday Times«), »hat sich in seinem Londoner Exil zu einer Kulturgeschichte des gepflegten Rauchens inspirieren lassen, wie sie sich kurzweiliger kaum vorstellen läßt. Man muß schon ein Herz von kalter Asche besitzen, um seine mit Witz und Verstand gekräuselten Rauchzeichen nicht goutieren zu können.« »Frankfurter Allgemeine Magazin« Cabrera Infante hat der Zigarre eine Soziologie, Technologie, Psychologie und Apotheose geschrieben, so ausschweifend wie präzise, vor allem aber hat er ihr eine Mythologie geschaffen, die er aus Tausenden von Fragmenten, von Splitterchen aus Literatur, Sozialgeschichte, privater Obsession und kleinen Szenen alter Filme zusammensetzt.
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  • Der Autor (Quelle: Wikipedia): Guillermo Cabrera Infante wurde am 22. April 1929 in Gibara auf Kuba geboren. Er war ein kubanisch-britischer spanischsprachiger Schriftsteller und Filmkritiker. Er galt als Symbolfigur im Widerstand gegen das Regime des kubanischen Machthabers Fidel Castro. […] Der Autor wurde mit seinem Roman „Tres tristes tigres“, 1967, (dt. Drei traurige Tiger, 1987) bekannt, der den Preis Biblioteca Breve in Spanien 1964 gewann. Dieser Roman gilt als eines der Hauptwerke der lateinamerikanischen Literatur. Cabrera Infante erlag am 21. Februar 2005 in London einer Blutvergiftung.


    Klappentext (Q: Insel-Verlag): Sie rauchen noch? Lassen sich nicht beirren von den düsteren Prognosen auf der Zigarettenpackung? Schauen lieber verträumt blauen Qualmwölkchen hinterher als verbissen über grüne Wiesen zu rennen? Dann sind Sie in bester Gesellschaft: Hollywoodstars, Staatspräsidenten, Literaten und Indianer teilen diese Leidenschaft mit Ihnen.
    In seinem Kultbuch stellt Guillermo Cabrera Infante nicht die Frage, ob man raucht, sondern wie, was und wann man raucht. Hitchcock trug seine dicken Habanas ständig im Mund, Somerset Maugham hingegen plädierte für nur eine Zigarette täglich, und Fidel Castro entwendete seine Zigarren, eine nach der anderen, am liebsten fremden Hemdtaschen.
    Hinter diesen erhellenden Anekdoten taucht immer wieder das Leben der Arbeiter in den Zigarrenfabriken auf, und Kuba, das Heimatland des Autors, bleibt der geheime Fond hinter dem Rauchvorhang.
    Guillermo Cabrera Infante, der Meister der Sprach- und Wortspiele, hat der Zigarre eine Mythologie geschaffen, die er aus Literatursplittern, Sozialgeschichte, privater Obsession und Filmszenen zusammensetzt. Ein vergnüglicher Streifzug durch eine in Rauch gehüllte Welt – belebend wie ein guter Zug.


    Englischsprachige, spanische, deutsche und französische Ausgaben:

    • Die Originalausgabe dieses Buches erschien 1985 unter dem Titel „Holy Smoke“ bei Faber and Faber in London und bei Harper & Row in New York.
    • Die spanische Übersetzung des Buches besorgten Guillermo Cabrera Infante und Íñigo Garcŕa Ureta. Sie erschien als „Puro humo“ (erst?) seit dem Jahr 2000 in Madrid bei Alfaguara.
    • Die deutsche Übersetzung aus dem Englischen besorgte Joachim Kalka. Sie erschien 1987 beim Insel Verlag, Frankfurt/Main und Leipzig, und 1990 als "suhrkamp paperback" (st1750) im Suhrkamp Verlag. Im Jahr 2009 wurde sie als Hardcover mit Schutzumschlag bei Insel neu aufgelegt (414 Seiten).
    • Eine französische Übersetzung aus dem kubanischen Spanischen besorgte Albert Bensoussan. Sie erschien 2007 unter dem Originaltitel „Holy Smoke“ mit einem Nachwort von Patrick Amine bei Passage du Nord-Ouest in Albi.


    Meine Einschätzung:

    Der allseits geschätzte kubanische Schriftsteller Infante schwadroniert über Zigarren und die Kultur des Rauchens, versammelt interessante kultur- und sozialgeschichtliche Informationen und stellt diverse Film- und Literaturzitate über das Rauchen zusammen. Alles leider sehr ungeordnet, ohne Kapitel oder thematische Blöcke - und auf die Dauer ermüdend. :sleep: Cabrera Infante nähert sich dem Mythos des Rauchens (was im Grunde das Rauchen einer Zigarre meint, keine schundigen Zigaretten) über das Aufsammeln hunderter kleiner Splitter, was im Grunde ganz stimmig ist, wenn ich mich doch stark nach einer ordnenden Hand gesehnt habe. ](*,)


    Eine Kulturgeschichte des Rauchens, die Techniken des Rauchens, soziologische Aspekte, Geschichtsschreibung und Geschichten über das Rauchen versammelt. Aber immer mit einem launigen, sarkastischen Humor, dass mir die Zuordnung zu einer literarischen Gattung schwer fällt: Ist das noch soziologische Ethnografie oder doch eher ein humorvolles Coffee Table Book? Selbstbeweihräucherung liegt in der Luft. Außerdem lag mir der Wortspiel-Humor so gar nicht! :roll: Am Schluss gibt es, getrennt vom eigentlichen Textteil, eine reine, fast unverbundene, chronologische Sammlung von Belegstellen aus der Literatur, die mir im Grunde am Besten an dem Buch gefallen hat. :-,

    Roberta Ann McAvoy "Raphael" (83/252)

    Tove Jansson "Eine drollige Gesellschaft" (54/194)


    Jahresbeste: Drury (2021), Jansson (2020), Lieberman (2019), Ferris (2018), Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015), Agee (2014), Kesey (2013), Nisbet & Ford (2012) :king:

    Gelesen: 61 (2021), 161 (2020), 127 (2019), 145 (2018), 119 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
    Letzter Buchkauf: Grady Hendrix "Paperbacks from Hell" (24.4.)

  • Die Originalausgabe dieses Buches erschien 1985 unter dem Titel „Holy Smoke“ bei Faber and Faber in London und bei Harper & Row in New York. Angehängt ist ein Faber-Reprint von 1997 (329 Seiten).

    Roberta Ann McAvoy "Raphael" (83/252)

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  • Die spanische Übersetzung des Buches besorgten Guillermo Cabrera Infante höchstselbst und Íñigo Garcŕa Ureta. Sie erschien als „Puro humo“, hier in einer Taschenbuchausgabe bei DEBOLSILLO aus dem Jahr 2021.

    Roberta Ann McAvoy "Raphael" (83/252)

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  • Eine französische Übersetzung aus dem kubanischen Spanischen besorgte Albert Bensoussan. Sie erschien 2007 unter dem Originaltitel „Holy Smoke“ mit einem Nachwort von Patrick Amine bei Passage du Nord-Ouest in Albi. Covermotiv wie so oft: Groucho Marx. :D

    1. (Ø)

      Verlag: Passage du Nord-Ouest


    Roberta Ann McAvoy "Raphael" (83/252)

    Tove Jansson "Eine drollige Gesellschaft" (54/194)


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  • Und die alte Taschenbuchausgabe der Kalka-Übersetzung (st1750) aus dem Suhrkamp-Verlag, 3. Auflage, 1990 (414 Seiten).

    Roberta Ann McAvoy "Raphael" (83/252)

    Tove Jansson "Eine drollige Gesellschaft" (54/194)


    Jahresbeste: Drury (2021), Jansson (2020), Lieberman (2019), Ferris (2018), Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015), Agee (2014), Kesey (2013), Nisbet & Ford (2012) :king:

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