Anna Reitner - Die Roseninsel

  • Kurzmeinung

    Bookdragon
    Ein schöner und romantischer Roman

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  • "Die Roseninsel" ist das erste Buch, das ich von Anna Reitner gelesen habe. Sie erzählt von einer jungen Frau auf einer kleinen Insel im Starnberger See, einem geheimnisvollen Postschiffkapitän, einem wilden Rosengarten und einem Jahrhunderte alten Geheimnis.


    Die junge Berlinerin Liv kehrt ihrem bisherigen Leben den Rücken. Zu schwer wiegt die Last der Erinnerungen auf ihren Schultern. Kurzerhand tritt sie eine Stelle am Starnberger See an: Sie wird Verwalterin der winzigen Roseninsel, auf der es nur eine leerstehende königliche Villa und einen Rosengarten gibt. Livs einzige Verbindung zur Außenwelt ist Johannes, der ihr mit seinem Ruderboot Lebensmittel bringt und der mehr und mehr von der verschlossenen Liv fasziniert ist. Eines Tages entdeckt Liv unter den Dielen der alten Villa ein Tagebuch. Es führt sie über hundert Jahre in die Vergangenheit zurück, in das Leben einer anderen jungen Frau, verwandt mit den Königen von Bayern. Seite um Seite entdeckt Liv deren Geschichte – und kommt dabei dem Geheimnis der Roseninsel auf die Spur...

    Das ausgefallene Cover dieses Romans hat mich magisch angezogen. Man schaut mitten auf eine idyllisch gelegene Insel, nicht weit vom Festland entfernt. Der Himmel ist wolkenverhangen, am Bildrand sieht man blühende Rosen. Von diesem Cover geht eine merkwürdige Stimmung aus, es wirkt aufwühlend, düster, geheimnisvoll, romantisch und traurig zugleich. Wenn man so will, spiegelt es alle Gefühle wieder, die ich bei der Lektüre dieses Buches empfunden habe.

    Der Roman "Die Roseninsel" spielt auf der gleichnamigen Insel im Starnberger See, welche rund 170 Meter vom Westufer des Sees entfernt in der Feldafinger Bucht, auf Höhe des so genannten Glockenstegs, liegt. Das Geschehen spielt auf zwei zeitlichen Ebenen und wird aus zwei verschiedenen Perspektiven vermittelt, nämlich in der Gegenwart aus der Sicht von Liv, einer traumatisierten jungen Ärztin aus Berlin, in der Gegenwart und in der Vergangenheit aus der Sicht von Magdalene, einer unehelich geborenen jungen Frau, die mit den regierenden Königen von Bayern verwandt ist.

    Anna Reiter erzählt eine dramatische, mitreißende Geschichte von zwei starken Frauen, deren Leben durch den zufälligen Fund eines Tagebuches auf eine geheimnisvolle Weise miteinander verbunden wird. En passant, vermittelt sie wichtige Informationen über die wechselvolle (Krankheits-) Geschichte des Hauses Wittelsbach, die in der Öffentlichkeit selten thematisiert wird. Ein schweres Erbe für Ludwig II., Otto, Sisi und andere mehr oder weniger prominente Mitglieder der bayerischen Dynastie.

    Liv und Magdalene sind zwei liebenswerte, sympathische Protagonistinnen, die man in sein Herz schließen kann. Die Roseninsel wird zum entscheidenden Wendepunkt ihres Lebens. Hierbei empfindet Magdalene die idyllisch gelegene Insel als ein Gefängnis, in dem sie von der Außenwelt gewaltsam abgeschirmt wird, während Liv die Roseninsel als einen Zufluchtsort begreift, auf dem sie zur Ruhe kommen und ihr inneres Gleichgewicht wiederfinden kann.

    Ich habe es sehr genossen, mich auf die abgelegene Roseninsel träumen zu dürfen. Gern möchte ich in meinem nächsten Urlaub zum Starnberger See fahren, mich zur Roseninsel übersetzen lassen und auf den Spuren dieser (fiktiven) Protagonisten wandeln. Kommt ihr mit?

  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Anna Reitner: Die Roseninsel“ zu „Anna Reitner - Die Roseninsel“ geändert.
  • Gefangen auf der Roseninsel

    Die Ärztin Liv nimmt sich eine vierwöchige Auszeit von ihrem Job als Ärztin an der Berliner Charité, denn nicht nur die Strapazen ihrer Arbeit haben ihr zugesetzt und sie ausgebrannt und kraftlos gemacht. Der eher zufällige Blick auf die Stellenanzeigen weckt ihre Aufmerksamkeit, denn es wird 4 Wochen eine Verwalterin für die Roseninsel am Starnberger See gesucht. Ihre spontane Bewerbung hat Erfolg, so dass sie sich schnellstmöglich auf die Reise nach Bayern macht. Nur mit einem Ruderboot ist die malerische Insel zu erreichen und die dortige königliche Villa mit ihrem Rosengarten somit isoliert von der Außenwelt. LIv ist dort also allein mit sich und ihren Gedanken, ganz so, wie sie es sich gewünscht hat. Kaum hat sie die Villa betreten, ruiniert Liv eine alte Büste, die in tausend Teile zersplittert. Bei der Beseitigung des Malheurs findet sie neben einer getrockneten Rose auch das alte Tagebuch der einstigen Besitzerin Magdalena, da vor langer Zeit die Insel bewohnt hat…


    Anna Reitner hat mit „Die Roseninsel“ einen wunderschönen unterhaltsamen Roman vorgelegt, der den Leser vor malerischer bayerischer Kulisse zwischen Gegenwart und Vergangenheit wandeln lässt. Der flüssige, farbenprächtige und gefühlvolle Erzählstil fesselt den Leser von Beginn an und erlaubt ihm, gemeinsam mit Liv eine abenteuerliche Reise anzutreten, in deren Verlauf so einige Geheimnisse ans Licht kommen werden. Über wechselnde Perspektiven erlebt der Leser zum einen die Gegenwart gemeinsam mit LIv, die selbst so einiges zu verdauen hat, zum anderen öffnet die Autorin dem Leser die Tür zur Vergangenheit, wo er im Jahr 1889 die uneheliche geborene, aber von königlichem Blut abstammende Magdalena und ihr Leben auf der Roseninsel kennenlernt. Beide parallel laufenden Geschichten werden sehr fesselnd geschildert und mit abwechslungsreichen Wendungen spannend gehalten. Beiden Zeitebenen gelingt es auf ihre ganz eigene Art, den Leser in den Bann zu ziehen und das Buch nicht aus der Hand legen zu können. Gerade das Schicksal von Magdalena geht nah, denn sie wird auf der Roseninsel regelrecht wie in einem Gefängnis gehalten. Obwohl sie mit allem versorgt wird, ist ihr eine Flucht von der Insel unmöglich. Als unehelicher Abkömmling des bayerischen Königs Otto, dem Geisteskrankheit beschieden wurde, muss Magdalena auf Befehl ihres Stiefbruders ein einsames Dasein fristen. Die damaligen gesellschaftlichen Gepflogenheiten hat die Autorin sehr gut in ihre Handlung miteinfließen lassen. Die Geschichte überzeugt auch durch die farbenfrohen Landschaftsbeschreibungen, die dem Leser während der Lektüre im Kopf schöne Bilder hervorzaubern und den Wunsch aufkommen lassen, diese kleine Insel sowie den Rosengarten selbst einmal in Augenschein zu nehmen.


    Die Charaktere sind liebevoll und lebendig in Szene gesetzt worden. Mit ihren menschlichen Ecken und Kanten schleichen sie sich schnell ins Leserherz, der regen Anteil an ihrem Schicksal nimmt und mit ihnen hofft, bangt und fiebert. Liv wirkt zu Beginn fahrig, überarbeitet, unterkühlt und nervlich völlig neben der Spur. Doch je mehr Abstand sie gewinnt, umso mehr öffnet sie sich, wirkt warmherziger und offener. Johannes ist ein ehrlicher und empathischer Mann, der ebenso hilfsbereit wie hartnäckig sein kann. Magdalena kann sich der ihr auferlegten Verbannung nicht erwehren. Sie wirkt zurückhaltend und eingeschüchtert, doch im Verlauf wird sie mutiger und wagt es, mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg zu halten.


    „Die Roseninsel“ ist ein wunderbarer Mix aus Gegenwart und Historie, Schicksalsschlägen, Geheimnissen, Liebe und Neuanfang vor einer zauberhaften Kulisse. Spannende Unterhaltung bis zum finalen Schluss ist hier garantiert, deshalb ist hier die absolute Leseempfehlung mehr als verdient!


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    Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)


    "Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
    Albert Einstein


    "Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
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    gelesene Bücher 2020: 432 / 169960 Seiten

  • Ein wunderschönes Buch zum Träumen


    Das Cover des Buches hat etwas Verträumtes und Geheimnisvolles in meinen Augen und genau dies findet sich auch in der Geschichte wieder. Zusammen mit der Berlinerin Liv reist man nach Bayern auf die Roseninsel, auf der sie für den Inselverwalter einspringt. Hier möchte sie Ruhe finden und findet aber so viel mehr. Das Buch stellt eine wunderschöne Reise in der Gegenwart aber auch in die Vergangenheit dar. Beim Lesen hatte ich das Gefühl zusammen mit Liv und Magdalena über die Insel zu spazieren. Anna Reitner hat einen wirklich wunderbaren Schreibstil, durch den man ab der ersten Seite in die Geschichte eintauchen und sich wegträumen kann. Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen und war zum Ende hin etwas wehmütig, dass die Geschichte bereits zu Ende war. Etwas gestolpert, bin ich darüber, dass erwähnt wurde, wie jemand Hakuna Matata aus "Das Dschungelbuch" pfiff - dies ist natürlich aus "Der König der Löwen". Aber diesen kleinen Fehler verzeiht man sofort bei diesem wunderbaren Werk. Ich werde Rosen nun mit ganz anderen Augen sehen und hoffe, dass ich die der Roseninsel eines Tages in Wirklichkeit betrachten kann.

  • Liv tritt die Stelle als Verwalterin auf der Roseninsel am Starnberger See an . Befristet als Krankheitsvertretung auf vier Wochen . Die Insel ist einsam gelegen und das kommt Liv sehr gelegen . Nur der Sohn des ansässigen Wirtshauses , Johannes , kommt mit Post und Lebensmittel vorbei . Dann findet Liv in der alten Villa auf die sie unter anderem auch aufpassen soll durch Zufall ein Tagebuch von 1889 . Darin entdeckt Liv langsam das Geheimnis um die Roseninsel und sie lernt dadurch Magdalena kennen die in dieser Zeit hier gewohnt und das Tagebuch geschrieben hatte .


    Die Protagonisten sind sehr sympathisch und gewinnend . Der Spannungsbogen ist genau so wie er sein sollte , er steigert sich allmählich und es wird immer interessanter . Der Schreib - und Erzählstil ist bildhaft , leicht und sehr gut zu lesen .


    Fazit : Der Roman spielt sich am Starnberger See ab . Die Autorin beschreibt sehr bildhaft die Insel und die Natur . Immer wieder gibt es Rückblenden um das Jahr 1890 herum . Dabei sind die Kapitel nicht allzu lang . Es ist eine wunderbare Geschichte die historisch angehaucht ist . Es sind praktisch zwei Geschichten in einem Buch . Sie fesselte mich von Kapitel zu Kapitel mehr auch weil ich unbedingt herausfinden wollte wie sie ausgehen . Aufregend und romantisch präsentiert sich die Story vor der atemberaubenden Kulisse des Sees . Ich konnte mich bis zum Schluss nicht durchringen ob mir die Geschichte aus dem Tagebuch oder die Geschichte aus unserer heutigen Zeit mehr gefällt . Der Schluss endete anders als ich es erwartet habe . Es war für mich eine positive Überraschung . Besonders das Nachwort der Autorin war für mich interessant zu lesen . Wer sich für historische Romane interessiert und zudem noch eine tolle Liebesgeschichte miterleben will , dem kann ich dieses kurzweilige Buch auf jeden Fall empfehlen .

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  • Die junge Ärztin Liv Dahl will nur noch weg aus Berlin. Sie nimmt vier Wochen Urlaub. Da kommt ihr gerade recht, dass eine Vertretung gesucht wird, die auf eine kleine Insel im Starnberger See aufpasst, weil der Inselverwalter im Krankenhaus liegt. Johannes bringt sie mit einem Ruderboot zur Roseninsel. Dort ist sie alleine und nur über Johannes hat sie Kontakt zur Außenwelt. In der Villa auf der Insel erwarten sie noch einige schriftliche Anweisungen, was sie tun soll. Liv gefällt diese Abgeschiedenheit. Auf der Insel kann sie wieder zu sich finden. Sie findet aber auch ein altes Tagebuch, das sie in die Vergangenheit eintauchen lässt. Vor mehr als hundert Jahren lebte Magdalena versteckt auf dieser Insel.


    Der Schreibstil liest sich sehr angenehm und die Örtlichkeiten sind sehr bildhaft dargestellt, so dass ich mir alles gut vorstellen konnte. Abwechselnd erfahren wir, was in der Vergangenheit und was in der Gegenwart geschieht.


    Auch die Charaktere sind gut und lebendig dargestellt. Liv hatte sich gleich in den Oberarzt Christoph Schwarz verliebt, als sie an der Charité als Assistenzärztin angefangen hatte. Aber seitens Christoph war es war eine oberflächliche Beziehung, er wollte Spaß und Karriere machen. Doch dann passiert etwas, dass Liv traumatisiert und zur Flucht treibt. Johannes, der Sohn des Seewirtes, soll Liv mit Lebensmitteln versorgen, aber er ist von dieser zugeknöpften Frau fasziniert. Mit der Zeit gewinnt er das vertrauen von Liv.


    Magdalena, die mit dem bayrischen Königshaus verwandt war, hat auch auf der Insel gelebt. Allerdings hat man sie dort versteckt und sie fühlte sich gefangen.


    Mir haben beide Zeitstränge gut gefallen, aber der historische Teil war noch spannender.


    Ich habe mich gerne auf die Roseninsel entführen lassen und kann diesen Roman nur empfehlen.

  • Die Roseninsel - Anna Reitner



    Liv ist Ärztin und arbeitet an der Berliner Charité. Sie fühlt sich ausgebrannt und als sie eine Annonce entdeckt, in der für vier Wochen eine Vertretung für den Verwalter der Roseninsel am Starnberger See gesucht wird, bewirbt sie sich spontan um die Stelle. Zu ihrer großen Erleichterung erhält sie die Zusage und kann sofort anfangen. Liv ist sofort begeistert vom besonderen Flair der kleinen Insel, die nur mit einem Boot zu erreichen ist. Sie genießt ihre frei gewählte Einsamkeit, die nur gelegentlich von Johannes, der sie mit den nötigsten Vorräten versorgt, unterbrochen wird. Fasziniert erkundet Liv den Rosengarten und die kleine Villa, die sich auf der Insel befindet. Doch leider passiert ihr ein Missgeschick, bei dem der Boden der Villa beschädigt wird. Unter den Dielen findet Liv eine getrocknete Rose und die Aufzeichnungen von Magdalena, die vor über hundert Jahren auf der Insel lebte...


    Die Handlung trägt sich auf unterschiedlichen Zeitebenen zu. In der Gegenwart beobachtet man Liv auf der Roseninsel. Sie hat anscheinend unbewältigte Probleme im Gepäck. Durch die Arbeit auf der Insel und die gelegentlichen Treffen mit Johannes, wirkt sie zunehmend erholter. Außerdem scheint Magdalenas geheimnisvolles Schicksal Liv zu faszinieren. Durch Magdalenas Aufzeichnungen erhält man einen Einblick in die Vergangenheit der Insel und das Schicksal dieser jungen Frau, die auf der Insel vor den Augen der Öffentlichkeit verborgen wurde. Beide Handlungsstränge sind interessant und äußerst fesselnd erzählt. Es gelingt der Autorin hervorragend, die zauberhafte Insel so zu beschreiben, dass man sie mühelos vor Augen hat und dabei schon fast meint, den Duft der Rosen wahrzunehmen. Dadurch fällt es leicht, in beide Handlungsstränge einzutauchen.


    Der Schreibstil ist flüssig und äußerst angenehm lesbar. Nicht nur die Hintergrundkulisse, sondern auch die unterschiedlichen Charaktere, in beiden Handlungssträngen, überzeugen durch ihre Lebendigkeit. Anna Reitner schafft es dabei mühelos, das damalige Zeitgeschehen und die herrschenden Gepflogenheiten, so in die Geschichte einzuflechten, dass man sich auf die Handlung einlassen und Magdalenas Machtlosigkeit nachempfinden kann. Schnell wird klar, dass man einem Geheimnis auf der Spur ist. Unvorhergesehene Wendungen sorgen dafür, dass die Handlung spannend bleibt und zum Ende hin mit einer Überraschung aufwarten kann.


    Gegenwart und Vergangenheit werden äußerst gekonnt zu einer wunderbaren Geschichte verknüpft.


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  • Zwei wunderschöne Geschichten in einem Buch


    Liv, eine junge Ärztin aus Berlin nimmt sich eine persönliche Auszeit und wird eine Krankheitsvertretung und somit Verwalterin der Roseninsel am Starnberger See. Neben ihren Aufgaben, die sie gewissenhaft erledigt, hat sie auf der abgeschiedenen Insel nur Kontakt zu ihrem Lebensmittellieferanten Johannes.

    Durch einen unglücklichen Zufall entdeckt Liv unter den Dielen der alten Museumsvilla ein Tagebuch. Dieses Tagebuch erweist sich als eine willkommene Ablenkung und lässt sie in ein Leben vor über hundert Jahren einer jungen Dame blicken. Diese junge Dame entpuppt sich schnell als eine fast vergessene Frau, verwandt mit den Königen von Bayern, die auf der Roseninsel ins Exil geschickt wurde. Durch das Tagebuch lernt Liv etwas über die Vergangenheit einer interessanten Frau namens Magdalena und der verborgenen Geheimnisse der Roseninsel…


    Dieser Roman ist wunderbar, um in die Erlebnisse von Liv und Magdalena abzutauchen. Wenn man sich auch für historische Romane interessiert, kann man sich auf jeden Fall über die Story in der Story freuen. Natürlich ist auch einiges an Kitsch dabei, aber das kann man bei diesem Roman gut und gerne erwarten. Sei es wegen dem Buchcover oder wegen des Klappentextes. Die Autorin konnte die bayrische Kulisse und die bayrischen Landsleute perfekt bildlich darstellen und ihr Schreibstil war sehr angenehm. Der Roman wurde an keiner Stelle langweilig, da beide Geschichten der Frauen sehr interessant sind und man erst nach und nach mehr erfährt. Ab der Mitte des Buches nimmt die Story nochmal ordentlich Fahrt auf, so dass man (leider) recht schnell durch ist mit dem Buch – man kann es einfach nicht aus der Hand legen.


    Ich kann dieses Buch jedem empfehlen der ein wenig auf Kitsch steht, Bayern mag, historische Geschichten, geheimnisvolle Orte und sich einfach mal wegträumen möchte. Denn auch dieser Roman beweist einmal mehr, dass es wunderbare, tolle Orte auch in Deutschland zu entdecken gibt!


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  • Inhalt:


    Die junge Berlinerin Liv kehrt ihrem bisherigen Leben den Rücken. Zu schwer wiegt die Last der Erinnerungen auf ihren Schultern. Kurzerhand tritt sie eine Stelle am Starnberger See an: Sie wird Verwalterin der winzigen Roseninsel, auf der es nur eine leerstehende königliche Villa und einen Rosengarten gibt. Livs einzige Verbindung zur Außenwelt ist Johannes, der ihr mit seinem Ruderboot Lebensmittel bringt und der mehr und mehr von der verschlossenen Liv fasziniert ist.

    Eines Tages entdeckt Liv unter den Dielen der alten Villa ein Tagebuch. Es führt sie über hundert Jahre in die Vergangenheit zurück, in das Leben einer anderen jungen Frau, verwandt mit den Königen von Bayern. Seite um Seite entdeckt Liv deren Geschichte – und kommt dabei dem Geheimnis der Roseninsel auf die Spur...


    Meinung:


    Liv, angagierte Ärztin der Berliner Charité, bis eines Tages etwas passiert, nachdem sie sich und ihr bisheriges Leben komplett in Frage.

    Die Stellenausschreibung für die Krankheitsvertretung des Verwalters der Roseninsel im Starnberger See kommt da wie gerufen, denn ansonsten gibt es keine weiteren Bewohner auf der geheimnisvollen Insel.

    Ihre einzige Verbindung zur Außenwelt ist ein Ruderboot und Johannes, der Sohn des Wirts, der ihr regelmäßig die bestellten Lebensmittel bringt. Bei einem Missgeschick findet sie eine getrocknete Rose und ein altes Tagebuch, dass Sie zu Magdalena in das Jahr 1889 führt.


    Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt was den Reiz des Buches ausmacht.


    Fazit:


    Ein lesenswertes Buch mit viel Liebe was aber nicht kitschig wirkt und was ich sehr gerne weiter empfehle.

  • Die Roseninsel war eine wirklich niedliche, berührende und ruhige Geschichte. Sie lies sich genüsslich im Grünen und an ersten warmen Frühlingstagen verspeisen und erinnerte mich an ein sanft über einen See gleitendes Boot, dass Stück für Stück näher an sein Ziel rauscht. So erfahren wir stetig immer ein klein wenig mehr aus dem Leben der beiden Frauen, verbunden durch ein geheimes Tagebuch - von einer geschrieben, von einer gelesen. Ich muss schon sagen, dass es mich sehr überrascht hat, dass die junge Dame das Buch nicht gleich nach dem Fund wieder abgegeben hat, aber hey, wo wäre da der Spaß geblieben. Besonders freue ich mich über das letzte Viertel. Da wird nochmal richtig losgelegt, offene Fäden finden ein Ende, letzte Fragen werden geklärt. Auch die zart beseiteten, romantischen unter uns werden hier ihre Freude dran haben. Dieses Buch eignet sich besten um selber einfach mal die Seele baumeln zu lassen.

  • Der Roman "Die Roseninsel" ist das erste Buch, das ich von der Autorin Anna Reitner lesen durfte, so dass ich mich ganz unvorbelaset auf die Geschichte und die Charaktere einlassen konnte.

    Generell sind Geschichten über Bayern nicht so mein Fall, diese konnte mich aber auf jeden Fall erreichen. Es gelang mir vom ersten Moment an mich in die junge Ärztin Liv hineinversetzen, die Berlin verließ um auf der Roseninsel im Starnberger See Ruhe, Stille und Heilung zu finden. Auch ging mir das Leben der jungen Magdalena sofort nahe, die aufgrund politischer Ränkespiele ca. 130 Jahre vorher auf der Roseninsel quasi eingesperrt wurde.

    Als Leser_innen erfahren wir abwechselnd Ereignisse aus den Leben dieser beiden Frauen und nach und nach entsteht ein Gesamtbild, in dem sich alles zusammenfügt.

    Die Sprache der Autorin lädt geradezu dazu ein, tief in die Geschiche einzutauchen, die Zeit aus dem Blick zu verlieren, und erst wieder zu erwachen, wenn die letzte Zeile verklungen ist. Die Mischung aus Spannung und Gefühl kann auf jeden Fall überzeugen.

  • Bereits der erste Blick auf das Cover ließ mich genauer hinschauen. Das ist ein Buch genau nach meinem Beuteschema. Wunderschön romantisch und geheimnisvoll und die Kurzbeschreibung passte ebenfalls. Zwei Zeitebenen im Heute und Früher.

    Liv will Berlin hinter sich lassen und nimmt eine Krankheitsvertretung auf der Roseninsel im Starnberger See an. Dort ist sie ganz alleine und kann ihre Ängste und Zweifel hinter sich lassen. Doch dann findet sie ein Tagebuch und taucht ein in das Leben der Magdalena, die lange vor ihrer Zeit auf der Insel gelebt hat.

    Die beiden Protagonistinnen sind sehr lebhaft und sympathisch beschrieben. Vor allem mit Magdalena habe ich mitgefiebert. Was war das für eine schlimme Zeit für Frauen und junge Mädchen! Auch die Umgebung und Szenerie wird von der Autorin sehr genau und bildlich dargestellt. Ich konnte die wunderbare Roseninsel direkt vor mir sehen.

    In beiden Zeiten hat Anna Reitner die Spannung kontinuierlich aufgebaut, wobei ich vor allem bei Magdalenas Abschnitten das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Was das Cover mir versprach, hat der Roman voll erfüllt. Das waren sehr schöne Lesestunden und ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.


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    2021 gelesen: 49 Bücher / 20883517 Seiten


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  • Wunderschön


    Liv will ihr Leben ändern und fängt eine neuen Job am Starnberger See an. Sie kümmert sich um die Roseninsel. Dort gibt es nur eine leerstehende königliche Villa und einen Rosengarten. Liv ist von der Außenwelt sehr abgeschottet. Die will endlich wieder zur Ruhe kommen. In der alten Villa entdeckt Liv ein Tagebuch. Magdalena hat es geschrieben, als sie vor hundert Jahren auf der Insel lebte.


    Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, einmal in der Gegenwart und zum anderen im Jahre 1889. Der Ort Starnberger See ist immer der gleiche. Dadurch kommt eine tolle Athmosphäre auf, weil ich mir immer die Frage gestellt habe, was damals wohl passiert ist. Der Schreibstil ist locker und leicht. Liv fand ich sehr sympathisch und authentisch. Auch hat mir Magdalena in der anderen Zeitebene sehr gefallen. Ich fand sie sehr sympathisch. Besonders gefallen hat mir, dass ich einiges über die Roseninsel erfahren habe. Im ganzen fand ich die Kombination der Autorin ausgezeichnet, diese zwei Zeitebenen zu verbinden. Es ist ein wunderschöner Wohlfühlroman. Das Cover ist sehr schön mit den Rosen gestaltet, dass man da am liebsten gleich hinfahren möchte.


    Sehr zu empfehlen für Leser, die einen leichten Wohlfühlroman lesen möchten und mehr über die Roseninsel im Starnberger See erfahren möchten.


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  • Eine Insel im Starnberger See, etwas geheimnisvoll, wunderschön und einen Besuch wert. Hier nimmt Liv eine Auszeit von ihrem Beruf als Ärztin in der Notaufnahme der Charité. Sie soll dort den Gärtner vertreten, ist ganz allein mit ihren Gedanken und den Rosen, ab und zu wird ihr Lebensmittel und Post gebracht. Dort erfährt sie die Geschichte von Magdalena. für die die Insel ein Gefängnis war bis ein Wunder geschah.

    Das Buch ist in zwei Zeitebenen erzählt, abwechselnd erfahren wir das Schicksal der beiden Frauen.

    Die Ruhe auf der Insel ob im positiven wie negativen Sinn überträgt sich beim Lesen. Als Leserin habe ich die Stille und den Duft der Rosen zusammen mit Liv genossen. Die Arbeit in den Gärten entspannt und hilft die Gedanken zu sortieren das beste Mittel für Liv um mit der Vergangenheit fertig zu werden. Magdalena war vor über hundert Jahren auf der Insel, zusammen mit einer Gesellschafterin und zwei Dienstboten ist sie dort vor der Außenwelt versteckt worden. Auch hier kann ich als Leserin die Einsamkeit und Langeweile nach vollziehen.

    Die Autorin vermittelt diese Atmosphären sehr subtil, denn die Gründe für das Leben auf der Insel sind sehr unterschiedlich. Als Leser erfährt man sie nach und nach, bei Liv sind sie verständlich und logisch. Bei Magdalena sind die Gründe zwar nachvollziehbar aber grausam.

    Ein lesenswertes Buch, spannend mit Liebe ohne das übliche Gedöns. Gerne öfter mal ein Buch dieser Autorin.

  • Entspannend und unterhaltsam


    Liv, eine junge Ärztin aus Berlin, flieht nach Bayern vor dem Alltagsstress und einer kürzlich erlebten traumatischen Begebenheit. Sie findet im Internet eine Anzeige, dass für ein paar Wochen eine Vertretung für den Verwalter einer kleinen Insel im Starnberger See gesucht wird. Dort ist man froh, dass sich überhaupt jemand dazu bereit erklärt, und so ist die Sache abgemacht und die Roseninsel soll für die nächsten Wochen ihr Ruheort werden.


    Dort findet sie das Tagebuch einer jungen Frau: Magdalena. Die wurde vor über einhundert Jahren auf der Insel gefangen gehalten. Zwar war das ein „goldener Käfig“ samt umsichtigem Dienstmädchen und gutmütigem alten Gärtner, aber mit krähenhafter Gesellschafterin, die fast jeden von Magdalenas Schritten überwacht.


    Die beiden Geschichten, die von Liv in der Gegenwart und die von Magdalena in der Vergangenheit, werden in zwei sich abwechselnden Handlungssträngen erzählt. Ich mag sowohl historische Romane als auch Geschichten aus der Gegenwart und habe das mit diesem Buch gleich im Doppelpack bekommen.


    Es ist alles sehr bildhaft und nachvollziehbar erzählt, in einer klaren und sehr verständlichen Sprache. Der Autorin ist es gelungen, mich in die Szenerie hereinzuziehen. Ich habe alles aus der Perspektive sowohl von Liv als auch von Magdalena miterleben können.


    Mit dem Ruheort ist es für Liv recht schnell vorbei und sie muss einsehen, dass sie nicht vor sich selbst fliehen kann. Sowohl die Geschichte von Liv als auch die von Magdalena finden zu einem zufrieden stellenden Ende, so dass für den Leser keine Fragen oder Ungereimtheiten bleiben. Obwohl einiges davon vielleicht vorhersehbar war, gab es doch einige überraschende Facetten.


    Von diesem Buch hatte ich mir eine entspannende, aber dennoch unterhaltsame Lektüre erhofft und genau diese habe ich bekommen. Als Zusatz beschreibt die Autorin noch ein paar historische Hintergründe und deckt auf, was ihrer Fantasie entsprungen ist und welche Aspekte auf Tatsachen beruhen. Das hat mein Lesevergnügen noch abgerundet.


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