Florian Knöppler - Kronsnest

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  • Inhalt (Quelle: Klappentext)

    „Ein holsteinisches Dorf in den 20er Jahren:

    Das Dorf und der kleine elterliche Hof in der Elbmarsch sind seine ganze Welt: Der empfindsame Hannes leidet unter seinem gewalttätigen, unberechenbaren Vater und den Schikanen in der Schule. Zuflucht findet er allein in der Natur und in seinen Büchern. Doch Hannes beginnt, sich zu wehren, und unversehens gerät er dabei in die politischen Spannungen der Dorfgemeinschaft. Dabei will er doch eigentlich nur eines - die geheimnisvolle Mara für sich gewinnen, die so ganz anders ist als all die Mädchen im Dorf. Ein anderes Leben, denkt Hannes, ein anderes Leben muss doch möglich sein."


    Mir gefällt:

    Die eher düstere Atmosphäre von Hannes' Lebenswelt wird sehr fesselnd dargestellt. Hannes ist ein sympathischer Protagonist und starker Charakter, der eine deutlich erkennbare Entwicklung durchmacht. Er erlebt viel Schlimmes, aber auch Schönes. Sprachlich gefällt mir der Andeutungsstil: Nicht alles wird detailliert erzählt.


    Mir gefällt weniger/nicht:

    Das Cover spricht mich nicht an. In Bezug auf Hannes' Gefühle zu Mara endet das Buch anders, als ich es erwartet und mir gewünscht habe.


    Fazit:

    Empfehlen kann ich den Roman Lesern, die sich für das schwierige Leben eines Jugendlichen / jungen Erwachsenen auf einem kleinen Hof in den 20er Jahren interessiert.

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • "Kronsnest" - Florian Knöppler


    Florian Knöppler, geboren 1966, studierte Romanistik, Germanistik und Philosophie in Bonn und Bologna. Nach der anschließenden Ausbildung zum Redakteur arbeitete er für verschiedene Radio- und Fernsehsender und schrieb Zeitungsreportagen, häufig über Menschen mit besonderen Lebenswegen vor zeitgeschichtlichem Hintergrund. Mittlerweile lebt er mit seiner Familie auf einem Hof in Schleswig-Holstein. Dort in der Nähe spielt auch "Kronsnest", sein erster Roman.

    (Info aus dem Buch)


    Klappentext

    Das Dorf und der kleine elterliche Hof in der Elbmarsch sind seine ganze Welt: Der empfindsame Hannes leidet unter seinem gewalttätigen, unberechenbaren Vater und den Schikanen in der Schule. Zuflucht findet er allein in der Natur und in seinen Büchern. Doch Hannes beginnt, sich zu wehren, und unversehens gerät er dabei in die politischen Spannungen der Dorfgemeinschaft. Dabei will er doch eigentlich nur eines - die geheimnisvolle Mara für sich gewinnen, die so ganz anders ist als all die Mädchen im Dorf. Ein anderes Leben, denkt Hannes, ein anderes Leben muss doch möglich sein.


    Meinung

    Hannes, der kann es. Sagt man ja so. Hannes Thormählen kann es wirklich. Als Junge leidet er unter den Schikanen seines Vaters. Die Mutter schweigt. Eine Stille herrscht im Haus, die kaum zu ertragen ist. Hannes beginnt zu rebellieren. Mit Worten, mit Ignorieren. Manchmal fragte ich mich, wann wehrt Hannes sich und wie? Mit Gewalt, wie sein Vater oder geht er einfach? Wann ist die Hemmschwelle überschritten? Warum macht die Mutter nichts? Ich konnte es nicht verstehen. Nur in der Natur und bei den Tieren hatte Hannes Ruhe. Er bewirtschaftete den elterlichen Hof. Lehrer Govinski wurde zum Vertrauten. Er lernte Mara kennen. Doch kam alles anders.....


    Hannes tat mir von Anfang an leid und es zog sich bis zum Schluß des Romans durch. Seine inneren und äußeren Kämpfe fand ich schon sehr interessant. Der Lehrer Govinski hat mir besonders gut gefallen. Von dem hätte ich gerne noch mehr erfahren. Die Figuren im Roman tragen fast alle psychischen Ballast mit sich. Was manchmal sehr anstrengend war. Die Geschichte von Hannes Thormählen ist verflochten mit einigen geschichtlichen Ereignissen. Da hätte ich mir ein paar Anmerkungen im Buch gewünscht. Auch für die Segelbegriffe, manche Gartengeräte und norddeutsche Begriffe.


    Laut Autor soll es eine Fortsetzung von Hannes Thormählen geben.


    Meine Bewertung: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Meine Meinung


    Dieses Buch beschreibt die Entwicklung eines Jugendlichen zu einen verantwortungsvollen jungen Mann Ende der 20er Jahre.

    Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und ihre Handlungen passend, wenn auch nicht immer sympathisch (für mein Empfinden).

    Mit hat der Schreibstil sehr gut gefallen, da die Atmosphäre immer spürbar war und die politischen Hintergründe sehr gut eingebaut wurden.

    Eine absolute Lese-Empfehlung für die Fans der leisen Tönen in einer schönen Geschichte über die Entwicklung eines jungen Mannes, der sich durchsetzt, auch wenn nicht alles glatt läuft, gepaart mit einem gut recherchierten geschichtlichen Hintergrund.

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:


    Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.
    Heinrich Heine

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