Stephen King - Später / Later

  • Buchdetails

    Titel: Später


    Verlag: Heyne

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 304

    ISBN: 9783453273351

    Termin: Neuerscheinung März 2021

  • Bewertung

    4 von 5 Sternen bei 31 Bewertungen

    79,4% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Später"

    Jamie Conklin wächst in Manhattan auf und wirkt wie ein normaler neunjähriger Junge. Seinen Vater hat er nie kennengelernt, aber er steht seiner Mutter Tia, einer Literaturagentin, sehr nahe. Die beiden haben ein Geheimnis: Jamie kann von klein auf die Geister kürzlich Verstorbener sehen und sogar mit ihnen reden. Und sie müssen alle seine Fragen wahrheitsgemäß beantworten. Tia hat sich gerade aus großer finanzieller Not gekämpft, da stirbt ihr lukrativster Autor. Der langersehnte Abschlussband seiner großen Bestsellersaga bleibt leider unvollendet – wäre da nicht Jamies Gabe … Die beiden treten eine Reihe von unabsehbaren Ereignissen los, und schließlich geht es um, nun ja, Leben und Tod.
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    Kapo
    Eine flüssig zu lesende Geistergeschichte.
  • Kurzmeinung

    pinucchia
    Bin besseres Gewohnt. ;( Habe ein Horror erwartet war aber eher ein Thriller/Myterie. Schade ;(

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    Jamie Conklin wächst in Manhattan auf und wirkt wie ein normaler neunjähriger Junge. Seinen Vater hat er nie kennengelernt, aber er steht seiner Mutter Tia, einer Literaturagentin, sehr nahe. Die beiden haben ein Geheimnis: Jamie kann von klein auf die Geister kürzlich Verstorbener sehen und sogar mit ihnen reden. Und sie müssen alle seine Fragen wahrheitsgemäß beantworten. Tia hat sich gerade aus großer finanzieller Not gekämpft, da stirbt ihr lukrativster Autor. Der langersehnte Abschlussband seiner großen Bestsellersaga bleibt leider unvollendet – wäre da nicht Jamies Gabe … Die beiden treten eine Reihe von unabsehbaren Ereignissen los, und schließlich geht es um, nun ja, Leben und Tod.


    Eigene Beurteilung/Eigenzitat aus amazon.de


    Bei der zufälligen Begegnung mit einem tödlich verunglückten Fahrradfahrer, dessen Verwundungen eigentlich gnädig abgedeckt sind weiß der kleine Jamie Conklin genau, wie die Leiche aussieht, denn der Geist derselben steht neben seinen Überresten. Jamies Mutter kann das zunächst nicht glauben, aber ein Ereignis um den späteren Tod einer Nachbarin überzeugt sie vom Gegenteil.


    Als dann nach dem Platzen eines Ponzi-Schemes, in das seine Mutter involviert gewesen war auch noch der gewinnbringendste Autor ihrer Ein-Frau-Literaturagentur stirbt, erinnert sie sich an das unmögliche Talent ihres Sohnes und fährt mit ihm und ihrer Geliebten - einer korrupten Polizistin - zu dessen Haus um das Ende eines noch unvollendeten Romans von seinem Geist zu bekommen.


    Das Gelingen dieses Plans löst die finanziellen Probleme der kleinen Familie, hat aber für den kleinen Jamie auch noch andere - sehr weitreichende - Konsequenzen. Konsequenzen, an denen viele Menschenleben hängen. Und auch Jamies Seele. Denn die Toden müssen alle Fragen ehrlich beantworten - und nicht immer will man diese Antwort wirklich wissen.


    'Ich seh tote Menschen,' zitiert Jamie ein wenig sarkastisch zu Beginn seines kleinen Journals, in dem er die Geschichte seines Lebens erzählt, die Schwierigkeiten damit, als Sohn in einem etwas zu weinseligen lesbischen Haushalt aufzuwachsen - auch wenn es weniger die sexuelle Orientierung seiner Mutter ist, sondern Momente ihrer Partnerwahl, die hier für Probleme sorgen. Und der Onkel im Pflegeheim, dessrn früh einsetzendes Alzheimer für sene Schwester eine große emotionale und finsnziellr Belastung darstellt - insbesondere, als ihre Investitionen sich in Rauch auflösen.


    Dies ist ein Gruselroman, aber wie so oft bei King, liegt der wahre Schrecken eigentlich in einigen Aspekten der menschlichen Natur. Jamie, der inhärent gut ist, begegnet einigen mental und emotional sehr verdrehten Menschen und auch Geistern - und auch einfach vielen Aspekten des Lebens in plötzlicher Armut und des Kampfes aus dieser wieder herauszukommen.


    Sehr typisches King-Material, gekonnt und immer noch stellenweise überraschend vorgetragen. Auf jeden Fall lesenswert. :study:

  • Das klingt ganz nach meinem Beuteschema. Danke für die schöne Rezi!


    Und ich mag ja diese scheußlich-schönen Retro-Cover des englischsprachigen Verlags. Aus dieser Reihe habe ich auch "Joyland".

  • Autor: Stephen King

    Titel: Später

    Seiten: 304

    Verlag: Heyne

    ISBN: 978-3-453-27335-1

    Übersetzer: Bernhard Kleinschmidt


    Autor:

    Stephen King wurde 1947 in Portland, Maine, geboren und ist ein US-amerikanischer Schriftsteller. Vor allem für seine Horror-Romane bekannt, gilt er als einer der kommerziell erfolgreichsten und meistgelesenen Gegenwartsautoren. Er studierte Englisch und arbeitete kurze Zeit als Lehrer, verkaufte bereits Kurzgeschichten und veröffentlichte 1973 seinen ersten Roman. Weitere folgten, die in mehreren Sprachen übersetzt und mehrfach verfilmt wurden. Stephen King wurde für sein Werk ausgezeichnet, u. a. mehrfach mit dem Bram Stoker Award.


    Inhalt:

    Der kleine Jamie Conklin wächst in Manhattan als Sohn einer Literaturagentin auf und wirkt wie ein ganz normaler Junge. Doch der Junge hat ein Geheimnis, er kann die Geister kürzlich Verstorbener sehen und mit ihnen sprechen. Die Toten selbst müssen seine Fragen wahrheitsgemäß beantworten. Als der lukrativste Autor seiner Mutter Tia kurz vor Vollendung eines lang ersehnten Abschlussbandes stirbt, nutzen beide Jamies Gabe. Mit dem Befragen der Toten rufen sie jedoch ungewollte Dämonen hervor. (Inhaltsangabe lt. Verlag)


    Rezension:

    Gäbe es einen Preis für nichtssagende Klappentexte, der Heyne-Verlag hätte ihn diesmal bekommen und so muss hier die Inhaltsangabe der Umschlagseite herhalten, um einen Eindruck vom neuesten Werk aus der Feder Stephen Kings zu bekommen.


    Wieder einmal konfrontiert der Großmeister der amerikanischen Horrrorliteratur ein Kind als Hauptprotagonisten mit dem Übernatürlichen. Wieder einmal beginnt ruhig, was mit fortschreitender Seitenzahl in immer tiefere Abgründe rutscht.


    Aus der Ich-Perspektive des kleinen Hauptprotagonisten wird die Geschichte erzählt, die im Vergleich zu anderen Werken Stephen Kings regelrecht kompakt ausfällt. Das Grundgerüst ist, wie so oft, ein kindlicher Hauptprotagonist, der mit der Gabe des Übernatürlichen ausgestattet, eine Geschichte ins Rollen bringt und in immer höherem Erzähltempo diesen sämtliche Nerven abverlangen wird, die es zu behalten gilt.


    Die Erzählung selbst liest sich flüssig und eignet sich für ungeübte King-Leser als Einstieg in die Welt der Horror-Literatur. Dazu notwendige Elemente sind nur sehr dossiert vorhanden. Gestandene Fans des Autors, die eine Geschichte im Stil von "Es" oder der Novelle "Die Leiche" erwarten, werden trotz gewisser Parallelen wahrscheinlich eher enttäuscht sein.


    Eher Roman mit leichten Gruselelementen, benötigt King hier nicht lange, um gewisse Sympathieträger herauszuschälen und diese nicht nur mit Jamies Gabe zu konfrontieren. Tatsächlich bringt der Autor subtil Themen wie die Korruption innerhalb der amerikanischen Polizei, Alkoholismus. Drogen und Inzest unter, verlangt dabei seiner Leserschaft Einiges ab, zumal hier die Konzentration auf Weniger der Geschichte gut getan hätte.


    Diese hätte ein paar hundert Seiten mehr vertragen können, gleichzeitig aber ist man dann doch froh, nur diese wenigen durchstehen zu müssen. Wahrscheinlich wäre hier ein Mittelweg angebracht gewesen. Hier wollte der Autor zu viel, auf zu geringer Seitenzahl. Themen werden nicht auserzählt, sind vielmehr Grundlagenelemente des Handlungsstrangs, der konsequent aus Jamies Perspektive fortgeführt wird. Das Ende wirkt gezwungen.


    Ob das an der Übersetzung liegt, müssen Andere entscheiden. So aber wirkt die Erzählung halbgar. Lesbar? Ja. Aber nichts, was man nicht unbedingt muss.

  • Die Geschichte fand ich sehr gut auch wenn es sich horrormässig (also bei mir) doch in Grenzen hielt. Die Erzählweise von Jamie so im Rückblick hat mir auch gut gefallen.

    Das Ganze war auch nicht so endlos lang, das fand ich angenehm. Denn Mr. King verliert sich oft ja auch gern in Langatmigkeit. Davon fehlt hier GsD jede Spur.

    David Nathan als Sprecher (er spricht ja alle King-Bücher) braucht man wohl nicht mehr lobend zu erwähnen, er ist ja schon fast eine Institution.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:

    1. (Ø)

      Verlag: Random House Audio, Deutschland


  • Da es schon einige Rezensionen gibt, begnüge ich mich damit, lediglich einen Kommentar zu verfassen.


    Meine Meinung:


    Stephen King schafft es auch mit "Später" wieder, mich mühelos in seine Welt zu ziehen und in einen Zustand zu versetzen, wo ich meine, den "Rhythmus des Buches" zu hören.

    Ich gerate dann immer in einen Zustand, wo ich ihn regelrecht vor mir sehe, lächelnd und mit großer Lust am Erzählen.

    Hier sieht man auch das Plateau, welches er inzwischen erreicht hat, denn er muss keine blutigen Schockeffekte aneinander reihen, um mich abzuholen.

    Seine Charaktere sind plastisch und es macht mir großen Spaß, ihnen durch`s Leben zu folgen, auch wenn erstmal gar nicht so viel passiert.

    King hantiert mit seinen Geschichten, den Figuren und auch seinem Stil, derart routiniert, dass es eine Freude ist.

    Mir fällt auch immer wieder auf, wie oft er sich inzwischen selbst zitiert oder ironische Spitzen gegen die eigene Arbeit oder auch Kritiker richtet. Ich habe z.B. die Stelle richtig gefeiert als er



    Das ist einfach großartig, wie unbefangen er mit dieser Thematik umgeht. Unnötig zu erwähnen, dass er natürlich keinen erhobenen Zeigefinger nötig hat.

    Der "späte King" beherrscht sein Handwerk aus dem Effeff, dass alles wirkt wie aus einem Guss.

    Deshalb benötigt er auch keine Höhepunkte am laufenden Band, er weiß einfach, dass wir ihm auch so folgen. Natürlich wissen wir alle das da noch etwas kommt und ich war wieder so begeistert, wie mühelos er die - blutigen und unblutigen - Schocks einbaut. Dazu benötigt er nur ein oder zwei Sätze. Das ist einfach gut!


    Doch genau diese große Stärke würde ich vielleicht als größte Schwäche bezeichnen.

    Als LeserIn bekomme ich zwar genau was ich erwarte, aber eben auch "nur" das.

    Stephen King scheint sich darauf verlegt zu haben, aus dem wahrscheinlich unerschöpflichen Fundus seiner Phantasie zu schöpfen. Als wären alle Geschichten, die er noch erzählen möchte, bereits fertig.

    Seinen Stil hat er gefunden, alles wirkt präzise geschliffen und unglaublich rund.

    Bisher habe ich auch nie das Gefühl der Redundanz, egal wie oft er auf sich selbst referenziert, ganz im Gegenteil.

    Dennoch frage ich ich schon ein bisschen, ob wir nochmal etwas Überraschendes bekommen, von der Epik eines ES oder auch dem Dark Tower.

    Möchte er das noch? Kann er es überhaupt oder ist er dafür schon zu erfolgreich, wie es ja auch im Buch referenziert wird?


    Das ist natürlich ein Meckern auf hohem Niveau, denn ich liebe ihn einfach.

    - :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: -

    Ich bin eitel, hochmütig, tyrannisch, blasphemisch, stolz, undankbar, herablassend - bewahre aber das Aussehen einer Rose.

    Pita Amor

  • Dieser King hat mich in einem ähnlichen Zustand hinterlassen wie "Joyland". Ich kam durch das Buch zügig durch. Leider hat mich der Inhalt (ebenfalls eine Heranwachsenden-Geschichte) nicht gepackt. Die vielen Wiederholungen (und damit meine ich nicht das eine Wort, das natürlich absichtlich immer wieder verwendet wird) haben mich gestört, die Story dümpelte so vor sich hin und ja, es kamen ein paar Horrorelemente vor. Nur reicht das alleine für mich nicht, um eine spannende Erzählweise zu erzeugen.

    Ab der Hälfte habe ich mich stellenweise tatsächlich gelangweilt. Wie bei Joyland.

    Deshalb gibt es von mir durchwachsene

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • novelista

    Das King seinen Fokus ziemlich verlegt, fällt mir schon seit dem Outsider und den Bill Hodges Romanen auf. Auch in "Blutige Nachrichten" ist er diese Schiene extrem gefahren, die Geschichte um das Smartphone kommt mir da sofort in den Sinn.

    Er ist sehr fokussiert auf seine Figuren und ihre Beziehungen, wie sie miteinander agieren usw.

    Eigentlich gefällt mir das sehr gut, weil ich seine Charaktere liebe.

    Auf mich wirkt es aber ein bisschen als wäre er so begeistert von ihnen ist, dass er ein wenig die Geschichte aus dem Blick verliert.

    Persönlich brauche ich jetzt nicht so viele Höhepunkte und Blut/Horror, aber etwas mehr Plot würde mir auch gut gefallen.

    Vielleicht gibt es ja sogar nochmal was aus Gilead und dem Turm Universum, dass wäre mein persönliches Highlight.

    Ich bin eitel, hochmütig, tyrannisch, blasphemisch, stolz, undankbar, herablassend - bewahre aber das Aussehen einer Rose.

    Pita Amor

  • Sushan

    Genau, von den Bill Hodges-Büchern habe ich zwei gelesen und die sind auch in diesem "anderen" Stil verfasst. Wie du habe auch ich gar nichts gegen den auf die Figuren verlegten Schwerpunkt, wobei King-Charaktere eigentlich immer sehr gut ausgearbeitet sind.

    "Erhebung" mochte ich allerdings sehr gerne, das hat mich total erreicht, obwohl es so kurz war.

    Bei "Später" war einfach nichts Neues und Überraschendes für mich dabei und die Story hatte keinen Spannungsbogen.

    Tja, Nachschub aus Gilead - das wär natürlich wahnsinning interessant!

  • Und ich mag ja diese scheußlich-schönen Retro-Cover des englischsprachigen Verlags.

    Ja, sieht toll aus. Aber ich finde, das passt nicht wirklich zur Geschichte. Es erinnert mich an Tarantinos Werk, aber damit hat die Geschichte rein gar nichts zu tun.


    Ansonsten mochte ich "Später" und fand, es war eine gute Geistergeschichte mit Thrillerelementen, die mir sogar den ein oder anderen Schauer über den Rücken gejagt hat. Das hat King nun schon länger nicht mehr geschafft. Davon, ein reiner Horrorautor zu sein, ist er mittlerweile sehr weit entfernt und er schreibt momentan eher charakterbezogene Bücher, Sushan hat das sehr gut beschrieben. Dabei bin ich gerade hier mittlerweile ein wenig skeptisch. Er hatte in letzter Zeit viele Jungs/Teenager in seinen Geschichten und alle waren charakterlich ziemlich gleichförmig wie ich finde. Alles "gute Jungs", höflich, nett, gute Schüler und oft charakterlich für ihr Alter schon fast zu reif. Hier könnte er ruhig mal ein wenig mutiger sein, es müssen nicht immer Bilderbuchkinder sein. Man kann sich auch mit Figuren idenzifizieren, die nicht perfekt sind.

    Es war eine für King eher untypische Länge. Entweder man bekommt Kurzgeschichten/Novellen serviert oder meist gleich ein 600 Seiten+-Buch serviert. Aber auch das hat er gut hinbekommen wie ich finde, Langeweile kam bei mir nicht auf. Allerdings wird es auch kein Buch sein, dass oft in den King-Allzeit-Favoriten genannt werden wird.

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    :study: Adam Silvera - Am Ende sterben wir sowieso

    :study: 2021 gelesen: 34 :study: SUB: 333

  • Ach ja, lieber KING, du kannst so toll schreiben – und enttäuschst trotzdem hin und wieder mal heftig. Mit diesem (relativ kurzen) Roman ist dir das voll gelungen!


    Dass man sich auf eine mystische Welt jenseits der Naturgesetze einlassen muss, wenn man diese Geschichte liest, ist nicht das Problem. Soll der Junge (der Protagonist) doch ruhig tote Menschen kurz nach ihrem Hinscheiden sehen – und gerne auch mit ihnen kommunizieren. Daraus kann man doch was machen…


    Das tut KING in dem ersten Viertel des Buchers auch, und es macht Spaß, das zu lesen (oder zu hören). Jamie ist ein netter Bursche und hat eine sympathische Mutter. Beide leben unter nicht ganz einfachen materiellen Umständen.

    Da trifft es sich gut, dass Jamie seine besondere Gabe dazu nutzen kann, einem plötzlich verstorbenen Schriftsteller den Plot seines mit Spannung erwarteten Abschlussband eines Fortsetzungs-Romans zu entlocken. Daraus konnte dann die Mutter etwas machen…


    Hätte KING es bei solchen Episoden – auch ein Verbrechen konnte verhindert werden – belassen, wäre sicher ein unterhaltsames Buch entstanden.

    Aber es musste dann noch der große Knaller kommen: In einem der Toten hat sich unglücklicher Weise das Böse schlechthin (oder auch der Teufel) eingenistet. Die Beziehung zwischen Jamie und diesem Monster wächst sich zu einem größeren Problem aus – ohne martialisch-blutigen Showdown geht da natürlich nichts!

    So senkt man das Niveau eines Buches gleich um mehrere Stufen…


    Der Autor entwirft auch in diesem Roman einige Figuren, die einem ans Herz wachsen. Es gibt liebevolle Beziehungen und gescheiterte Partnerschaften. Man steigt gerne ein in diese Welt und diese Story und wäre gerne noch eine Weil dabeigeblieben.

    Warum – so frage ich mich – musste daraus so eine letztlich belanglose und austauschbare Horror-Story werden. Daraus hätte man doch wohl mehr machen können…

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