Friederike Schmöe - Osterläuten

Anzeige

  • Kurzbeschreibung


    Kurz vor Ostern: Mia freut sich darauf, die Feiertage mit ihrer Familie zu verbringen. Besonders das Glockenläuten in der Osternacht liebt sie sehr. Ihre Freude wird allerdings jäh getrübt, als Waldarbeiter einen weiblichen Schädel finden. Forensiker konnten das Aussehen der toten Frau wiederherstellen ­ und Mia kennt sie. Die Tote ist ihre beste Freundin Monika, die vor 11 Jahren spurlos verschwand. Doch wer aus dem verschworenen Freundeskreis hatte seinerzeit eine Rechnung mit ihr offen? Ein altes Verbrechen, von Mia mühsam verdrängt, will endlich ans Licht



    Autor


    Geboren und aufgewachsen in Coburg, wurde Friederike Schmöe früh zur Büchernärrin - eine Leidenschaft, der die Universitätsdozentin heute beruflich nachgeht. In ihrer Schreibwerkstatt in der Weltkulturerbestadt Bamberg verfasst sie seit 2000 Kriminalromane und Kurzgeschichten, gibt Kreativitätskurse für Kinder und Erwachsene und veranstaltet Literaturevents, auf denen sie in Begleitung von Musikern aus ihren Werken liest. Ihr literarisches Universum umfasst unter anderem die Krimireihen um die Bamberger Privatdetektivin Katinka Palfy und die Münchner Ghostwriterin Kea Laverde.



    Meine Meinung


    „Laß die Finger von alten Geschichten“ diese Mitteilung erhält Mia


    Schauplatz Bamberg während der Karwoche


    Mia Wagner liest in einem Zeitungsartikel, daß der Schädel einer weiblichen Leiche im Wald gefunden wurde, der scheinbar schon seit 10 Jahren dort liegt. Damals dürfte die Frau zwischen 30 und 40 Jahren gewesen sein. Sofort erinnert sie sich an ihre mütterliche Freundin Monika Böhme, die seit 11 Jahren verschwunden ist. Das Ehepaar Böhme wohnte damals im Nachbarhaus ihrer Eltern und sie waren befreundet. In der Clique war auch noch das mittlerweile geschiedene Ehepaar Hofstetter. Bei ihnen jobbte Mia des Öfteren als Babysitter für Jakob. Und nach einer Fete der Clique verschwand damals Monika. Ebenso verschwunden ist Daphne, auch sie war Babysitterin von Jakob.


    Mia läßt dieser Schädelfund keine Ruhe und sie will wissen, ob es sich um Monika handelt und was es mit ihrem gewaltsamen Tod auf sich hat. Unterstützung bekommt sie von Lars, einem jungen Trödler mit einem angefangenen Studium der Operativen Fallanalyse.



    Die Autorin ist mir bestens bekannt aus ihren Bücherreihen mit der Privatdetektivin Katinka Palfy aus Bamberg und der Ghostwriterin Kea Laverde aus München. Das vorliegende Buch ist unabhängig davon. Ihr Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Mia forscht zusammen mit Lars, die Polizei mit Harald Eyrich und dem pensionierten Pius Genter erlebt der Leser nur am Rande und im Hintergrund. Da es alte ungeklärte Fälle betrifft, ist dieser Krimi eher ruhig und mit einem mäßigen Tempo. Spannend fand ich, wie sich die einzelnen Beteiligten immer wieder unterschiedlich zu den Sachverhalten äußerten und welche Geheimnisse hier jahrelang schlummerten. Vor allem Mia wurde von manchen Erkenntnissen hart getroffen und überrascht. Die Anzahl der Figuren ist überschaubar und sie blieben für mich mehr oder weniger blass. Einzig Studentin Mia wird näher charakterisiert, ebenso der Witwer Andrè und Ingo Hofstetter.


    Das Cover mit einem fränkischen Osterbrunnen paßt natürlich perfekt!

  • Ereignisreiche Karwoche

    Osterläuten, Kriminalroman von Friederike Schmöe, EBook 207 Seiten erschienen im Gmeiner-Verlag.


    Realitätsferner Kriminalroman, wenig Spannung.


    Mia freut sich schon darauf Ostern mit ihren Eltern zu verbringen. Doch ein paar Tage vor Ostern wird von Waldarbeitern, ein weiblicher Schädel gefunden. Nach der Rekonstruktion des Aussehens der Toten, erkennt Mia ihre Freundin Monika wieder, die vor 11 Jahren spurlos verschwunden ist. Die Vermisste gehörte, zum Freundeskreis ihrer Eltern. Kennt Mia den Mörder?


    Die 46 Kapitel des Buches sind auf die Tage der Karwoche aufgeteilt. Es beginnt mit dem Montag nach Palmsonntag und endet in der Osternacht. Die Autorin hat sich der auktorialen Erzählweise bedient somit ist eine umfängliche Übersicht über die Vorkommnisse gewährleistet. Gedanken sind in kursiver Schrift gedruckt, Dialoge sind schlagfertig präsentiert. Das Setting enthält ausreichend Lokalkolorit, ortskundige Leser werden verschiedene Plätze in Bamberg wiedererkennen.
    Es beginnt eigentlich recht spannend, der flüssige Schreibstil macht das Lesen leicht. Doch je weiter der Fall voranschreitet, desto realitätsferner gestaltet sich der Plot. Ohne zu spoilern, ist es jedoch schwierig das zu erklären.
    Nach 11 Jahren erinnert sich die Protagonistin an Geschehnisse die sich in ihrer Teenagerzeit ereignet haben. Als Monika damals verschwand hat die Polizei ermittelt, ist aber zu keinem Ergebnis gekommen, Monika blieb verschwunden. Da vier Jahre vor Monika auch ein Kindermädchen eines Ehepaares aus der Freundesclique verschwunden ist, ahnt Mia einen Zusammenhang, die Behörden scheinen damals keine Verbindung zu den beiden Fällen aufgefallen zu sein. Ohne die Hilfe der Polizei löst Mia also den Fall, nimmt ständig in Eigeninitiative Befragungen vor und begibt sich damit in Gefahr. Es werden Schlüsse gezogen, denen ich in keiner Weise folgen kann, die Spannung die sich im Prolog und zu Beginn aufbaut flacht ab, der Sachverhalt wird immer unglaubhafter, besonders die Arbeit der damals ermittelnden Behörden. Schade, die Geschichte mit gutem Hintergrund und anfänglicher Spannung hat mich immer mehr zweifeln lassen. Der unerwartete Plottwist am Ende hat mich aber doch noch überraschen können. Wobei die Geschichte jedoch zu keinem richtigen Abschluss kommt.
    Gut gefallen hat mir die Verbindung passend zur aktuellen Zeit, ich habe das Buch über die Kar- und Ostertage gelesen, ich hätte mir etwas mehr Glaubwürdigkeit gewünscht. Alle Charaktere sind relativ blass geblieben. Mia, die nach dem Studium beruflich die Füße nicht auf den Boden bekommt, hat mich einerseits durch ihre Unentschlossenheit und andererseits durch ihre dilettantischen Ermittlungen, nur noch genervt. Ich möchte das Buch nur mit Vorbehalt empfehlen, den Lesern die gerne einen schnellen Krimi lesen mögen ohne dabei groß die Plausibilität zu hinterfragen. Von mir 2 Sterne. :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    :study::musik::montag:


    Und wenn mir alle Königskronen für meine Bücher und meine Freude am Lesen angeboten wären: Ich würde sie ausschlagen.
    François Fénelon

  • Monika verschwand vor 11 Jahren . Es gab keine Spur keinen Anhaltspunkt . Deshalb ist Mia geschockt als sie Monika's Phantombild in den Nachrichten sieht . Waldarbeiter hatten ihren Schädel gefunden . Kommissar Eyrich von der Mordkommission schaltet sich ein . Für Mia beginnt mit den Befragungen alles wieder von vorn los .


    Der Schreibstil flüssig und leicht zu lesen . Die Sätze sind ab und zu wie abgehackt aber das erhöht nochmals die Spannung . Dazu kommen noch die kurzen Kapitel . Die Protagonisten sind ansprechend dargestellt zum Teil sind sie komplex angelegt .


    Fazit : Der Regionalkrimi der in Bamberg spielt , fängt Montags in der Karwoche an und hört Karsamstag auf . Schon zu Beginn baut sich die Spannung auf und nimmt dann langsam aber stetig zu . Ich hatte von Anfang an das Gefühl dass die Stimmung bedrückend und bedrohlich ist : Unterschwellig und irgendwie nicht greifbar . Außer immer die Frage was passierte genau vor elf Jahren . Mia macht einen komplexen Eindruck aber auch bei einigen anderen Charakteren wusste ich nie genau was ich von ihnen halten sollte . Die damalige Clique von Mia's Eltern hatten sie alle etwas mit dem Mord damals zu tun ? Und welche Rolle spielten sie dabei ? Deckt hier jeder jeden ? Ich war mir bis zum Schluss nicht sicher wer der Mörder sein könnte . Es ist ein toller Regionalkrimi der viele Fragen aufwirft und komplex angelegt ist . Das Ende kam für mich zu abrupt . Ich hätte mir gerne noch drei , vier Sätze dazugewünscht . Dieses Buch zählt trotzdem zu meinen Highlights .

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

Anzeige