Cecily von Hundt - Knochenkalt

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  • Ein spannender Krimi mit einem interessanten psychologischem Aspekt!


    "Knochenkalt" von Cecily von Hundt und dem Verlag Digitalpublishers ist laut Cover ein Thriller, der am 1. März 2021 erschienen ist. Für mich war diese spannende und interessante Geschichte allerdings eher ein Krimi.


    Hier geht es um einen psychopathischen Mörder, der scheinbar wahllos Frauen tötet und somit die Berliner Polizei und vor allem die Journalistin Penny Kalunke in Atem hält. Die Opfer scheinen nichts gemeinsam zu haben und an den Leichen hinterlässt der Täter Botschaften an die Polizei. In seiner neusten fordert er, dass einzig Penny über den Fall berichten darf. Stammt der Täter aus ihrem Bekanntenkreis? Obwohl Penny mit eigenen Problemen zu kämpfen hat, will sie helfen, den Fall aufzuklären. Doch der Mörder überwacht jeden ihrer Schritte …


    In dieser Story kommen Penny und der Killer zu Wort. So konnte ich beide Charaktere sehr gut kennenlernen und ihre Gedanken und Handlungen perfekt nachvollziehen. Warum der Täter Frauen töten wird nach und nach klar, da er seine Beweggründe schildert und überzeugt ist, das richtige zu tun. Mit seinen für ihn "guten Taten" will er Aufmerksamkeit erregen und somit wird Penny das Ziel seiner kranken Psyche.

    Da Penny aber mehr als genug mit ihrer Bipolaren Störung zu tun hat, erkennt sie den Mörder viel zu spät.

    Wer der Mörder ist, konnte ich mir nach der Hälfte des Buches denken, womit ich auch recht hatte. So war der Überraschungseffekt nicht mehr vorhanden, auch kam der Täter nach seiner Überführung nicht mehr zu Wort, was ich schade fand. Insgesamt spielen die Frauenmorde hier eine eher untergeordnete Rolle, da Pennys' Störung das Hauptthema ist. Ihr Vater und ihr Chef spielen eine wichtige Rolle in ihrem Leben, das wieso wurde verständlich und gut erklärt.


    Penny war mir von Anfang an ein sehr sympathischer Charakter, der die Story mit den typischen Hochs und Tiefs einer Bipolaren Störung aufgemischt hat. Mir hat dieser psychologische Aspekt sehr gut gefallen, der sehr ausführlich und wahr beschrieben wird. Die Autorin hat das Leben einer manisch-depressiven Frau auf den Punkt gebracht, ihr Leiden und ihr Verhalten während beider Phasen hat sie sehr gut rübergebracht. Pennys' Verhalten und dessen Folgen, wenn sie ihre angeordneten Medikamente nicht regelmäßig einnimmt, wurden klar geschildert. Dieser Aspekt hat gut in diesen Fall gepasst, denn während Penny mit ihren Problemen zu kämpfen hatte, war es dem Täter ein leichtes Spiel, seine Mitmenschen und vor allem sie zu täuschen.


    Der flotte Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, denn er ist unheimlich gut zu lesen. Er ist detailliert, flüssig und klar, sodass der Krimi deswegen sehr authentisch rüberkam. 231 Seiten und sehr kurze Kapitel haben außerdem für ein schnelles Lesetempo gesorgt.

    Insgesamt hat mir "Knochenkalt" mit seiner kurzweiligen Story spannende und unterhaltsame Lesestunden beschert. Das düstere Cover mit dem Teddybären passt perfekt zum Inhalt.🌟🌟🌟🌟

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