Maria Braig - Die 5 Doppelpunkte und das verschwundene Skelett

  • Kurzmeinung

    Chattys Buecherblog
    Das Buch hat uns leider nicht ganz so gut gefallen.
  • Kurzmeinung

    SaintGermain
    Kinderkrimi, der aber auch das Thema "Inklusion" sehr groß geschrieben hat

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  • Die 5 Doppelpunkte und das verschwundene Skelett von Maria Braig ist im Juni 2020 bei epubli erschienen.


    Über die Autorin (lt. Büchertreff):

    Ich bin 1957 im tiefen Süden der Republik geboren und über einige Zwischenstationen ungefähr 50 Jahre später in der Friedensstadt Osnabrück, angekommen. Nach dem Studium der brotlosen Fächer Germanistik und Kulturwissenschaft führte mein Weg über den ähnlich brotlosen Beruf der Lektorin in einem Tübinger Kleinverlag, dessen Ende sich bald abzeichnete, auf die Straße: Als LKW-Fahrerin verdiene ich mir seit vielen Jahren meine Brötchen und noch so einiges mehr und wenn ich dabei den ganzen Tag am Fenster sitze und hinausschaue, so schweifen die Gedanken oft in alle möglichen Ecken und Winkel, und es entstehen dabei häufig Textfragmente im Kopf, die dann baldmöglichst aufs Papier müssen, bevor sie wieder verfliegen. Ich versuche, beim Schreiben das aufs Papier zu bringen, was mich auch sonst bewegt, und ein klein wenig dazu beizutragen, die Verhältnisse zum Besseren zu verändern. Ob das gelingt bleibt offen, ist aber auf jeden Fall einen Versuch wert.


    Über das Buch (lt. Amazon):

    Fünf ganz besondere und doch völlig normale Kinder gründen einen Detektivclub. Sie wollen Kriminalfälle lösen und Abenteuer erleben. Schon bald erwartet sie ihr erster Fall: Das Schulskelett ist aus dem Biologieraum verschwunden. "Die 5 Doppelpunkte" machen sich auf die Suche und kommen dabei einer unheimlichen Geschichte auf die Spur. Das sind "Die 5 Doppelpunkte": * die Zwillinge Lena und Luke haben zwei Papas * Ferrari fährt gerne einen heißen Reifen mit ihrem roten Rollstuhl * Abdo ist im Sudan geboren und kam mit seiner Familie in einem kleinen Boot über das Mittelmeer * Wer Slash fragt: "Bist du ein Junge oder ein Mädchen?" bekommt zur Antwort: "Ja, genau!"


    Allgemeines:

    Erschienen am 28.06.2020 als TB mit 163 Seiten für 9,00 €

    und als ebook für 2,99 €


    Mein Leseeindruck:

    Äußerlich betrachtet wirkt das Buch auf mich recht instabil. Das knallige Grün mit den relativ unscheinbaren Fotos von "echten" Kindern ist für mich auch nicht wirklich ansprechbar. Ich finde auch die Aufteilung auf dem Cover mit Schrift und Fotos etwas unglücklich gewählt, da der Fokus hier eher auf die grelle Farbe gelenkt wird, die auch nicht gerade ansprechend wirkt.

    Kommen wir zum Inhalt und damit zum ersten bzw. dem Einleitungssatz: "Luke und Lena waren Zwillinge." Und genau mit diesen beiden geht im ersten Kapitel auf die Vorstellung der Protagonisten los. Also Luke und Lena sind Zwillinge, deren Eltern sich früh getrennt haben. Ihr Vater hatte nun einen Lebensgefährten, und ihre Mutter war auf der ganzen Welt unterwegs. Mal hier, mal da.

    Ferrari, na ja, das ist natürlich nur ihr Spitzname, sitzt in einem roten Rollstuhl. Nun ist wohl auch klar, woher der Spitzname stammt. Sie ist Menschen gegenüber etwas misstrauisch und sehr wachsam.

    Slash, heisst eigentlich Jan oder Jana, je nachdem. Gut, das ist für mich etwas aussergewöhnlich, aber der Autorin Gedanken. Slash kam als Jan zur Welt und hatte für sich entdeckt, im falschen Körper zu sein, deshalb wurde aus Jan dann Jana. Und den Spitznamen gab sie sich durch den /.

    Abdo: kommt aus dem Sudan und hatte in Baden-Württemberg deutsch gelernt. Na ja, eher schwäbisch, was in der Geschuchte einfach lustig klingt, auch wenn man, wie ich, Schwäbisch als Muttersprache spricht.

    Und nun kann das Abenteuer auch schon los gehen.

    Man merkt recht schnell, dass die Autorin sich mit den unterschiedlichen Charakteren schon längere Zeit auseinandersetzt und möglicherweise Parallelen in ihrem Umfeld hat. Allerdings hege ich gewisse Zweifel, ob dieses Buch bei Kindern wirklich ankommt. Klar, die Sache mit dem verschwundenen Skelett ist spannend und auch interessant, ich habe jedoch in meinem Lesekreis festgestellt, dass Kinder hier nur für einen Moment zu begeistern sind. Und wenn es dann auch noch Charakteren und Themen gibt, die den Kindern fremd erscheinen, dann ist das Interesse an dem Buch leider schnell verflogen.

    Ich hatte den Eindruck, dass es bei den Protagonisten um einen Kinder/Erwachsenen Mischmasch handelt. Eine zwar kindliche Abenteuergeschichte, aber nicht unbedingt kindliche Hintergründe.

    Die Kinder in meinem Lesekreis waren zumindest sehr verhalten, wobei einige auch nach einer gewissen Zeit nach einem anderen Buch verlangt haben, was ja doch das Indiz dafür ist, dass das Buch nicht das gewünschte Interesse zeigt.


    Fazit:

    Die 5 Doppelpunkte und das verschwundene Skelett von Maria Braig ist ein Kinder- und Jugendbuch für 1- bis 12 jährige. (Lt. Amazon). Auf über 160 Seiten vermittelt die Autorin eine gewisse Grundspannung, die mittels der Story, aber auch der Protagonisten gehalten wird. Die einzelnen Szenen und Situationen sind nachvollziehbar, jedoch für Kinder leider nur halbwegs interessant. Ich habe das Buch in einem Lesekreis für Kinder gelesen und mir ihre Meinung zu dem Buch angehört, so dass ich daraus dieses Fazit bilde. Wir fühlten uns zwar alle gut unterhalten, möchten jedoch auf weitere Fortsetzungen gerne verzichten.



    Meine/Unsere Bewertung: ⭐⭐⭐

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