Ruth Rahlff - Amanda und das Herz aus Schrott

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  • Sehr erfrischende, neue Ideen treffen auf atmosphärische, mitreißende Handlung



    Klappentext


    „Auf dem alten Schrottplatz stimmt was nicht! Amanda hört seltsame Geräusche, zwischen rostigen Autoskeletten und aufgetürmtem Gerümpel huschen Schatten umher. Als sie eines Tages quer über das Gelände verfolgt wird, stürzt sie auf ihrer Flucht in ein Becken mit einer ekligen Flüssigkeit. Von nun an ist alles anders. Plötzlich kann Amanda mit ihren selbstgebauten Figuren aus Schrott sprechen. Schon bald werden die witzigen und ziemlich eigenwilligen Geschöpfe zu ihren besten Freunden. Verbündete hat Amanda auch bitter nötig, denn als eine dunkle Bedrohung Gestalt annimmt, muss sie sich einem mächtigen Gegner stellen.“



    Gestaltung


    Die Coverillustration finde ich unglaublich schön, denn man sieht viele Schrott- und Metallteile, die vor einem schlichtgrauen Hintergrund eigentlich eher trist wirken. Durch das grüne Herz, welches aus unendlich vielen Blumen und Blätterranken besteht, kommt aber Farbe in das Cover. Ich mag vor allem auch den Kontrast aus Metall und grüner Natur, den das Cover so darstellt. Zudem finde ich es schön, dass das grüne Herz den Titel und die Halskette mit dem roten Edelstein umrahmt.



    Meine Meinung


    Nachdem mir „Eulennacht - In den Bäumen von Redmoor“ von Ruth Rahlff so gut gefallen hatte, war für mich schon als ich sah, dass es ein neues Buch dieser Autorin geben würde, klar, dass ich es lesen muss. Als ich dann den Klappentext las, war ich ganz Feuer und Flamme! In „Amanda und das Herz aus Schrott“ geht es um die junge Amanda, die Figuren aus Schrott zusammenbaut. Sie hört seltsame Geräusche und sieht Schatten zwischen dem ganzen Sperrmüll auf dem Schrottplatz. Ihr Leben ändert sich dann mit dem Tag, an dem sie bei einer Verfolgungsjagd über das Gelände in ein Becken mit einer seltsamen Flüssigkeit fällt. Ab diesem Moment kann sie nämlich mit Schrottfiguren sprechen, die bald zu ihren Freunden werden. Als sich ein gefährlicher Gegner erhebt, kann sie ihre Schrottfiguren als Mitstreiter gut gebrauchen…



    Schon an „Eulennacht“ gefiel mir der atmosphärische Schreibstil der Autorin sehr gut. Darum habe ich mich riesig gefreut, als dieser in „Amanda und das Herz aus Schrott“ genauso einnehmend und wunderschön war. Ein Schrottplatz mag zunächst nicht nach einem Setting mit einem besonderen Flair klingen, aber ich fand, dass die Autorin diesem Ort eine Prise Magie verliehen hat. Beim Lesen schwebte ein gewisses Prickeln in der Luft, welches ich nur als magisch bezeichnen kann.



    Dies passte auch gut zur Geschichte, denn die Idee, dass die Protagonistin Amanda nach einem unfreiwilligen Bad in einer seltsamen Flüssigkeit mit Schrott sprechen kann, fand ich total erfrischend und interessant. Zum einen gefiel mir, dass ich noch nie eine Geschichte gelesen hatte, in der Schrott auch nur annähernd eine wichtige Rolle gespielt hätte. Zum anderen fand ich diesen magischen Aspekt der Geschichte total zauberhaft, denn durch die Fähigkeit mit den Metallteilen zu reden, erhält Amanda neue Freunde.



    Sie baut Schrottfiguren und durch ihre Fähigkeit baut sie zu diesen eine noch intensivere Beziehung auf. Bereits, dass Amanda solche Figuren baut, fand ich echt klasse, weil es sie zu etwas Besonderem macht und sie auch eine Bindung zu ihren Figuren hat. Aber durch ihre neue Gabe wird die Beziehung wirklich freundschaftlich und einfach nur schön mitzuverfolgen. Zudem konnten mich diese Wesen total begeistern! Die Schrottfiguren sind alle so skurril und sorgen für herrliche Lacher durch ihre besondere Art und Weise. Ruth Rahlff hat hier Wesen erschaffen, denen ich literarisch noch nie begegnet bin und die mich bestens unterhalten haben. Ein wahres Highlight. Zudem gefiel mir Amanda als Protagonistin einfach unglaublich gut, da sie nicht nur durch ihre Vorliebe für Schrottfiguren, sondern durch ihre gesamte Art einfach besonders war. Sie ist sympathisch und ich hatte sie direkt in mein Herz geschlossen.



    Aber auch die Handlung war einfach grandios. Neben diesen magischen Aspekten und der tollen freundschaftlichen Beziehung gab es ein Abenteuer vom feinsten. Es tut sich nämlich ein finsterer Gegenspieler auf, bei dem Amanda auf die Mithilfe ihrer Schrottfigurenfreunde zählen muss. Es wird also gefährlich und gleichzeitig oftmals auch erstaunlich und überraschend zugleich. Mir persönlich hat die Handlung große Freude bereitet, da sie ereignisreich und aufregend war, wobei die Schrottfiguren immer wieder für Auflockerung sorgten, sodass eine wunderschöne Mischung aus lockerer Unterhaltung und mitreißender Spannung entstand.



    Fazit


    Das neue Buch von Ruth Rahlff hat mich wieder komplett überzeugt und begeistert. Mit „Amanda und das Herz aus Schrott“ hat die Autorin eine magische Geschichte erschaffen, die mich durch die zauberhafte Atmosphäre und die frischen Ideen überzeugt hat. Die Schrottfiguren waren herrlich skurril und haben die Geschichte durch ihre witzige Art total aufgelockert. Außerdem war die Handlung mitreißend, abenteuerlich und spannend, da die Protagonistin sich einem finsteren Gegner stellen muss… Ich freue mich schon sehr auf neue Geschichten aus der Feder von Ruth Rahlff, denn diese Autorin erschafft unvergleichliche, zauberhafte Welten voller neuartiger Ideen!


    5 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    Einzelband

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