Camilla Grudova - Das Alphabet der Puppen / The Doll's Alphabet

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  • Camilla Grudova "Das Alphabet der Puppen"


    Inhalt

    Storys, moderne Märchen, abstruse Geschichten.

    - Auftrennen

    - Die Mäusekönigin

    - Die gotische Gesellschaft

    - Wachsig

    - Das Alphabet der Puppen

    - Die Meerjungfrau

    - Agatas Maschine

    - Rhinozros

    - Die traurige Geschichte des Wandleuchters

    - Edward, verwöhnen nicht die Toten

    - Ungarische Sprotten

    - Das Motten-Imperium

    - Notizen einer Spinne


    Über die Autorin:

    (Infos aus dem Buch)

    Camilla Grudova lebt in Toronto und Edinburgh. Sie hat Kunstgeschichte und Germanistik an der McGill University in Montreal studiert, und ihre Prosa wurde in The White Paper und Granta veröffentlicht. Ihr Depüt Das Alphabet der Puppen erschien fast gleichzeitig in Kanada, den USA und Großbritannien, wurde ins Französische und Spanische übersetzt, sorgte international für Aufsehen und stand auf der Shortlist für den Danuta Gleed Literary Award und den Shirley Jackson Award.


    Meinung

    Das Cover sieht schon außergewöhnlich aus. Ein schwarzweiß Foto mit einer Frau. Die linke Gesichtshälfte mit allerlei Drähten. Das linke Auge wirkt auf mich etwas künstlich. Titel und Bild sind in Rosa, Weiß, Schwarz gut abgestimmt.

    Die Storys. Bei der ersten Erzählung musste ich erstmal überlegen, was gemeint ist. Man muss sich wirklich auf die Geschichten einlassen. Die Fantasie der Autorin kennt keine Grenzen. Düster, ekelhaft, schmuddelig, brutal bis völliger Unsinn. Kakerlaken, Mäuse, Flöhe und sonstiges Getier. Camilla Grudova ist eine gute Mischung aus Horror-, Fantasie- und Schauergeschichten gelungen. Um so mehr ich meine Nase ins Buch steckte, die Geschichten abstruser wurden, desto mehr gefiel mir ihre Schreibweise. Sie hat ein Faible für Nähmaschinen, Puppen. Manche Passagen waren so ekelhaft, das ich darüber lachen musste. Wie kann man nur so schreiben?


    Fazit

    Die Storys wirken zum Anfang etwas befremdlich. Die Reihenfolge hat mir sehr gut gefallen. So konnte ich nach und nach in Camilla Grudova Fantasie-Welt eintauchen.

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Camilla Grudova - Das Alphabet der Puppen“ zu „Camilla Grudova - Das Alphabet der Puppen / The Doll's Alphabeth“ geändert.
  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Camilla Grudova - Das Alphabet der Puppen / The Doll's Alphabeth“ zu „Camilla Grudova - Das Alphabet der Puppen / The Doll's Alphabet“ geändert.
  • Stellenweise wirklich verstörende, modrige, morbide, sehr körperliche Erzählungen. Manchmal etwas zu sehr von oben herab, als blickte man in einen skurrilen Setzkasten, ohne dass man mitfühlen kann. Aber dann auch wieder sehr eindrücklich: wie intelligente Bizzaro Fiction! :drunken: Mit Debüt-Bonus vier :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: Sterne: Ein Buch, das man ruhig zur Hand nehmen kann, wenn man Abgründiges und angeschmuddelten Retrofuturismus mag; von einer Autorin, die man aber in jedem Fall unbedingt im Auge behalten muss, so freidrehend weird und ungebremst einfallsreich sie ihre verqueren Welten ausgestaltet, die immer so wirken, als würden in ihren symbolhaft unsere ganz normalen Lebenswelten, Gesellschaftsformen und Geschlechterbilder verhandelt! :thumleft:


    Mit ihrer in diesem Sammelband enthaltenen Kurzgeschichte "Wachsig" (OT: Waxy) hat Camilla Grudova übrigens 2016 den Shirley Jackson Awards in der Sparte Novelette gewonnen. Und die Vergleichsgröße Shirley Jackson scheint mir für Camilla Grudova wirklich nicht verkehrt zu sein! :queen:

    Alfred B. Guthrie "Der weite Himmel" (145/412)

    Geoffrey McSkimming "Cairo Jim und die vergessenen Götter" (49/188)


    Jahresbeste: Drury (2021), Jansson (2020), Lieberman (2019), Ferris (2018), Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015), Agee (2014), Kesey (2013), Nisbet & Ford (2012) :king:

    Gelesen: 54 (2021), 161 (2020), 127 (2019), 145 (2018), 119 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
    Letzter Buchkauf: Rick Bass "Winter in Montana" (23.3.)

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