John Dorney et al. - Lady Christina, Series One

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  • Eigenzitat aus amazon.de:


    Lady Christina begegnete uns das erste Mal in einer der Sondergeschichten des zehnten Doctors, wo sie mit ihrem ungewöhnlichen Doppeldeckerbus der TARDIS ein wenig Konkurrenz machte. Nun ist sie zurück in ihrem eigenen Audioabenteuer.



    It Takes a Thief (John Dorney)



    Nizza – die französische Riviera. Schönes Wetter, schöne Architektur, atemberaubende Aussichten, das Mittelmeer, schöne Menschen. Was kann man mehr wollen. Und dorthin verschlägt es den archetypischen englischen Oberklassen-Deppen Sir Edward Scott Cameron auf der Suche nach der Frau fürs Leben, weswegen er in froher Hoffnung in seinem exklusiven Hotel bereits die Hochzeitssuite gebucht hat. Doch schon beim Bezahlen des Taxis vor dem Hotel nimmt seine Reise einen ganz unerwarteten Verlauf, als zwei auf einem Motorroller vorbeikommenden Räubern sich seine Brieftasche schnappen. Da kommt zufällig eine wunderschöne Frau in einem Sportwagen hinzu, die den verwirrten Adligen auf den Beifahrersitz einlädt und begeistert die Verfolgung aufnimmt. Mit haarsträubendem Erfolg.



    Bei einem späteren Treffen treffen die beiden auf die Kommissarin Flavia Santos, die einige Fassadenkletterereinbrüche in Nizza und einigen umliegenden Städten untersucht. Bei dem letzten wurde der Einstiegspunkt mit einer Art Energiewaffe geöffnet, die dann später auch das Leben der Bewohnerin des Hauses kosten sollte.



    Christina schaut sich die verschiedenen Fälle näher an und stellt fest, dass bei den anderen erwähnten Einbrüchen jeweils nur ein Artikel gestohlen wurde – und zwar einer, der mit großer Wahrscheinlichkeit außerirdischer Herkunft ist. Begeistert nimmt sie ihre eigenen Ermittlungen vor – und das bald auf der Flucht, als Flavia, mit einem Durchsuchungsbescheid bewaffnet in ihrer Bleibe Objekte aus dem Raubmord der vorhergehenden Nacht findet. Nun muss sie umso schneller die wahren Täter finden.



    Fassadenkletterin, schnelles Auto, Nizza? Wem fällt da nicht ‚Über den Dächern von Nizza‘ ein? Der auch im Original ‚To Catch a Thief‘ heißt. Ein schöner Einstieg in die Solo-Erzählungen von Lady Christina de Souza, die ihren Geschmack für Außeriridisches bei einer Begegnung mit dem Doctor entwickelt hat. Und diese Geschichte hat auch den Humor einer fröhlichen Doctor-Who-Episode.



    Skin Deep (James Goss)



    Christina de Souza findet sich zusammen mit Sylvia Noble, der Mutter von Donna, auf einer High-Society-Feierlichkeit, auf der sie ihren Snobismus mit einer gewissen Befriedigung auslebt – auch, weil sie so hofft in der Begleitung ihrer neuen und glamourösen Freundin ihre Erinnerungen an ihre Tochter zu vergessen, die ja gleichfalls ihre Abenteuer mit einem gewissen Doctor hatte. Dabei ahnt sie nicht, dass Christina, wie immer eine höchst eigene Agenda hat und auf dieser Feier etwas ganz anderes sucht als Gleichgesinnte und Klatsch.



    Schnell stellt sich heraus, dass die Veranstaltung nicht nur den üblichen Zielen des social networking dient, sondern auch eine Art Werbeveranstaltung für ein neues Hautpflegeprodukt zu sein scheint: Amber. Eine Creme, die innerhalb von Minuten die Haut strafft, glättet und reinigt, so dass die Anwenderinnen und Anwender um Jahre jünger aussehen. Und von dem unbändigen Wunsch erfüllt sind, auch andere Leute einzucremen. Etwas, das sowohl Sylvia wie auch Cristina aus ganz unterschiedlichen Gründen ablehnen.



    Wie man sich denken kann bei einer Geschichte im Doctor-Who-Universum, hat die Creme noch ein paar andere Eigenschaften, die die weitere Handlung stark beeinflussen werden.



    Ein weiterer Gast auf der Feier ist unerwarteter Weise Lord Alfred de Souza, Christinas entfremdeter Vater, der mit der Karrierewahl seiner kriminellen Tochter gar nicht einverstanden ist. Er selbst ist eine ganz andere Art von Kriminellem. Und auch er verfolgt so seine ganz eigenen Ziele auf der Veranstaltung – aber auch für ihn ist das der Wurm drin bzw. der Käfer.



    Der Klappentext sagt: ‘Ocean’s 8‘ meets ‘Mask of the Red Death’ mit Käfern. Dem ist nichts hinzuzufügen.



    Portrait of a Lady (Tim Dawson)



    ‘Perfection’ ist der Name eines Bildes, das mit psycho-empathischer Farbe gemalt worden ist und seinem Betrachter immer genau das zeigt, was dieser zu einem gegebenen Moment als am Schönsten empfindet. Es ist im wortwörtlichen Sinne einzigartig und damit von unschätzbaren Wert – also ein Objekt, für das sich viele Sammler und ihre oft illegalen oder halblegalen Lieferanten interessieren.



    So ist natürlich auch Lady Christina de Souza an diesem Bild interessiert und bei dem Versuch es sich anzueignen trifft sie auf U.N.I.T. und dabei insbesondere auf Sam Bishop. Und auf einen Konkurrenten, der nicht nur skrupellos ist, sondern auch einen Bentley fährt, dessen integrierte außerirdische Technik ihrem fliegenden Doppeldeckerbus Konkurrenz macht – und einen sontaranischen Leibwächter, dessen Schießwut nur vage durch die direkte Geisteskontrolle seines Arbeitgebers in Schach gehalten wird.



    Eine wilde Jagd so Land, Luft und unter Wasser um die ganze Welt beginnt, die problemlos auch Teil einer James-Bond-Geschichte sein könnte – nur noch ein weniger absurder.



    Die noch verstärkte Einbindung von U.N.I.T.-Personal macht diese Geschichte noch fühlbarer zu einem Teil des Doctor-Who-Universums, so dass man immer wieder erwartet, im Hintergrund das seltsame Wummern und Surren zu hören, das das Auftauchen eines wohl vertrauten deus-ex-machina in der Erzählung ankündigt. Eine Versuchung, der auch Tim Dawson zu Glück in dieser Geschichte nicht erlegen ist.



    Death on the Mile (Donald McLeary)


    ‘The Mile’ ist der Ort, an dem einmal im Jahr das größte Military Tattoo Schottlands stattfindet, eine vielgeliebte Veranstaltung, die Gäste aus der ganzen Welt anzieht. Einer dieser Gäste ist in diesem Jahr Lady Christina de Souza, die aber nicht so sehr wegen der Musik und den Festlichkeiten da ist, sondern mal wieder auf der Suche nach Wertvollem, dass in einem bestimmten Schloß verborgen sein soll. Genau im streng bewachten Sicherheitsbereich der Veranstaltung. Und tatsächlich hat Lady Christina so ihre Probleme in diesen Sicherheitsbereich vorzudringen – und das trotz all ihrer außerirdischen Hilfsmittel. Dass Sam Bishop auch in der Stadt ist und sie im Namen U.N.I.T.s festzusetzen versucht macht die Sache nicht unbedingt leichter.



    Doch dann bekommt sie unerwartete Hilfe und sieht sich schon am Ziel ihrer Mission, als plötzlich eine Gruppe den Fans wohlbekannter Außerirdischer auftritt, die ihre ganz eigenen Ziele verfolgen. Ziele, deren Erreichen nicht nur für Lady Christina, sondern für weite Teile Schottlands eher negative Konsequenzen haben dürften.



    Eine weitere nette und amüsante Abenteuergeschichte, durchsetzt mit sehr schottischem Akzent. Hat gleichfalls Spaß gemacht.



    Laut den Extras ist dies der Testballon für eine neue Hörbuchreihe gewesen, auf die sich alle Beteiligten sehr freuten – und ich würde mich freuen, wenn es weiterginge.

    1. (Ø)

      Verlag: Big Finish Productions Ltd


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