Thomas Spyra - Es war nicht meine Schuld (ab 15.03.2021) (mit Autor)

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  • Die Beschreibung von Mooreichen erklärt sich vielleicht in den nächsten 3 Kapiteln. Der Gutshof ist fiktiv nach verschiedenen, damals vorhandenen Höfen als vierseitige Anlage aufgebaut.


    Überhaupt sind mir historische Details wichtig. Ich lese gerne historische Romane und mich ärgert es jedes Mal, wenn Tatsachen falsch dargestellt werden.


    Zu meinem Roman habe ich jahrelang recherchiert, um die «Geschichte» möglichst genau darzustellen.

  • Cover, erste Seiten

    Bei dem Cover gefällt mir das Bild sehr gut. Hast du es selbst gemalt, sizilienfan ? Auf die Idee bin ich gekommen, also ich gelesen habe, dass Malerei zu deinen kreativen Stärken gehört.

    Bezüglich der roten Schrift des Titels stimme ich Minnie007 zu. Vielleicht soll die rote Farbe bereits die Assoziation zu Blut wecken, aber ein weißer Titel wäre möglicherweise schöner.

    Sehr gut gefällt mir das Gedicht, vor allem weil die zwei Strophen sich nur durch das Tempus unterscheiden. Das ist ein minimaler Unterschied, der aber sehr viel aussagt.

    Prolog 2016 (S. 9-14)

    Der Prolog ist sehr flüssig lesbar, wozu die wörtliche Rede zu Beginn beiträgt. Er macht Lust, mehr zu erfahren, damit ist seine Funktion erfüllt.

    Noch nicht merken konnte ich mir die zahlreichen Namen der Verwandten, die vermutlich nach und nach genauer vorgestellt werden.

  • Ja, das Bild ist ein großes Acrylgemälde auf Leinwand von mir. 2011 habe ich drei 120x160 cm Bilder zu den Themen: Vergessen, Umwelt und Flüchtlinge für ein Schullandheim gemalt - leider fiel die «Kunst» dem Rotstift zum Opfer.

  • Wenn Ihr weiterlesen möchtet, dann schlage ich vor, die nächsten 3 Kapitel bis zur Seite 80.

    Diese behandeln die Kind- und Jugendzeit von Johann.


    Johann hat tatsächlich gelebt, ich weiß das er ein Maurer war und in Pustkow gewohnt hatte.

  • Guten Abend, mein Name ist Johanna, ich arbeite als Fremdsprachenkorrespondentin an der Universität Bremen und habe 2021 ein Sabbatical eingelegt. In der Hoffnung, viel zu reisen, neue Sprachen zu lernen und natürlich auch viel zu lesen! Das Erste hat ja nun leider bis jetzt so gar nicht geklappt, aber, wie sagt man so schön, die Hoffnung stirbt zuletzt.



    Den Autor Thomas Spyra kannte ich vorher noch nicht und habe mich umso mehr gefreut, das Werk kennen zu lernen. Die Einführung, der Prolog 2016 hat mir sehr gut gefallen, ich bin sogar ein wenig neidisch, dass Alexandra die Möglichkeit hat, ihre Familiengeschichte nicht nur kennen zu lernen, sondern vor allen Dingen sie aufzuschreiben.

  • Auch mir gefällt das Cover sehr gut, das Bild strahlt - für mich persönlich - Einsamkeit bzw. Vergänglichkeit aus. Mir gefällt die rote Schrift sehr gut, auch , dass der Name des Autors in weiß geschrieben wurde, so hebt sich das ein wenig ab.

  • Ihr Lieben ich bin immer noch Buchlos :| :(


    sizilienfan danke für den Link, aber ehrlich gesagt würde ich das Buch gerne "spühren" um richtig eintauchen zu können. Was meinst du wie lange ich noch warten soll?


    -> Mein Name ist Anja und ich wohne im Hohenlohekreis. Die Liebe hat mich hier her geholt. Meine Wurzeln liegen im LK Heilbronn. Alles BW :)

    Ich lese zum abschalten und um manche Geschehnisse der Vergangenheit besser zu verstehen.

    "Infiziert" wurde ich von meiner Mama mit "Die Kinder von Bullerbü". Bücher / lesen ist wahrlich eine Leidenschaft die Leiden schafft. Meist im Geldbeutel :wink:

    Ein Freund ist ein Mensch, der mich so nimmt wie ich bin -
    und nicht so,
    wie er am wenigsten Schwierigkeit mit mir hat!!

  • Mooreichen-1873 Inge und Friedrich - Mooreichen-1892 Johann (S. 48 - 80)

    Friedrich ist kein besonders netter Mensch und schlägt Frau und Kind. Johann, sein Sohn möchte nicht Schweinehirt, wie der Vater, werden und weil er so gut in der Schule ist, bekommt er die Chance eine Maurerlehre zu machen. Wobei der Baron vom Kaplan "überredet" wird, das Lehrgeld zu zahlen. Nach der Lehre geht er auf die Walz. Nachdem die reguläre Zeit der Walz vorbei ist, überlegt er, ob er nach Hause gehen soll, oder ob er weiterhin unterwegs sein möchte und entscheidet sich für den Heimweg.

    Ob ihn das Leben das gibt, was er erwartet werden wir sicher bald erfahren.

    Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.
    Heinrich Heine

  • Hallo Anja, tut mir Leid, dass Du immer noch buchlos bist. Hohenloher LK ist ja nicht so weit weg von Bad Windsheim - hätte ich ja fast hinbringen können . :lol:

  • Guten Abend, mein Name ist Johanna, ich arbeite als Fremdsprachenkorrespondentin an der Universität Bremen und habe 2021 ein Sabbatical eingelegt. In der Hoffnung, viel zu reisen, neue Sprachen zu lernen und natürlich auch viel zu lesen! Das Erste hat ja nun leider bis jetzt so gar nicht geklappt, aber, wie sagt man so schön, die Hoffnung stirbt zuletzt.



    Den Autor Thomas Spyra kannte ich vorher noch nicht und habe mich umso mehr gefreut, das Werk kennen zu lernen. Die Einführung, der Prolog 2016 hat mir sehr gut gefallen, ich bin sogar ein wenig neidisch, dass Alexandra die Möglichkeit hat, ihre Familiengeschichte nicht nur kennen zu lernen, sondern vor allen Dingen sie aufzuschreiben.

    Guten Morgen Johanna, auch mir habe ich damit ein lange gehegtes Bedürfnis erfüllt, mein Wissen über die eigene Familie zu verarbeiten. Leider stellt man sich erst viele Fragen, wenn es zu Spät ist. Es lebt niemand mehr der mir Antworten kann.

  • Hallo Anja, tut mir Leid, dass Du immer noch buchlos bist. Hohenloher LK ist ja nicht so weit weg von Bad Windsheim - hätte ich ja fast hinbringen können .

    Ist dir das nicht aufgefallen bei der Adresse? Du bist fast näher als die alte Heimat :lol:

    Heute ist auch nichts mit der Post gekommen. Was ist dein Lösungsvorschlag? Bekomm ich noch eins geschickt? Wäre keine Pandemie hätte ich gesagt lass uns ein Kaffee trinken gehen :wink: :study:

    Ein Freund ist ein Mensch, der mich so nimmt wie ich bin -
    und nicht so,
    wie er am wenigsten Schwierigkeit mit mir hat!!

  • Speyer 1792 - Joseph (S. 15-38)

    Wie gehofft ist es überhaupt kein Problem, dass ich mir die Namen aus dem Prolog nicht alle merken konnte. Das Kapitel ist sehr gut verständlich.

    Wir lernen eine gut funktionierende jüdische Gemeinschaft kennen, in der ein reicher Kaufmann Joseph finanziell unterstützt, ihm eine Lehre anbietet und damit eine Zukunftsperspektive schafft. Im Kontrast dazu steht das Verhalten der zwei Betrunkenen, die seinen Vater erschlagen. Dann scheint Joseph unverschuldet vom Pech verfolgt zu sein: Auch der Tuchhändler stirbt, sodass Josephs Zukunftsperspektive zerstört ist. Seine Frau erleidet eine Fehlgeburt, der Wintereinbruch verzögert die Auswanderung, ein Steinschlag beschädigt den Wagen (immerhin verletzt er niemanden); Joseph erfährt zudem, dass sie in ihrem Zielland nicht willkommen sein werden. In Rattenberg werden sie dagegen sehr freundlich aufgenommen, aber den Frauen scheint dort zu wenig die Sonne. Kaum habe ich mich gefragt, ob sie die so begründete Entscheidung zur Weiterreise bereuen werden, finde ich eine solche Bemerkung von Elsa. Ihr Tod und der von Joseph kommen sehr plötzlich. Dabei fällt mir auf, dass der Schreibstil (absichtlich?) eher nüchtern ist, zum Beispiel als Franz die Freunde tot auffindet. Einerseits wirkt dies distanziert, andererseits folgen so ohne Ausschmückungen zur Trauer der Hinterbliebenen die bereits jetzt zahlreichen Todesfälle rasch aufeinander, sodass deren hohe Zahl stärker im Vordergrund steht.

    Gewundert habe ich mich über die doch recht zahlreichen Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler. Erst habe ich sie für Verbesserungsvorschläge notiert, habe das aber schnell aufgegeben, weil der Lesefluss durch die Zahl der Notizen einfach viel zu sehr gestört wird. Hat der Verlag kein Lektorat durchgeführt? Oder ist das Buch mehr oder weniger im Eigenverlag entstanden?

  • Speyer 1792 - Joseph (S. 15-38)

    Wie gehofft ist es überhaupt kein Problem, dass ich mir die Namen aus dem Prolog nicht alle merken konnte. Das Kapitel ist sehr gut verständlich.

    Wir lernen eine gut funktionierende jüdische Gemeinschaft kennen, in der ein reicher Kaufmann Joseph finanziell unterstützt, ihm eine Lehre anbietet und damit eine Zukunftsperspektive schafft. Im Kontrast dazu steht das Verhalten der zwei Betrunkenen, die seinen Vater erschlagen. Dann scheint Joseph unverschuldet vom Pech verfolgt zu sein: Auch der Tuchhändler stirbt, sodass Josephs Zukunftsperspektive zerstört ist. Seine Frau erleidet eine Fehlgeburt, der Wintereinbruch verzögert die Auswanderung, ein Steinschlag beschädigt den Wagen (immerhin verletzt er niemanden); Joseph erfährt zudem, dass sie in ihrem Zielland nicht willkommen sein werden. In Rattenberg werden sie dagegen sehr freundlich aufgenommen, aber den Frauen scheint dort zu wenig die Sonne. Kaum habe ich mich gefragt, ob sie die so begründete Entscheidung zur Weiterreise bereuen werden, finde ich eine solche Bemerkung von Elsa. Ihr Tod und der von Joseph kommen sehr plötzlich. Dabei fällt mir auf, dass der Schreibstil (absichtlich?) eher nüchtern ist, zum Beispiel als Franz die Freunde tot auffindet. Einerseits wirkt dies distanziert, andererseits folgen so ohne Ausschmückungen zur Trauer der Hinterbliebenen die bereits jetzt zahlreichen Todesfälle rasch aufeinander, sodass deren hohe Zahl stärker im Vordergrund steht.

    Gewundert habe ich mich über die doch recht zahlreichen Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler. Erst habe ich sie für Verbesserungsvorschläge notiert, habe das aber schnell aufgegeben, weil der Lesefluss durch die Zahl der Notizen einfach viel zu sehr gestört wird. Hat der Verlag kein Lektorat durchgeführt? Oder ist das Buch mehr oder weniger im Eigenverlag entstanden?

    Ich habe über 4 Jahre an dem Buch geschrieben . da kann es schon mal vorkommen, dass die eine oder andere Stelle nüchtern geblieben ist . Als Bau- und Projektleiter bin ich eher an technische Texte gewöhnt.


    Ich hatte verschiedene Leute mit dem Korrekturlesen beauftragt und finde nun auch immer wieder Fehler. Leider sieht man als Autor dies nicht immer gleich, dazu braucht es längeren Abstand. Verlegt habe ich es in meinem eigenen Verlag.

  • Ich habe über 4 Jahre an dem Buch geschrieben . da kann es schon mal vorkommen, dass die eine oder andere Stelle nüchtern geblieben ist . Als Bau- und Projektleiter bin ich eher an technische Texte gewöhnt.

    Mich hat der Stil nicht gestört, er hat seine ganz eigene Wirkung und kann ganz gezielt eingesetzt sein.

  • Mooreichen 1834 - Fedor (S. 39-47)

    Die Kapitelüberschriften gefallen mir sehr, weil sie mir durch die Angabe von Handlungsort, Datum und Protagonist eine gewisse Orientierung bieten.

    Fedor wird von seinen Adoptiveltern an den Gutsbesitzer von Mooreichen verkauft, damit er ein besseres Leben habe. Fedor scheint damit auch zufrieden zu sein.

    Die Geschichte wiederholt sich: Auch seine Frau erleidet eine Fehlgeburt. Als später der Stammhalter zur Welt kommt, stirbt sie an den Folgen der Geburt.

    Mooreichen 1873 - Inge und Friedrich (S. 48-57)

    Fedor ist entsetzt, als eine Familie ihre Tochter als Magd verkauft, denkt dabei wohl nicht daran, dass es ihm ähnlich ergangen ist.

    Friedrich vergewaltigt Inge, eine Vierzehnjährige. Ebenfalls schlimm ist, dass der ihr zu Hilfe eilende Robert ihr die Schuld gibt. Da sie schwanger ist, muss sie Friedrich heiraten, der sie schlägt. Bei Friedrich entspricht der Buchtitel seinen Gedanken, aber bei ihm ist es fehlerhaft: Es ist durchaus seine Schuld, dass er so gewalttätig, ungepflegt und unbeliebt ist.


    Ein Motiv zieht sich bisher durch den Roman: Keine Familie der Protagonisten ist (dauerhaft) glücklich.

  • Auch meine Großeltern bzw. Eltern sind schon bereits verstorben und ich habe einfach zu wenig gefragt, wie es in der Vergangenheit war. Das bereue ich jetzt zutiefst. Vier Jahre hast du an dem Buch geschrieben? Kommt mir sehr lange vor. Was hat am längsten gedauert? Die Recherche?

  • Auch meine Großeltern bzw. Eltern sind schon bereits verstorben und ich habe einfach zu wenig gefragt, wie es in der Vergangenheit war. Das bereue ich jetzt zutiefst. Vier Jahre hast du an dem Buch geschrieben? Kommt mir sehr lange vor. Was hat am längsten gedauert? Die Recherche?

    Ja, die Recherche, vor allem manchmal verschiedene Ansichten und auch das Abgleichen der gelesenen Bücher mit dem Internet war zeitraubend. Es sollte so genau wie möglich sein, allerdings waren manchmal ein paar kleine Korerrekturen zum besseren Ablauf meiner Handlung notwendig.

    Mooreichen 1873 - Inge und Friedrich (S. 48-57)

    Ein Motiv zieht sich bisher durch den Roman: Keine Familie der Protagonisten ist (dauerhaft) glücklich.

    Ich hoffe das ändert sich noch.

    Es gibt auch noch bessere Tage :)

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