Susan Mallery - Das Jahr der Rosenschwestern / The Summer of Sunshine and Margot

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  • Gegensätze ziehen sich an

    Die zweieiigen Zwillingsschwestern Sunshine und Margot Baker sind so gegensätzlich, wie man es nur sein kann. Margot nimmt ihre Berufung als Benimmcoach sehr ernst und versucht, das Leben von schwierigen Charakteren wieder in normale Bahnen zu bringen, doch ihre neue Klientin Bianca raubt ihr den letzten Nerv, wäre da nicht ihr Sohn Alec, der sie überreden kann, nicht die Geduld mit seiner Mutter zu verlieren und der auch bei Margot so manche Seite zum Schwingen bringt. Sunshine verdient sich neben ihrem Studium Geld als Kindermädchen und lebt auch sonst eher ins Blaue hinein, als endlich mal eine feste Richtung einzuschlagen und diese dann schnurgerade zu verfolgen. Für ihren jetzigen Job ist sie bei dem alleinerziehenden Vater Declan und seinem Sprößling untergekommen und beide schleichen sich bald in ihr Herz. Was wird aus der einzigen Gemeinsamkeit der beiden Schwestern, die mit dem männlichen Geschlecht bisher nur schlechte Erfahrungen gemacht haben und sich nie wieder mit einem davon einlassen wollten?


    Susan Mallery hat mit „Das Jahr der Rosenschwestern“ wieder tief in die romantische Trickkiste gegriffen, um den Leser mit einer gefühlvollen Geschichte gut zu unterhalten. Mit locker-leichtem Erzählstil, der neben einige Witz auch recht farbenfroh daher kommt, darf sich der Leser anhand wechselnder Perspektiven an die Fersen der Zwillingsschwestern heften und ihnen bei ihren jeweiligen Unternehmungen über die Schulter schauen, wobei er auch Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhält. Obwohl sie augenscheinlich kaum etwas gemeinsam haben, sind sich Margot und Sunshine vor allem bei ihren Gefühlen sehr ähnlich. Beides sind gebrannte Kinder, die sich lieber nicht mehr auf die Männerwelt einlassen wollen. Was von solchen Vorhaben zu halten ist, wird schnell deutlich, als beide unabhängig voneinander auf ihr perfektes Gegenstück stoßen und ihre gefassten Vorsätze ins Wanken bringen. Die doch recht resolute Margot hat in ihrer Schauspielklientin Bianca ihre Meisterin gefunden, bei der sie die Nerven zu verlieren droht, während Biancas Sohn Alec dem Ganzen von Beginn an skeptisch gegenübersteht, kennt er doch seine Mutter doch wesentlich besser und weiß um ihre Defizite. Die eher lockere Sunshine hat als Kindermädchen schnell das Herz ihres Zöglings gewonnen und damit auch das seines Vaters. Schwierig nur, wenn sowohl Margot und Sunshine sich so sehr einzureden versuchen, Männer seien Gift für sie. Mit unterhaltsamen Dialogen und unterschwelligem Humor liest sich das Buch fast von selbst, auch wenn die Geschichte recht vorhersehbar ist.


    Die Charaktere sind lebensnah und glaubwürdig ausstaffiert, besitzen menschliche Ecken und Kanten, die sie dem Leser authentisch und nahbar machen. Margot ist eine ehrgeizige und zielgerichtete Person, die ihre Aufgaben ernst nimmt und das Leben anderer verbessern möchte. Sie besitzt eine Menge Geduld, die aber auch irgendwann ein Ende findet. Sunshine lebt eher in den Tag hinein, hat noch kein richtiges Ziel vor Augen, deshalb schlägt sie sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Bianca ist eine Exzentrikerin, während Sohn Alec mit extremer Zurückhaltung und Nüchternheit glänzt. Declan dagegen ist ein warmherziger Mann, der seine Gefühle nicht einfach so verschenkt und mit seiner Ernsthaftigkeit Sunshine in die Bredouille bringt.


    „Das Jahr der Rosenschwestern“ unterhält mit zwei Liebesgeschichten und beschert dem Leser romantisch-angehauchte Lesestunden, bei denen die Seiten nur so davonfliegen. Schöne Lektüre für zwischendurch. Verdiente Empfehlung!


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    Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)


    "Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
    Albert Einstein


    "Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
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    gelesene Bücher 2020: 432 / 169960 Seiten

  • Mario

    Hat den Titel des Themas von „Susan Mallery - Das Jahr der Rosenschwestern“ zu „Susan Mallery - Das Jahr der Rosenschwestern / The Summer of Sunshine and Margot“ geändert.
  • Klappentext

    Benimmcoach Margot Baxter weiß mit schwierigen Menschen umzugehen -- bis sie ihrer neuen Klientin, der Filmdiva Bianca begegnet. Bald ist Margot kurz davor, diesen Job in dem wunderschönen umgebauten Kloster hinzuwerfen. Doch Biancas Sohn, ein zurückgezogener Wissenschaftler, überzeugt sie zu bleiben.

    Sunshine ist das genaue Gegenteil von Margot: unstet und impulsiv. Diesen Sommer will sie jedoch bodenständig werden, studieren und das mit einem Job als Nanny finanzieren. Zu dumm, dass sie sich ausgerechnet in ihren neuen Boss verliebt. Denn sie will nicht noch einmal ihre Zukunft von einem Mann abhängig machen.

    Ihr Leben lang hatten die Baxter-Schwestern nur einander. Doch diesen Sommer entdecken sie beide in verwunschenen Gärten den Mann fürs Leben.

    Meinung

    Man kann nicht sein ganzes Leben oder seine Persönlichkeit ändern, obwohl genau das hier so sehr gewünscht wird. Sich weiterentwickeln wäre sinnvoller.

    Dabei braucht der eine oder andere mehr oder weniger Hilfe. Das ist Teil des Romans. Die andere Hälfte geht wie immer um die Liebe.

    Die ist hier etwas ungewöhnlich für einen Roman dargestellt. Alle Personen sind als perfekt dargestellt. Schön, klug, warmherzig und talentiert. Sie haben ihre kleinen Schwächen aber nichts was es zu einem richtigen Thema machen würde. Es ist alles einfach wunderbar.

    Nicht gerade nichtssagend aber es hat mich nicht vom Hocker gerissen. Obwohl ich sonst die Romane der Autorin mag. Sie schreibt in ihren anderen Büchern mit etwas mehr Tiefe. Sei es das es dort ein paar Komplikationen gibt die hier komplett fehlen.

    Mit viel Wohlwollen kann ich sagen es ist ein Roman für Tage da man nichts Besseres vor hat.

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