John Grisham - Der Regenmacher / The Rainmaker

  • Buchdetails

    Titel: Der Regenmacher


    Verlag: Heyne

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 624

    ISBN: 9783453127012

    Termin: September 1997

  • Bewertung

    4.2 von 5 Sternen bei 44 Bewertungen

    83,9% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Der Regenmacher"

    'Grisham weiß einfach, wie es geht. Hochspannung pur!' People Rudy Baylor, ein Jurastudent im letzten Semester, gewinnt seine ersten 'Mandanten', ein Ehepaar, dessen Sohn an Leukämie erkrankt ist. Die Krankenversicherung weigert sich, für die wahrscheinlich lebensrettende Therapie zu zahlen. Rudy erkennt bald, daß er es mit einem riesigen Versicherungsskandal zu tun hat. Er nimmt den Kampf gegen eines der mächtigsten, korruptesten und skrupellosesten Unternehmen Amerikas auf...
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  • Inhalt

    Rudy Baylor, ein Jurastudent im letzten Semester, gewinnt seine ersten "Mandanten", ein Ehepaar, dessen Sohn an Leukämie erkrankt ist. Die Krankenversicherung weigert sich, für die wahrscheinlich lebensrettende Therapie zu zahlen. Rudy erkennt bald, daß er es mit einem riesigen Versicherungsskandal zu tun hat. Er nimmt den Kampf gegen eines der mächtigsten, korruptesten und skrupellosesten Unternehmen Amerikas auf...

    (Quelle: Amazon.de)


    Bewertung

    Das Thema ist interessant, ein sympathischer junger Anwalt kämpft gegen eine übermächtige Versicherungsgesellschaft. Er hat noch nicht einmal das Anwaltsexamen bestanden, als dieser Fall ihm zufällt. Er nimmt sich seiner an, wobei ihm auf der gegnerischen Seite eine ganze Armee von erfahrenen Anwälten gegenüber steht.

    Erschreckend zu sehen, wie Krankenversicherungen in den USA arbeiten, wobei der Mensch auf der Strecke bleibt und nur das Geld zählt.

    Das ist der eine Erzählstrang.

    Der andere, der parallel läuft, ist die Begegnung von Rudy Baylor mit der von ihrem Ehemann mißhandelten Kelly. Die beiden begegnen sich zum ersten Mal in der Krankenhauscafeteria. Sie mit gebrochenem Knöchel nach der letzten Attacke ihres Mannes, er beim Lernen fürs Examen und weil er von seinem Chef dazu verdonnert worden ist, sich im Krankenhaus nach potenziellen Klienten umzuschauen. Guck dir die Leute an, die nach einem Unfall oder ähnlichem aufgenommen worden sind und biete deine Dienste an. Rudy graut vor solchen Praktiken, er geht es eher halbherzig an.

    Zwischen ihm und Kelly entsteht eine Freundschaft.

    Den Fall gegen die Versicherungsgesellschaft fand ich zwar gut, aber zum Teil auch langatmig. Es ist halt Versicherungsgedöns, nicht gerade das spannendste Thema. Und das Ganze ist auch von vornherein etwas zu positiv für Rudy gestaltet. Er, der blutige Anfänger, hat ständig Glück und der Staranwalt, gegen den er antritt, hat nur Pech. Dadurch büßt die Geschichte an Spannung ein und ist etwas unglaubwürdig. Dazu kommt der ganze Prozessablauf, das Auswählen der Zeugen und der Jury, die Verhöre über finanzielle Mittel, Handbücher und Bilanzen...man sollte sich schon für die Juristerei interessieren, damit man nicht einschläft.

    Dazu ist das Buch im Präsens und aus der Sicht des Ich-Erzählers geschrieben.

    Wenn ich jemandem einen Grisham empfehlen sollte, würde ich nicht unbedingt zu diesem Buch greifen, sonst ist derjenige gleich bedient.

    Es gibt wesentlich spannendere Fälle, wie z.B. "Die Firma" oder "Die Kammer".

    Trotzdem hat es meiner Meinung nach noch zu :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: gereicht. Rudy ist ein sympathischer Typ, mit dem man mitfühlt. Die "bad guys" beziehen Prügel. Krankenversicherungen sind geldgierige Haie, die unwissenden Kunden Policen anschmieren, dann aber nicht zahlen wollen. Und die astronomischen Summen, die in den USA in Gerichten gefordert werden, ziehen Anwälte an, die ein Stück vom Kuchen haben wollen und wie Geier um Unfallopfer herum kreisen.

    Anyone who stops learning is old, whether at twenty or eighty. Anyone who keeps learning stays young. The greatest thing in life is to keep your mind young.

    - Henry Ford-

  • Ich kannte bisher nur die ersten vier Teile - als Buch und die entsprechenden Verfilmungen. Die Filme habe ich damals sogar öfter gesehen. Ich liebe das Setting Gerichtssaal und wundere mich eigentlich, dass ich zig Jahre nichts in der Art gelesen habe.

    Doch die letzten Monate bin ich öfter über Grisham gestolpert, sodass ich mir viele Bücher nachgekauft habe. Und "Der Regenmacher" war jetzt das erste von ihm, dass ich nach zig Jahren verschlungen habe. Das Ende habe ich sogar noch in der Nacht unter der Woche gelesen, was ich in der Regel gar nicht mehr mache.


    Und ich war richtig begeistert, obwohl ich all die Punkte, die Du, Isabella1978 , angeschnitten hast, gut nachvollziehen kann. Und auch wenn ich davon ausging, dass Rudy seinen ersten großen Fall gewinnen wird, und ich mich so wahnsinnig auf die Szenen vor Gericht gefreut habe (den Richter fand ich einfach super), war mir das alles egal.

    Ich mag ja naiv rüberkommen, aber das ist so eine Geschichte, von der ich mir so sehr wünschte, dass sie auch im richtigen Leben vorkommt.

  • Und auch wenn ich davon ausging, dass Rudy seinen ersten großen Fall gewinnen wird, und ich mich so wahnsinnig auf die Szenen vor Gericht gefreut habe (den Richter fand ich einfach super), war mir das alles egal.

    :D

    Zufällig kam der Film gestern bei uns im Fernsehen, da konnte ich gut vergleichen, weil ich das Buch erst vorgestern beendet hatte.

    Im Film ist der Richter viel weniger auf Rudy's Seite und der Anwalt der Verteidigung kann viel mehr Punkte machen.

    Im Buch kriegt er ständig auf die Nase. :D

    Anyone who stops learning is old, whether at twenty or eighty. Anyone who keeps learning stays young. The greatest thing in life is to keep your mind young.

    - Henry Ford-

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