Bill Kaulitz - Career Suicide

  • Buchdetails

    Titel: Career Suicide: Meine ersten dreißig Jah...


    Verlag: Ullstein Hardcover

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 384

    ISBN: 9783550201394

    Termin: Neuerscheinung Februar 2021

  • Bewertung

    2.3 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

  • Inhaltsangabe zu "Career Suicide: Meine ersten dreißig Jah..."

    Als Gesicht der Band Tokio Hotel wurde Bill Kaulitz für sein exzentrisches Auftreten geliebt, belächelt bewundert und gehasst wie kein Zweiter. Fans verehrten seinen androgynen Style, die Presse reagierte mit Ratlosigkeit und Spekulationen über seine sexuelle Identität. Als der Rummel um die eigene Person gefährliche Ausmaße annahm, floh Bill mit seinem Zwillingsbruder Tom nach Los Angeles. Von dort blickt er auf die ersten dreißig Jahre seines Lebens zurück. Aufgewachsen in der Nähe von Magdeburg, war Bill Anfeindungen und Unverständnis gewohnt, ließ sich aber nie beirren und verfolgte konsequent seine künstlerischen Visionen und seinen Traum eines Lebens abseits von provinzieller Enge. Zum ersten Mal erzählt er hier offen von seiner Kindheit im Nirgendwo, von Tokio Hotels überwältigendem Erfolg, aber auch von Eskapaden, Einsamkeit und der besonderen Beziehung zu seinem Bruder Tom.
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  • „Wenn nichts mehr geht“ (Tokio Hotel)…

    …dann schreibt man mit 31 Jahren halt seine Biografie. Offen gestanden war ich neugierig, was ein doch noch recht junger Mensch wie Bill Kaulitz zu sagen hat, der mit seiner Band in der Jugend meines Nachwuchses eine nicht unerhebliche Rolle gespielt hat, zumal er das Gros des Lebens noch vor sich hat. Wahrscheinlich ist die Vermutung nicht falsch, dass das Geld für den ausgefallenen Lebensstil ja irgendwie hereinkommen muss, wenn man schon mit der Musik nicht mehr punkten kann und da mittlerweile von der Bildfläche gewischt wurde.


    Schon der Titel „Career Suicide“ lässt einiges erahnen. Dementsprechend war dann auch das Buch, das sich hauptsächlich um seine ach so furchtbare Kindheit dreht und wie schrecklich es doch war, berühmt-berüchtigt zu sein und sehr viel Geld mit Musik zu verdienen. Die Schilderungen seiner Kindheit und Jugend vermitteln eher ein Bild aus den 50er/60er Jahren als aus der Zeit nach der Wende, die Kaulitz ja gar nicht bewusst miterlebt hat, da 1989 geboren. Auch wenn der Schreibstil locker-flockig daher kommt, kann er nicht wirklich überzeugen. Jeder, der mal länger in der Musikszene gearbeitet hat, wird einige seiner Aussagen bestätigen können, einiges aber auch mit Kopfschütteln beantworten.


    Sicher haben er und seine Bandkollegen schon in jungen Jahren mit einem harten Geschäft Bekanntschaft geschlossen, wo es darum geht, entweder an der Spitze mitzuwirken oder aber in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Und da er und seine Mitstreiter berühmt werden wollten, sollten sie sich auch mit den Tatsachen anfreunden, dass z. B. das Privatleben nur geschützt bleibt, wenn man es nicht immer wieder an die große Glocke hängt und damit spielt. Ihr Abschied aus Deutschland war aus ihrer Sicht vielleicht richtig, doch die Konsequenz ist halt, dass heute kaum noch ein Hahn nach ihnen kräht. Die Jugend von damals ist erwachsen geworden und erinnert sich vielleicht ab und an noch gern an sie. Mehr ist allerdings nicht übrig geblieben, da nützt auch eine Biografie nichts, die kaum etwas Neues zu berichten weiß. Das Offenlegen seines Seelenlebens und der Schrei nach Liebe lässt einen kurzfristig Mitleid empfinden, doch inzwischen ist er alt genug, um seinem Leben eine Richtung zu geben, die ihm dies ermöglicht. Dafür braucht man keine Öffentlichkeit, die man auf der Höhe des Ruhms als so vereinnahmend und störend empfunden hat.


    Diese Geschichte ist ohne Tiefgang und Mehrwert. Für eingefleischte Fans vielleicht, für mich heißt es ab in die Tonne damit!


    :bewertung1von5:

    Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)


    "Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
    Albert Einstein


    "Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
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    gelesene Bücher 2020: 432 / 169960 Seiten

  • Interessant


    Bill Kaulitz bringt mit 30 Jahren seine Autobiographie heraus. Er erzählt sein bisheriges Leben, angefangen bei seiner Geburt. Er erzählt, wie er mit seinem Bruder Tom die Band Tokio Hotel gegründet hat und er damit mit 15 Jahren bekannt geworden ist. Er berichtet vom Leben auf der Tour und wie er mit seinem Bruder 2010 nach Los Angeles gezogen ist, um dem Rummel zu entgehen.


    Die Geschichte von Bill Kaulitz war mir völlig unbekannt. Ich habe durch das Buch viel Neues erfahren. Ich empfand es als sehr berührend und einnehmend, wie offen Bill seine Geschichte geschildert hat. Der Schreibstil ist einfach bis vulgär. Das hat mir nicht so gefallen. Das Vorwort hat Benjamin von Stuckrad-Barre geschrieben. Das fand ich weniger interessant, denn ich wollte lieber von Bill persönlich seine Geschichte erfahren. Nette Bilder aus dem Familienalbum sind am Kapitelanfang zu sehen. Ich fand das eine nette Aufheiterung. Das Buch selber hat ein tolles Outfit. Es ist besonders schön mit einem schwarzen Buchschnitt versehen worden.


    Interessante Einblicke in das Leben von Bill Kaulitz.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Erschreckend direkt und ehrlich!

    Für Fans ein Muss und für Musikbrancheninteressierte eine spannende Lektüre!


    Bill Kaulitz erzählt Kapitel für Kapitel über sein Leben und wie er mit seinem Zwillingsbruder im Osten Deutschlands aufgewachsen ist. Bill schildert ausführlich verschiedene einschlägige Erlebnisse aus seiner Kindheit und was ihn besonders geprägt zu haben scheint. Die Liebe zu seinem Bruder und seiner Mutter ist dabei deutlich herauszulesen.
    In den späteren Kapiteln erzählt er, wie es zur Bandgründung Tokio Hotel kam, wie die Jungs zu einem Plattenvertrag gekommen sind und wie sich die Jahre des Erfolges mit Tokio Hotel gestaltet haben.
    Sehr ehrlich und direkt erzählt er über Drogen, Plattenverträgen, intimen Begegnungen und seinen Gedanken.

    Ich persönlich fand es spannend, die Sicht des Bill Kaulitz' zu lesen, denn Vieles hat man früher ganz anders wahrgenommen.
    Bills Schreibstil ist locker, flockig - lässt sich super einfach und schnell lesen. Jedoch störte mich persönlich oft seine Ausdrucksweise, daher in der Gesamtbewertung einen Stern Abzug. Natürlich und so kennt man ihn, war dies wohl auch bewusst, um den Leser zu überraschen, provozieren und für Gesprächsstoff zu sorgen.

    Auch wenn Bill in seinem Buch mehr als deutlich klarmacht, dass ihm egal ist, was andere von ihm denken, hat er sich meiner Meinung nach mit diesem Buch nicht gerade in einem sympathischen Licht gezeigt. Egal ob für Fans, oder Leute, die sich einfach nur für ihn als Person interessieren. Ich finde es schade, dass er, besonders ab der Mitte seines Buches, fast nur noch auf die negativen Aspekte „seiner ersten 30 Jahre“ eingegangen ist.
    Empfehle ich trotzdem jedem, der sich nur ansatzweise für Bill und die Musikbranche interessiert.

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