Christoph Wortberg - Kein Entkommen

  • Kurzmeinung

    hennie
    Gute Unterhaltung - Thema Trauma spielt die große Rolle s. Titel
  • Kurzmeinung

    Chattys Buecherblog
    Ein Reihenauftakt, der mich leider nicht überzeugen konnte.

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  • "Trauma - kein Entkommen" ist das erste Buch, das ich von Christoph Wortberg lese. Es bildet den Auftakt einer neuen Krimi-Reihe, wobei der erste Fall für Katja Sand um die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele kreist


    Zwei Tote, der eine ertrunken in einem See, der andere erstickt in einem Kühlschrank. Die Parallelen zwischen den Fällen sind frappierend: Hier wie dort stirbt ein schwer traumatisierter Mann unter Umständen, die an jenes Erlebnis erinnern, das die Traumatisierung ausgelöst hat. Handelt es sich wirklich um Suizide, wie es die Obduktion nahelegt und der Psychoanalytiker Dr. Hanning bestätigt? Genau das bezweifelt die Münchner Mordermittlerin Katja Sand und gräbt sich mit Assistent Rudi Dorfmüller tiefer in die Fälle. Die beiden stoßen auf einen vertuschten Skandal in der Bundesmarine. Je mehr schmutzige Details Katja ans Tageslicht bringt, desto mehr wächst der Druck von oben. Bis ihr die Fälle entzogen werden und Katja vor einer folgenschweren Entscheidung steht.

    Das Cover ist relativ schlicht, der einprägsame Tite ist in leuchtendgelben Buchstaben auf einem schwarz-weiß schraffierten Hintergrund in Szene gesetzt worden.

    "Trauma - kein Entkommen" ist in München verortet. Der Psychothriller lässt sich in drei große Sinnabschnitte gliedern, welche nach den drei Elementen Wasser, Eis und Feuer benannt und jeweils von einem kurzen Prolog eingeleitet werden, der von den traumatischen Erlebnissen eines unbekannten kleinen Kindes in der Vergangenheit erzählt.

    Das weitere Geschehen spielt in der aktuellen Gegenwart, es wird aus der Sicht der ehrgeizigen alleinerziehenden Kriminalkommissarin Katja Sand geschildert, welche in einem tagtäglichen Spagat zwischen ihren beruflichen Pflichten und ihrem privaten Leben gefangen ist. Aus persönlichen Gründen lassen die zwei schockierenden Fälle die taffe Ermittlerin nicht kalt. Denn sie leidet selbst an einem tief in ihrem Inneren verborgenen Trauma, das im Laufe der Ermittlungen ans Tageslicht gerät.

    "Trauma - kein Entkommen" ist definitiv kein Buch für schwache Nerven. Christoph Wortberg ist ein schockierender, verstörender Psychothriller, gelungen der mich von der ersten bis zur letzten Seite in Atem gehalten hat. Nach diesem spektakulären Auftakt bin ich auf die folgenden Bände dieser Reihe gespannt....

  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Christoph Wortberg: Trauma - Kein Entkommen“ zu „Christoph Wortberg - Kein Entkommen“ geändert.
  • Katja Sand, alleinerziehende Mutter von einer pubertären Tochter und gleichzeitig Kriminalkommissarin der Mordinspektion befindet sich in einem Gefühlsstreit. Der neue Freund Ihrer Tochter gibt ihr Rätsel auf und so lässt Sie ihn überwachen. Sie stellt fest, dass es mit Drogen dealt und so stellt sich die Frage, ob sich Katja einfach so in das Leben Ihrer Tochter einmischen darf oder nicht ? Gleichzeitig findet sich die Leiche eines Mannes in einem Münchner Baggersee. Nichts, außer einem Messer deutet auf einen Mord hin, doch warum sollte der Mann, der nachweislich nicht schwimmen konnte, sich in einem Paddelboot auf den See rudern und dann mit dem Messer das Boot aufschlitzen..


    .Der Start einer Trilogie, wobei ich Probleme mit dem Begriff Thriller habe. Ich würde es eher als richtigen Kriminalroman bezeichnen. Das Thema ist klar. Katja will beweisen, dass es sich um einen Mord handelt, doch jeder will Sie ausbremsen. Als sich herausstellt, dass das Opfer bei der Marine war und dort auch schon in einen Fall verwickelt war, versteht Katja, warum das Thema unangenehm für den Staat ist und man es gerne unter den Teppich kehren würde, doch sie widersetzt sich gegen Ihren Chef und ermittelt zur Not auch alleine. Doch verrennt sie sich nicht einfach in eine vielleicht falsche Wahrheit ?


    Der Schreibstil ist klasse und es liest sich sehr flüssig. Mir gefällt, dass es eine private Handlung gibt, die es mir ermöglicht bei kommenden Folgen eine gewisse heimische Grundlage aufzubauen. Auf der anderen Seite gefällt mir auch Ihr Kollege Dorfmüller, der wie so oft, auch sehr speziell ist. Das Spielen mit den verschiedenen Motiven, die sich auftun und bis fast zum Ende rätseln lassen, gefällt mir gut. Mein Punktabzug liegt am Ende, wobei es gut ist, aber irgendwie hatte ich nach dieser Geschichte einfach ein noch stärkeres Ende erwartet.


    Die Handlung ist stark aufgebaut und der Leser ist sich sicher, dass Katja recht hat und wunderbarerweise verschiebt sich doch noch mal einiges. Die Darsteller haben Charakter und Katja ein großes Geheimnis, dass weder Ihr Ex-Freund, noch Ihre Tochter kennt und an dem bislang nur leicht gekratzt wurde. Sie ist sympathisch und doch Unnahbar und mit Ihrem Instinkt und Dickkopf geht sie durch die Wand. Dorfmüller ist der lässige, sich treiben lassende, der, man könnte es so denken, nur für sein Hobby ( Auto) lebt. Doch er ist auch derjenige der die meiste Ermittlungsarbeit macht. Alles lebt von Widersprüchen und Rätseln, die Lust machen, diese Serie weiter zu verfolgen.


    Eine klare Empfehlung an alle Krimi Fans und ich freue mich auf den 2. Teil der im September erscheinen soll.:bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Kindheitstraumata

    In einem See wird eine Leiche gefunden, scheinbar ertrunken. Kurze Zeit später wird die nächste Leiche gefunden, erstickt in einem Kühlschrank im Wald. In beiden Fällen ist ein schwer traumatisierter Mann ums Leben gekommen. Die Obduktion ergibt Suizid, doch die Münchener Mordermittlerin Katja Sand bezweifelt dies. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Rudi Dorfmüller begibt sie sich auf Spurensuche. Sie stoßen auf einen Skandal der Bundesmarine und je mehr sie graben, desto mehr wächst der Druck von oben. Schon bald wird ihnen der Fall entzogen, doch Katja gibt nicht auf...


    "Trauma - Kein Entkommen" ist der Auftakt einer neuen Trilogie.


    Der Schreibstil ist fesselnd und die Handlungen und Orte sehr gut und detailreich beschrieben. Man hat quasi das Gefühl, dass man mit vor Ort ist.


    Es gibt immer wieder Perspektivwechsel zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit. In der Vergangenheit begleitet man ein namenloses Kind. Es erfährt mit drei Jahren schwerste häusliche Gewalt. Als Leser versucht man immer herauszufinden, wer dieses Kind in der Gegenwart heute ist. Man wird lange im Dunkeln gelassen, bis endlich die Lösung kommt.


    Das Buch ist ein guter Misch aus Ermittlungarbeit und einem Psychothriller. Es läd zum Miträtseln ein, gibt aber auch gleichzeitig die tiefen Abgründe der menschlichen Psyche auf.


    Die Hauptprotagonisten sind gut ausgearbeitet. Ihre Emotionen und sie als Person werden greifbar dargestellt. Bei Katja Sand begleitet man sie auch sehr stark in ihrem Privatleben. Sie ist geheimnisvoll. Irgendetwas ist auch in ihrer Kindheit vorgefallen, aber da wird der Leser bislang noch im Dunkeln gelassen.


    Teilweise war es mir aber auch etwas zu viel von dem Privatleben. Das hat dann ein bisschen die Spannung weggenommen.

    Ansonsten war das Buch mit Cliffhängern an Kapitelenden von Anfang an spannend und unterhaltsam zu lesen. Zum Ende wurde die Spannung mit einem krassen Showdown nochmals gesteigert. Da habe ich richtig mitgefiebert.


    Mein Fazit:

    Ein toller Auftakt in eine neue Trilogie mit einem Misch aus Psychothriller und Ermittlungsarbeit. Ich bin schon ganz gespannt auf die nächsten Teile.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Ein interessanter Plot, aber...


    "Trauma – Kein Entkommen" ist der erste Teil einer Thriller-Trilogie von Christoph Wortberg und dem dtv-Verlag.

    Hier entführt der Autor seine Leser/innen in die tiefsten Abgründe menschlicher Seelen.


    Zwei Tote, der eine ertrunken in einem See, der andere erstickt in einem Kühlschrank. Die Parallelen zwischen den Fällen sind frappierend: Hier wie dort stirbt ein schwer traumatisierter Mann unter Umständen, die an jenes Erlebnis erinnern, das die Traumatisierung ausgelöst hat. Handelt es sich wirklich um Suizide, wie es die Obduktion nahelegt und der Psychoanalytiker

    Dr. Hanning bestätigt?

    Genau das bezweifelt die Münchner Mordermittlerin Katja Sand. Doch je tiefer Katja gräbt, desto mehr wird sie von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt.


    Ich würde diese Geschichte eher in die Kategorie Krimi einordnen, denn die Ermittlungsarbeiten von Katja Sand übernehmen hier einen sehr großen Teil. Sie geht die ganze Zeit vielen Fragen nach, die ihr bei der Lösung der angeblichen Suizide auf die Sprünge helfen sollen. Dass sie dabei in eine missliche Lage gerät, ist offensichtlich. Sie wird von ihrem Kollegen Dorfmüller begleitet, der sie die ganze Zeit unterstützt, aber nicht alle Schritte gutheißt.

    Da er aber ein sehr sympathischer, humorvoller und treuer Begleiter ist, drückt er oft ein Auge zu und hilft ihr.


    Ihre Vergangenheit ließ mir am Anfang viel Raum für Spekulationen. Häppchenweise wurden mir im Laufe der Geschichte Hinweise ihres eigenen Traumas ihrer Jugend hingeworfen, die erst am Ende ein ganzes Bild ergeben.

    Die beiden unklaren Fälle kratzen ihre Vergangenheit immer mehr auf, bis sie sich an einen Trauma-Therapeuten wendet.


    Nicht nur ihr Trauma beschäftigt Sand, auch ihre pubertierende Tochter hält sie gleichzeitig auf Trab. Detaillierte Einblicke aus ihrem Privatleben wechseln sich mit den Ermittlungen ab. Deshalb wurden die Ermittlungen oft in den Hintergrund geschoben, die nur schleppend vorankamen. Einen straffen Spannungsbogen mit Nervenkitzel konnte ich nicht feste stellen.


    Die Geschichte ist in drei Abschnitte eingeteilt, vorher gibt es immer einen erschreckenden Einblick aus dem Leben eines dreijährigen Kindes.

    Diese Handlungen wusste ich bis kurz vor Ende nicht einzuordnen, die Auflösung hat mich aber definitiv geschockt. Hier wurde ich in ganz tiefe Abgründe gezogen, ich hatte Mitleid mit dem kleinen Kind und sogleich unfassbare Wut auf den Vater.

    Diese Einblendungen hat der Autor sehr spannend und emotional rübergebracht, hier hatte ich Gänsehaut vom feinsten.

    Alle Handlungsstränge ergeben zum Schluss ein gesamtes Bild, was mich dann richtig gefesselt hat.

    Aber bei dem vorherigen dreiviertel konnte mich die Handlung nicht immer fesseln. Der Schreibstil ist detailliert und flüssig, aber die Dialoge fand ich manchmal etwas abgehackt. Die Protagonisten, besonders Sanders und Dorfmüller werden gut präsentiert, ich konnte zu beiden aber nicht so wirklich Bezug finden. Während ich Dorfmüller sehr sympathisch fand, hatte ich mit Sanders sture, komplizierte und geheimnisvolle Art so meine Probleme.


    Mit einer derart heftigen Auflösung der beiden Suizid-Fälle habe ich bis zum Schluss nicht gerechnet, sie hat mir sehr gut gefallen. Das Thema Trauma, wie der Titel verrät, hält hier einige überraschende Wendungen und traumatische Erlebnisse parat.

    Der Thriller hat einen interessanten Plot, nur leider war mir dieses hin und her zwischen schleppenden Ermittlungen und Sanders Privatleben zeitweise etwas langweilig.

    Von mir gibt es drei Sterne.

  • Das Buch besteht aus drei Teilen. Jeder Teil beginnt mit der Geschichte eines kleinen Kindes das vom Vater gequält wird. Es ist nicht ersichtlich, wer das Kind ist. Erst am Ende des Buches wird die Identität gelüftet. In Jeden Teil geht es um einen vermeintlichen Selbstmord zum Thema Wasser, Eis und Feuer ( die Titel der Teile). Katja Sand ist die einzige die nicht daran glaubt. Obwohl die Fälle geschlossen wurden, ermittelt Katja weiter. Dabei unterstützt sie ihr Kollege Rudi. Katja hatte ein einschneidendes Erlebnis in ihrer Kindheit, das sie prägt. Auch auf ihre schwierigen Familienverhältnisse werden eingegangen.
    Die Handlung fand ich sehr spannend. Katja und Rudi graben immer tiefer in der Vergangenheit der Opfer, um hinter ihre Beweggründe zu kommen. Auch die Auflösung ist dramatisch. Nur endet das Buch mit einen fiesen Cliffhanger.
    Wer einen spannenden Psychothriller sucht, ist mit diesen Buch genau richtig.

    Sub: 5425:twisted: (Start 2021: 5421)

    gelesen 2021: 32 / 1 abgebrochen

    gelesen 2020: 92 / 2 abgebrochen / 42592 Seiten

    gelesen 2019: 90 / 1 abgebrochen / 36631 Seiten

    gelesen 2018: 80 / 2 abgebrochen / 32745 Seiten


    :montag: Stephen Mack Jones - Der gekaufte Tod

    :study: Lutz Wilhelm Kellerhoff - Teufelsberg

    Lesen... das geht 1 bis 2 Jahre gut, aber dann ist man süchtig danach.

  • Allgemeines
    Erster Band einer Trilogie um Ermittlerin Katja Sand
    Erschienen am 19. Februar 2021 bei der dtv-Verlagsgesellschaft als TB mit 368 Seiten
    Gliederung: Roman in drei Teilen mit insgesamt 46 Kapiteln – Danksagung – Leseprobe zum Folgeroman „Trauma-Kein Vergessen“
    Erzählung in der dritten Person, größtenteils aus der Perspektive von Katja Sand
    Handlungsort und -zeit: München, in der Gegenwart


    Inhalt
    Ein Mann ist in einem See ertrunken, sein Schlauchboot weist einen absichtlich gesetzten, glatten Schnitt auf. Bei der Obduktion des Toten wird keine äußerliche Gewalteinwirkung festgestellt, alles deutet auf einen Selbstmord hin. Katja Sand und ihr Kollege Rudi Dorfmüller sind angesichts der merkwürdigen Umstände jedoch nicht von einem Selbstmord überzeugt, zumal sie herausfinden, dass August Hirschberger, der zuvor bei der Marine war, nach einem Vorfall, bei dem er vor der libyschen Küste beinahe ertrunken war, schwer traumatisiert war und im Falle eines Suizids wohl eher eine andere Todesart gewählt hätte. Nachdem Katjas Chef wegen der Ermittlungen im Umfeld der Bundesmarine Ärger bekommt, wird der Fall als Selbstmord ad acta gelegt. Doch kurz darauf wird ein weiterer Toter aufgefunden, dieser Mann ist – eingesperrt in einem großen Kühlschrank – erstickt. Auch er hatte zuvor ein Trauma davongetragen, als er bei einer Lawine verschüttet wurde. Katja ist nun endgültig davon überzeugt, es mit zwei Mordfällen zu tun zu haben. Gegen die Widerstände ihrer Vorgesetzten ermittelt sie weiter.


    Beurteilung
    Die Handlung ist passend zu drei verschiedenen Todesarten in drei Hauptteile gegliedert. Zu Beginn eines jeden Teils findet sich ein Abschnitt, der nicht zur fortlaufenden Handlung gehört, sondern in einer Rückblende Szenen aus dem Leben eines dreijährigen Kindes, das mit einer liebevollen Mutter und einem alkoholsüchtigen, gewalttätigen Vater aufwächst, zeigt. Der Zusammenhang dieser Vorgeschichte mit den aktuellen Ereignissen erschließt sich erst nach und nach.
    Die Charakterisierung der Protagonistin Katja Sand ist sehr ausgefeilt, die Ermittlerin ist alleinerziehende Mutter einer fünfzehnjährigen Tochter, von deren Vater sie sich während der Schwangerschaft getrennt hat. Auch in ihrem Leben hat es seinerzeit ein traumatisches Ereignis gegeben, das nie direkt angesprochen wird, auf das sich der Leser jedoch nach und nach einen Reim machen kann. Infolge ihrer persönlichen Situation ist Katja eine sehr behütende, dabei aber auch zu kontrollierende Mutter, die darunter leidet, nicht genug Zeit für ihre Tochter zu finden. Auch die weiteren wichtigsten Romanfiguren sind in Bezug auf ihre Charaktere detailliert angelegt.
    Der Erzählstil ist sehr anschaulich und stellenweise, besonders gegen Ende des Romans, recht spannend. Die Vorgehensweise von Katja wirkt hier allerdings sehr leichtsinnig und damit nicht vollkommen glaubwürdig.
    Besonders berührend sind die Abschnitte aus dem Leben des Kleinkindes sowie einige Fakten um die Ermittlungen im Falle des Ertrunkenen, die beim Leser Erschütterung und Wut hervorrufen dürften.
    Die Leseprobe zum zweiten Teil im Anhang deutet darauf hin, dass der erste Band nicht vollständig in sich abgeschlossen ist und dass man unbedingt mit dem ersten Band beginnen sollte.


    Fazit
    Ein lesenswerter, spannend unterhaltender Einstieg in eine Reihe, die sich dem Thema „Traumata“ verschrieben hat!

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Trauma - Kein Entkommen von Christoph Wortberg ist der Reihenauftakt zur Katja Sand Reihe. Das Buch ist im Februar 2021 im dtv-Verlag erschienen.


    Über den Autor (lt. Verlag):

    Christoph Wortberg studierte Philosophie, Germanistik und Geschichte und ist ausgebildeter Schauspieler. Verschiedene Rollen am Theater und im Fernsehen, daneben Hörbuchsprecher. Seit vielen Jahren Drehbuchautor, u.a. für den Kölner »Tatort«, sowie Autor von Jugendromanen. Christoph Wortberg lebt in Köln



    Über das Buch (lt. Verlag):

    Zwei Tote, der eine ertrunken in einem See, der andere erstickt in einem Kühlschrank. Die Parallelen zwischen den Fällen sind frappierend: Hier wie dort stirbt ein schwer traumatisierter Mann unter Umständen, die an jenes Erlebnis erinnern, das die Traumatisierung ausgelöst hat. Handelt es sich wirklich um Suizide, wie es die Obduktion nahelegt und der Psychoanalytiker Dr. Hanning bestätigt

    Genau das bezweifelt die Münchner Mordermittlerin Katja Sand. Doch je tiefer Katja gräbt, desto mehr wird sie von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt.


    Allgemeines:

    Erschienen am 19.02.2021 als Klappenbroschur mit 368 Seiten für 16,90 €und als ebook für 12,99 € erhältlich
    Handlungsort /-zeit: München



    Mein Leseeindruck:

    Äußerlich betrachtet wird das Buch recht düster und auch nicht wirklich ansprechend. Die Farbe schwarz ist zwar für einen Thriller passend, das Buch wird jedoch unter der Vielzahl der schwarzen Thriller nicht auffallen und auch nicht im Gedächtnis bleiben.


    Aber kommen wir zum Inhalt und damit zum ersten bzw. dem Einleitungssatz: "Das kleine Kind lag in seinem Gitterbett." Die Geschichte startet nun mit einem Prolog, der eigentlich gar keiner ist. Es ist die Einleitung zum ersten Kapitel. Schnell ist klar, mit welcher Wortgewandheit der Autorin seine Leser catchen möchte.


    Der erste Teil dieses Thrillers wird mit dem Wort "Wasser" betitelt. Hier lässt der Autor langsam Details über den Toten in die Geschichte einfließen. Als das Thema Vergewaltigung und Macht auf einem Schiff der Marine auftaucht, muss ich direkt an die Berichte in den Zeitungen denken. Hatte sich der Autor diese Tatbestände etwas als Grundlage genommen? Sehr deutlich wird auch, mit welchen Methoden die Macht ausgespielt wird. Ich muss jedoch sagen, dass mir diese Richtung des Thrillers nicht so gut gefallen hat. Klar, gibt und gab es mit Sicherheit solche Vorkommnisse, aber daraus einen Kassenschlager machen zu wollen, finde ich eher unpassend, zumal die meisten Leser keine Ahnung haben, wie es an Bord oder generell bei der Bundeswehr zugeht. Dieses soll in keinster Weise diese Taten billigen oder sogar gutheißen. Für mich ist es nur ein Thema, dass nicht unbedingt vermarktet sondern eher in eine Berichterstattung gehört.


    Der zweite Teil trägt den Überschrift "Eis" und beginnt wieder mit einem Zwischenkapitel ähnlich dem Prolog, der ja keiner war. Gerade in den bisherigen beiden Zwischenkapiteln kommt der Thrill sehr deutlich raus, während er ansonsten leider etwas auf der Strecke bleibt, da die private Vergangenheit der Hauptprotagonisten sehr im Fokus steht. Stellenweise bzw. Seitenweise ist von den Ermittlungen gar keine Rede mehr. Leider zieht sich das durch beinahe zweidrittel des gesamten Buches. Erst am Ende nimmt dieser vermeintliche Thriller etwas Fshrt auf und zeigt eine interessante Wendung.



    Fazit:

    Trauma - Kein Entkommen ist zwar als Thriller vom Verlag ausgewiesen, zeigt aber leider nur sehr wenig Spannungsmomente. Der Autor gibt sich zwar sehr wortgewand, dennoch kann dieses nicht über die langatmigen Passagen hinwegtrösten. Katja, als Hauptprotagonistin ist mir über die gesamten Seiten irgendwie fremd geblieben. Einzig und allein ihr Kollege Rudi, war ein kleiner Lichtblick, zu diesem sonst doch sehr trostlosen Thriller. Für mich als Serienjunkie endet diese Reihe bereits nach diesem Auftaktband.



    Meine Bewertung: ⭐⭐

  • Trauma - Kein Entkommen


    Ein Nichtschwimmer, der offenbar sein Schlauchboot mitten auf einem See zum Sinken bringt und deshalb stirbt, und ein Toter, der erstickt in einem Kühlschrank aufgefunden wird, beschäftigen die Münchner Mordermittlerin Katja Sand und ihren Assistenten Rudi Dorfmüller. Von der Rechtsmedizin werden beide Fälle als Selbstmorde eingestuft und die Ermittlungen deshalb eingestellt. Doch Katja Sand hat das Gefühl, dass viel mehr hinter den Todesfällen steckt und ermittelt weiter. Dabei muss sie sich nicht nur ihren eigenen Ängsten stellen, sondern gerät außerdem in große Gefahr...


    "Kein Entkommen" ist der erste Fall für Katja Sand und damit der Auftakt zur Trauma-Trilogie. Die Handlung ist in drei Teile unterteilt, die mit Rückblicken in die grausamen Erlebnisse eines dreijährigen Kindes beginnen. Wer dieses namenlose Kind ist, wird allerdings nicht verraten.


    Der Fall selbst ist rätselhaft. Genau wie Katja Sand, hat man das Gefühl, dass es sich nicht um Suizide handelt, zumal von oberer Stelle darauf gedrungen wird, die Ermittlungen einzustellen. Deshalb ist man schon früh mitten im Geschehen und versucht beim Lesen die zusammengetragenen Puzzleteilchen an die richtige Stelle zu setzen. Doch das ist gar nicht so einfach, wodurch die Spannung durchgehend spürbar ist. Denn hier ist nicht so, wie es auf den ersten Blick scheint.


    Die Charaktere wirken authentisch. Wobei Katja Sand nicht so leicht einzuschätzen ist. Schnell wird klar, dass sie selbst von Ängsten getrieben wird, denen sie sich bisher nicht gestellt hat. Da man nicht genau weiß, um was es sich handelt, beobachtet man manche Handlungen eher distanziert. Ihr Privatleben, dabei insbesondere die Probleme mit ihrer pubertierenden Tochter, nimmt neben den Ermittlungen großen Raum ein. Über allem scheint ein dunkles Geheimnis zu liegen, das aber nicht von ihr preisgegeben wird. Wahrscheinlich könnte man sich eher mit ihr identifizieren oder nachvollziehen, warum sie in bestimmten Situationen geradezu panisch reagiert, wenn man nähere Hintergrundinformationen hätte. Doch dies wird sicher erst in den folgenden Bänden der Reihe näher thematisiert.


    Ein durchaus spannender Auftakt, der die Neugier auf die Fortsetzungen weckt.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Gänsehautfeeling garantiert

    Ein Kind muss mit ansehen, wie die Mutter von dem Vater schwer Misshandelt wird. Der Vater tyrannisiert die gesamte Familie, nicht einmal vom Kind nimmt er Abstand. Jahrzehnte später muss sich Katja Sand und ihr Kollege mit zwei mysteriösen Todesfällen befassen. Ein Mann nimmt sich scheinbar in einem Baggersee das Leben ein anderer steigt in einen Kühlschrank und erstickt. Die beiden Ermittler graben tiefer im Leben der beiden Männer und müssen feststellen, dass sich beide aus der Marine kennen und dass es auch dort zu einem Todesfall kam, der schnell zu den Akten gelegt wurde. Doch je tiefer die beiden graben, desto mehr Fragen stellen sich den beiden. Und plötzlich für die Spur zu einem Traumaexperten, bei dem beide Todesopfer in Behandlung waren. Ohne es zu ahnen schliddert Katja in eine Situation, die ganz schnell sehr riskant für sie wird. Ihr Leben wird in die Wagschale geworfen.



    In einem sehr nüchternen und distanzierten Erzählstil führt der Autor den Leser durch die drei Teile dieses Romans. Auch wenn man sich an dieses speziellen Schreibstil erst gewöhnen muss lässt einem die Story einfach nicht mehr los so packend ist diese geschrieben.



    Die Handlung ist nicht nur in die drei Teile Wasser, Eis und Feuer unterteilt sondern, spielt auch noch auf verschiedenen Zeitachsen. Besonders bedrückend sind dabei eindeutig die geschilderten Misshandlungen, die ein kleines Kind erlebt und miterleben musste. Darauf folgen die Mordermittlungen in zwei Fällen. An dieser Stelle muss ich sagen, die Teile als auch die „Prologe“ perfekt in die Handlung integriert sind. Als Leser ist man nicht nur am Grübeln wer ist dieses Kind, sondern auch von welcher Relevanz ist dieses Kind für die Ermittlungen. Auf der Ebene der Ermittlungen ist man natürlich dann auch am grübeln, waren es Morde oder Suizide und wer könnte dafür verantwortlich sein. Durch geschickte Andeutungen und falsche Fährten fördert der Autor diese Überlegungen beim Leser. Und durch eben diese geschickten Andeutungen kann es dem geschickten Leser gelingen bereits nach 2/3 des Buches gelingen den Täter zu identifizieren und seinen Spaß daran haben, wie der Täter überführt wird. Übrigens erwartet den Leser ein wirklich brisantes Finale.



    Die Protagonisten sind alles andere als aalglatt. Sie sind clever haben aber auch alle ein Päckchen zu tragen. Dennoch oder gerade deshalb wirken sie realistisch.



    Das Cover ist eine richtige Augenweide mit der Gestaltung und den Erhebungen.



    Fazit: Achtung Thriller Fans dieser hier wird euch gefallen. Ein spannender und packender Thriller der einen das Blut in den Adern gefrieren lässt ohne das fässerweise Blut vergossen wird. Ich kann euch diesen ersten Band einer Reihe nur wärmstens ans Herz legen. Ich bin jedenfalls vollkommen begeistert von diesem Buch.

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Privatleben nimmt sehr viel Raum ein...


    Katja Sand von der Kriminalpolizei München hätte eigentlich mit ihrer Tochter Jenny genug zu tun, denn die 15-Jährige lässt sich mit einem älteren Jungen ein, der noch dazu dealt. So ist es aufreibend für Sand, als sie auch noch zu einem Tatort gerufen wird. Mitten in der Hitzewelle wird eine männliche Leiche in einem Baggersee bei einer Kiesgrube in Feldkirchen – West gefunden. Vieles deutet darauf hin, dass der Mann Suizid verübt hat. Die Ermittlungen nehmen ihren Lauf, da wird ein zweiter Toter entdeckt. Wieder eine männliche Leiche und wieder deutet alles auf Selbstmord hin.


    Dieser Thriller beginnt mit einer Szene, die grauenhaft zeigt, wie Kinder in ihren Familien oft Opfer von Missbrauch und seelischer Grausamkeit sind. Bewusst sachlich, da weder Namen, Alter noch spezifische Details verraten, wer dieses Kind ist, geht diese Szene trotzdem unter die Haut.


    Weiter folgt die eigentliche Hauptgeschichte, die Mordfälle, bei denen ich stets diese Eingangsgeschichte im Hinterkopf hatte. Oft habe ich gerätselt, wer dieses Kind ist und ob diese Vergangenheit ein Grund für die Morde sein könnten?

    Gefallen hat mir, dass man bis fast zum Schluss keine Verbindung ahnt und alles offen ist. Weniger gefallen hat mir, dass die privaten Sorgen der Ermittlerin mit ihrer Tochter so viel Raum einnehmen. Ausschweifend wird der Spagat zwischen Beruf und Muttersein von Sand beschrieben. Ausdauernd die Probleme, die sie mit der 15-jährigen, die in falsche Gesellschaft gerät, hat. Katja Sand trauert zudem ihrem Exfreund nach, ist alleinerziehend und hat grosse Beziehungsprobleme mit ihrer Mutter, die sich konstant einmischt und sie anruft. Zudem wird immer wieder ein Ereignis in ihrer Vergangenheit angetönt. Irgendwann einmal wartete ich mit Spannung darauf, was die Ermittlerin für ein dunkles Geheimnis in der Vergangenheit hat. Fast noch mehr, als auf die Auflösung des Mordes.


    „Trauma. Kein Entkommen“ ist der erste Band einer geplanten Trilogie rund um Katja Sand. Der Titel ist nicht nur gut gewählt, sondern zieht sich auch wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte. Theoretische Ausführungen über Traumata und das Thema, das hervorragend in die Kriminalgeschichte integriert wurde. Wenn nun im nächsten Band die persönlichen Belange etwas mehr in den Hintergrund treten, bin ich zufrieden!


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Christoph Wortberg - Trauma - Kein Entkommen

    Inhalt (lt. amazon)

    Zwei Tote, der eine ertrunken in einem See, der andere erstickt in einem Kühlschrank. Die Parallelen zwischen den Fällen sind frappierend: Hier wie dort stirbt ein schwer traumatisierter Mann unter Umständen, die an jenes Erlebnis erinnern, das die Traumatisierung ausgelöst hat. Handelt es sich wirklich um Suizide, wie es die Obduktion nahelegt und der Psychoanalytiker Dr. Hanning bestätigt?

    Genau das bezweifelt die Münchner Mordermittlerin Katja Sand. Doch je tiefer Katja gräbt, desto mehr wird sie von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt.

    Meine Rezension


    SEELISCHE ABGRÜNDE

    Im ersten Teil der Trilogie "Trauma – Kein Entkommen“ berührte mich bereits im Prolog das brutale Schicksal des kleinen Kindes. In weiteren Abschnitten wurden die erbarmungslosen Erlebnisse noch vertieft. Wer in einem zarten Alter von drei Jahren schon diese immensen, seelischen Grausamkeiten erfahren musste, kann fürs Leben nur bleibende Schäden davontragen! Erst gegen Ende des Buches wird aufgeklärt, wer sich hinter diesem Kind, dessen Geschlecht noch nicht offenbart wird, verbirgt. Das ist der eine wesentliche Handlungsfaden, der sich durch die unglaubliche Geschichte zog.

    In der Hauptsache geht es um die Münchner Mordermittlerin Katja Sand, die mit ihrem Kollegen Rudi Dorfmüller zwei seltsame Todesfälle aufzuklären hat. Die außergewöhnlichen Umstände wie die zwei jungen Männer ums Leben gekommen sind, lassen Katja nicht an Selbstmord glauben. Sie beginnt entgegen aller Widerstände, die ihr massiv entgegenschlagen, weiter in der Vergangenheit und im Umfeld der Opfer zu graben. Es kommt Unglaubliches ans Tageslicht. Die Wahrheit wurde vertuscht, um politischen Schaden abzuwenden, um Ansehen um jeden Preis zu erhalten! Menschenverachtend und skandalös!


    Wie schon dem sehr passenden Titel zu entnehmen ist, spielt das Thema Trauma eine große Rolle. Neben den beruflichen Hindernissen trägt die Kommissarin auch private Probleme mit sich herum. Die haben zum einen mit ihrer pubertierenden Tochter zu tun, zum anderen betreffen sie Katjas Vergangenheit. Was da geschehen ist, wird wohl erst gegen Ende der Trauma-Reihe enthüllt. Es muss gravierend sein und setzt in mir eine gewisse Erwartung frei. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung der Reihe.

    Den Schreibstil von Christoph Wortberg empfand ich als sehr wohltuend. Es geht auch ohne reißerische, blutrünstige Sprache! Die Kapitel sind in angenehmer Länge und ließen mich gespannt dem Geschehen folgen. Sinnvoll wurde die Geschichte in drei Teilen erzählt, Wasser, Eis und Feuer. Zum Schluß hin werden die beiden Fälle in sehr gewagter Art durch Katja aufgeklärt, wobei sie sich durch ihre Ermittlungen leichtsinnigerweise in große Lebensgefahr begibt.

    Katja Sand erhält vom Autor einen wunderbaren Kollegen als Partner an die Seite gestellt. Rudi Dorfmüller ist einfach ein dufter Typ von der Marke Kumpel, der immer da ist, wenn er gebraucht wird. Seine größte Liebe allerdings gehört seinem goldfarbenen 77er-Granada mit Vinyldach. Mal schauen, ob sich da nicht noch etwas entwickelt zwischen ihm und der alleinerziehenden Kollegin...


    Das Buch vermochte mich gut zu unterhalten und bekommt von mir die Höchstbewertung!

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Zu wenig Ermittlung im Kriminalfall


    August Hirschberger wird in einem Baggersee gefunden. Er ist anscheinend ertrunken. Bald wird die nächste Leiche gefunden. Ein Spaziergänger findet im Wald einen Kühlschrank. Darin wird Robert Fellner entdeckt. Er ist erstickt. In diesen beiden Fällen ermitteln Katja Sund und Rudi Dorfmüller von der Polizei. Beide Fälle weisen Parallelen auf. Beide waren traumatisiert. In beiden Fällen erinnern die Umstände des Todes an die Umstände, die deren Traumatisierung ausgelöst haben. Die Obduktion ist vom Suizid überzeugt, so auch der Psychoanalytiker Dr. Hanning. Aber Katja und Rudi sind anderer Meinung und stoßen auf einen vertuschten Skandal in der Bundeswehr.


    Der Autor Christoph Wortberg hat hier den ersten Teil seiner Trilogie Trauma veröffentlicht. Der Schreibstil ist sehr flüssig. Der Kriminalfall war spannend. Mit Katja und Rudi hat der Autor ein tolles Ermittlerteam erschaffen. Die Ermittlungen im Kriminalfall haben mir gefallen. Es war schade, dass zu viel Privates von Katja erzählt wurde. Das hat den Spannungsboden sehr gestört. Leider wurde das auch nicht alles aufgelöst. Das fand ich sehr schade. Der zweite Band der Trilogie erscheint im September 2021.


    Ein spannender Kriminalfall mit einem tollen Ermittlerteam, wo zu sehr das Privatleben von Katja im Vordergrund steht.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Zu diesem Buch gibt es schon einen Rezensionsthread.

    Bei Reihen finde ich es dermaßen unlogisch den Titel zu zerpflücken. Der Thriller heißt "Trauma - Kein Entkommen" und nicht "Kein Entkommen". Darunter konnte ich beim Einstellen meiner Rezension nichts finden!

  • Zu diesem Buch gibt es schon einen Rezensionsthread.

    Bei Reihen finde ich es dermaßen unlogisch den Titel zu zerpflücken. Der Thriller heißt "Trauma - Kein Entkommen" und nicht "Kein Entkommen". Darunter konnte ich beim Einstellen meiner Rezension nichts finden!

    Nein, die Reihe heißt "Trauma" und der erste Band heißt "Kein Entkommen". Die beiden Folgebände heißen dann "Kein Vergessen" und "Keine Gnade". Laut Regel im Büchertreff soll man die Reihentitel nicht in die Überschrift nehmen. Deshalb suche ich im Rezensionsindex immer nach Autorennamen und nicht nach Titeln. :wink:

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Psychologischer Thriller

    Katja Sand, Mordermittlerin in München, wird mit zwei Leichenfunden konfrontiert. Sie schwimmt mit ihren Vermutungen gegen den Strom, alles weist bei den Toten auf Suizid hin, nur Katja glaubt nicht daran.

    Christoph Wortberg ist mit "Trauma-Kein Entkommen" der Start einer psychologischen Thriller-Trilogie gelungen. Mir gefällt der Schreibstil sehr gut, mit kurzen prägnanten Sätzen wird schnell Spannung aufgebaut. Das gut recherchierte psychologische Hintergrundwissen zum Thema Trauma war gut und verständlich geschrieben.

    Die Charaktere der beiden Ermittler könnten unterschiedlicher nicht sein. Katja hat es als alleinerziehende Mutter einer Tochter noch nie leicht im Leben gehabt, dadurch zeigt sie einige Ecken und Kanten. Ihre Vergangenheit und ihr persönliches Trauma nehmen in der Story viel (manchmal zu viel) Platz ein. Dann ist da noch Rudi Dorfmann, ein humorvoller und einfühlsamer Ermittler, sozusagen der ruhige Pol bei der Zusammenarbeit mit Katja.

    Der Autor schafft in seinem Buch durch die Rückblicke des Täters in die Vergangenheit eine düstere Stimmung und die Beschreibungen der menschlichen Abgründe haben mich stellenweise gruselnd zurückgelassen.

    Ein spannender Auftakt einer Trilogie die neugierig auf den nächsten Teil macht.

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  • Traumatische Entwicklungen


    An einem Baggersee im Münchner Osten wird eine männliche Leiche geborgen. Der unbekannte Tote ist ertrunken! War es ein Selbstmord? Alles weist darauf hin, denn auf dem See dümpelte ein angestochenes Schlauchboot. Kommissarin Katja Sand und ihr Assistent Rudi Dorfmüller kommen ins Zweifeln, denn der Tote entpuppt sich alsbald als ehemaliger Matrose der Korvette "Braunschweig" und die müssten doch normalerweise schwimmen können....?


    Der Thriller „Trauma - Kein Entkommen“ ist der erste Teil einer Trilogie um die Münchner Mordermittlerin Katja Sand und ihren Assistenten Rudi Dorfmüller. Geschrieben wird die Serie vom Kölner Autor, Schauspieler und Drehbuchautor Christoph Wortberg. Der Titel Trauma ist gut gewählt, denn das Thema zieht sich quer durch das Buch und betrifft einige der Protagonisten! Auch Ermittlerin Katja kämpft mit ihren Dämonen, gut das der feinfühlige Rudi ihr zur Seite steht und sie immer wieder auf den Boden der Tatsachen bringt.

    Der Thriller beginnt mit einem schockierenden Intro aus der Vergangenheit, entwickelt sich dann erst mal gemächlich, wobei dann im Verlauf immer wieder vergangene traumatische Details offengelegt werden. Diese Taktik verleiht der Geschichte Dynamik und spannungsvolle Momente! Der Schreibstil ist sehr detailreich und anschaulich, auch die Charaktere sind gut herausgearbeitet.

    Ein Hingucker ist das Buch besonders von der Optik! Die Kombination von Schwarz und Gelb beherrschen das Cover, ein leuchtend gelber Buchschnitt ist der Knaller und verleiht dem Buch eine individuelle Note. Tolles Design, finde ich sehr gelungen:)


    Mein Fazit:

    Ein wirklich unterhaltsamer Krimi mit so einigen Thrill-Momenten, die man nicht so schnell vergisst! Selbst das etwas komplizierte Privatleben der Kommissarin fand ich interessant erzählt, auch wenn es öfters mal vom Fall ablenkt, aber auch Ermittler sind nur Menschen! Spannend fand ich natürlich die Schauplätze, als Münchnerin kenne ich einige davon;). Gelungener erster Fall freue mich schon auf Fortsetzung, die Leseprobe dazu ist sehr vielversprechend!

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