Tom Arden - Der Tanz des Harlekin / The Harlequin's Dance 1

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  • Klappentext:

    Das Königreich Ejland ist vom Bürgerkrieg gespalten. Der Zwillingsbruder des rechtmäßigen Königs regiert mit eiserner Faust. Währenddesssen lebt der junge Jem mit seiner todkranken Mutter, Lady Elabeth, und der keifenden Tante Umbecca abgeschieden in einem verfallenen Schloß. Sein mühseliges Leben beginnt sich jedoch vollkommen zu verwandeln, als er einen geheimnisvollen Zwerg trifft, der ihm ungeahnte Kräfte verleiht. Kurz darauf lernt Jem das wilde Einsiedlermädchen Cata kennen. Ihre erwachende Liebe birgt ein unglaubliches Geheimnis der Magie.


    Meine Meinung:

    Eins vorweg: ich habe das Buch nach 7 Kapiteln abgebrochen.


    Das Buch beginnt mit 30 Seiten Prolog, in dem in einem pseudobiblischem Stil eine Art Schöpfungsgeschichte erzählt wird. Bereits hier langweilte ich mich, weil sich die Ereignisse wiederholten und mich nicht wirklich mitriss. Erst gegen Ende wurde es etwas interessanter, denn da wird der Grundstein für die Queste gelegt, wenngleich ich ähnliches (Held muss mehrere Artefakte suchen, um das Land zu retten) schon zur Genüge gelesen habe. Dazu kam dann noch das kindische Verhalten des Schöpfergotts, der die von ihm erschaffenen Kinder nicht liebte, weil sie hässlich waren, und der sich deshalb beleidigt zurückzog, um es irgendwann erneut zu versuchen. Oder dass er eines seiner göttlichen Kinder sowie dessen menschliche Anhänger bestraft, weil dieses Kind hässlich ist.


    Diese Aufteilung - böse Menschen sind hässlich, gute hingegen schön - zog sich auch durch den Teil, den ich gelesen habe. Wird das Aussehen nicht weiter erwähnt, spielen die Menschen auch keine wesentliche Rolle. Eins muss man dem Autor jedoch zugute halten: abstoßende Figuren kann er richtig gut. Vor allem, wenn es um deren Verhalten geht, da schwelgt Arden regelrecht in der Schilderung von Gemeinheiten und Abscheulichem.


    Was mich aber zum Abbruch brachte, war eine Szene, in der eine Katze auf bestialische Weise gequält und dann verkrüppelt zurückgelassen wird, weil das eine der Figuren lustig findet. Obwohl ich die Stelle übersprungen habe, hat mich das, was ich gelesen habe, sehr aufgewühlt, und gab dem ganzen Buch einen widerlichen Geschmack.


    Weil ich aber alle 10 Bände der Reihe im Regal stehen habe, wollte ich nicht einfach aufgeben, sondern schauen, ob es sich hierbei um einen einmaligen Ausrutscher handelte. Also las ich Rezensionen über die englische Ausgabe und musste feststellen, dass der Tierquäler noch eine wichtige Rolle im weiteren Ablauf spielen und immer brutaler werden wird. Und ich möchte einfach nicht lesen, wie dieser widerliche Mensch eine Frau vergewaltigt und diese über mehrere Bände hinweg verfolgt, oder dass er erneut ein Tier misshandelt.

    Die eigentliche Handlung entwickelte sich extrem langsam. Ohne das Vorwort und den Klappentext hätte ich nicht einmal gewusst, worum es überhaupt ging und zudem das Mädchen Cata für die Hauptfigur gehalten, denn der hinten erwähnte Jem taucht erst im siebten Kapitel kurz auf. Auch die Welt, in der die Geschichte spielt, wird nur in kleinen Häppchen erklärt, was mir das Verständnis erschwerte. Da hätte ich vielleicht noch reingefunden, aber wirklich überzeugt haben mich die ersten sieben Kapitel nicht.


    Fazit:

    :bewertung1von5::bewertungHalb: für die gute Charakterdarstellung

    Verführung Volljähriger zum Bücherkauf sollte nicht unter 5 Jahren Stadtbibliotheksmitgliedschaft bestraft werden!

  • Mario

    Hat den Titel des Themas von „Tom Arden - Der Tanz des Harlekin“ zu „Tom Arden - Der Tanz des Harlekin / The Harlequin's Dance 1“ geändert.

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