Margaret Owen - Krähenzauber / The Faithless Hawk

Anzeige

  • Band 2 der Dilogie


    Die Krähen-Hexe Stur ist jetzt offiziell Anführerin ihrer schutzbedürftigen Rotte. Darum hofft sie, dass Prinz Jasimir Wort hält und endlich für die Sicherheit der Krähen-Kaste sorgt. Denn erst dann kann Stur eigene Wege gehen, vielleicht zusammen mit Habicht-Krieger Tavin. Aber als Jasimirs machtgierige Stiefmutter den König tötet und den Krähen die Schuld gibt, scheint jede Chance auf eine gute Zukunft verloren. Stur sieht nur einen Weg: Sie braucht Jasimir und Tav an ihrer Seite – und genügend Phönix-Zähne, um ein Feuer zu entfachen, das das Königreich in seinen Grundfesten erschüttert.


    Meine Meinung


    Nachdem mich der erste Band so begeistern konnte war ich total neugierig, wie es mit Stur und den Krähen weitergeht! Der Anfang hat mich jedenfalls gleich wieder in die Welt von Sabor eintauchen lassen und die Autorin konnte mir mit eingeflochtenen Schnipseln die vorherigen Ereignisse gut wieder in Erinnerung rufen.

    Es dauert allerdings etwas, bis es Fahrt aufnimmt und spannend wird. Eine überraschende Wendung hat mich dann echt überrumpelt, die fand ich sehr cool, wurde aber leider geschmälert durch einen unnötigen Konflikt.

    Wenn Protagonisten etwas nicht erkennen, was eigentlich offensichtlich ist und dadurch ein überflüssiges Zerwürfnis entsteht, nur um der Handlung zu dienen, das mag ich einfach nicht so gerne. Es hat die Geschichte dann zwar weitergetragen und Sinn gegeben, dennoch hätte ich mir das auf andere Art gewünscht.


    Auch hab ich hier einige kleine Logikfehler entdeckt (die von einigen Lesern schon in Band 1 angeprangert wurden, wobei sie mir da nicht aufgefallen sind) und mich konnte es insgesamt leider nicht mehr so mitreißen.


    Die 12 Kasten, um die es ja geht, hätten gerne noch mehr Platz einnehmen dürfen. Sie bieten den Rahmen und Hintergrund der Handlung, und bleiben in ihrer Eigenschaft für mich zu sehr am Rande. Dadurch hatte ich nicht immer den Überblick, welche Gaben die einzelnen Kasten haben. Im ersten Teil gab es vorne im Buch noch eine kleine Übersicht dazu, die im zweiten Band fehlt. Das hat es mir etwas schwieriger gemacht und ich hab die Magiefähigkeiten dann einfach so hingenommen, wie sie waren. Da hätte man noch einiges mehr herausholen können, denn das Magiesystem an sich fand ich wirklich originell! Der Fokus lag hier sehr auf den Protagonisten - nicht schlimm, aber verschenktes Potenzial.


    Im letzten Viertel ist es dann aber nochmal richtig spannend geworden, auch wenn vieles vorhersehbar war. Während dem Ringen um den Thron, der Bekämpfung der "Sünden-Seuche" und dem Kampf um die Rechte aller hat auch die Liebe noch ihren Platz - und die Entwicklungen hier haben mich mit dem unnötigen Konflikt wieder etwas ausgesöhnt, denn das hat für einige berührende Momente gesorgt.


    Insgesamt hat die Geschichte im zweiten Teil viele aufregende Szenen, aber für mich auch mehrere Kritikpunkte, durch die sie mich einfach nicht mehr so fesseln konnte. Ich hatte mir mehr erwartet.


    Mein Fazit: 3.5 Sterne


    Weltenwanderer

  • Etwas schleppender Anfang, danach großes Kino



    Klappentext


    „Ein Königreich in Flammen, eine Liebe in Gefahr



    Die Krähen-Hexe Stur ist jetzt offiziell Anführerin ihrer schutzbedürftigen Rotte. Darum hofft sie, dass Prinz Jasimir Wort hält und endlich für die Sicherheit der Krähen-Kaste sorgt. Denn erst dann kann Stur eigene Wege gehen, vielleicht zusammen mit Habicht-Krieger Tavin. Aber als Jasimirs machtgierige Stiefmutter den König tötet und den Krähen die Schuld gibt, scheint jede Chance auf eine gute Zukunft verloren. Stur sieht nur einen Weg: Sie braucht Jasimir und Tav an ihrer Seite – und genügend Phönix-Zähne, um ein Feuer zu entfachen, das das Königreich in seinen Grundfesten erschüttert.“



    Gestaltung


    Mir gefällt, dass auch das Cover des zweiten Bandes die Rückansicht einer in einen Umhang gehüllten Gestalt ziert. Dieses Mal ist das Gesicht mit der Krähenmaske schemenhaft zu erkennen. Im Hintergrund zeichnen sich gold-gelbe Insignien und Hände ab, die für eine mystische Atmosphäre sorgen. Umgeben ist alles von kleinen dunkelgrünen, fast schwarzen Wolken. Dies alles kommt vor dem cremefarbenen Hintergrund richtig gut zur Geltung.



    Meine Meinung


    Nach „Knochendiebin“ war ich neugierig, wie die Geschichte um die Kasten von Sabor zu Ende gehen würde. In „Krähenzauber“ ist Stur Anführerin der Krähen-Kaste und sie hofft, dass ihre Kaste bald in Frieden und vor allem Sicherheit leben kann. Doch die Königin tötet den König und gibt den Krähen die Schuld. Stur möchte nun mit Jasimir und Tavin an ihrer Seite für die Unschuld und Sicherhiet der Krähen kämpfen…



    Der Titel „Krähenzauber“ weckte in mir die Hoffnung, dass sich dieser Band ein wenig mehr mit den Kasten, der Magie und der Sündenseuche beschäftigen würde. Mit dieser Vermutung lag ich glücklicherweise goldrichtig, denn dieser Abschlussband geht nochmal auf das Magiesystem in Sabor und die Krähen ein. So lernte man noch andere Rotten kennen, bekam Antworten auf Fragen, die man sich im ersten Band gestellt hat und es gab auch Einblicke in die Geschichte der Kasten, was ich alles sehr spannend fand.



    Gleichzeitig fand ich den Anfang dieses Bandes etwas schleppend und langsam, was sich nach einiger Zeit zum Glück legte und einem Feuerwerk an Spannung wich. Besonders gefallen hat mir das Spiel mit dem Vertrauen. Bei einigen Charakteren wussten weder Stur noch ich, ob man ihnen trauen konnte oder nicht, ob sie verfeindet oder verbündet waren. Die Handlung ist eine Mischung aus der Atmosphäre des düsteren, mittelalterlichen Settings und einigen nervenaufreibenden Geschehnissen.



    Auch die Protagonisten konnten mich auf ganzer Linie überzeugen. Stur hat eine tolle Entwicklung durchlaufen und ist sehr gefühlvoll, obwohl sie dies nie direkt zugeben würde. Ihre Verbindungen zu Jasimir und Tavin haben sich auch spannend weiterentwickelt und sorgten bei mir für einige Gänsehautmomente. Die beiden mag ich sowieso sehr gerne und ich fand gerade zum Schluss hin die Konstellationen, Verbindungen und Momente sehr berührend. Dabei fand ich, dass das Ende dieses Bandes die Dilogie gut abgerundet und zu einem schönen Abschluss gebracht hat.



    Fazit


    Mit „Krähenzauber“ findet die Reihe um die Kasten von Sabor ein meiner Meinung nach rundes Ende. Die Geschichte der Kasten wird nochmal ebenso beleuchtet wie die Kaste der Krähen und auch die Protagonisten kommen erneut zusammen, um für das Recht aller zu kämpfen. Den Anfang des Buches fand ich etwas schleppend, aber der Rest war großes Kino. Mir gefiel die Konstellation aus Stur, Tavin und Jasimir sehr gut und vor allem am Ende fand ich diesbezüglich schön, dass es einen berührenden Moment gab.


    4 von 5 Sternen



    Reihen-Infos


    1. Knochendiebin


    2. Krähenzauber

Anzeige