Lena Sander - Stummer Schmerz

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  • Psychothriller der unter die Haut geht


    Die Psychotherapeutin Nele Hess könnte glücklicher nicht sein, sie steht kurz vor der Geburt ihrer Tochter. Doch dann geschieht das Unfassbare, ihr Kind wird Tod per Kaiserschnitt zur Welt geholt. Nele erlebt den Albtraum ihres Lebens, sie kann nicht glauben, dass ihr Mädchen wirklich Tod sein soll, außerdem hört sie seit den Tagen im Krankenhaus immer wieder diese eine Melodie und eine Ballerina verfolgt sie bis in ihre Träume. Was ist nur los mit ihr?

    Sie wird in die psychiatrische Klinik Feldbergblick eingewiesen. Dort trifft sie auf die 17-jährige Emily, doch die junge Frau verschwindet spurlos, zurückbleibt nur ein Blutfleck auf der Treppe. Was geschieht hier nur? Ist die gelernte Psychotherapeutin selbst kurz davor, den Verstand zu verlieren? Wo ist Emily und lebt ihre Tochter vielleicht doch noch?


    Der Psychothriller „Stummer Schmerz“ spielt mit der Gedankenwelt des Lesers und geht dabei unter die Haut. Wer kann schon genau sagen, was im Kopf eines Menschen vorgeht. Nele erleidet den wohl größten Schmerz, den eine Mutter erleiden kann, sie verliert ihr Baby. Lena Sander schildert nun die Gefühle dieser jungen Frau, ihren Schmerz und ihren Verlust. Die Einweisung in die Klinik ist der letzte Ausweg, der Rettungsanker ihrer Seele. Doch dort trifft sie auf Emily und irgendwie scheint nichts so zu sein, wie es sollte.


    Die Autorin hat es geschickt verstanden, ihre Handlung aufzubauen. Die dramatischen Ereignisse, die zur Einweisung in eben diese Klinik der Frauen führte, schildert sie spannend. Ich war von Anfang an in dieser Geschichte gefangen. Nele, ihr Kampf um die Wahrheit war faszinierend zu lesen.


    Der zweite Handlungsstrang, der von der 17-jährigen Emily erzählt, war bewegend. Der Teenager hatte ein hartes Schicksal zu bewältigen.


    Lena Sanders Erzählstil ist flüssig zu lesen und die kurzen Kapitel tragen dazu bei, dass man quasi durch die Geschichte fliegt. Sie hat ihre Protagonisten anschaulich geschildert und es fiel mir leicht, mich auf sie einzulassen. Mir hat die Mischung aus Spiel mit der Psyche und Humor gut gefallen. Ja, es gibt auch Szenen zum Schmunzeln. Allerdings täuschen sie nicht über den dramatischen Hintergrund hinweg.


    Fazit:

    „Stummer Schmerz“ ist ein Psychothriller, der unter die Haut geht. Zumal hier ein Thema behandelt wird, welches nicht nur der Fantasie der Autorin entsprungen ist, sondern dem ein realer Hintergrund zugrunde liegt. Mir hat diese Mischung aus Gänsehautmomenten, Humor und Spannung gut gefallen. Für mich war es ein gelungener Psychothriller, der bewegend erzählt, was im Kopf eines Menschen vorgehen könnte.


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    1. (Ø)

      Verlag: Independently published


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