Charlotte Brontë - Jane Eyre (ab 04.01.2021)

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  • Die BBC Version mit Ruth Wilson /Toby Stephens soll gut sein - ich hab sie noch nicht gesehen weil ich mir Toby Stephens so gar nicht als Rochester vorstellen kann

    Oh nein! Echt jetzt?! Ich finde Toby Stephens als Schauspieler toll und richtig sexy! :love:


    Kapitel 23 bis 25


    Endlich kommt es raus: Rochester liebt Jane auch. Die Szene im Garten nach Janes Rückkehr macht es mehr als deutlich. Er redet sich fast um Kopf und Kragen, um ihr all das zu erklären, was zuvor so undurchsichtig war und erstmal als Nicklichkeiten gegenüber Jane und auch Miss Ingram gedeutet werden könnte, die ohnehin nur hinter seinem Vermögen her war. Nein, er wollte sicher sein, dass Jane seine starken Gefühle ebenso stark erwidert. Und das tut sie. Sonst hätte sie sich angesichts des drohenden Abschieds von Rochester nicht so gehen lassen ("Glauben Sie denn, dass ich bleiben kann, um ein Nichts für Sie zu werden? Meinen Sie, dass ich ein Automat bin, eine Maschine ohne Gefühl?"). Bisher die stärkste Szene für mich, weil Jane es zum ersten Mal wagt, sich schwach zu zeigen. Und ihre Schwachheit wird belohnt, wenn Rochester auch die Stärke in ihr schätzt.


    Und der ist nach Janes Zustimmung, seine "kleine Frau" zu werden, im siebten Himmel. Fast macht er sich zum Narren mit dem ausschweifenden Shopping-Trip, bei dem er sie mit Juwelen und Kostbarkeiten überschütten möchte. Doch Jane behält die Hosen an - auch, was Adèle angeht, die trotz Rochesters Veto mitfahren darf. Während des Einkaufes konnte ich mich gut mit Jane identifizieren. Ich bin auch eher der burschikose Typ, der mit Schmuck nichts anfangen kann. :lol:


    Mrs. Fairfax ist misstrauisch, findet die Gegensätze zwischen den Frischverlobten zu groß und verhilft Jane zur Idee, Rochesters Antrag auf die Probe zu stellen, was sie in Kapitel 24 in die Tat umsetzt, wenn er sie abends in den Salon ruft. Ich kann mir nicht helfen; ich musste ein bisschen lachen, obwohl es eigentlich sehr gut Janes Charakter unterstreicht. Rochester als grollender Löwe, der gern mit seiner Zukünftigen auf Tuchfühlung ginge und zurückgewiesen wird, war schon amüsant. Doch Jane ist zugleich ein wenig besorgt, da sie Rochester nicht nur liebt, sondern geradezu anbetet wie ein Götzenbild, seit er ihr seine Liebe gestanden hat.


    In Kapitel 25 wird ihr Glück tatsächlich zumindest vorübergehend erschüttert. Eine merkwürdig vernachlässigte Kreatur zerreißt in ihrer und Rochesters Abwesenheit ihren Brautschleier, und ich glaube, es ist nicht Grace Poole. Jane hat eine böse Ahnung, die ihr von einem Traum zuvor bestätigt wurde. Rochester beruhigt sie und erklärt es mit der Aufregung, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Doch als Jane konkreter wird, zeigt er sich beunruhigt. Vermutlich hat jemand etwas gegen die neue Verbindung. Oder Rochester hat eine Leiche im Keller bzw. in der Burg, von der nur er und Mr. Mason wissen.

  • Ich finde Toby Stephens als Schauspieler toll und richtig sexy!

    Und den Rochester hat er auch echt gut gemacht, wobei ich ja Michael Fassbender noch ein bisschen sexier fand :)


    An das Ende des Fassbender-Films kann ich mich gar nicht mehr so richtig erinnern ... was dafür spricht, dass es mich weder besonders geflasht noch aufgeregt hat :D

  • Wie schon vermutet habt ihr mich abgehängt. Ich bin erst bei Kapitel vierzehn.

    Um mich nicht zu spoilern lese ich deshalb natürlich nicht eure neuesten Beiträge.

    Vermutlich werde ich mich auch mit Kommentaren zurückhalten, da ihr natürlich schon ganz woanders seid und euch deshalb vermutlich auch gedanklich mit ganz anderen Begebenheiten befasst.

    Anmerken möchte ich hier nur kurz, dass es mir aufgefallen ist, wie direkt Jane und Mr. Rochester miteinander reden.

    Zitat

    "Sie prüfen mein Gesicht, Miss Eyre?" sagte er. "Finden Sie mich schön?"

    Ich käme nie auf die Idee jemanden zu fragen, ob er/sie mich schön findet, schon gar nicht jemanden, den ich erst so kurz kenne, dennoch finde ich das schon interessant.

    Mr. Rochester selbst finde ich ebenfalls interessant. Nicht charmant, aber dennoch hat er etwas Interessantes und seine zurückhaltende, reservierte Art erinnert mich teilweise an Mr. Darcy.

    Ich liebe "Stolz und Vorurteil" (worüber hier ja auch schon gesprochen wurde) und Mr. Darcy liebe ich auch.

    Bei Mr. Rochester kann ich allerdings noch nicht sagen, ob er einfach ein reservierter, vielleicht auch unhöflicher oder sogar gleichgültiger Mensch ist oder ob er die gleichen Gründe wie Mr. Darcy hat reservierter zu sein.

    Ich freue mich auf jeden Fall sehr, diesen Roman weiter zu lesen, auch wenn ich euch sicher nicht mehr einholen werde. Ich möchte mich jetzt auch nicht hetzen, sondern das Buch genießen.

    Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.
    (Jorge Luis Borges)

  • Ich finde Toby Stephens als Schauspieler toll und richtig sexy!

    Und den Rochester hat er auch echt gut gemacht, wobei ich ja Michael Fassbender noch ein bisschen sexier fand :)


    An das Ende des Fassbender-Films kann ich mich gar nicht mehr so richtig erinnern ... was dafür spricht, dass es mich weder besonders geflasht noch aufgeregt hat :D

    :-k Na dann werde ich dem Herrn Stephens bei nächster Gelegenheit mal noch eine Chance geben. :wink:


    Magdalena bei uns lief der damals nur in wenigen Kinos und in meiner nähe auch nur im Kino Extra (1x eine Vorstellung). Hatte meine Mutter eingeladen und wir haben uns auf einen schönen Abend gefreut. Aber es fehlte so viel, viel wurde weggelassen und wie gesagt das Ende...:wuetend:Aber wir waren nicht die einzigen die enttäuscht waren - der ganze Saal war frustriert !

    ✨We´re all Stories in the End. Just make it a good one. - The Doctor


    🦔Der Igel ist in jedem Fall besser dran! - Terry Pratchett 🦔

  • Ich käme nie auf die Idee jemanden zu fragen, ob er/sie mich schön findet, schon gar nicht jemanden, den ich erst so kurz kenne, dennoch finde ich das schon interessant.

    Mr. Rochester selbst finde ich ebenfalls interessant. Nicht charmant, aber dennoch hat er etwas Interessantes und seine zurückhaltende, reservierte Art erinnert mich teilweise an Mr. Darcy.

    Rochester ist durch seine Vergangenheit sehr verletzt und unsicher in Bezug auf Frauen. Da er Jane faszinierend findet und etwas über sie herausfinden möchte, konfrontiert er sie mit einer eher unangenehmen Frage, die eine direkte Antwort verlangt. Irgendwie hat er mir schon an dieser Stelle leidgetan, denn er weiß nicht, wie er Jane von seinen positiven Charaktereigenschaften überzeugen kann, die auf den ersten Blick so gar nicht ersichtlich sind. Ob er etwas mit Mr. Darcy gemein hat, kann ich nicht sagen, da ich "Stolz und Vorurteil" nicht kenne. Aber für mich ist er ebenfalls und trotz oder gerade aufgrund seiner Fehler ein interessanter und charismatischer Mensch. Und eine der spannendsten Romanfiguren, über die ich je gelesen habe.


    Ich fände es schön, wenn du weiterhin deine Eindrücke mit uns teilst!

  • Ich weiß garnicht mehr welche Verfilmung ich mal gesehen habe, aber ich kann mich erinnern, dass ich mit dem Ende sehr unzufrieden war. :lol:

    Ich warte auf jeden Fall bis ich das Buch fertig habe, um mir die Filme anzusehen. Einen Mehrteiler gibt es da nicht in dem auch von Janes Kindheit erzählt wird? Finde das einen wichtigen Teil, auch, um sie zu verstehen....


    Interessant wie unterschiedlich das Wort "fromm" hier aufgefasst wird. Für mich hat das auch wie bei Yael eher etwas negatives.


    Bis Kapitel 25


    Mr. Rochester schwebt nun auf Wolke 7 und möchte Jane mit Kram überhäufen. :totlach: Naja, er sollte sich denken können das sie das nicht will. :lol: Ich fand das Ganze ziemlich lustig, Mr. Rochester etwas albern. Das ist schon ein Vogel....

    Wie die 2 miteinander umgehen und sich necken ist süß und lustig. Ich glaube bei Jane ist da allerdings viel Ernsthaftigkeit, weil ich mir vorstellen könnte, dass sie Probleme hat zu jemanden Vertrauen zu fassen und sich auf eine Bindung einzulassen. Was man ja auch daran merkt, wie unsicher und nervös sie wird als Rocherster den Abend vor der Hochzeit erst spät wieder auftaucht. Kann mich da leider sehr gut in sie hinein versetzen. Ich glaube so würde es mir auch gehen.


    Yael glaubst du die Frau die sich Janes Kleid angesehen hat ist real? Ich fand, dass Rochester sagte sie soll bei Adele schlafen sehr verdächtig, als ob er sich tatsächlich Sorgen macht.

    Ist da am Ende doch jemand, auf den Grace acht gibt? Ich glaube nicht, dass Jane sich das eingebildet hat denn irgendwer muss ja auch den Schleier kaputt gemacht haben.

    Kurios das Ganze.


    Jetzt endet das an einer doofen Stelle, ich hätte gern weiter gelesen denn ich sehe noch nicht das die Trauung vollzogen werden kann.

    Und ich glaube auch nicht, dass Miss Ingram sich das alles so einfach gefallen lässt. Da kommt bestimmt noch was. :-k


    Jane hat an ihren Verwandten geschrieben. Bin mal gespannt, ob sie eine Antwort bekommt. :)


    Hach, das Buch ist toll. :uups::lol::love:

    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. (Zitat: Johann W. von Goethe)

  • Kapitel 23


    Die Szene mit Rochester und Jane im Garten hat mir auch sehr gefallen. Besonders niedlich war es, wie sie anfänglich versucht sich fortzuschleichen. :lol:

    Und das tut sie. Sonst hätte sie sich angesichts des drohenden Abschieds von Rochester nicht so gehen lassen

    Dieser kurze Augenblick des "sich gehen lassens" fand ich sehr rührend. Endlich sprechen die beide mal Klartext, obwohl ich ihre Beziehung nach wie vor sehr kompliziert finde. Jane willigt ein ihn heiraten zu wollen und schaut glücklich in die Zukunft. Zu diesem Zeitpunkt schon traute ich dem "Frieden" nicht so ganz. Gerade als dann erzählt wurde, dass die Kastanie von einem Blitz gertroffen wurde und entzwei gebrochen ist. Klingt beinahe wie eine höhere Macht, die wütend bezüglich der Hochzeit ist? Ein schlechtes Zeichen?


    Kapitel 24

    Meinen Sie, dass ich ein Automat bin, eine Maschine ohne Gefühl?

    Tatsächlich sehr stark von Jane. Hier analysiert sie Rochester auch sehr genau und zeigt damit, dass sie sich von ihm und der Hochzeit nicht blenden lassen wird. Sie kann trotz allem ihre zukünftige Ehe ganz nüchtern betrachten, ebenso wie den Angetrauten selbst.

    Zitat


    "Ein Weilchen werden Sie vielleicht so sein wie jetzt - ein sehr kurzes Weilchen; und danach wird Ihre Stimmung abkühlen; und dann werden Sie launisch sein; und dann werden Sie streng und unfreundlich sein."

    :pray: Was für eine tolle Frau. Das was sie ausspricht denke ich nämlich auch. Auch als er ihr all den Schmuck und die Kleider kaufen will, wehrt sie sich. Sie möchte nicht seine kleine Puppe sein, sondern auch als verheiratete Frau sie selbst bleiben. Jane. Aus diesem Grund möchte sie auch Mr. Eyre kontaktieren, damit sie vielleicht etwas Vermögen in die Ehe bringen kann.


    Miss Ingram hat ihn also verlassen...hätte er Jane auch geheiratet, wenn die Ingram mit seinem Vermögen einverstanden gewesen wäre? Irgendwie mag ich Rochester noch immer nicht und bin auch weiterhin der Meinung, dass er dieses ganze Theater nicht hätte veranstalten müssen. Immerhin hat er Jane damit wehgetan. Auch, dass er Adele immer wieder als "Balg" bezeichnet und nicht dabei haben will, finde ich nicht schön.


    Zitat

    "Und habe ich mich erst einmal rechtmäßig deiner bemächtigt, um dich zu lieben und zu ehren in guten wie in schlechten Tagen, werde ich dich - bildlich gesprochen - einfach an eine solche Kette legen..."

    :shock: Bei diesen Worten musste ich echt kurz innehalten. Ich finde ihn da sehr unheimlich und mir behagt diese baldige Hochzeit gar nicht.


    Auch die Gedanken von Jane kündigen Unheilvolles an:

    Zitat


    "Er hatte sich zwischen mich und alle meine religiösen Vorstellungen geschoben, so wie sich eine Verfinsterung zwischen den Menschen und die strahlende Sonne schiebt. Damals konnte ich Gott nicht mehr sehen, weil ich nur Augen für Sein Geschöpf hatte, dass ich zum Abgott erhob."

    :shock::cry: Aus religiöser Sicht beklemmende Gedanken, die eigentlich nur auf ein nahendes Unheil hindeuten können...


    Kapitel 25

    Vermutlich hat jemand etwas gegen die neue Verbindung. Oder Rochester hat eine Leiche im Keller bzw. in der Burg, von der nur er und Mr. Mason wissen.

    Das was Jane in der Nacht erlebt hat war so gruselig. :shock: Wäre ich an ihrer Stelle gewesen, hätte ich nicht so ruhig bleiben können, sondern hätte das Herrenhaus auf der Stelle verlassen. Bei ihr in der Kammer stand plötzlich eine ihr nicht bekannte Frau. Gräßlich, gespenstisch, in ein weißes Laken gehüllt. Sie hat den Schleier zerrissen, stand sogar ganz nah bei Jane...

    Die Person muss real gewesen sein, immerhin wurde der zerrissene Schleier gefunden. Mit Rochester stimmt doch etwas nicht...

    Ich bin sehr froh, dass diese Frau Jane nichts angetan hat...aber...warum eigentlich nicht?

    Jetzt endet das an einer doofen Stelle, ich hätte gern weiter gelesen denn ich sehe noch nicht das die Trauung vollzogen werden kann.

    Ich glaube auch, dass das mit der Hochzeit nicht klappt. Warum auch immer...aber sämtliche Vorzeichen scheinen ein nahendes Unheil anzukündigen. Ich hatte beim Lesen ein sehr beklemmendes Gefühl.

    Hach, das Buch ist toll. :uups::lol:

    Oh ja...!! :love::applause: Ich liebe dieses Buch auch, es ist so spannend, lässt einen rätseln und dann noch Jane, als so starke und bewundernswerte Frau! :pray:

    "Herr, in mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht. Ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht. Ich bin kleinmütig, aber bei dir ist Hilfe. Ich bin unruhig, aber bei dir ist der Friede. Ich verstehe deine Wege nicht, aber du weisst den Weg für mich." (Dietrich Bonhoeffer) :love:


    :study: "Die Bibel"

    :study: "What light there is" - Burnside (MLR)

    :study: "Harry Potter & der Orden des Phoenix" - J.K. Rowling (MLR)

    :study: "Jane Eyre " - Charlotte Bronte (MLR)

    :study: "Harte Zeiten" - Charles Dickens (MLR)


  • Kapitel 23-25 (Zweiter Band, 8-10)

    Das Gespräch zwischen Jane und Mr. Rochester in Kapitel 23 fand ich... na sagen wir interessant. Erst eröffnet ihr, dass sie Thornfield verlassen und nach Irland gehen soll, und dann legt er plötzlich eine 180° Kehrtwende hin und macht ihr einen Heiratsantrag. Miss Ingram hat ihn wohl abserviert, als er ihr vorgegaukelt hat, dass sein Vermögen nicht so groß ist, wie behauptet wird. Für mich klang das ein bisschen, als würde er dann halt jetzt Jane nehmen, quasi als Ersatz. Ich bin skeptisch.
    Und warum murmelt er vor sich hin: "Das wird alles aufwiegen. Alles."? Soll die Hochzeit mit Jane als Sühne für seine Verfehlungen dienen?

    Dass Mr. Rochester Jane mit Miss Ingram nur eifersüchtig machen wollte, fand ich auch sehr seltsam. Was sollen diese Spielchen?

    Ich schließe mich Eleonorah an: Mr. Rochester ist mir nicht sonderlich sympathisch. Schon allein wie er später versucht, Jane auszustaffieren wie ein Püppchen - obwohl ihr das sehr unangenehm ist.

    Das was Jane in der Nacht erlebt hat war so gruselig. :shock: Wäre ich an ihrer Stelle gewesen, hätte ich nicht so ruhig bleiben können, sondern hätte das Herrenhaus auf der Stelle verlassen. Bei ihr in der Kammer stand plötzlich eine ihr nicht bekannte Frau. Gräßlich, gespenstisch, in ein weißes Laken gehüllt. Sie hat den Schleier zerrissen, stand sogar ganz nah bei Jane...

    Die Person muss real gewesen sein, immerhin wurde der zerrissene Schleier gefunden. Mit Rochester stimmt doch etwas nicht...

    Ich bin sehr froh, dass diese Frau Jane nichts angetan hat...aber...warum eigentlich nicht?

    Das fand ich auch extrem gruselig. Ich wäre wahrscheinlich sofort ausgezogen. Keine Stunde länger hätte es mich in diesem Haus gehalten.
    Warum sie Jane nichts getan hat? Mh, bisher hat diese Frau, die ja vermutlich auch für die anderen Angriffe verantwortlich ist, nur Männer ernsthaft attackiert. Und wenn Grace Poole, wie Pinguinchen vermutet, auf diese mytseriöse Person aufpasst, dann hat sie es ja auch irgendwie geschafft, nicht umgebracht zu werden :wink:

  • Was für eine tolle Frau. Das was sie ausspricht denke ich nämlich auch. Auch als er ihr all den Schmuck und die Kleider kaufen will, wehrt sie sich. Sie möchte nicht seine kleine Puppe sein, sondern auch als verheiratete Frau sie selbst bleiben. Jane. Aus diesem Grund möchte sie auch Mr. Eyre kontaktieren, damit sie vielleicht etwas Vermögen in die Ehe bringen kann.

    Das gefiel mir auch sehr. Eigentlich hätte ich vermutet, dass Rochester mittlerweile Janes Charakter und ihre Vorlieben besser kennt, aber er gefällt sich eben auch - wie alle Männer - in der Rolle des Beschützers und edlen Spenders. :wink:


    glaubst du die Frau die sich Janes Kleid angesehen hat ist real?

    Das denke ich schon. Sonst hätte Rochester sie nicht in Adèles Zimmer geschickt. Allerdings bezweifle ich, dass die Kreatur vor dem Kinderzimmer zurückgeschreckt wäre und die drei Mädels dort vor ihr sichergewesen wären. Etwas an deren Äußeren kam mir übrigens seltsam vor. Sie hat ein aufgedunsenes, schwarzes (!) Gesicht. Schwarzverfärbt sogar. Was kann das nur sein? Hat sie versucht, sich zu erhängen in ihrem Gefängnis? Denn dass Rochester im Turm etwas / jemanden versteckt, scheint mir doch offensichtlich.

  • Gerade als dann erzählt wurde, dass die Kastanie von einem Blitz gertroffen wurde und entzwei gebrochen ist. Klingt beinahe wie eine höhere Macht, die wütend bezüglich der Hochzeit ist? Ein schlechtes Zeichen?

    Das hat bestimmt noch Konsequenzen in seiner Symbolträchtigkeit.


    Ich möchte noch etwas zur Sprache des Romans sagen, die schon ein paar Mal lobend erwähnt wurde. Mich fesselt sie auch, besonders wenn Jane, die doch allgemein gefasst und ruhig erscheint, in Situationen ist, die sie erschrecken oder ängstigen, und in denen sie Rochester entgegenfiebert so wie da, als er abends von seinen Geschäften zurückkehrt und sie ihm von der Kreatur erzählen möchte. Da bin ich jedesmal richtig dabei! Das Bild, als sie auf Rochesters Zehenspitzen wippt und aufs Pferd federt, um ihn zu umarmen, war mir besonders anschaulich. Das war so süß!


    Auf der anderen Seite ist meine Übersetzung teilweise ein bisschen anstrengend zu lesen, da sie wohl die älteste und am wenigsten modernisierteste ist. Manchmal muss ich Sätze - vor allem die im Dialog - zweimal lesen, um sie zu verstehen, weil sie so altmodisch und verschachtelt sind. Liest noch jemand die Übersetzung von Marie von Broich?

  • Auf der anderen Seite ist meine Übersetzung teilweise ein bisschen anstrengend zu lesen, da sie wohl die älteste und am wenigsten modernisierteste ist. Manchmal muss ich Sätze - vor allem die im Dialog - zweimal lesen, um sie zu verstehen, weil sie so altmodisch und verschachtelt sind. Liest noch jemand die Übersetzung von Marie von Broich?

    Nein, ich nicht. Bei meiner Ausgabe ist der Übersetzer Gottfried Röckelein und mir gefällt die Übersetzung unheimlich gut! :drunken: Die Geschichte liest sich flüssig und ich muss Sätze nie mehrmals lesen oder habe Verständnisprobleme. Aber das liegt wohl tatsächlich daran, dass es eine recht "moderne" Überarbeitung ist.

    "Herr, in mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht. Ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht. Ich bin kleinmütig, aber bei dir ist Hilfe. Ich bin unruhig, aber bei dir ist der Friede. Ich verstehe deine Wege nicht, aber du weisst den Weg für mich." (Dietrich Bonhoeffer) :love:


    :study: "Die Bibel"

    :study: "What light there is" - Burnside (MLR)

    :study: "Harry Potter & der Orden des Phoenix" - J.K. Rowling (MLR)

    :study: "Jane Eyre " - Charlotte Bronte (MLR)

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  • Denn dass Rochester im Turm etwas / jemanden versteckt, scheint mir doch offensichtlich.

    Das wäre grässlich...aber ich glaube auch, dass dem so ist. :cry: Grace scheint diesen jemand zu pflegen? Was sollte Rochester zu solch einer Maßnahme veranlassen? Und würde das nicht dafür sprechen, dass er ein absolut kaltherziger Mensch ist? Mason hat auch Mitleid mit dieser geheimnisvollen Person. Mir scheint diese Kammer hinter der Tür auch eher ein Gefängnis zu sein...

    "Herr, in mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht. Ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht. Ich bin kleinmütig, aber bei dir ist Hilfe. Ich bin unruhig, aber bei dir ist der Friede. Ich verstehe deine Wege nicht, aber du weisst den Weg für mich." (Dietrich Bonhoeffer) :love:


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  • Eleonorah Du meinst, er könnte eine Art Blaubart sein? :-k Irgendwie sieht es tatsächlich danach aus. Als Rochester-Sympathisant hege ich trotzdem Zweifel. Er liebt Jane, und er hat ein Geheimnis, von dem er annimmt (oder sogar überzeugt ist), dass die Ehe mit der herzensguten, reinen Jane ihn davon befreien / erlösen kann. Ob das eine gute Basis ist für eine Ehe, sei mal dahingestellt... aber da sich beide lieben, hätte er ja sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

    "Das wird alles aufwiegen. Alles."? Soll die Hochzeit mit Jane als Sühne für seine Verfehlungen dienen?

    Ich glaube, so sieht er es. Ich denke da an die Tänzerin und Adèles Mutter Celine Varens und die anderen Affären, die er wohl auf seinen Reisen hatte. Keine davon hat es gut mit ihm gemeint. Er wurde gedemütigt, hintergangen, betrogen; kein Wunder, dass er hofft, mit Jane die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Sie ist so ganz anders, so erfrischend direkt und unverdorben. Und ich fürchte fast, dass die Kreatur in der Kammer etwas mit seiner Vergangenheit zu tun hat, die er nicht loslassen kann.

  • Du meinst, er könnte eine Art Blaubart sein?

    Ich musste jetzt erstmal schauen, was ein Blaubart ist. :uups: Habe mir das Märchen gerade durchgelesen und...:shock: vielleicht sind wir damit zumindest auf einer richtigen Fährte!! Mir wird immer unbehaglicher zu Mute...:-?:-? aber ich freue mich so sehr aufs weiterlesen!

    Erst eröffnet ihr, dass sie Thornfield verlassen und nach Irland gehen soll, und dann legt er plötzlich eine 180° Kehrtwende hin und macht ihr einen Heiratsantrag. Miss Ingram hat ihn wohl abserviert, als er ihr vorgegaukelt hat, dass sein Vermögen nicht so groß ist, wie behauptet wird. Für mich klang das ein bisschen, als würde er dann halt jetzt Jane nehmen, quasi als Ersatz. Ich bin skeptisch.

    So kam es mir auch vor...ich traue Rochester absolut nicht über den Weg...8-[ Und wäre ich Jane, hätte ich schnellstens meine Sachen gepackt und wäre zu Mr. Eyre geflohen, weit weg von Rochester, mitsamt seinen gruseligen Geheimnissen. Aber sie hat sich nun einmal verliebt...

    Warum sie Jane nichts getan hat? Mh, bisher hat diese Frau, die ja vermutlich auch für die anderen Angriffe verantwortlich ist, nur Männer ernsthaft attackiert.

    Stimmt. :-k

    "Herr, in mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht. Ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht. Ich bin kleinmütig, aber bei dir ist Hilfe. Ich bin unruhig, aber bei dir ist der Friede. Ich verstehe deine Wege nicht, aber du weisst den Weg für mich." (Dietrich Bonhoeffer) :love:


    :study: "Die Bibel"

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  • Ich käme nie auf die Idee jemanden zu fragen, ob er/sie mich schön findet, schon gar nicht jemanden, den ich erst so kurz kenne, dennoch finde ich das schon interessant.

    Ich auch nicht, aber anscheinend war man damals generell offener, wie man scheint?

    Yael glaubst du die Frau die sich Janes Kleid angesehen hat ist real?

    Ich glaube auch, dass es sich um eine reale Person handelt. Ein Geist hätte wohl kaum eine solche "Macht" über Rochester oder hätte den Schleier zerreißen können.

    Jane hat an ihren Verwandten geschrieben. Bin mal gespannt, ob sie eine Antwort bekommt.

    Auf das bin ich ebenfalls sehr gespannt. Mich wundert es, dass Jane so gar keine Neugier bezüglich ihrer Verwandten hegt. Und auch Rochester erzählt sie nichts.

    Und ich glaube auch nicht, dass Miss Ingram sich das alles so einfach gefallen lässt. Da kommt bestimmt noch was.

    Oh, ein interessanter Gedankengang, da könnest du recht haben :-k

    Auch, dass er Adele immer wieder als "Balg" bezeichnet und nicht dabei haben will, finde ich nicht schön.

    Ja, wie er mit dem Kind umgeht, finde ich echt unmöglich. Es hat ihn ja niemand gezwungen, sich um das Kind zu kümmern :wuetend:


    Das waren sehr interessante drei Kapitel. Ich bin gespannt, ob die Trauung ohne Probleme vollzogen werden kann. Findet ihr nicht auch seltsam, dass keine Gäste geladen sind?

    Und dann Rochesters Aussage, dass er Jane erst in "einem Jahr und einen Tag" in sein Geheimnis einweihen wird. An Janes Stelle hätte ich ihn ohne sofortige Aufklärung nicht geheiratet.

  • Ich käme nie auf die Idee jemanden zu fragen, ob er/sie mich schön findet, schon gar nicht jemanden, den ich erst so kurz kenne, dennoch finde ich das schon interessant.

    Ich auch nicht, aber anscheinend war man damals generell offener, wie man scheint?

    Eher nicht. Hier verhält sich Rochester schon ziemlich unkonventionell für die damalige Zeit, darum auch Janes Irritation. Sie schleichen zwar sehr lange umeinander herum, aber Rochester macht gerade am Anfang einen "bold move." Vor allem deshalb, weil er ja sehr viel höher steht als eine "einfache Gouvernante." Er sucht Janes Gespräche und ihre Gesellschaft nicht nur an diesem Abend, und das ist etwas, über das er als Dienstherr eigentlich erhaben sein müsste. Das spricht für mich für sein ehrliches Interesse an ihrer Person und ihrer Meinung.


    @all: Juckt es euch nicht genauso in den Fingern und den Augen wie mir, weiterzulesen? Glücklicherweise habe ich das Buch wieder irgendwo liegenlassen, wo ich jetzt nicht drankomme, aber könntet ihr euch vorstellen, wenigstens das nächste Kapitel schon morgen zu lesen und zu diskutieren? Ich sitze wie auf glühenden Kohlen... :lechz:

  • aber könntet ihr euch vorstellen, wenigstens das nächste Kapitel schon morgen zu lesen und zu diskutieren? Ich sitze wie auf glühenden Kohlen...

    Kann ich verstehen! :lechz: Also von mir aus können wir das nächste Kapitel auch schon morgen lesen/besprechen. :)

    "Herr, in mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht. Ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht. Ich bin kleinmütig, aber bei dir ist Hilfe. Ich bin unruhig, aber bei dir ist der Friede. Ich verstehe deine Wege nicht, aber du weisst den Weg für mich." (Dietrich Bonhoeffer) :love:


    :study: "Die Bibel"

    :study: "What light there is" - Burnside (MLR)

    :study: "Harry Potter & der Orden des Phoenix" - J.K. Rowling (MLR)

    :study: "Jane Eyre " - Charlotte Bronte (MLR)

    :study: "Harte Zeiten" - Charles Dickens (MLR)


  • Ich werde wohl eh morgen lesen, da ich Montag wahrscheinlich keine Zeit haben werde zu lesen und unbedingt wissen möchte wie es weiter geht.


    Zu der Person die bei Jane aufkreuzt und ihren Schleier zerreist...... Ich meinte mit nicht real nicht, das es ein Geist war, sondern das Jane vllt irgendwie geträumt und den Schleier selbst zerrissen hat. Schlafwandeln oder so...

    Sie beschreibt die Person als dunkel und unheimlich und gräßlich. Nun war es ja zu der Zeit so, das Jane in ihrem Leben wahrscheinlich noch nie einen dunkelhäutigen Menschen gesehen hat und ich nehme an, dass es so ist. Die Person ist eine People of Colour und Rochester hat sie aus dem Süden mitgebracht. Fragt sich halt nur wieso.

    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. (Zitat: Johann W. von Goethe)

  • Die Person ist eine People of Colour und Rochester hat sie aus dem Süden mitgebracht.

    Das glaube ich nicht. Ein interessanter Gedanke, aber was sollte Rochester mit einer Schwarzen, wenn er sie nicht irgendwo in der Karibik auf dem Sklavenmarkt gekauft hätte? Vielleicht sollte sie den Haushalt machen und hat angesichts der sie überfordernden Aufgaben auf Thornfield den Verstand verloren? :loool:


    Im Ernst, ich denke, die Frau hat keine dunkle Haut. Zumindest nicht so, dass man sie als schwarz bezeichnen würde. Wahrscheinlich kam es Jane in ihrer Angst so vor, dass sie ein schwarzes, grässliches Gesicht hat. Es war Nacht und Jane noch im Halbschlaf. Allerdings sieht sie langes Haar, und das ist bei negroiden Typen eher selten. Das Gesicht ist vermutlich schmutzig ("schwarzverfärbt"), weil sie sich nicht wäscht.


    Weitergelesen habe ich noch nicht, und ich bin auch nicht ganz sicher, ob ich dazu noch komme. Falls ja, melde ich mich heute Abend nochmal.

  • Kapitel 26 bis 28


    Ich habe es getan! Da ihr sicher auch gespannt und ungeduldig auf des Rätsels Lösung wartet und teilweise weitergelesen habt, ist es wohl verziehen, dass wir den Zeitplan bei diesen Kapiteln ändern.


    Rochester hat eine Frau, und es ist nicht Jane! Sie heißt Berta Mason und ist Richards Schwester, der die Trauung in der Kapelle des Anwesens in letzter Sekunde vereitelt. Durch eine Geschäftsverbindung mit Janes Onkel in Madeira hat er von der geplanten Hochzeit erfahren und ist wieder nach Thornfield gereist, wo Berta als Wahnsinnige im Turmzimmer seit über fünfzehn Jahren gefangen gehalten wird. Uff, das ist hart! Eigentlich hätte man es bei Mr. Masons Beschreibung merken müssen, bei dem sich der erblich bedingte Wahnsinn ebenfalls schon in seinem Äußeren zeigt (ich frage mich nur, wie?). Das Kapitel war echt der Hammer! Und wieder tut mir Rochester leid, der trotz allem äußerlich gefasst bleibt und nicht einmal gegen seinen Schwager die Hand erhebt ("Kopf hoch, Dick! Hab keine Angst vor mir, ich würde ja auch keine Frau schlagen."), sondern mit beißendem Spott von Berta berichtet und alle Anwesenden zum Turm schleppt, um ihnen zu beweisen, dass Mason die Wahrheit sagt. Jane ist niedergeschmettert. Aber auch Rochester wird nie mehr derselbe sein.


    Später findet die Aussprache zwischen beiden statt, doch Jane weiß bereits, dass sie nicht auf Thornfield bleiben kann. Mich hat Rochesters "Leidensweg" sehr berührt in seiner ausführlichen Offenheit. Auch Jane versteht ihn ("Ich vergab ihm schon in demselben Augenblick."), doch sie spürt, dass ihr Glück mit Rochester unwiderruflich dahin ist. Er bekniet sie, zusammen fortzuziehen, neu anzufangen, denn er glaubt, dass Gott ihm Jane als Chance für einen Neuanfang gegeben hat. Aber Jane hat ihre Prinzipien und ebenfalls einen starken Willen, mit dem sie Rochesters Argumentation trotzt, so schwer es ihr auch fällt. In der Nacht fasst sie schweren Herzens den Entschluss, Thornfield zu verlassen, nachdem sie Rochester das Versprechen gab, bis zum Morgen über alles nachzudenken.


    Nach tagelangem Umherirren, in dem sie mittellos ist, hungert, sich fürchtet, betet und zugleich zu sterben hofft, findet sie Zuflucht bei St. John Rivers und seinen zwei Schwestern.


    Mich haben hier etwas die Klischees gestört, mit denen über verschiedene Völker gesprochen bzw. geurteilt wird. Erstens die maßlose Kreolin, die säuft und - entschuldigt den Ausdruck - herumhurt, dann die schnell gelangweilte Italienerin und die schwerfällige Deutsche. Und natürlich die lasterhaften Franzosen. Scheinbar ist nur die sittsame englische Rose das einzig Wahre. Und nicht zuletzt werde den launischen, impulsiven, wilden Rochester vermissen, wenn Jane nun auf anderen Pfaden wandelt. :cry:

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