Nicole Siemer - Todessamen

Anzeige

  • Düsteres Märchen für Erwachsene

    Was, wenn Deine Eltern durch einen Autounfall ums Leben kommen, Was wenn du ein Waisenkind bist und du dir einen imaginären Freund ausdenkst? Was, wenn dieser Freund plötzlich nach vielen Jahren im Grubinger Wald zuwinkt, obwohl du mittlerweile Erwachsen bist ? Was nach einer sehr guten Idee aussieht und auch vom Klappentext sehr gut klingt, hat mich persönlich ein bisschen ratlos zurück gelassen. Jessie ist eine sehr in sich zurückgezogene Person , die ihrer Umwelt am liebsten aus dem Weg geht. Die Erfahrungen aus dem Waisenhaus, hatten ihr nur gezeigt, wie gemein und Böse Menschen zu ihr sein können. Jetzt mit 21 Jahren soll sie in Ihrer eigenen Wohnung mit einem Job, Ihr Leben anfangen. Doch immer wieder verfolgen Sie die Träume Ihrer Vergangenheit und machen ihr das Leben zur Qual ? Als Sie ihrem imaginären Freund Sam in eine andere Welt folgt, scheint Ihr Leben eine Wendung zu nehmen ....

    Obwohl die Idee gut ist und die Grundatmosphäre so richtig düster daher kommt, habe ich wirklich immer wieder mit mir gerungen, das Buch in die Hand zu nehmen und weiter zu lesen. Das Schwierige daran, ist eine vernünftige Kritik dafür zu finden. Technisch war es gut geschrieben. Die Charaktere sind alle sehr gut und nachvollziehbar herausgearbeitet und auch das Motiv ist absolut klar und eindeutig. Und dennoch....

    Es hat mich nicht mitgenommen auf diese Reise. Es war ein Reisebericht über eine fremde Person, die man eine Weile begleitet und nach der gerade am Anfang 5. Wiederholung der Träume erst einmal zur Seite legt. Mir hatte dann die Spannung gefehlt und plötzlich ging es doch weiter. Nachdem Zwischenspiel mit Heinrich, bekommt man eine Vorahnung, die sich spätestens nach dem Unglück in der Küche und der Verbannung Ihres Freundes kenntlich macht und Erahnen lässt, dass nicht alles so ist, wie es scheint...Doch irgendwie war ich nach wie vor außen vor und bin nicht hinein gelangt in diese Geschichte und so hatte es etwas permanent von einem Fremdkörper an sich.

    Die Moral ist klar und die Aussage steht für sich, so dass sich auch etwas positives mitnehmen lässt. Auch schön die Veränderung der Freundin, die sich in der Zwischenzeit um die Katze kümmert und anfängt zu verstehen, dass nicht immer alles um Sie spielen muss.

    Ich glaube, dass hier viel Potential steckt. Ich habe das Buch an verschiedenen Tagen immer wieder aufgenommen und bin leider zu keinem Zeitpunkt mit der Geschichte warm geworden oder auch nur im Ansatz berührt worden, daher kann ich nur Maximal 3 Sterne aus meiner Sicht geben. Diese Geschichte ist reine Geschmackssache und was jetzt für mich gilt, kann ein Anderer völlig aus einer anderen Sicht wahrnehmen. Für mich reicht es leider nicht zu einer Empfehlung:bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    1. Todessamen

      (Ø)

      Verlag: Independently published


Anzeige