Joe Hill - Full Throttle

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  • Eigenzitat aus amazon.de:


    Dies ist die neueste Sammlung von Kurzgeschichten aus der Feder von Joe Hill, dem Sohn von Stephen King und die Titelgeschichte, sowie eine weitere in diesem Büchlein sind auch in Kooperation mit dem berühmten Vater entstanden – und beide auch bereits in anderen Sammlungen bzw. als Kindle-Shorties erschienen, die ich bereits an anderer Stelle besprochen habe. Diese beiden Titel sind ‚Throttle‘ und ‚In the Tall Grass.‘



    Andere bereits bekannte Geschichten sind die wunderbare Werwolfgeschichte ‚Wolverton Station‘, die amerikanische Loch-Ness-Variante ‚By the Silver Water of Lake Chaplain‘, das sehr brutale ‚Thumbprint‘ und das überaus politische und apokalyptische ‚You Are Released,‘ das sicherlich als eine der herbsten Anti-Trump-Geschichten gelten kann. Ach ja, und natürlich ‚Twittering from the Circus of the Dead‘ eine höchst eigen erzählte Zombiegeschichte, die den Briefroman im Kurzgeschichtenformat ins 21. Jahrhundert zerrt.



    Aber auch die übrigen Geschichten können sich sehen lassen, wobei mir insbesondere das ebenfalls sehr politische und überaus beängstigende ‚Mum‘ Schrecken über den Rücken gejagt hat, genau wie die sehr klassisch wirkende Gruselgeschichte ‚The Devil on the Stairs‘, die irgendwie im Endeffekt einen großen Teil des 20. Jahrhunderts und des beginnenden 21. Jahrhunderts zu erklären scheint. In der Printversion ist die Geschichte übrigens in Treppenform gedruckt, was sich leider bei dem von mir gewählten elektronischen Leseverfahren nicht richtig umsetzen lässt.



    Einmal mehr zeigt Hill in diesen – und den anderen – Geschichten, dass er seinem berühmten Vater in nichts nachsteht und seine lobenden Kritiken, bevor er entlarvt wurde, immer noch Gültigkeit für sein neueres Schaffen haben. Da die Kings oft in Schreibwerkstätten arbeiten ist die Verwandtschaft – genau wie bei den anderen Kind-Sprößlingen – nicht zu leugnen, aber das ist ja in diesem besonderen Fall nicht wirklich ein Problem.



    Neben zwei interessanten Vorworten gibt es am Ende für interessierte Leserinnen und Leser auch noch kurze Erläuterungen zu den Hintergründen der einzelnen Geschichten, die auch ziemlich interessant – und amüsant – sind. Alles in Allem eine befriedigende Leseerfahrung – sowohl bei den wiedergelesenen, wie auch bei den neuentdeckten Geschichten.

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