Linda Winterberg - Unsere Tage am Ende des Sees

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  • Inhaltsangabe:

    Zitat

    Von audible studios: Nach dem Tod ihres Mannes steht Hanna plötzlich ihrer Mutter wieder gegenüber – zum ersten Mal seit 25 Jahren. Damals verließ Hanna ihren kleinen Heimartort bei München, weil sie das Leben an der Seite ihrer trinkenden Mutter nicht mehr aushielt – und ließ auch Alexander zurück, ihre erste große Liebe. Ihre Flucht ermöglichte ihr ein neues Leben, doch Alex hat sie nie vergessen. Und nun findet Hanna heraus, dass auch er nicht aufgehört hat, an sie zu denken…

    Mein Fazit:


    Auch dieses Hörbuch aus der Feder von Linda Winterberg behandelt ein sensibles Thema: Alkoholismus!


    Hanna, gerade Witwe geworden, kommt mit ihrem neuen Leben noch nicht zurecht. Ihre Tochter verweilt für ein Jahr in den USA bei Verwandten und sie fühlt sich allein und orientierungslos. Eines Tages ruft ihre Mutter Gabi an. Nach 25 Jahren ein erstes Lebenszeichen von ihr, hat Hanna sie doch in ihrem Leben in Hamburg für Tod erklärt.


    Kurzerhand reist sie nach München. Das kleine Haus am Ende der Straße gibt es noch genauso wie Hanna es einst verließ. Auch die ziemlich neugierige, aber herzliche Nachbarin Erna ist noch da. Gabi, inzwischen gealtert und im Ruhestand, ist seit Jahren trocken, sie hat ihre Alkoholsucht überwunden. Trotz dieser erfreulichen Tatsache ist noch so vieles unausgesprochen. Hanna bemüht sich um eine gute Beziehung zu ihr, weiß sie doch, dass sie ihr auch vieles verheimlicht.


    Und dann ist da noch der See mit dem Bauwagen und dem Briefkasten. Als Hanna dort hinkommt, findet sie viele Briefe vor. Briefe, die ihre Jugendliebe Alex ihr in all den Jahren geschrieben hat und die Erinnerungen in ihr hervorrufen. Immer wieder schweift sie ab und erinnert sich, wie es 1990 war, als ihre Geschichte eigentlich begann …


    In gewohnt ruhiger Art erzählt die Autorin bzw. die Sprecherin Eva Gosciejewicz die Geschehnisse um Hanna, Alex und Gabi in der abwechselnd damaligen Zeit und der Gegenwart. 1990, da war ich 17, ich konnte mich also gut hinein versetzen. Die erste Liebe, das prickelnde Gefühl und unbeschwerte Zeiten. Aber Hanna beging damit nur eine Flucht, denn zu Hause war die trinkende Mutter, die –je nach Tagesform- sehr liebenswürdig oder wütend war. Es gab Verletzungen, psychischer und physischer Natur und eine immer ausweglosere Situation. Wie sehr Hanna unter dem Alkoholismus ihrer Mutter litt, wird schon sehr deutlich.


    Und während sich Mutter und Tochter in der Gegenwart annähern, wartete ich noch auf die Liebesgeschichte, die sich im Klappentext –zugegebenermaßen nur ganz zart- andeutete. Das fand ich dann doch etwas enttäuschend, auch wenn eine ausdrucksstarke Liebesgeschichte im Kontext unglaubwürdig gewesen wäre. Demzufolge wurde es zwischendurch etwas langatmig und ich wartete darauf, dass da noch etwas passierte. Ja, es passierte auch noch etwas, aber das war für mich irgendwie keine Überraschung. Ich hatte es bereits geahnt.


    Insgesamt eine schöne Geschichte, auch sehr gut transportiert von Eva Gosciejewicz, die aber einige Längen hat und keine überraschenden Höhepunkte. Daher gibt es von mir auch nur vier Sterne.

    LG, Elke :wink:

    • in 2017 gelesen: 84 Bücher/ 34.387 Seiten/ 20 Hörbücher/ 10.930 Minuten gehört
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    • in 2019 gelesen: 52 Bücher/ 24.031 Seiten/ 19 Hörbücher/ 11.258 Minuten gehört
    • in 2020 gelesen: 38 Bücher/ 16.428 Seiten/ 12 Hörbücher/ 7.982 Minuten/ SuB: 83 Bücher :-,

    Bücher suchen ein neues Zuhause!

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