Klaus Seibel - Chimären

  • Buchdetails

    Titel: Chimären


    Band 1 der

    Verlag: Books on Demand

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 284

    ISBN: 9783744849081

    Termin: September 2017

  • Bewertung

    2 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

  • Inhaltsangabe zu "Chimären"

    Die neue Sondereinheit Science Force ist kaum gegründet, da startet schon der erste Einsatz: Sie sollen verbotenen Gen-Experimenten mit menschlichen Embryos ein Ende setzen. Der harmlos scheinende Auftrag bringt das Team in Lebensgefahr: Die Experimente sind weiter fortgeschritten als gedacht. In der Sperrzone von Tschernobyl begegnen sie Wesen, die es gar nicht geben dürfte. Bonus: Am Ende des Buchs erklärt ein Abschnitt 'Fiktion und Realität', wie nah die Science-Fiction-Story an der Wirklichkeit ist.
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    volatile
    Besondere Idee, leicht zu lesen. Oberflächlicher Auftakt mit platten Charaktere; „Chimären” sind nur Nebenplot

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  • Kurzbeschreibung (amazon.de):

    Die neue Sondereinheit Science Force ist kaum gegründet, da startet schon der erste Einsatz: Sie soll verbotenen Gen-Experimenten mit menschlichen Embryos ein Ende setzen. Der harmlos scheinende Auftrag bringt das Team in Lebensgefahr: Die Experimente sind weiter fortgeschritten als gedacht. In der Sperrzone von Tschernobyl begegnen sie Wesen, die es gar nicht geben dürfte.
    Bonus: Am Ende des Buchs erklärt ein Abschnitt „Fiktion und Realität“, wie nah die Science-Fiction-Story an der Wirklichkeit ist.

    Der Autor

    Klaus Seibel, geboren 1959, studierte Theologie, arbeitete als Pastor und später als Manager eines Softwarehauses. Seit 2014 ist er hauptberuflich Schriftsteller.
    Erster Preis im Krimiwettbewerb der Frankfurter Neuen Presse.
    Regelmäßig auf Rang #1 der Genres in zahlreichen E-Book Shops und mit mehr als 200.000 verkaufter Auflage einer der erfolgreichsten unabhängigen Autoren des Landes

    Meine Meinung

    Ich bin etwas unschlüssig, wie ich den Auftakt der Sciene-Force-Trilogie bewerten soll. Gut war dieser jedoch nicht. Aber zumindest aufgrund des Sprachstils leicht und flüssig zu lesen.

    Eine interessante Idee, allerdings wird dieser zu wenig Raum eingeräumt. Die Chimären sind eher nebensächlich, hauptsächlich geht es um die Mitglieder, technische Spielereien und Fähigkeiten der Task Force. Ab einem gewissen Punkt wirkt alles nur noch arg konstruiert. Bei den letzten 100 Seiten kam ich nicht umhin regelmäßig die Augen zu verdrehen und mich zu fragen, wann es endlich vorbei ist. Da war es gut, dass diese zügig runtergelesen werden konnten.


    Die Geschichte ist sehr oberflächlich gehalten und der Fokus zu sehr auf „erotische” Szenen gelegt. Eigentlich erfährt man kaum etwas über den Ursprung der Genexperimente, die Hintergründe, wissenschaftliche Details. Auch die Charaktere konnten mich nicht wirklich überzeugen. Im Großen und Ganzen sind sie einfach nur plump und klischeehaft gezeichnet und führen platte Dialoge.


    Bezüglich der wissenschaftlichen Hintergründe, der generellen Sci-Fi-Elemente würde ich noch Hoffnung in die Folgebände legen, die Weichen sind mit diesem Teil gestellt und es ist anhand der Ereignisse in diesem Band zu vermuten, dass man erst später tiefer greifende Informationen dazu erhalten soll, aber selbst wenn dem so wäre, würde das nichts an der unglücklichen Charakterzeichnung ändern. Darüber muss man vermutlich einfach hinwegsehen, wenn man die Reihe weiterverfolgen möchte. An und für sich hat die Reihe ja potential, wenn man sie in den Folgebänden ordentlich weiterführen sollte und die beworbene Thematik in den Vordergrund gerückt wird. Den ersten Band würde ich eher als schlechten Erotik-Thriller mit Sci-Fi-Elementen bezeichnen. Wobei Erotik für das was hier passiert eigentlich auch wieder nicht treffend ist, Perversionen trifft es für mich eher. Am Anfang hat es irgendwie noch gepasst, aber das es im Prinzip um nichts anderes geht, ist einfach kein gelungenes Storytelling in meinen Augen.


    Anscheinend gibt es zu den Protagonisten Ellen Faber und Hajo Richter noch einen Krimi-Zweiteiler, der ihre Vorgeschichte behandelt. Die Ellen Faber Krimis „Zehntausend Augen“ und „Zehntausend Fallen“. Finde ich Ellen als Charakter noch am interessantesten, empfinde ich Hajo eher als abstoßend. Er kommt mir vor wie ein pubertierender Jugendlicher und was daher Ellen überhaupt an ihm zu finden scheint, ist mir ein totales Rätsel. Ich bin mir nicht sicher, ob die Vorgeschichte da genügend zusätzlichen Input liefern könnte, dass ein Verständnis für das Verhältnis aufkommt. Aber das kann man natürlich nur beurteilen, wenn man die Bücher, die Vorgeschichte, auch gelesen hat. Ob ich das jemals tun werde, weiß ich nicht ... ich bezweifle es stark. Vielleicht, wenn die mal günstig zu haben sind. Wobei es mich auch nicht unbedingt reizt, ich erwarte aufgrund der in diesem Buch gefallenen Infos, dass es auch da hauptsächlich nur um demütigende Nacktspielchen geht.

    Mein Fazit

    Alles in allem hat mich die Geschichte also nicht wirklich begeistern können. Es war eher enttäuschend. Eine Leseempfehlung würde ich dafür eher nicht aussprechen. Entscheidende Themen wurden zu wenig ausgebaut, dafür zu viel Fokus auf „erotische” Spielereien gelegt. In meinen Augen stimmt das Verhältnis einfach nicht, als das diesen Szenen eine Daseinsberechtigung zugesprochen werden kann.


    Etwas mehr Sci-Fi, etwas mehr Tiefe und nicht ganz so platte Charaktere hätten dem Auftakt der Reihe meiner Meinung nach gut getan.


    Daher sind es nur :bewertung1von5::bewertung1von5: für mich.

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