Gerd Schäfer, Sina Land - Villa Konfetti

  • Kurzmeinung

    claudi-1963
    Eine wundervolle Geschichte über das Anderartigsein, Freundschaft und einem ungewöhnlichen Kinderheim.
  • Kurzmeinung

    Jasminh86
    Ein Roman,der Mut macht und einfach herrlich zu lesen ist

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  • "Villa Konfetti"ist eine gemeinsame Geschichte der Autoren Gerd Schäfer und Sina Land.


    Ein wunderbarer Roman mit einem zauberhaftem Cover über wahre Freundschaft,starkem Zusammenhalt,extremer Hilfsbereitschaft und gemeinsamen Vertrauen.

    Geschrieben in einer lustigen und emotionalen Art,die mich schnell erreicht hat.

    Die hier beschriebene Menschlichkeit einzelner Protagonisten hat mich sehr berührt,die Entwicklung der Geschichte ist mit den Entwicklungen der Charactere gewachsen,denn sie entwickeln sich von Kapitel zu Kapitel positiv weiter.

    Aus einem erzwungenem Sozialprojekt,bei dem ein marodes Kinderheim komplett neu renoviert werden muss,ist für jeden Einzelnen eine Herzenssache geworden,Erfahrungen aus einer komplett anderen Welt haben besonders drei Protagonisten zur Besinnung gebracht.

    Die Gruppe besteht aus einem "Wohlstands-Balg",einer "Strassengöre"mit grünen Haaren,einem "verwegenem Ritter"und einem "schweigsamen Indianer".

    Jeder steckt sechs Monate intensive Arbeit in das Kinderheim.

    Sie haben nicht viel Geld zur Verfügung und es werden ihnen ständig Steine in den Weg gelegt,die Renovierung soll um jeden Preis verhindert werden.

    Doch die Gruppe gibt nicht auf und dessen Lösungen rund um die Villa haben mich immer wieder gefreut.

    Sie machen neue und interessante Erfahrungen,lernen wundervolle Menschen kennen und sie geben alles,damit die Kinder des Heims dort ein schönes Leben führen können.Ihr Einsatz und die Liebe,mit der sie sich um die Kinder kümmern,hat mich ebenfalls sehr berührt.

    Jeder Einzelne wurde mit seinen Ecken und Kanten liebevoll aufgenommen und es wurde gemeinsam für jeden nach dem passendem Weg gesucht.

    Hier steckt nicht nur viel Liebe drin,auch die Mut machende Botschaft von

    "Villa Konfetti"kam bei mir sehr gut an.

    Dieses Buch ist eine Geschichte über unterschiedliche Menschen,die ihre eigenen Höhen und Tiefen durchleben,doch am Ende zählt ganz alleine der Zusammenhalt.

    Geschrieben ist das ganze unheimlich locker,flüssig und authentisch.Humor kommt hier nicht zu kurz,denn oft musste ich wirklich schmunzeln.

    Auch an Spannung fehlt es nicht,denn das beiseite legen der Lektüre fiel mir immer schwer.

    Ich wollte unbedingt wissen,wie es mit der Villa nun weiter geht.

    Die Autoren haben an alles gedacht,sodass dies eine wirklich gelungene Mischung ist.

    Die kurzen Kapitel werden durch lustige Zitate der Protagonisten und niedlichen Illustrationen begleitet.

    So konnte ich jeden einzelnen sehr gut kennenlernen und verstehen.

    Mir als eingefleischter Thriller und Krimifan hat dieser Roman unheimlich gut gefallen,leider kann ich nur fünf Sterne vergeben.

  • "Wer aus der gewohnten Bahn geworfen wird, meint manchmal, dass alles verloren ist. Doch in Wirklichkeit fängt nur etwas Neues an." (Gisela Rieger)

    Das Kinderheim Villa Konfetti muss dringend saniert werden, da kommt die Nachricht über eine Erbschaft gerade zur rechten Zeit. Wäre da nur nicht die Auflage, dass sie das Haus innerhalb von 6 Monaten renoviert haben müssen. Wie sollen sie das anstellen mit dem bisschen Geld, was die Stiftung für sie hat! Außerdem scheint die Stadt ebenfalls ein großes Interesse an dem Grundstück zu haben. Ein Wasserrohrbruch stellt die Heimleitung und die Kinder vor neuen Herausforderungen. Da hilft es nur noch, dass sie Helfer finden, denen sie möglichst wenig bezahlen müssen. Alle Hoffnung ruhen nun auf dem Ritter aus dem Seniorenheim, einem Indianer ohne Wohnung, dem grünhaarigen Straßenkind mit Sozialstunden und der verwöhnten Prinzessin in Designerjeans, deren Vater den Geldhahn zugedreht hat. Wird es ihnen gelingen, das Haus wieder rechtzeitig bewohnbar zu machen?


    Meine Meinung:

    Das bezaubernde Cover mit der in die Jahre gekommenen Villa, die mich sofort an Pippis Villa Kunterbunt erinnert, gefällt mir recht gut. Der Schreibstil ist kurzweilig, unterhaltsam, humorvoll und bewegend. Dabei sind die recht kurzen Kapitel alle mit kurzen Zitaten und netten Illustrationen versehen. Villa Konfetti ist ein recht kleines überschaubares Kinderheim, das von Frau Pippinger geleitet und nun kurz vor dem Aus steht. Bisher gehörte das Haus einer Gräfin, die nun nach ihrem Tod testamentarisch festgehalten hat, das dieses Haus unter bestimmten Auflagen weiter der Stiftung gehören soll. Nur 6 Monate haben sie Zeit, um das marode Haus zu renovieren. Schon das allein ist schwierig genug, doch wie soll man renovieren, wen einem kaum Geld zur Verfügung steht? Bruno Brombach vom Stiftungsrat zum Beispiel hat die Idee, seinen alten Freund Henry zu fragen, der früher Elektriker war und nun im Seniorenheim lebt. Außerdem ist da noch Walter der Schreiner, der seine Miete nicht mehr bezahlen kann. Die obdachlose Kitty, die man beim Klauen erwischt hat und nun statt Gefängnis lieber Sozialstunden ableistet. Und zu guter Letzt die verwöhnte Alina, deren Vater ihren Geldhahn zudreht hat, wenn sie nicht dieses Projekt durchzieht. Vier ganz unterschiedliche Menschen treffen nicht nur zum Arbeiten aufeinander, sondern leben alle sehr bescheiden während der Renovierung im alten maroden Gartenhäuschen. Gerade durch das Zusammenleben werden die einzelnen Macken, die jeder von ihnen hat, gut dargestellt. Ebenso die Sorgen und Problem, die jeder von ihnen hat oder vor denen sie stehen. Der 80-jährige Henry, der sich noch zu jung fühlt fürs Altersheim und dem es dort zu langweilig ist. Walter, der Angst hat, auf der Straße zu stehen. Die 18-jährige Kitty, die ihren Hund Rasko vermisst und nicht weiß, wie ihre weitere Zukunft aussieht. Und die 22-jährige Alina, die sich nach der Liebe ihres Vaters sehnt und nicht weiß, was sie werden will. Die Geschichte um Freundschaft, Liebe, Zusammenhalt und Hoffnung zeigt hier ganz besondere Menschen auf, die alle sehr vielschichtig sind und ihre Ecken und Kanten haben. Zudem zeigt es, was man allein durch Zusammenhalt und Talent alles bewältigen und leisten kann. Gerade die Veränderung, die alle insbesondere die vier Helfer mitmachen, hat mich überrascht und sehr bewegt. Aber auch die Zwischentöne der Heimkinder fand ich ganz bezaubern und herzergreifend. Die beiden Autoren haben hier ein wirklich gutes sozialkritisches Buch geschrieben. Niemals hätte ich so eine anrührende, authentische Geschichte dahinter erwartet, die mich total ergriffen hat. Besonders die Charaktere der vier Helfer fand ich bemerkenswert dargestellt. Dazu noch das Ende mit dem Blick in die Zukunft hat mir gut gefallen, weshalb ich dieses Buch unbedingt empfehle und es 5 von 5 Sterne von mir bekommt. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::applause::thumleft:

  • Squirrel

    Hat den Titel des Themas von „Gerd Schäfer/Sina Land-Villa Konfetti“ zu „Gerd Schäfer, Sina Land - Villa Konfetti“ geändert.
  • Klappentext:


    Ein marodes Kinderheim steht am existentiellen Abgrund. Es bleiben sechs Monate Zeit für die Renovierung, doch statt des nötigen Kleingelds gibt es nur Schwierigkeiten. Die Hoffnung auf Rettung lastet auf Schultern, die unterschiedlicher nicht sein könnten: einem wohnungslosen Handwerker mit Feder im Haar, einem Ritter aus dem Seniorenheim, einer Prinzessin in Designerjeans und einem Straßenkind mit grünen Haaren und frecher Klappe. Wird es ihnen gelingen, das Zuhause der Kinder zu retten?


    Fazit:


    Als ich den Klappentext gelesen habe, hatte ich schon Bilder von diesen skurrilen Menschen im Kopf. Also gab es nur eins, schnell das Buch besorgen und lesen.


    Zuerst lernte ich die verschiedenen Menschen kennen, die die Hauptrollen innerhatten. Ich gebe zu, dass ich im ersten Moment verwirrt war, weil ich sie noch nicht zuordnen konnte. Doch schnell war ich mitten in der Handlung und lernte sie immer besser kennen und lieben.


    Was haben ein schweigsamer Indianer, eine rotzfreche grünhaarige Straßengöre, ein verwöhntes Prinzesschen mit goldenem Löffel im Mund und der uralte Ritter aus dem Seniorenheim gemeinsam? Alle haben ihre Probleme und machen sich auf den Weg ihre letzte Chance zu nutzen. Manche werden dazu gezwungen, während andere Charaktere sich freiwillig auf dieses unkonventionelle Projekt stürzen. Doch kann das gutgehen?


    Bei dem genannten Projekt handelt es sich um das Kinderheim, von den Kindern liebevoll „Villa Konfetti“ genannt, welches die besten Tage schon längst hinter sich hat. Die Villa wird an die Stiftung vererbt, die das Kinderheim finanziert. Doch es gibt bei dem Erbe einen Haken. Wird das Heim nicht innerhalb von sechs Monaten saniert, fällt es an die Stadt, die schon die Pläne für den Abriss in der Tasche hat. Die Heimat der Kinder ist bedroht. Eine Rettung scheint nicht in Sicht, da es sowohl an Geld, als auch an Rettern mangelt.


    Jetzt können scheinbar nur noch Wunder helfen. Die Kinder werden nach einem Wasserrohrbruch erst einmal in eine Ersatzunterkunft verlegt und die Verantwortung auf die vier Schultern verlagert, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Wie erwartet, kommt es ab sofort zu Reibereien. Besonders Kitty, das Straßengör und Alina, die verwöhnte Prinzessin geraten oft aneinander. Sir Henry, der Ritter aus dem Seniorenheim muss sich immer wieder zwischen die Fronten werfen, während Walter der Indianer sich in Schweigen hüllt. Mit so viel Sprengstoff im Gepäck kann dieses Projekt doch nur scheitern, oder?


    Ich habe einen humorvollen Roman erwartet und viel mehr bekommen, denn außer dem Humor bietet der Roman auch einiges an Tiefgang. Wieder einmal konnte ich erleben, was gegenseitige Achtung, Toleranz, Mitgefühl und Güte in einem Menschen bewirken können. In dieser Geschichte können die Protagonisten voneinander lernen, sich weiterentwickeln und auch über sich selbst hinauswachsen. Ich habe voller Freude erlebt, wie die Protagonisten lernen, sich gegenseitig zu akzeptieren und zu unterstützen. Es zeigt sich wieder einmal, dass Meinereiner, Deinereiner und Unsereiner gemeinsam viel stärker sind. Toll gemacht.


    Bei dem flüssigen Schreibstil und der Spannung fiel es mir schwer die Geschichte aus der Hand zu legen und ich habe sie regelrecht inhaliert. Mir haben auch die Zitate und kleinen Zeichnungen am Anfang von jedem Kapitel gefallen, die die Handlung auflockerten und ihr das gewisse Etwas gaben.


    So jetzt liegt es an euch, die bezaubernden Kinder, die Heimleiterin, die Stiftungsmitglieder und die verschiedenen Retter, an diesem besonderen Ort, kennenzulernen. Es lohnt sich und ihr werdet jede Minute genießen können.


    Ich hatte schöne Lesestunden und vergebe eine überzeugte Leseempfehlung.

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