Wilhelm Herbert Koch - Kumpel Anton

  • Kurzmeinung

    Kurier
    Wohl nichts für Leser, die Zeit und Ort nicht kennen.

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  • Klappentext:

    Kumpel Anton nahm seine verdienstvolle Tätigkeit am Barbaratag des Jahres 1954 als Held einer Glosse in der Wochenend-Ausgabe der WAZ auf. Als er ein Vierteljahrhundert später in Rente ging, hatte er Kult-Status erlangt. Er war zu einer sprichwörtlichen Größe geworden, die stellvertretend für das Ruhrgebiet stand. Ein Sprachrohr für das Revier, geboren aus Wilhelm H. Kochs Mut, so zu schreiben, wie den Menschen zwischen Düsbuich und Doatmunt der Schnabel gewachsen war. Und geliebt für seinen Witz, seine Bodenständigkeit, den realitätsgesättigten Blick von unten. Der Schlachtruf dieses pfiffigen, völlig unheldenhaften Helden lautete Anton, sachtä Cervinski für mich und ertönte rund 1400 Mal.


    Über den Autor (Quelle: Wikipedia):

    Wilhelm Herbert Koch (geb. 1095 in Linden, heute zu Bochum, gest. 1983 in Bochum) war zunächst Bergmann, später dann Journalist und Schriftsteller. Bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) eigentlich als Sportreporter tätig, schrieb er ab 1954 25 Jahre lang die Kumpel-Anton-Glossen auf Ruhrdeutsch.


    Persönlicher Eindruck:

    Das Buch sammelt 81 Glossen, die sich um den Alltag des Arbeiters im Ruhrgebiet drehen: Die Arbeit unter Tage, Feierabendbier, Schrebergarten, Taubenverein... Manche davon picken mitunter selbstironisch kleine Gegebenheiten auf, andere sind fast philosophisch. Wer aus dem Ruhrgebiet kommt und die Zeiten von Kohle und Stahl noch kennengelernt hat, ist das amüsant zu lesen und weckt Erinnerungen. Leser von außerhalb oder solche, die erst nach dem Zechensterben geboren wurden, mögen dagegen weniger mit diesem Buch anfangen können, weil es für sie schwer sein dürfte, sich in die beschriebenen Situationen einzufühlen und den Humor zu verstehen.


    Fazit:

    "Anton", sacht der Cervinski für mich, "wennze den Pott mags und die Sprache, denn bisse hier richtich. Sonzz musse gucken."

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