Alexis Jenni - J'aurais pu devenir millionnaire, j'ai choisi d'être vagabond

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  • Original : Französisch, 2020


    Eine Biographie von John Muir


    UM WEN GEHT ES ?

    John Muir wurde 1838 in Dunbar, Schottland geboren und starb 1914 in Los Angeles, Kalifornien. Er war ein schottisch-US-amerikanischer Naturphilosoph und Autodidakt, und betätigte sich als Erfinder, Ingenieur, Naturalist, Entdecker, Schriftsteller und Geologe.


    John Muir entwickelte sich im Laufe seines Lebens vom Naturforscher mehr und mehr zum Naturschützer und nahm dabei viele der Ideen der heutigen Öko- und Tierrechtsbewegung vorweg. Er war Mitgründer des Sierra Clubs, der ältesten und größten Naturschutzorganisation in den Vereinigten Staaten. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „J.Muir“.


    Von Kindesbeinen an war er ein genialer Erfinder mechanischer Geräte (aus Holzstücken selber hergestellt), wie einer « Weckmaschine », und diverser Zeitmesser, aber auch Barometer, Thermometer, Hygrometer etc. Mit zehn Jahren kommt er mit seiner Familie in die USA, wo sie sich in der Nähe der Großen Seen niederlassen. Nach arbeitsreichen und mühsamen Jahren auf der elterlichen Farm besuchte er die University of Wisconsin, die er 1863 ohne Abschluss verließ. Seine Hauptinteressen lagen in der Geologie, Chemie und vor allem der Botanik. Er arbeitete in diversen Unternehmen, teils auch in Kanada. Dorthin war er vor den Sezessionskriegen geflohen. Zurück in den USA erleidet er einen Arbeitsunfall und macht sich am 1.September 1867 zu Fuß auf den Weg nach Florida. Er fragt immer wieder nach dem Sinn des Lebens in der industriellen Ära und antwortet durch seinen Lebensstil. So wird er, über die USA hinaus, zu einer nahezu mythischen Gestalt, gründet den Yosemite Nationalpark, wo er viele Jahre verbringt.

    (Quellen und mehr : https://de.wikipedia.org/wiki/John_Muir und die englische Seite)


    BEMERKUNGEN :

    In Jennis Eingangskapitel sehen wir John Muir 1875 im berühmten Sequoia-Park Kaliforniens (siehe auch : https://www.ecosia.org/images/…21CAA6E56F3830D43E54D5A5A ). Die wenigen Menschen, die er trifft, können ihn schon einordnen. Und er bleibt in aller Einfachheit in der Erstaunung, im Sich-Wundern-über. Und da liegt vielleicht eine große Lehre : Wie sich neu verwundern lernen ? Die Neugier nicht liegenlassen ? Und in dieses Mit-Staunen lädt uns Jenni ein. Es gibt quasi den Grundton des gesamten Buches an.


    Denn dieser überaus interessante Mann hat eigentlich schon selber ziemlich viel über seine Wanderschaften geschrieben, ua auch ein Erinnerungsbuch über seine Kindheit und Jugend (siehe auch : https://de.wikipedia.org/wiki/John_Muir#Schriften ). Der Autor Jenni hat dies alles studiert und vertieft. Wenn er darüber hinaus aber noch ein Buch schreibt, so auch, um diesen Mann wie in einen Dialog treten zu lassen mit ihm, den Autor. Hat der französische Schriftsteller dabei einen zu großen Platz, ist er zu präsent ? Oder ist dieses Schreiben gerade dadurch erst persönlich und eben « eindrücklich » ? Und in seiner Gestalt somit auch dem zeitgenössischen Menschen : Was hat er uns heute noch zu sagen ? Ist sein Leben exemplarisch, einladend, verändernd ? Und worin ?


    Viele Jahre verbringt er hier im Yosemite-Areal. Und er wird dazu beitragen, dass dieser Ort weltbekannt und ein Nationalpark wird, siehe auch : https://www.ecosia.org/images?…9DB714EEF7181AEF10A2EEF97 . Auch Alaska und die Frage nach den Ursprüngen von Landschaften (durch Gletscher) interessiert ihn überaus. Er wird dann noch etliche Reisen unternehmen, die in auch nach Asien, Europa, Südamerika führen werden, immer auf der Suche. Doch vor allem behält man vor dem inneren Auge das Bild eines Naturverliebten, eines « Narren », der zu den unglaublichsten Abenteuern fähig war und Gott in der Kathedrale der Natur erlebte. Er ging so ganz eigene Wege und wird durch seinen Blick der Verwunderung vor den Elementen und der Wildnis zu einem wahren Vagabunden.


    Das letzte Viertel, oder gar Drittel des Lebens Muirs wird in circa 20 Seiten abgespult ; hätte man da mehr draus machen können ? Aber das Wesentliche wurde gesagt.


    Eine beeindruckende Gestalt, eine engagierte literarische, ja fast poetische, Biographie ! Prima !


    AUTOR :

    Alexis Jenni (* im April 1963 in Lyon) ist ein französischer Biologielehrer und Schriftsteller. Er hat im Fach Biologie promoviert und unterrichtet Biologie am Lycee Saint-Marc in Lyon. Er ist verheiratet und hat drei Söhne.


    Er wuchs in Belley in der Gegend von Bugey/Ain auf. Früh interessiert er sich leidenschaftlich für die Literatur und schreibt seit seinem achten Lebensjahr kleine Geschichten. Und natürlich gibt es da das Interesse an der Biologie.


    Mit seinem Romandebüt « L'Art français de la guerre » gewann er im Jahr 2011 den Prix Goncourt, den bedeutendsten Literaturpreis in Frankreich. Der seit 1903 vergebene Prix Goncourt ist zwar nur mit symbolischen zehn Euro dotiert, doch er katapultiert die Autoren wochenlang in die Bestsellerlisten.


    In Reaktion auf die Auszeichnung sagte Alexis Jenni: „Seit dem Ende meiner Studienzeit vor 20 Jahren habe ich verschiedene Texte geschrieben, die alle keinen Erfolg hatten. Ich dachte, ich würde immer nur ein Sonntagsschreiber bleiben, so wie es Sonntagsmaler gibt. An dem Buch habe ich fünf Jahre geschrieben.“


    Der Roman beschäftigt sich mit der Kolonialgeschichte Frankreichs in Indochina und Algerien; bei beiden ist eine asymmetrische Kriegführung erkennbar. Dahinter verbirgt sich eine Analyse des heutigen Frankreich, die der Hypothese nachgeht, dass die heutigen Umgangsformen der französischen Gesellschaft und insbesondere der Front National mit den Einwanderern ihre Wurzeln in der Zeit der Kolonialkriege haben, als eine Politik der Stärke eingeübt wurde.


    L'Art français de la guerre war ebenfalls für den Prix Médicis und den Prix Femina nominiert.


    Broché : 220 pages

    ISBN-10 : 2375020898

    Poids de l'article : 320 g

    ISBN-13 : 978-2375020890

    Dimensions du produit : 15.2 x 1.9 x 21.1 cm

    Éditeur : Paulsen (16 janvier 2020)

    Langue : : Français

    James Baldwin - Von dieser Welt/Go tell it on the mountain

    Anne Serre - Au coeur d'un été tout en or

    Wilhelm Genazino - Aus der Ferne. Auf der Kippe/Bilder und Texte

    Byung-Chul Han - Agonie des Eros

    Trésor de la poèsie indienne - Des Védas au XXIème siècle (Schatzkiste der indischen Poesie - Von den Veden bis ins XXI.Jahrhundert)


    (Un-)Gelesenes: https://www.buechertreff.de/user/2161-tom-leo/#library

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